Hier finden Sie alle relevanten aktuellen Informationen für Hotellerie und Gastronomie zum Thema Corona in der Übersicht:
>> Hotel 2G oder 3G: Was gilt aktuell in Deutschland?
+++ Tourismuszahlen in Hessen überschreiten Vorkrisen-Niveau +++
(15.09.2022) Die Tourismuszahlen in Hessen haben im August das Niveau von der Zeit vor der Corona-Krise überschritten. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, zählten die Beherbergungsbetriebe gut 1,5 Millionen Gäste und damit knapp vier Prozent mehr als im August 2019. Die Zahl der Übernachtungen stieg im gleichen Zeitraum um rund ein Prozent auf mehr als 3,4 Millionen.
Sowohl bei der Zahl der Gäste als auch bei den Übernachtungszahlen legten vor allem der Main-Taunus-Kreis sowie die Städte Offenbach und Frankfurt deutlich zu. Lediglich im Landkreis Waldeck-Frankenberg sank die Zahl der Übernachtungen (minus fünf Prozent). Bereits seit Mai hatten sich die Zahlen weitgehend stabilisiert und das Niveau von 2019 knapp erreicht. dpa
+++ Gutachten: Preis für Pauschalreise kann trotz Corona erstattet werden +++
(15.09.2022) Ein Gutachten des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) stärkt die Rechte von Pauschalreisenden, die für coronabedingte Einschränkungen während ihres Urlaubs Geld zurück wollen. Veranstalter von Pauschalreisen müssen trotz Pandemie den Preis mindern oder - falls der Vertrag storniert wird - das Geld erstatten, teilte Generalanwältin Laila Medina in ihren Schlussanträgen am Donnerstag in Luxemburg mit.
Hintergrund sind Fälle aus Deutschland und Frankreich (Az. C-396/21 und C-407/21). Die Kläger im deutschen Fall buchten im März 2020 eine zweiwöchige Reise auf die Kanarischen Inseln. Wegen der Pandemie endete ihre Reise nach sieben Tagen und sie kehrten nach Deutschland zurück, wo sie den Preis für ihre Reise um 70 Prozent mindern lassen wollten.
Die Corona-Maßnahmen im März 2020 seien als höhere Gewalt anzusehen, so Medina. Die Einschränkungen stünden außerhalb der Kontrolle des Reiseveranstalters, und die Folgen hätten sich auch bei allen zumutbaren Vorkehrungen nicht vermeiden lassen. Solche unvermeidbaren und außergewöhnlichen Umstände befreien den Reiseveranstalter aber nicht von seiner Verpflichtung, den Reisepreis zu mindern. Wie hoch die Minderung ausfalle, hänge vom Einzelfall ab. Der Veranstalter hafte aber nur für Leistungen, die auch im Vertrag stünden. Bloße "entgangene Urlaubsfreuden" können demnach nicht ersetzt werden. Außergewöhnliche Schwierigkeiten der Reiseveranstalter müssten berücksichtigt werden.
Der französische Fall dreht sich um eine Maßnahme der französischen Regierung, gegen die zwei Verbraucherschutzverbände vorgegangen sind. In der Pandemie wurde eine Regelung eingeführt, wonach Reiseveranstalter anstatt einer vollständigen Erstattung auch einen Gutschein ausstellen durften. Damit sollten die mehr als 70.000 Reiseveranstalter in ihrer coronabedingten Notlage unterstützt werden. Dem erteilte die Generalanwältin in ihrem Gutachten eine Absage: Die europäische Regelung sehe nur eine Erstattung in Geld vor. Reisende könnten sich jedoch freiwillig für einen Gutschein entscheiden.
