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Start Coronakrise Restart-Perspektive gefordert: Gastgewerbe macht Druck vor Bund-Länder-Beratungen

Restart-Perspektive gefordertGastgewerbe macht Druck vor Bund-Länder-Beratungen

Mit mehreren öffentlichen Aktionen hat das Gastgewerbe auf die prekäre Situation in der Branche hingewiesen. Und klar gemacht: “Wir brauchen spätestens bei den Beratungen am Mittwoch eine klare Öffnungsperspektive!”

Von der Nordsee bis auf die Zugspitze haben deutschlandweit Hoteliers und Gastronomen einen gedeckten Tisch oder ein gemachtes Bett (wir berichteten) als stillen Protest auf einem öffentlichen Platz aufgestellt, um im Vorfeld der nächsten Bund-Länder-Gespräche am 3. März auf die verzweifelte Situation der Betriebe und die momentane Perspektivlosigkeit aufmerksam zu machen. Mittlerweile ist die Branche seit März 2020 insgesamt sechs Monate geschlossen.

Angela Inselkammer, Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, stellte angesichts des aktuellen Corona-Infektionsgeschehens fest: „Die Maßstäbe und Inzidenzwerte, die für Öffnungen in anderen Branchen gelten, wie etwa im Einzelhandel oder auch für Baumärkte, müssen auch für das Gastgewerbe gelten. Einen fortgesetzten Teil-Lockdown, also weitgehende Schließungen als ‘Dauerzustand’, während andere öffnen dürfen, akzeptieren wir nicht.“

Die Betriebe des Gastgewerbes hätten während der Öffnungen von Frühjahr bis Herbst 2020 bewiesen, dass ihre Hygienekonzepte funktionieren – in allen Betriebsteilen, innen und außen, während der gesamten betrieblichen Öffnungszeiten. Inselkammer: „Gastronomie und Hotellerie waren und sind keine Pandemietreiber! Dies hat auch das RKI mit seinem ‘Control-Covid-Plan’ (wir berichteten) bestätigt.” Demnach sei das Ansteckungsrisiko gerade bei Zusammenkünften im Freien und in Hotels niedrig.

Jerusalema Dance Challenge

Der Leaders Club hatte im Zuge der Aktionen zudem zur „Jerusalema Dance Challenge“ aufgerufen. In München fanden sich rund 50 Gastgeber ein, um gemeinsam zu tanzen. Im Saarland schloss sich das „Aktionsbündnis Corona“ zusammen, bestehend aus Reisebranche, Dehoga Saarland, Pop Rat Saarland – Verband für Pop- und Eventkultur, den Kinobetreibern und dem Saarverband der Schausteller. Zu einer stillen Mahnwache rief bereits in den vergangenen Tagen der rheinland-pfälzische Hotel- und Gaststättenverband auf, um an die Politik zu appellieren, die Betriebe wieder zu öffnen.

Dehoga NRW: “Die Zeit ist reif!”

Der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverband NRW, Bernd Niemeier, pochte am Montag auf ein baldiges Ende des Lockdowns – seine Branche wolle endlich wieder Gäste empfangen. “Die Zeit ist reif”, erklärte Neumeier. “Wir wollen uns nicht mehr mit Hinhaltetaktiken und dem Verweis auf Bund-Länder-Arbeitsgruppen, die nicht zu Potte kommen, abspeisen lassen.”

Der “Gastgeberkreis“, ein Bündnis aus mehr als 120 Firmenchefs aus der Gastronomie, forderte ebenfalls Bewegung. “Es ist jetzt wirklich an der Zeit, konkrete Öffnungspläne für die Gastronomie und Hotellerie vorzustellen”, teilte der Gastgeberkreis am Montag mit und forderte mit Blick auf die Umsetzung solcher Pläne den Einsatz von Corona-Schnelltests. Geimpfte oder getestete Gäste sollten “nun wieder in den Genuss der deutschen Gastgeber kommen”. Zum Gastgeberkreis gehören die Chefs der Restaurantketten L’Osteria, Hans im Glück, Block House und Nordsee.

Brandenburger Gastgewerbe fordert Öffnung von Hotels und Restaurants

Mit einem stillen Protest forderte auch das Brandenburger Gastgewerbe eine Öffnung von Hotels und Restaurants. Von der Prignitz bis in die Lausitz stellten Gastwirte nach Angaben des Hotel-und Gaststättenverbandes Brandenburg “einen gedeckten Tisch” oder “ein gemachtes Bett” vor ihre Einrichtungen. “Wenn vergleichbare Branchen wie der Einzelhandel wieder öffnen dürfen, muss es auch im Gastgewerbe wieder losgehen – und zwar so, dass die Betriebe wirtschaftlich arbeiten können“, forderte Dehoga-Präsident Olaf Schöpe am Montag. Ein fortgesetzter Teil-Lockdown sei nicht zu akzeptieren. (Mit Material der dpa)

 

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