Die Luxusmarke St. Regis Hotels & Resorts hat in Budapest ihr erstes Haus in Ungarn eröffnet. Das The St. Regis Budapest ist im neobarocken Klotild Palais nahe der Donau untergebracht.
Mit dem The St. Regis Budapest ist die zur Marriott-Gruppe gehörende Luxusmarke nach Ungarn expandiert. Das Hotel befindet sich im Klotild Palais, der als Zwillingspalais um die Jahrhundertwende errichtet wurde und als neobarockes Wahrzeichen der österreichisch‑ungarischen Gründerzeit gilt. Auftraggeberin war Prinzessin Klotild von Sachsen‑Coburg und Gotha, der Entwurf stammte von den Architekten Flóris Korb und Kálmán Giergl. Das Bauwerk bildete einst den zeremoniellen Eingang nach Pest für Reisende, die die Elisabethbrücke überquerten.
Markantestes Merkmal ist ein 48 Meter hoher Turm, der mit vergrößerten Repliken der Krone von Erzherzog Joseph Karl geschmückt ist. Das Gebäude steht unter dem Schutz der Unesco als Teil des Weltkulturerbes.
Historische Architektur trifft modernes Design
Das neue Interior Design orientiert sich an der Bewegung der Donau sowie ihren Lichtreflexionen. Sanfte Blautöne, fließende grafische Muster und schimmernde Oberflächen ziehen sich durch das Haus. Hinzu kommen Elemente, die von den ungarischen Thermalbädern inspiriert sind, darunter Keramik, dekorative Fliesen und dampfähnliche Texturen. Bronzedetails, schwarz‑weiße Bodenmuster und ornamentale Motive verweisen auf Sezessionismus und Jugendstil.
Im Eingangsbereich befindet sich eine Treppe mit Glasdecke, umgeben von floralen Bronzemustern und kronenförmigen Leuchten, die laut Mitteilung an die Krone von Sachsen‑Coburg und Gotha erinnern. Die sogenannte Passage – einst eine Durchfahrt für Kutschen – verbindet den Empfangsbereich mit den Konferenz‑ und Veranstaltungsräumen und ist mit schwebenden Spiegeln, Bogendecken und vielschichtiger Beleuchtung gestaltet. Das Konzept ist von Budapests literarischer Café‑Kultur inspiriert.
Das Haus verfügt über 63 Zimmer und 39 Suiten, darunter eine 169 Quadratmeter große Presidential Suite mit Blick auf die Donau und die Elisabethbrücke. Das Interior der Zimmer greift Budapests Verbundenheit zur Oper auf und erinnert an private Theaterlogen. Eingebaut ist eine In‑Room-Bar, die an den traditionellen ungarischen Kachelofen angelehnt ist. Designelemente wie Fliesen, schattierte Stoffe und Messingdetails verweisen auf Techniken des Jugendstils. Allen Gästen steht der für die Marke charakteristische St. Regis Butler Service zur Verfügung.
Vom Red Snapper zur Crown Mary
Die „The St. Regis Bar“ ist mit einem großen Glasgemälde ausgestattet, das das Orchester der Ungarischen Staatsoper interpretiert. Die Cocktailkarte stammt von Head Mixologist Norbert Tengely. Die Hausvariante des Bloody Mary heißt The Crown Mary und verweist auf das The St. Regis New York, wo der Cocktail 1934 unter dem Namen „Red Snapper“ erfunden wurde.
Das „99 Sushi Bar & Restaurant“ kombiniert japanische Küche mit moderner Präsentation und hat eine Showküche sowie einen Private-Dining-Room für Omakase-Menüs. Verantwortlich ist Küchenchef Thinus van der Westhuizen, Group Culinary Director von Ninety-Nine. Die „Klotild Patisserie“ ist in den Räumen einer früheren Apotheke untergebracht und bietet ungarische und französisch-wienerische Backwaren sowie Kaffee aus Manufakturröstung. Im Atrium gibt es Afternoon Tea und die markentypische Champagner-Sabrage.
Das Spa hat einen Innenpool, einen Hamam, eine finnische Sauna, Erlebnisduschen und drei Behandlungsräume. Bei den Pflegeprodukten arbeitet das Hotel mit der französischen Marke Sothys und der Budapester Marke Omorovicza zusammen. Dazu kommt eine Celebration Bar. Im sechsten Stock liegt ein Fitnessstudio mit Glasdach. Für Veranstaltungen stehen der John Jacob Astor Boardroom, drei Salons und der Caroline Salon bereit. red/sar