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StartAufmacherTicker:: Aktuelle Informationen zur Coronakrise

Ticker Aktuelle Informationen zur Coronakrise

Hier finden Sie alle relevanten aktuellen Informationen für Hotellerie und Gastronomie zum Thema Corona in der Übersicht:

+++ Hessen: Gästezahlen immer noch unter Vor-Corona-Niveau +++

(16.05.2022) Von der Gästezahl aus der Zeit vor der Corona-Pandemie sind die hessischen Beherbergungsbetriebe nach wie vor weit entfernt. Im vergangenen März seien knapp 695 000 Gäste und 1,83 Millionen Übernachtungen gezählt worden, teilte das Statistische Landesamt in Wiesbaden am Montag mit. Im Vergleich zum März 2019 sind das 45 Prozent weniger Gäste und 34 Prozent weniger Übernachtungen.

Im Vergleich zum März 2021 sieht die Lage deutlich besser aus, damals waren Übernachtungen von Touristen allerdings verboten. Im Vergleich zu dem damals sehr niedrigen Niveau wurden nun 186 Prozent mehr Gäste und 99 Prozent mehr Übernachtungen gezählt. Das stärkste Plus gab es in Frankfurt mit einem Zuwachs von 171 Prozent, gefolgt vom Landkreis Fulda (149) und dem Vogelsbergkreis (139). Am geringsten stiegen die Zahlen im Wetteraukreis (27). dpa

+++ Buchungszahlen im Norden über Vor-Corona-Niveau +++

(16.05.2022) Die Tourismusbranche in Schleswig-Holstein ist gut in dieses Jahr gestartet. Das Übernachtungsvolumen stieg in den ersten vier Monaten um 4,4 Prozent über das Niveau im Vergleichszeitraum des Vor-Corona-Jahres 2019, und die Ankünfte legten um 3,0 Prozent zu. Dies geht aus Angaben des Beratungsunternehmens dwif-Consulting für das Tourismusbarometer des Sparkassen- und des Tourismusverbandes hervor, dessen Ergebnisse am Montag in Neumünster vorgestellt wurden. Auch die Buchungszahlen für die nächsten Monate verheißen demnach weitere Steigerungen. dpa

+++ Österreich hebt alle Corona-Einreiseregeln auf +++

(16.05.2022) Zur Einreise nach Österreich ist seit Montag kein Nachweis über eine Corona-Impfung oder -Genesung mehr nötig. Auch einen negativen Corona-Test müssen Reisende nicht mehr vorlegen, wie aus der Einreiseverordnung hervorgeht, die das Gesundheitsministerium am Freitagabend aktualisierte. Theoretisch gelten noch Auflagen für Einreisen aus Virusvariantengebieten. Derzeit steht aber kein Land auf der Liste. dpa

+++ Mecklenburg-Vorpommern: Tourismusunternehmen blicken optimistisch auf Feiertagsgeschäft +++

(16.05.2022) Die Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern blickt optimistisch auf das Geschäft an den Feiertagen Christi Himmelfahrt und Pfingsten. „Wir gehen davon aus, dass wir an beiden Feiertags-Wochenenden jeweils etwa 300.000 übernachtende Gäste im Land haben werden“, sagte Tobias Woitendorf, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, auf dpa-Anfrage. „Mit einer Auslastung von etwa 90 Prozent wären wir dann wieder auf dem Vor-Corona-Niveau.“

Auch der Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) im Land, Lars Schwarz, zeigte sich vorsichtig optimistisch für den Frühsommer. „Die Vorbuchungssituation ist ganz gut bisher“, sagte er. „In ganz Mecklenburg-Vorpommern sind aber noch Plätze zu bekommen.“ Die Unternehmer seien froh, dass das Geschäft fast ohne Coronabeschränkungen laufen könne. Auch vom Vorsitzenden des Tourismusverbandes Rügen, Knut Schäfer, heißt es: „Wir freuen uns auf einen ganz normalen Saisonstart.“

Doch trotz der hohen Nachfrage – der Tourismusbranche steht kein leichtes Jahr bevor. Zum einen spüren die Unternehmer noch die Folgen der Coronakrise. „Viele haben sich in der Coronakrise verschuldet oder Eigenkapital investiert. Das jetzt wieder auszugleichen, wird durch den Krieg deutlich schwerer als gedacht“, sagte Schwarz. Mehr als der Hälfte der touristischen Unternehmen fehle außerdem Personal – dem einen mehr, dem anderen weniger, sagte Woitendorf. „Damit muss man auch erstmal wieder klarkommen.“