Die Urteile dürften in einigen Monaten fallen. Die Richter halten sich oft, aber nicht immer an die Einschätzung des Gutachters. dpa
+++ Sammelklage zu Corona in Ischgl geplant +++
(09.09.2022)
Österreichische Verbraucherschützer wollen für Corona-Opfer im Zusammenhang mit dem Ski-Ort Ischgl eine Sammelklage gegen die Republik Österreich einbringen. Außerdem ist eine Reihe von Klagen gegen Hoteliers der Tiroler Tourismusgemeinde geplant, wie Peter Kolba vom Verbraucherschutzverein (VSV) ankündigte. Am Freitag kam es in Wien zu einem ersten Schadenersatzprozess gegen einen Ischgler Hotelbetreiber. Die Geschäftsführerin des Vier-Sterne-Betriebs gab an, dass es keinen Grund gegeben habe, Gäste im März 2020 über Covid-19-Risiken zu informieren.
Damals wurde der für seine Après-Ski-Partys bekannte Ort zu einem Corona-Hotspot. Viele Gäste infizierten sich und trugen das Virus in ihre Heimatländer, darunter auch Deutschland. Bereits in mindestens 80 Fällen wurde die Republik wegen angeblichen Versagens in dem Umgang mit den Infektionen in Ischgl verklagt. Die Rechtsvertreter des Staates haben die Vorwürfe zurückgewiesen.
Bislang hat der Verein nur Einzelprozesse für Geschädigte mit Rechtsschutzversicherung unterstützt. Nun haben sich zwei deutsche Unternehmer bereiterklärt, eine Sammelklage für Unversicherte zu finanzieren, wie Kolba erklärte. Er rechnet mit 150 bis 200 Interessenten.
Davon unabhängig will der VSV Einzelklagen gegen Hoteliers führen. Denn laut dem Rechtsanwalt Alexander Klauser haben viele ehemalige Gäste im März 2020 gegenüber dem VSV angegeben, dass sie sich bei ihren Hotels über das Infektionsrisiko erkundigt hätten. «Es gab eine systematische Informationspolitik, sowohl der Behörden als auch des Tourismusverbandes und der Hoteliers, (um) die Tatsache, dass das Coronavirus in Ischgl angekommen war, zu verschleiern», sagte Klauser.
Klauser vertrat am Freitag eine Urlauberin aus Deutschland, die kurz nach ihrem Aufenthalt in Ischgl an Covid-19 erkrankte und nun 42 000 Euro Schadenersatz fordert. Die genaue Herkunft der Frau wurde nicht bekanntgegeben. Die Geschäftsführerin des Hotels, die zur Eigentümerfamilie gehört, bestätigte dem Gericht, dass sie weder ihre Angestellten noch ihre Gäste über die Corona-Dynamik in Ischgl informierte - also etwa über die Risikowarnung isländischer Behörden zu Ischgl, oder über die behördliche Schließung von Après-Ski-Lokalen. «Es war kein Grund zur Information», sagte sie. «Wir haben einfach ganz normal unser Geschäft weitergemacht.» Mit ihrem Bruder, der Chef des Tourismusverbandes ist und ein anderes Hotel führt, habe sie sich nie über die Corona-Lage ausgetauscht.
Das Landgericht hat alle bisherigen Klagen gegen die Republik abgewiesen. Für die Corona-Opfer besteht trotzdem noch Hoffnung auf Schadenersatz, da ein Berufungsgericht 25 dieser Entscheide aufgehoben hat. Die Begründung: Das Land Tirol habe im März 2020 in Mitteilungen bereits bekannte Infektionsfälle unter Urlaubern in Ischgl verschwiegen. Nun gehen die Fälle zurück an das Landgericht, das feststellen muss, ob die betroffenen Urlauber die Mitteilungen kannten. Zuvor hat allerdings noch der Oberste Gerichtshof einige grundsätzliche Rechtsfragen zur Information durch Landesbehörden und zum Epidemiegesetz zu klären. dpa
+++ Deutschland-Tourismus im Juli mit Zuwächsen +++
(09.09.2022) Der Sommerferienmonat Juli hat Hotels, Gasthöfen und Pensionen in Deutschland in Summe steigende Übernachtungszahlen beschert. 56,3 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland waren 17,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte.
