Auszeichnung Maison Heler Metz gewinnt "Hotel Design Award 2026"

Der "Hotel Design Award" geht dieses Jahr an das Maison Heler in Metz.
Der "Hotel Design Award" geht dieses Jahr an das Maison Heler in Metz. © Philippe Starck/Julius Hirtzberger

Das von Philippe Starck gestaltete Hotel setzte sich beim 196+ Forum in Mailand gegen zwei weitere Finalisten durch. Die Jury würdigte insbesondere das Zusammenspiel von Architektur, Interior und Erzählung.

Der diesjährige „Hotel Design Award“ geht an das Maison Heler Metz, A Curio Collection Hotel by Hilton aus Frankreich. Die Auszeichnung wurde im Rahmen des 196+ Forums in Mailand vergeben. Laut Jurybegründung artikuliert das Haus „einen überzeugenden Dialog zwischen historischer Referenz und zeitgenössischem architektonischem Ausdruck“. Das Zusammenspiel von Architektur, Interior und Narrativ schaffe „eine kohärente und äußerst unverwechselbare Identität“.

Die Finalisten und ihre Konzepte

Neben dem Sieger standen zwei weitere Häuser im Finale. Das Lilloy Lindenberg stellt „konventionelle Hoteltypologien infrage, indem Gemeinschaft als zentrales Prinzip in den Vordergrund gestellt wird“, heißt es im Juryurteil. Architektur, Interior und Storytelling verschmölzen zu einem „singulären, kreativen Konzept mit einer starken Identität — ein Zuhause fern von Zuhause“.

Die Villa Pétrusse wiederum sticht laut Fachjury „durch ihre nuancierte Transformation historischer Substanz in ein ruhiges, zeitgenössisches Hospitality-Erlebnis hervor“. Architektur und Innenarchitektur seien nahtlos miteinander verwoben und ergäben einen „eleganten, fast wohnlichen Charakter“.

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    Das Maison Heler Metz, A Curio Collection Hotel by Hilton im französischen Metz.
    © Maison Heler / Julius Hirtzberger
    Das Maison Heler Metz, A Curio Collection Hotel by Hilton im französischen Metz.
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    Maison Heler Zimmer
    © Maison Heler / Julius Hirtzberger
    Die 104 Zimmer und Suiten hat Philippe Starck in einem zurückhaltendem, aber luxuriösem Stil gestaltet.
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    Elegant ohne Schnörkel: Die Zimmer und Suiten greifen Elemente aus „Manfreds Villa“ auf – zum Beispiel die Lampen.
    © Philippe Starck/Julius Hirtzberger
    Elegant ohne Schnörkel: Die Zimmer und Suiten greifen Elemente aus der fiktiven Geschichte des exzentrischen Erfinders Manfred Heler auf – zum Beispiel die Lampen.
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    „Befreit von jeglicher Oberflächlichkeit.“ So beschreibt Philippe Starck selbst die Atmosphäre der Maison Heler.
    © Philippe Starck/Julius Hirtzberger
    „Befreit von jeglicher Oberflächlichkeit.“ So beschreibt Philippe Starck selbst die Atmosphäre der Maison Heler.
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    Maison Heler Restaurant
    © Maison Heler / Julius Hirtzberger
    Das ganztägig geöffnete Restaurant „La Cuisine de Rose“ ist eine Hommage an Manfreds imaginäre Geliebte Rose.
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    Maison Heler Interior
    © Maison Heler / Julius Hirtzberger
    Ein weiteres zentrales Gestaltungselement ist die Verbindung von Literatur und Kunst.
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    Die Künstlerin Ara Starck, Tochter von Philippe Starck, hat 19 Buntglasfenster für das Restaurant entworfen.
    © Philippe Starck/Julius Hirtzberger
    Die Künstlerin Ara Starck, Tochter von Philippe Starck, hat 19 Buntglasfenster für das Restaurant entworfen.
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    Maison Heler Flur
    © Maison Heler / Julius Hirtzberger
    In den Gängen des Hotels finden sich Werke aus dem französischen Nationalarchiv und dem CNRS.
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    Philippe Starck plante als Architekt und gestaltete auch die komplette Inneneinrichtung des Hotels – vom Teller bis zum Toilettensitz.
    © Philippe Starck/Julius Hirtzberger
    Philippe Starck plante als Architekt und gestaltete auch die komplette Inneneinrichtung des Hotels – vom Teller bis zum Toilettensitz.

Aus 25 Bewerbungen aus 13 europäischen Ländern hatte eine interdisziplinär besetzte Jury zunächst zehn Nominierte ausgewählt, aus denen die drei Finalisten hervorgingen. Bewertet wurden die Originalität des Architektur- und Designkonzepts, die architektonische Qualität von Gebäude und Fassade sowie die Gestaltung der Inneneinrichtung. Im Fokus stünden der Gestaltungsansatz und das damit verbundene Storytelling für ein in sich schlüssiges Hotelkonzept.

Trend zu polarisierenden Hotelprojekten

Michael Widmann, Global CEO der PKF Hospitality Group, ordnet die Auswahl in einen größeren Marktzusammenhang ein: „Der klare Trend bei Hospitality-Investitionen geht hin zu Projekten, die ‚out-of-the-box' sind – Projekte, die einzigartig sind, Aufmerksamkeit auf sich ziehen und möglicherweise sogar polarisieren.“ Zwei davon seien sehr klein, setzten jedoch ihren Standort beziehungsweise das historische Gebäude gekonnt in Szene. red/sar

Über das 196+ Forum Mailand

Das 196+ Forum Mailand wird jährlich von der PKF Hospitality Group veranstaltet und eröffnet die Mailänder Designwoche. Nach Angaben des Veranstalters gilt es in Italien als zentrale Branchenveranstaltung zu den Themen Investitionen und Design im Gastgewerbe und richtet sich an Fachleute aus Europa und weiteren Märkten.

Auf dem Programm stehen eine ganztägige Konferenz mit Expertengesprächen, interaktiven Formaten und aktuellen Fallstudien sowie Networking-Möglichkeiten. Die diesjährige Ausgabe fand vom 19. bis 20. April statt.