Der Krieg in der Ukraine und die Preissteigerungen sorgen für neue Unsicherheiten. „Die Preissteigerungen an sich sind ein Problem, aber auch die Kalkulierbarkeit. Welchen Preis setze ich für ein Bett im Herbst an?“, sagte Woitendorf. „Das ist wahrscheinlich schwieriger als je zuvor.“ Zu Himmelfahrt und Pfingsten erwarte er aber noch keine großen Preissprünge. dpa

+++ Aufwärtstrend im bayerischen Tourismus +++

(10.05.2022) Im bayerischen Tourismus ist es im ersten Quartal des laufenden Jahres weiter aufwärts gegangen. Die rund 10.900 geöffneten Beherbergungsbetriebe konnten gut 4,4 Millionen Gäste begrüßen – insgesamt kamen knapp 13,1 Millionen Übernachtungen zusammen, teilte das Landesamt für Statistik am Dienstag in Fürth mit. Das ist deutlich mehr als 2021, als der Fremdenverkehr noch stärker unter Corona-Gegenmaßnahmen gelitten hatte.

Allein eine halbe Million Menschen mit zwei Millionen Übernachtungen stieg in der Landeshauptstadt München ab, ermittelten die Statistiker. Unter den Regierungsbezirken liegt Oberbayern klar vorn, gefolgt von Schwaben. Hier dürfte der Wintersport-Tourismus eine wesentliche Rolle gespielt haben. Die weitaus meisten Gäste blieben in Hotels über Nacht, gefolgt von Ferienhäusern und Ferienwohnungen, sowie Schulungs- und Ferienheimen. dpa

+++ Berliner Gastgewerbe wieder mit Zuwachs – Aber unter Niveau von 2019 +++

(10.05.2022) Die Zahl der Übernachtungen in Berliner Hotels, Pensionen und Gasthöfen ist in den ersten drei Monaten dieses Jahres weiter gestiegen – sie liegt aber immer noch weit unter dem Niveau der Zeit vor der Corona-Pandemie. Im 1. Quartal wurden rund 3,5 Millionen Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben der Hauptstadt gezählt, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg nach vorläufigen Berechnungen am Dienstag mitteilte. Das seien rund 269 Prozent mehr Übernachtungen als im Vorjahreszeitraum, in dem die Vermietung zu touristischen Zwecken untersagt war. Im Vergleich zum 1. Quartal 2019, das nicht von der Corona-Pandemie beeinflusst war, gab es den Angaben zufolge aber nur halb so viele Übernachtungen.

Auch die Zahl der Gäste war geringer: Sie ging von 3 Millionen im ersten Quartal des Jahres 2019 auf 1,4 Millionen im selben Zeitraum dieses Jahres zurück. Im Vergleich zum vergangenen Jahr hat sich die Situation der Berliner Beherbergungsbetriebe allerdings verbessert. Im ersten Quartal des Jahres 2021 gab es fast 1 Millionen Übernachtungen in Berlin, 2,5 Millionen weniger als 2022.

Im März 2022 waren den Angaben zufolge in Berlin 704 Beherbergungsstätten mit mindestens zehn Betten geöffnet. Sie boten insgesamt rund 138 000 Betten an. Die durchschnittliche Betten-Auslastung habe im 1. Quartal dieses Jahres 29,0 Prozent betragen. Im Vergleichszeitraum drei Jahre zuvor seien es 53,4 Prozent gewesen. Außerdem seien sechs Campingplätze mit mindestens zehn Stellplätzen geöffnet. dpa

+++ Kurzarbeit gesunken +++

(09.05.2022) Die Zahl der Kurzarbeitenden ist im April kräftig gesunken. 426.000 Menschen waren auf Kurzarbeit, nach 696.000 im März. Das sind noch 1,3 Prozent der Beschäftigten, nach 2,1 Prozent. Das schätzt das Ifo Institut aufgrund seiner Umfragen und Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. „Die deutlichsten Rückgänge gab es erneut in den kontaktintensiven Branchen, die sich weiter von Corona erholen“, sagt Ifo-Experte Stefan Sauer. „Im Gastgewerbe hat sich die Zahl mehr als halbiert. Auch in der Verkehrsbranche gab es einen erheblichen Rückgang. Und sogar in der Industrie nahmen die Zahlen ab, trotz der Lieferengpässe.“ Im Gastgewerbe sank die Zahl von 196.000 auf 90.000, also von 18,4 auf 8,5 Prozent der Beschäftigten.