Das Niveau von vor der Corona-Pandemie hat der Deutschland-Tourismus insgesamt nahezu wieder erreicht: Im Juli 2022 betrug die Lücke zum Juli 2019 nach Berechnungen der Wiesbadener Statistiker 4,2 Prozent. Allerdings war der Juli 2019 mit 58,8 Millionen Übernachtungen auch ein Rekordmonat. Nie zuvor seit Beginn der Zählung 1992 war in einem Monat eine höhere Zahl gemessen worden.
Im Juli des laufenden Jahres erhöhte sich den Angaben zufolge die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,4 Prozent auf 47,0 Millionen. Bei Gästen aus dem Ausland verbuchte die Branche eine Verdoppelung auf 9,3 Millionen. Allerdings sei der grenzüberschreitende Tourismus in Deutschland noch ein gutes Stück vom Vorkrisenniveau entfernt, ordnete das Bundesamt ein: Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland habe im Juli 2022 um 16,3 Prozent unter jener aus dem Juli 2019 gelegen. dpa
+++ Berlin-Tourismus im Sommer fast auf Vor-Corona-Niveau +++
(09.09.2022) Berlin zieht mittlerweile wieder fast so viele Touristen an wie vor der Coronakrise. Im Juli lag die Gästezahl mit 1,12 Millionen noch 8,3 Prozent unter dem Vergleichswert von 2019, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Freitag mitteilte. Die Zahl der Übernachtungen in Hotels und Pensionen lag noch 7,3 Prozent unter dem Vor-Krisen-Niveau.
Wirtschaftssenator Stephan Schwarz (parteilos) sprach von einem Comeback Berlins. Die Branche spiele für den Wirtschaftsstandort eine sehr große Rolle. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Berlin berichtete von sehr guten Geschäften im September und einem August leicht unter dem Niveau von 2019.
Von Januar bis Juli insgesamt lag der Tourismus noch mehr als ein Viertel unter dem Vorkrisenniveau. Schwarz zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass die Erholung der Branche trotz der Corona-Pandemie auch im Herbst und Winter weitergeht. "Wir gehen davon aus, dass es keine signifikanten Einschränkungen für den Tourismus geben wird." dpa
+++ Bayern bei Touristen wieder fast so beliebt wie vor Corona-Pandemie +++
(07.09.2022) Erstmals haben annähernd wieder so viele Touristen in Bayern übernachtet wie vor der Corona-Pandemie. Die 11.566 geöffneten Beherbergungsbetriebe verzeichneten nach einer Mitteilung des Landesamtes für Statistik vom Mittwoch im Juli knapp 4,5 Millionen Gästeankünfte und fast 11,5 Millionen Übernachtungen. Das entspreche fast den Werten aus dem Juli 2019.
Aus dem Ausland wurden erstmals seit der Pandemie wieder mehr als eine Million Touristen innerhalb eines Monats im Freistaat gezählt, wie die Statistiker in Fürth mitteilten. Besonders gefragt waren im Juli Jugendherbergen und Hütten. Hier kamen 75,8 Prozent mehr Gäste als noch im Juli des Vorjahres.
Insgesamt wurden in diesem Jahr bislang 18,1 Millionen Gästeankünfte und knapp 49,3 Millionen Übernachtungen in Bayern registriert. Das ist den Angaben zufolge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Anstieg um 147,7 Prozent bei den Gästeankünften und um 103,6 Prozent bei den Übernachtungen. dpa
+++ Tourismusbarometer Sachsen: Gastgewerbe fehlt Personal +++
(07.09.2022) Dem Gastgewerbe in Sachsen fehlt laut einem Branchenreport viel Personal. Wie aus dem Tourismusbarometer des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV) hervorgeht, nahm die Zahl der Beschäftigten 2021 verglichen mit dem Vorkrisenjahr 2019 um 13,9 Prozent ab. Deutschlandweit lag dieser Wert bei 15,9 Prozent. Ein Viertel der Ausbildungsstellen in der sächsischen Tourismusbranche sei 2021 unbesetzt geblieben. Der Arbeitskräftemangel zwinge die Betriebe dazu, ihre Angebote weniger personalintensiv zu gestalten.
