Trotz CoronakriseWeiter Nachfrage nach Hotelimmobilien in Berlin

Die Nachfrage nach Hotelimmobilien in Berlin hat das Unternehmen Quin Investment unter die Lupe genommen. (Bild: Pixabay/wal172619)

Wie gestaltet sich die aktuelle Lage auf dem Berliner Hotelmarkt während der Corona-Krise? Dieser Frage ist der Hotelmakler Quin Investment nachgegangen. Demnach verzeichnet das Unternehmen trotz düsterer Lage weiterhin eine Nachfrage von Investoren und Betreibern, die in Berlin ein Hotel kaufen oder pachten möchten.

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Die Zeiten für den Berliner Hotelmarkt und die gesamte Städtehotellerie in Deutschland sind bedrückend. Während einige Ferienregionen sehr gut besucht sind und teilweise Umsatzsteigerungen im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat von zehn bis 20 Prozent verzeichnen, ist es in den Stadthotels das genaue Gegenteil. Vor allem Berlin leidet unter den fehlenden ausländischen Touristen, den fehlenden Geschäftskunden, Messebesuchern oder den zahlreichen Partytouristen.

Das Team von Quin Investment zeigt sich optimistisch, was den Hotel-Immobilienmarkt in Berlin angeht.

Dies spiegelt sich in dramatischen Zahlen wider. So lag der Umsatz pro Hotelzimmer (RevPar) im September laut Quin Investment bei katastrophalen 31,60 Euro. Im Vergleich zum September des Vorjahres bedeutet dies einen Einbruch von über 72 Prozent (115,30 Euro). Auch der Hotelimmobilienmarkt wurde in den letzten Monaten auf den Kopf gestellt. Einer wochenlangen Schockstarre folgte die allmähliche Einordnung der Situation. Einige Investoren ziehen sich zur Folge vorerst aus der Assetklasse Hotelimmobilien zurück, beziehungsweise minimieren ihre Aktivitäten dort.

Finanzierung wird schwieriger

Die Bankenfinanzierung für Hotels sind auch deutlich schwieriger geworden. Entweder möchte man derzeit keine Neugeschäfte annehmen oder fordert einen deutlich höheren Eigenkapitaleinsatz, selbst bei langjährigen, erfahrenen und bonitätsstarken Kunden. Aber wer kauft nun noch Hotelimmobilien? Aus zahlreichen Gesprächen berichtet der Hotelimmobilienmakler Quin Investment weiterhin von interessierten Investoren und Hotelbetreibern: „Der Hotelimmobilienmarkt ist momentan verständlicherweise sehr ruhig. Das Risiko und die Auswirkungen sind teilweise noch nicht abzusehen. Unabhängig davon merken wir, dass vor allem an Standorte wie Berlin geglaubt wird und Investoren und Betreiber weiterhin am Hotelstandort Berlin interessiert sind“, führt Stephan Brüning, Geschäftsführer der Quin Real Estate Investment GmbH aus.

„Bei den interessierten Parteien sprechen wir nicht nur von den klassischen ‘Schnäppchenjägern’, sondern von Marktteilnehmern, die in den letzten Jahren bei einem teils überhitzten Markt sehr zurückhaltend agiert haben und nun die Chance nutzen zu realistischeren Preisen zu investieren“, ergänzt Jebo Samuels, ebenfalls Geschäftsführer von Quin Investment.

Umnutzung immer beliebter

Auch die Nachfrage nach Hotelimmobilien zur Umnutzung steige. So planen einige Investoren die Umwandlung von klassischen Hotels in Apartmenthotels, welche sich in der Krise bewährt haben. Auch die Umwandlung in Studentenapartments, Pflegeeinrichtungen oder Büros werden wieder häufiger geprüft. „Dadurch kommt wieder Bewegung in den Markt und die Zeit wird zeigen wie sich die Berliner Hotellandschaft verändern wird. Durch die aktuelle Situation wird es leider aber auch zu Schließungen und Notverkäufen kommen. Dies wird sich vom Tagungshotel bis hin zum Luxushotel erstrecken. Einige prominente Beispiele in Deutschland, die bereits in Schwierigkeiten geraten sind oder schließen mussten sind unter anderem das Anna Hotel in München, das Grandhotel Hessischer Hof in Frankfurt oder das Maritim Hotel in Berlin“, meint Geschäftsführer Jebo Samuels.

Wie finde ich nun den passenden Käufer oder Betreiber? „Vor allem in dieser Zeit ist es für unsere Kunden besonders wichtig zu wissen, wer derzeit überhaupt noch in Hotelimmobilien investiert und wer den Hotelmarkt vorerst meidet.“ Auch Großgesuche seien weiterhin am Markt vorhanden. “So sind wir zum Beispiel aktuell mit der Suche nach Hotelimmobilien in Berlin und anderen Großstädten mit mindestens 250 Hotelzimmern mandatiert“, schließt Stephan Brüning.

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