+++ NRW-Gastgewerbe spürt weiter Corona-Folgen – Geschäftskunden fehlen +++

(09.05.2022) Das nordrhein-westfälische Gastgewerbe spürt weiter die Folgen der Corona-Pandemie und vermisst vor allem seine Geschäftskunden. „Feierlaune ist auch nach Wegfall der Corona-Beschränkungen nicht in Sicht“, berichtete der Branchenverband Dehoga NRW am Freitag. Die private Nachfrage sei deutlich schneller angesprungen als die im Geschäftsbereich, wo der Tourismus weiter hinterherhinke. Grundlage ist eine bundesweite Umfrage. Daran hatten sich in Nordrhein-Westfalen Anfang Mai rund 280 Gastronomen und Hoteliers beteiligt.

Insgesamt sei das Gastgewerbe schwach in das Jahr 2022 gestartet: Im ersten Quartal 2022 hätten die Umsätze um 25 Prozent niedriger gelegen als im Vor-Coronajahr 2019, teilte der Verband mit. Das Ostergeschäft habe sich durchwachsen dargestellt. Nur für rund ein Drittel der Befragten seien die Ostertage sehr gut oder gut gelaufen. Nun kämen die absehbar steigenden Preise für Energie und Lebensmittel hinzu. „2022 wird zum Härtetest für das Gastgewerbe“, hieß es beim Verband. dpa

+++ Nordseeinseln: Mitarbeiter fehlen – viele Betriebe auf Inseln ziehen Konsequenzen +++

(09.05.2022) Die Lage der Nordseeinseln erschwert nach Angaben von Branchen-Vertretern die Suche nach Personal im Gastgewerbe und im Tourismusgeschäft. „Es ist einfach noch schwieriger Leute zu überzeugen, von zuhause weg und auf eine Insel zu ziehen“, sagt die Vorsitzende des Dehoga-Bezirksverbandes Ostfriesland, Birgit Kolb-Binder. Die Corona-Pandemie habe den Arbeitskräfte-Mangel in der Branche noch verschärft. Auf der Hochseeinsel Helgoland fehlen nach Angaben von Bürgermeister Jörg Singer im Tourismusbereich beispielsweise derzeit bis zu 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Mit Personalmangel haben laut Experten auch Betriebe auf dem Festland zu kämpfen. Doch die speziellen Bedingungen auf Inseln sorgten für zusätzliche Hürden – etwa, wenn es um Wohnraum gehe. Auf Sylt und Amrum sei die angespannte Wohnraumsituation für Beschäftigte besonders schlimm, sagte Ernst-Oliver Schulte, Gewerkschaftssekretär im Landesbezirk Nord der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG). Dort müssten Beschäftigte meist vom Festland aus auf die Insel pendeln, wenn sie nicht von den Arbeitgebern Unterkünfte gestellt bekämen. Er betont: Um Personal zurückzugewinnen und die Berufe des Gastgewerbes attraktiver für Berufsanfänger zu machen, müsse man mittelfristig zu besseren Arbeitsbedingungen kommen. dpa

+++ Ministerpräsident informiert über künftige Corona-Regeln in Hessen +++

(27.04.2022) Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) wird an diesem Donnerstag (14.00 Uhr) in Wiesbaden verkünden, welche Maßnahmen zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus künftig für die Bevölkerung in Hessen noch gelten werden. Die aktuelle Corona-Verordnung des Landes läuft am Freitag (29.4.) aus. Das hessische Corona-Kabinett hatte zuvor über die notwendigen Anpassungen der bestehenden Corona-Regeln beraten. dpa

+++ L-Bank erwartet weniger Coronahilfen im Südwesten +++

(27.04.2022) Unternehmen im Südwesten werden nach Einschätzung der landeseigenen L-Bank in diesem Jahr weniger Coronahilfen brauchen. Im zweiten Pandemiejahr 2021 flossen noch 6,4 Milliarden Euro, wie die Vorstandsvorsitzende Edith Weymayr am Mittwoch bei der Bilanzvorlage in Stuttgart berichtete. Von Januar bis März erreichten die Corona-Hilfen noch etwa 600 Millionen Euro.