Die Corona-Pandemie habe die strukturellen Probleme der Branche verschärft, teilte der OSV am Mittwoch mit. Das Gastgewerbe müsse in Zukunft noch mehr als bisher ausländische Arbeitskräfte für sich gewinnen. Zudem müsse die Mitarbeiterbindung verbessert werden. Laut Tourismusbarometer sind für die Beschäftigten vor allem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, finanzielle Anreize und flexible Arbeitszeiten wichtige Themen. dpa
+++ Acht-Punkte-Plan soll MV im Herbst durch Corona-Pandemie bringen +++
(06.09.2022) Impfen, testen, klare Ansagen. Mit einem insgesamt acht Punkte umfassenden Pandemieplan wappnet sich Mecklenburg-Vorpommern für die ab Herbst erwartete neuerliche Zunahme von Corona-Infektionen. Wie Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) am Dienstag in Schwerin mitteilte, stimmte das Kabinett der mit Hilfe eines von ihr eingesetzten Expertenrats entwickelten Corona-Strategie zu. Damit verfügt Mecklenburg-Vorpommern als eines der ersten Bundesländer über einen Fahrplan durch Herbst und Winter, der die Maßgaben des neuen, noch nicht beschlossenen Bundes-Infektionsschutzgesetzes umsetzen und ergänzen soll.
So sollen die Bürger stets verständlich über die aktuelle Pandemielage im Land informiert werden. Die Datenbasis soll unter anderem durch automatisierte Erfassung von Infektionsfällen verbessert werden. Die Regierung will weiter für Schutz- und Auffrischungsimpfungen werben und für ausreichend Impfmöglichkeiten sorgen. Auch im ländlichen Raum soll es, vom Land gefördert, Teststellen geben. Gefährdete Menschen, insbesondere Bewohner von Pflegeheimen, sollen besonders geschützt, Einrichtungen des Gesundheitswesens sowie der kritischen Infrastruktur vor Überlastungen bewahrt werden. Zudem habe höchste Priorität, den Betrieb von Kitas und Schulen sowie Kinder- und Jugendeinrichtungen so normal wie möglich zu gewährleisten, betonte Drese. dpa
+++ Maskenpflicht in Flugzeugen soll fallen +++
(06.09.2022) Die Corona-Maskenpflicht in Flugzeugen von und nach Deutschland soll zum Herbst vorerst entfallen. Das berichtete unter anderem die Süddeutsche Zeitung. Weiter berichtet diese, dass zugleich laut der Verständigung in der Ampelkoalition im Gesetz bundesweit festgelegt wird, dass außer in Fernzügen, Kliniken und Pflegeheimen auch in Arztpraxen FFP2-Maskenpflicht gilt.
+++ Thüringen: Tourismuszahlen trotz Aufwärtstrend unter Niveau von vor Corona +++
(02.09.2022) Thüringen bleibt das Land für Kurztrips und hat bei Gäste- und Übernachtungszahlen das Niveau von vor der Coronakrise bisher nicht wieder erreicht. Das geht aus den Tourismuszahlen für das erste Halbjahr hervor, die das Statistische Landesamt am Freitag in Erfurt veröffentlichte. Danach kamen von Januar bis Ende Juni 1,4 Millionen Gäste in den Freistaat. Sie buchten 3,8 Millionen Übernachtungen in Hotels, Pensionen oder auf Campingplätzen. Im Schnitt blieben sie 2,7 Tage, ermittelten die Statistiker.
