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RKI zu Infektionsgeschehen und StufenplanHotellerie mit niedrigem Risiko – IHA fordert Öffnungsperspektive

Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr mit Covid-19 in welchen gesellschaftlichen Bereichen? Dazu hat das Robert Koch-Institut nun zwei Papiere vorgelegt. In einem der beiden Berichte werden Hotels als „Setting mit niedrigem Risiko“ vom RKI fast ganz am Ende der Skala eingeordnet. Der Deutsche Hotelverband sagt daher: „Es reicht!“. Und fordert nochmals eingehend eine Öffnung der Branche.

In der vergangenen Woche legt das RKI sein Epidemiologisches Bulletin 8 | 2021 vor, das reiseassoziierte Covid-19-Fälle im Sommer 2020 unter Berücksichtigung der Schulferien, Reisetätigkeit und Testkapazitäten betrachtet. Das Bulletin verzeichnet zwar in der „Sommerferienwelle“ einen vorübergehenden Anstieg der reiseassoziierten Covid-19-Infektionen, doch die Länder, aus denen im Sommer 2020 das Coronavirus am häufigsten nach Deutschland eingetragen wurde, sind mit Kosovo, Kroatien, Türkei, Bosnien-Herzegowina und Rumänien allesamt Länder, aus denen insbesondere Saison- und Vertragsarbeiter nach Deutschland kommen und auch Heimatländer von Einwanderern. Erst danach und zahlenmäßig mit größerem Abstand folgen beliebte Urlaubsländer, wie etwa Spanien oder Frankreich, schreiben die IHA-Chefs Markus Luthe und Otto Lindner in ihrem aktuell Blogpost.

Daraus könne man den Rückschluss ziehen, dass es bei organisierten Reisen in Urlaubsländer zu weniger intensiven Kontakten mit der Bevölkerung und damit zu einem geringen Ansteckungsrisiko gekommen sei: „Hygienekonzepte im Tourismus wirken also!“ Wörtlich heißt es dazu beim RKI: „Dazu beigetragen haben vermutlich auch die Übernachtungen in Hotels, die im vergangenen Sommer oftmals Hygieneregeln unterlagen.“ (S. 20 ff., Anm. d. Red.) Dazu merken Luthe und Lindner an: „In unseren Worten: Hotels sind nicht Teil des Problems, sondern der Lösung.“

RKI-Toolbox zu Infektionsrisiko und Stufenkonzept

Quelle: RKI (Bild: Quelle: Robert Koch-Institut)

In dieser Woche legte das RKI zudem für die politische Beratung noch eine „Strategie und Handreichung zur Entwicklung von Stufenkonzepten bis Frühjahr 2021“ namens „Control Covid“ vor. Mit seinem Vorschlag wolle das RKI die Entwicklung von Stufenplänen für den Einsatz bevölkerungsbezogener antiepidemischer Maßnahmen möglichst evidenzbasiert unterstützen.

Hotels als Setting mit „niedrigem Risiko“

Bei der Bestimmung der Risiken auf Basis der identifizierten Evidenz (individuelles Infektionsrisiko, Anteil am Infektionsgeschehen, Public-Health-Einflüsse wie Auswirkung auf Todesfälle und schwere Verläufe, und Nicht-Covid-Effekte wie etwa soziale, psychologische, und andere gesellschaftliche Auswirkungen) werden die Hotels als „Setting mit niedrigem Risiko“ vom RKI fast ganz am Ende der Skala eingeordnet, nur Parks und Spielplätze seien noch sicherer. Die Gastronomie gilt als Bereich mit „moderatem“ Infektionsrisiko.

Daraus folgert der IHA: „Wir fordern von der Bund-Länder-Runde, dass sie dem selbstgestellten Anspruch evidenzbasierten Handelns gerecht wird und dem vom RKI einzig komplett grün gefärbten Sektor am 3. März eine ganz konkrete, zeitnahe Öffnungsperspektive gewährt.“

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