Das Kreditinstitut wickelt die Programme ab und zahlt auch Geld aus, das vom Staat kommt. Im ersten Pandemiejahr 2020 schlugen die Coronahilfen mit rund 2,7 Milliarden Euro zu Buche. Die missbräuchliche Verwendung von Hilfsgeldern sei geringer, als man vermuten könne, sagte Weymayr. Nach Angaben der Bank werden allerdings rund 4800 Fälle bearbeitet, in denen es um Betrugsverdacht geht. Dabei spielt vor allem vermuteter Subventionsbetrug eine Rolle, aber auch Geldwäsche. In rund 500 Fällen wurde Strafanzeige wegen Subventionsbetrugs gestellt.

Mehr als 550.000 Unternehmen beantragten seit Beginn der Pandemie Hilfsleistungen. „Die baden-württembergischen Unternehmen sind im Großen und Ganzen gut durch die Corona-Krise gekommen“, resümierte die Chefin der Staatsbank. „Die L-Bank hat in der Pandemie enorm viel geleistet und war eine zentrale Stütze für die Corona-Hilfsprogramme“, erklärte der baden-württembergische Finanzminister und Verwaltungsratsvorsitzende, Danyal Bayaz.

Es wurden bisher rund 169 Millionen Euro aus der sogenannten Soforthilfe Corona von Empfängern zurückgezahlt, wie die Bank berichtete. Es handele sich sowohl um freiwillige Rückzahlungen als auch um Rückforderungen des Instituts.

Mit der Soforthilfe wurden zu Beginn der Pandemie Unternehmen und Selbstständige unterstützt, die sich damals infolge der Pandemie in einer existenzbedrohenden Lage befanden und schwere Liquiditätsengpässe hatten. Die Soforthilfe sei zwar grundsätzlich nicht zurückzuzahlen, hatten die Behörden versichert. Falls jedoch der Liquiditätsengpass geringer gewesen sei als zunächst mitgeteilt, ergebe sich ein Rückzahlungsbedarf.

Die L-Bank mit Sitz in Karlsruhe vergab im vergangenen Jahr Fördergelder von zusammen 15,2 Milliarden Euro. Das war ein Plus von 26 Prozent. Dazu trugen unter anderem die zusätzlichen Corona-Hilfsprogramme bei. Die Bank fördert die Wirtschaft, Existenzgründerinnen und -gründer sowie den Bau von Wohnraum. Das Geldhaus steigerte sein Betriebsergebnis im vergangenen Jahr um gut 20 Prozent auf 157,8 Millionen Euro. dpa

+++ Hamburg verzichtet auf weitere Verlängerung der Corona-Maßnahmen +++

(26.04.2022) Hamburgs rot-grüner Senat verzichtet auf eine Verlängerung der sogenannten Hotspot-Regel und der damit verbundenen Corona-Maßnahmen. Aus Sicht des Senats gebe es keinen Anlass mehr, die Sondersituation nach dem Infektionsschutzgesetz zu verlängern», sagte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Dienstag. Damit entfallen zum 1. Mai sowohl die Maskenpflicht in Innenräumen und im Einzelhandel als auch die 2G-plus-Zugangsregel bei Tanzveranstaltungen.

Laut Tschentscher bleibe damit nur noch eine FFP2-Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und bei vulnerablen Gruppen. Tschentscher begründete den Schritt mit der guten Entwicklung und dem Rückgang der Coronapatienten in den Kliniken. Auch an den Schulen falle die Maskenpflicht, die Zahl der verpflichtenden Corona-Tests werde von wöchentlich drei auf zwei reduziert, sagte Tschentscher.

Neben Mecklenburg-Vorpommern war Hamburg das einzige Bundesland, das über einen Bürgerschaftsbeschluss von der Hotspot-Regel im Infektionsschutzgesetz Gebrauch gemacht hat. In den anderen Bundesländern ist die Maskenpflicht – mit Ausnahme von Bussen und Bahnen und in besonders zu schützenden Einrichtungen – bereits am 1. April weggefallen. dpa

+++ Mecklenburg-Vorpommern beschließt Ende der letzten Hotspot-Maßnahmen +++

(26.04.2022) Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern hat am Dienstag das Ende der letzten noch verbliebenen Corona-Hotspot-Beschränkungen im Bundesland ab Donnerstag beschlossen. Damit fällt zum Beispiel 2G plus in Clubs und Diskotheken weg, ebenso die Maskenpflicht in Theatern, Kinos und Museen, wie Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) nach der Kabinettssitzung sagte. Nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts in Greifswald gegen die Hotspot-Regelung war am Freitag bereits die Maskenpflicht beim Einkaufen gefallen.

