Massive Expansionsstrategie Deutsche Hospitality schließt Börsengang nicht aus

Die Deutsche Hospitality hält es für möglich, an die Börse zu gehen. © Pixabay/Stock Snap

Wird die Deutsche Hospitality an die Börse gehen? Zumindest ist dies laut dem Unternehmen eine "Möglichkeit", die man sich "vorstellen" könne.
In den vergangenen Monaten ist einiges in Bewegung gekommen bei der Deutschen Hospitality, vor allem in der Führungsriege. Ein Raunen ging durch die Branche, als bekannt wurde, dass der langjährige CEO Thomas Willms das Unternehmen verlassen wird (wir berichteten). Sein Nachfolger Marcus Bernhardt führt mittlerweile seit einigen Wochen die Geschäfte.

Marcus Bernhardt ist seit 1. November 2020 neuer CEO der Deutschen Hospitality. Der gebürtige Schweizer war für die Steigenberger Hotels AG bereits von 2004 bis 2010 als Executive Vice President Steigenberger Hotels & Resorts und als Group Chief Commercial Officer tätig. © Claire-Lise Havet

"Marcus Bernhardt vereint alle Anforderungen, die wir brauchen, um die Präsenz der Deutschen Hospitality in Deutschland, in Europa und an strategischen Orten weltweit in den kommenden Jahren massiv auszubauen“, sagte dazu André Witschi, Aufsichtsratsvorsitzender der Steigenberger Hotels AG. Die Kombination aus internationaler Vernetzung, exzellenter Branchenkenntnis und langjähriger Top-Management-Erfahrung in drei Industrien mache Marcus Bernhardt zur idealen Besetzung für die Position des CEO.

Expansion: "Ein Börsengang ist eine der Möglichkeiten, die wir uns vorstellen können"

In der Tat plant die Deutsche Hospitality, massiv zu expandieren. Vor allem seit der Übernahme durch den chinesischen Konzern Huazhu im Jahr 2019 (wir berichteten), machen die Verantwortlichen Tempo. Dazu sagt Sven Hirschler, Senior Director Corporate Communications der Deutschen Hospitality, auf Nachfrage: „Die Deutsche Hospitality hat die Vision, bis zum Jahr 2025 zu den Top-3-Hotelgesellschaften in Europa vorzustoßen." Und er bestätigt: "Auf dem Weg, diese Zielvorstellung in die Realität umzusetzen, prüfen wir natürlich alle Optionen, die uns dabei helfen, unsere Strategie in konkrete Arbeitsschritte umzusetzen. Ein Börsengang ist dabei auch eine der Möglichkeiten, die wir uns vorstellen können."

Expansion auch im Land des Shareholders

Die Deutsche Hospitality erweitert ihr Portfolio in China unter anderem um ein Steigenberger Hotel in Kunming. Die Stadt liegt im Südwesten des Landes. © Claire-Lise Havet

Auf dem Weg in die Top-3 hat die Deutsche Hospitality bereits mehrere Projekte angekündigt. Darunter ein Haus mit 300 exklusiven Zimmern im Land des chinesischen Shareholders Huazhu. Das geplante Hotel in Kunming, der sogenannten Stadt des ewigen Frühlings, ist aber nicht das einzige Haus in der Pipeline. Zuvor hatte die Deutsche Hospitality bereits ein Mega-Projekt an der Küste des ostchinesischen Meers in Haiyan öffentlich gemacht (wir berichteten).