Im Vergleich zur ersten Hälfte des Coronajahrs 2021, in dem Gastronomie und Hotellerie über Wochen fast lahmgelegt waren, verzeichnete Thüringen fast eine Verdopplung der Gästezahlen mit einem Plus von 989 000. Die Zahl der Übernachtungen stieg sogar um rund 2,2 Millionen. Beide Werte blieben aber deutlich unter 2019 - dem Jahr vor der Corona-Pandemie.
Die Gästezahl lag nach Angaben des Landesamtes fast 24 Prozent unter der im ersten Halbjahr 2019, die der Übernachtungen um rund 19 Prozent. Rückgänge gab es in allen Regionen. Die geringsten Verluste verbuchte danach die Region Südharz/Kyffhäuser mit minus zwölf Prozent. Weit entfernt von den Zahlen von 2019 waren Thüringens wichtigste Reiseziele, die Städte Eisenach, Erfurt, Jena, Weimar und der Thüringer Wald. Allein dort seien im Vergleich zum Vorkrisenzeitraum insgesamt 617.000 Übernachtungen weniger gebucht worden. dpa
+++ Die Gäste kommen nach Berlin zurück: Zahl der Touristen steigt weiter +++
(11.08.2022) Die Zahl der Touristen in Berlin ist weiter gestiegen. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres waren es fast 4,4 Millionen, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Donnerstag mitteilte. "Die Gäste kommen wieder zurück nach Berlin. Ein gutes Zeichen", sagte Burkhard Kieker, Geschäftsführer der Tourismusgesellschaft Visit Berlin. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres waren es um diese Zeit 2,5 Millionen Gäste.
Von den 4,4 Millionen Gästen kamen rund 3 Millionen aus dem Inland, fast 1,4 Millionen aus dem Ausland, insbesondere aus Großbritannien, den Vereinigten Staaten und den Niederlanden. Durchschnittlich blieben die Gäste 2,4 Tage in Berlin. Insgesamt zählte die Branche 11,15 Millionen Hotelübernachtungen. "Berlin profitiert wahnsinnig von nationalen Gästen, Deutschland bleibt absolut wichtigster Markt", sagte Thomas Lengfelder, Hauptgeschäftsführer des Dehoga Berlin.
Trotz dieser Entwicklung seien die Zahlen aber noch nicht auf dem Vorkrisenniveau: Von Januar bis Juni 2019 zählte das Amt für Statistik 6,7 Millionen Gäste mit 16,1 Millionen Übernachtungen. Lengfelder rechnet damit, dass Ende September das Vorkrisenniveau erreicht sein könnte. Allerdings gebe es für die Zeit ab Oktober noch "eine große Unsicherheit" bei den Hotels und Gaststätten. dpa
+++ Scholz sichert Ländern weiter Handlungsmöglichkeiten gegen Corona zu +++
(11.08.2022) Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat den Bundesländern zugesichert, dass sie auch im Herbst und Winter Schutzmaßnahmen im Fall einer verschlechterten Corona-Lage ergreifen können. Scholz verwies am Donnerstag in Berlin darauf, dass die Bundesregierung einen Vorschlag für "gesetzliche Rahmenbedingungen für Handlungsmöglichkeiten der Länder" vorgestellt habe. Er verwies damit auf ein Anfang August vorgelegtes Schutzkonzept von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Justizminister Marco Buschmann (FDP).
Scholz sagte weiter: "Unser Programm ist, dass wir, wenn der Bundestag im September zusammenkommt, diese Gesetze gleich beschließen, so dass es einen unmittelbaren Anschluss für Handlungsmöglichkeiten für den ganzen Winter gibt, wenn die Gesetze, die heute gelten, am 23. September auslaufen." Er versicherte: "Das wird klappen."
Mit den Ländern werde nun weiter über die Vorschläge diskutiert, "um ein gemeinsames Projekt daraus zu machen". Bei den Ländern waren die Vorschläge von Lauterbach und Buschmann auf geteiltes Echo gestoßen. dpa
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