Von Donnerstag an gilt in Mecklenburg-Vorpommern nun nur noch der sogenannte Basisschutz, den das Bundesinfektionsschutzgesetz vorsieht. Das sei die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Krankenhäusern, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen, wenn vulnerable Gruppen gefährdet seien. Nach Dreses Worten müssen zudem ungeimpfte Besucher in Krankenhäusern und Pflegeheimen auch weiterhin einen Negativtest vorlegen.

Der Landtag hatte am 24. März ganz Mecklenburg-Vorpommern bis zum 27. April zum Corona-Hotspot erklärt. Das erlaubte es der Landesregierung, die damals geltenden Corona-Beschränkungen aufrechtzuerhalten. Der Nordosten hatte damals Sieben-Tage-Inzidenzen von über 2000. Inzwischen sind sie unter 800 gesunken. dpa

+++ Rostocker Tourismuszentrale will digitaler aus Corona-Pandemie kommen +++

(26.04.2022) Mit Digitalisierung und Nachhaltigkeit will die Tourismuszentrale in Rostock und Warnemünde zum Beginn der Saison das Interesse der Urlauber wecken. Im vergangenen Jahr habe es fast 40 Prozent weniger Übernachtungen in der Urlaubsregion als vor der Coronapandemie gegeben, teilte die Tourismuszentrale Rostock und Warnemünde am Montag mit. Am Dienstag will der Verband bei einer Pressekonferenz seine Pläne für eine Erholung der Branche vorstellen.

Man gibt sich optimistisch: «Wir haben die Zeit genutzt und gemeinsam neue Strategien entwickelt», sagte Rostocks Tourismusdirektor Matthias Fromm. Nach zwei Pandemie-Jahren stünden die Einführung einer digitalen Gästekarte sowie eine bessere Auswertung und Steuerung der Gästeströme im Fokus.

Und auch nicht alle Entwicklungen waren negativ. Im Vergleich zum Rekordjahr 2019 seien Reisende 2021 länger in der Region geblieben, und es habe einen leichten Zuwachs an Schlafplätzen gegeben. An diese Trends wolle man nun anknüpfen.

+++ Ab Donnerstag nur noch Corona-Basismaßnahmen in MV +++

(26.04.2022) In Mecklenburg-Vorpommern sollen am Donnerstag die letzten Corona-Beschränkungen fallen, die über die Basismaßnahmen des Bundesinfektionsschutzgesetzes hinausgehen. Die Landesregierung will dazu am Dienstag (10.30 Uhr) in einer Kabinettssitzung die Corona-Landesverordnung ändern.

Von Donnerstag an soll dann zum Beispiel 2G plus in Clubs und Diskotheken Geschichte sein. Auch die bislang noch geltende Maskenpflicht in Theatern, Kinos und Konzertsälen ist dann passé. Das Bundesinfektionsschutzgesetz sieht lediglich eine Maskenpflicht im Öffentlichen Personenverkehr und für Besucher in Krankenhäusern sowie medizinischen und pflegerischen Einrichtungen vor, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Schwerin erläuterte.

Mecklenburg-Vorpommern hatte sich Ende März neben Hamburg als einziges Bundesland komplett zum Corona-Hotspot erklärt, um die damals geltenden Schutzmaßnahmen aufrechterhalten zu können. In den anderen Bundesländern gelten schon seit Anfang April nur noch die Basismaßnahmen nach dem Bundesinfektionsschutzgesetz.

Von den im März verlängerten Einschränkungen in MV ist aber schon jetzt nicht mehr viel übrig. Am Gründonnerstag fiel auf Druck des Gastgewerbes und der Kulturwirtschaft bereits in vielen Bereichen die 3G-Regel (geimpft, genesen, negativ getestet). Am vergangenen Freitag kippte dann das Oberverwaltungsgericht in Greifswald nach einer Klage der AfD die Hotspot-Regel. Damit fiel die Maskenpflicht in vielen Bereichen weg, etwa im Einzelhandel, beim Friseur und im Fitnessstudio. Pflicht ist die Maske derzeit zum Beispiel noch in Theater und Kino oder in Innenräumen bei Trauungen und Beerdigungen. dpa

+++ Hamburg-Tourismus: Halb so viele Gäste im Februar wie vor Corona +++

(25.04.2022) Der Tourismus im Norden ist auch im Februar 2022 hinter dem Niveau der Vor-Corona-Zeit zurückgeblieben. Wie das Statistikamt Nord am Montag mitteilte, kamen 289.000 Übernachtungsgäste in Schleswig-Holstein an. Das sind mehr als fünfmal so viel wie im gleichen Vorjahresmonat (52.000). Damals hatte für Privatreisende allerdings ein Beherbergungsverbot gegolten. Gegenüber dem Spitzen-Februar 2020, der noch nicht von der Corona-Pandemie geprägt war, ist das aber ein Rückgang um rund 30 Prozent.

Die Zahl der Übernachtungen lag im Februar bei rund 1,08 Millionen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat bedeutete dies eine Verdreifachung, gegenüber 2020 aber einen Rückgang von rund 24 Prozent. Die Statistik erfasst Hotels, Ferienanlagen und -wohnungen sowie Campingplätze mit mindestens zehn Betten.

Der Tourismus ist vor allem für die Küsten an Nord- und Ostsee einer der wichtigsten Wirtschaftszweige. Bis 2019 war die Zahl der Übernachtungsgäste stetig gewachsen – zuletzt auf mehr als 8,9 Millionen. In den Corona-Jahren 2020 und 2021 kamen mit 6,2 Millionen beziehungsweise knapp 6,6 Millionen deutlich weniger Übernachtungsgäste in den Norden. dpa

+++ Nach Coronakrise: Bayerisches Gastgewerbe beklagt steigende Preise +++

(25.04.2022) Die bayerischen Wirte sehen ihre Branche nach dem Ende der meisten Corona-Beschränkungen erneut in der Krise. „Die Kosten steigen wöchentlich, jeden Tag kommen Schreiben unserer Lieferanten, die Energieaufschläge verlangen und Teuerungen ankündigen. So schnell können wir die Speisekarten gar nicht anpassen“, sagte die Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, Angela Inselkammer, am Montag auf dem Münchner Frühlingsfest. „Die Lage ist auch bei uns sehr ernst.“

Gastronomie und Ferienhotels hätten zwar einen wahren Ansturm erlebt, aber Tagungs- und Stadthotellerie hätten es bis heute sehr schwer. „Auch die Preisanpassungen haben ihre Grenzen. Viele Gäste können sich dann einen Besuch in der Gastronomie oder einen Urlaub nicht mehr leisten“, sagte Inselkammer. Langfristige Buchungen blieben aus. Die Firmenkunden hielten sich mit Veranstaltungen zurück.

Die Pandemie sei für die Branche mit „zwölf Monaten Berufsverbot“ eine Katastrophe gewesen, sagte Inselkammer. Trotz staatlicher Hilfsprogramme und Kurzarbeit seien die Wunden noch nicht verheilt, sagte die Verbandspräsidentin und forderte leichtere Arbeitsgenehmigungen für ausländische Arbeitskräfte sowie flexiblere Regeln bei der Wochenarbeitszeit.

Ministerpräsident Markus Söder habe im Bund vor zwei Jahren die Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen auf sieben Prozent erreicht, sagte Inselkammer unter großem Beifall der rund 3000 Wirte im Festzelt. Sie erwarte, dass die neue Bundesregierung es dabei auch über den 31. Dezember hinaus belasse. Bundeskanzler Olaf Scholz und Finanzminister Christian Lindner hätten ihr Wort gegeben. „Wir gehen auf die Straße, wenn es nicht kommt.“ Wenn die Bundesregierung „Unsummen überall“ zusage, dürfe nicht „den Unternehmern vor Ort, die Steuern zahlen und Beschäftigung bieten, die Luft zum Atmen genommen“ werden.

Die 340.000 Beschäftigten in bayerischen Hotels und Gaststätten bekommen seit April sieben Prozent mehr Lohn. Mit weiteren Lohnerhöhungen steigt der Bruttolohn einer ausgelernten Köchin bis April 2023 um 367 auf 2621 Euro. Die Branche bringe nicht nur Flüchtlinge unter, sondern biete ihnen auch Arbeit, betonte Inselkammer. dpa

+++ Holetschek sieht Bayerns Kurs bei Hotspot-Regelung bestätigt +++

(25.04.2022) Nachdem das Oberverwaltungsgericht Mecklenburg-Vorpommern am Freitag die Corona-Hotspot-Regelung für das Bundesland gekippt hat, sieht Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) den Kurs im Freistaat bestätigt. Die Hotspot-Regelung des Bundes sei handwerklich äußerst schlecht gemacht. «Die schwammigen und unnützen Formulierungen lassen sich eben nicht rechtssicher umsetzen.»

Das Oberverwaltungsgericht in Greifswald gab am Freitag einem einstweiligen Rechtsschutzantrag in wichtigen Punkten statt. Die außer Vollzug gesetzten Schutzmaßnahmen beträfen insbesondere das Abstandsgebot und die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske, teilte eine Gerichtssprecherin mit. Die 3G-Regel hatte die Landesregierung bereits am Gründonnerstag weitgehend aufgehoben.

Der Landtag in Schwerin hatte am 24. März das gesamte Bundesland zum Corona-Hotspot erklärt, um flächendeckend die damals geltenden Schutzmaßnahmen weiterführen zu können. Die besonders hohe Zahl an Corona-Neuinfektionen und eine drohende Überlastung der Krankenhauskapazitäten hätte laut Gericht jedoch für jeden Landkreis und jede kreisfreie Stadt einzeln festgestellt werden müssen, um diesen zum Hotspot zu erklären. Dies sei nicht erfolgt.

Ohne den Landtagsbeschluss hätten die meisten Schutzmaßnahmen nach dem Bundesinfektionsschutzgesetz Anfang April geendet – in den meisten Bundesländern ist es so gekommen. Lediglich Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern erklärten sich komplett zu Corona-Hotspots. In Mecklenburg-Vorpommern zog die AfD-Landtagsfraktion dagegen vor Gericht. Die Hotspot-Regelung war in Mecklenburg-Vorpommern mit einer Dauer bis zum 27. April beschlossen worden.

Holetschek wertete das juristische Aus der Hotspot-Regelung in Mecklenburg-Vorpommern laut einem Sprecher als Schlappe für Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). Die Entscheidung des Gerichtes zeige, dass die Bundesregierung den Ländern ein untaugliches Werkzeug an die Hand gegeben habe. «Es war richtig, dass wir Bayern nicht insgesamt zum Hotspot erklärt haben.»

Weiter forderte der Minister am Abend, der Bund müsse beim Infektionsschutzgesetz für den Herbst deutlich nachbessern, anderenfalls «erwarte ich nichts Gutes». Ohne eine allgemeine Impfpflicht und ohne die Möglichkeiten, Corona-Schutzmaßnahmen wie Maskenpflicht, Abstandsgebot und G-Regelungen einzusetzen, «laufen wir im Herbst und Winter blind und schutzlos in die nächste Welle». dpa

+++ Maskenpflicht in MV gekippt – Gastgewerbe begrüßt OVG-Urteil +++

(25.04.2022) Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Mecklenburg-Vorpommern hat die Aufhebung der coronabedingten Maskenpflicht und des Abstandsgebots durch das Oberverwaltungsgericht in Greifswald begrüßt. «Mich verwundert das Urteil nicht», sagte Dehoga-Präsident Lars Schwarz am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

«Bei der Einführung der Hotspot-Regel haben wir genau das kritisiert: dass dieser Ausnahmezustand nur regional bezogen sein kann und nicht für das ganze Bundesland.» Außerdem hätten Schwarz zufolge genaue Parameter festgelegt werden müssen, ab welcher Infektionszahl und welcher Krankenhausbelastung eine Region ein Corona-Hotspot ist. Das OVG hatte am Freitag die Hotspot-Regelung in Mecklenburg-Vorpommern gekippt. Sie sollte eigentlich bis zum 27. April gelten.

Er gehe davon aus, dass die Menschen weiter vernünftig sein werden, sagte der Dehoga-Chef. Das zeigten auch die anderen Bundesländer, in denen schon Anfang April Schutzmaßnahmen wie 3G und Maskenpflicht weitgehend weggefallen sind. «Wir sind noch nicht durch die Pandemie durch», betonte Schwarz. Die Entscheidung des OVG in Greifswald führe aber dazu, dass Mecklenburg-Vorpommern jetzt die gleichen Regeln habe wie alle anderen Bundesländer außer Hamburg, das sich wie MV zum Corona-Hotspot erklärt hatte. dpa

+++ Hessen: Gastgewerbe-Umsätze steigen nach Corona-Delle wieder +++

(21.04.2022) Nach einem coronabedingten Umsatzeinbruch 2021 haben sich die Erträge im hessischen Gastgewerbe im Februar 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu verdoppelt. Wie aus Daten des Statistischen Landesamtes in Wiesbaden vom Donnerstag hervorgeht, stieg der Umsatz preisbereinigt um 95,5 Prozent. Die Beherbergungsbetriebe konnten demnach ein Plus von knapp 132 Prozent verbuchen, die Gastronomie von gut 85 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten stieg im Februar 2022 laut Statistik im Vergleich zum Vorjahresmonat um 12,3 Prozent.

Wegen des Corona-Lockdowns hatte das Gastgewerbe im Februar 2021 im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres ein Umsatzminus von mehr als 70 Prozent verzeichnen müssen. dpa

+++ Niedersachsen: Corona-Verfahren bei Oberverwaltungsgericht auf hohem Niveau +++

(20.04.2022) Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Lüneburg hat sich im vergangenen Jahr mit insgesamt 274 Corona-Verfahren beschäftigt. Von den 157 Eilanträgen zur Überprüfung von Regeln zum Infektionsschutz hatten nur rund fünf Prozent Erfolg, wie OVG-Präsident Thomas Smollich am Mittwoch sagte.

Allerdings wurden mehrfach Vorschriften mit weitreichender Bedeutung kassiert – zum Beispiel die 2G-Regelung im Einzelhandel. Nach dem OVG-Beschluss Mitte Dezember durften – anders als ursprünglich geplant – vor Weihnachten doch ungeimpfte Menschen in Kaufhäusern oder Möbelgeschäften shoppen gehen. Die Corona-Verfahren machen aber nur einen kleinen Teil der Arbeit der Verwaltungsgerichte aus. Gut ein Drittel der Verfahren entfällt auf das Asylrecht. dpa

+++ Sachsen-Anhalt: Dehoga zieht gemischte Bilanz für Ostern – Aufwärtstrend sichtbar +++

(20.04.2022) Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga in Sachsen-Anhalt sieht wieder eine deutliche Belebung in den Gastwirtschaften des Landes. „Mit den Lockerungen kehrt spürbar Normalität in die Betriebe zurück“, sagte Dehoga-Präsident Michael Schmidt. Es sei ein größtenteils gutes Ostergeschäft gewesen. Trotzdem sei die Nachfrage weit entfernt vom Normalniveau. Das Ostergeschäft habe etwa bei einer 80-prozentigen Auslastung im Vergleich zu Ostern 2019 gelegen, schätzte Schmidt.

„Grundsätzlich müssen wir sagen, dass die Pandemie nicht vorbei ist“, führte Schmidt aus. Man sehe noch immer die Auswirkungen der langen Schließungen. Zudem kratze das hohe Infektionsgeschehen an der oft dünnen Personaldecke der Betriebe. Bei zahlreichen Krankmeldungen sei der Geschäftsbetrieb nicht mehr aufrechtzuerhalten. Auch Gäste fielen häufig wegen Corona-Erkrankungen weg. Entsprechend kurzfristige Absagen von Reservierungen könnten in den meisten Fällen nicht mehr nachbesetzt werden.

Auch auf das Reiseverhalten habe Corona sich langfristig ausgewirkt. „Im Städtetourismus fehlt noch etwas die Initiative“, sagte Schmidt. Dort blieben die Gäste häufig aus. Der Trend gehe für Sachsen-Anhalt weiterhin klar ins Grüne – ein Überbleibsel der Corona-Jahre. Außerdem seien die Leute weiter vorsichtig. Beim Einlass werde nicht mehr gedrängelt, sagte Schmidt. Sie seien schon zu großen Teilen zurückhaltend, achteten auf Abstände und trügen Maske. „ie Maske ist weiterhin allgegenwärtig.“ dpa

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