Ticker Aktuelle Informationen zur Coronakrise

Die aktuellen Corona-Entwicklungen mit Bezug zur Hotellerie und Gastronomie können Sie hier verfolgen.

+++ Wann und in welcher Höhe kommen Hilfsgelder aus Berlin? IHA-Chefs machen wenig Hoffnung auf schnelle Rettung +++

(29.05.2020) “SOS” haben Otto Lindner und Markus Luthe ihren aktuellen Blogpost auf Hotellerie.de zur Corona-Krise überschrieben. An eine schnelle Rettung glauben IHA-Vorsitzender und -Hauptgeschäftsführer scheinbar nicht mehr. Dafür zeichne sich ein Rettungsfonds ab, der erst im Juli ausgezahlt werden würde und “wohl auch noch überkomplex und unterdimensioniert ausfällt”. Als großes Hindernis sei schon jetzt “eine Menge Bürokratie” auszumachen; auch würden die nicht rückzahlbaren Zuschüsse kaum die Mieten der Hotels decken. Ein Entkommen aus der Schuldenfalle? Kaum möglich. Weiterhin führen die IHA-Chefs aus, dass “die Bundesregierung größeren Unternehmen nicht helfen will. Wer mehr als 249 Beschäftigte hat, soll in die Röhre schauen – oder der Insolvenz entgegen”, schreiben Lindner und Luthe.

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+++ Schweiz: Weitere Lockerungen und neue Perspektiven für den Tourismus +++

(29.05.2020) Die Schweiz hat einen großen Schritt Richtung Normalität gemacht: Der Bundesrat hat beschlossen, die “ausserordentliche Lage” zu beenden. Bergbahnen und Campings dürfen den Betrieb aufnehmen, in Restaurants dürfen mehr als vier Menschen an einem Tisch sitzen und Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen sind wieder erlaubt. Das berichtet HTR hotelrevue.

+++ Konjunkturpaket, Kontaktbeschränkungen und Auslandsreisen: Änderungen und neue Gesetze im Juni 2020 +++

(29.05.2020) Die Corona-Krise bestimmt weiterhin den Alltag und sorgt immer wieder für kurzfristige Gesetzesanpassungen. Welche wichtigen Änderungen im Juni anstehen und alles was Sie dazu wissen sollten, haben unsere Kollegen bei DHZ.net zusammengetragen.
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+++ OTAs: Expedia Group verpflichtet sich zur Zahlung von 275 Millionen US-Dollar an ihre Partner +++

(28.05.2020) Das Online-Reisebüro stellt 275 Millionen US-Dollar bereit, um Partner dabei zu unterstützen, sich von den Auswirkungen von COVID-19 zu erholen und die Branche wiederzubeleben. Das Wiederaufbauprogramm der Expedia Group besteht aus globalen Initiativen zur Unterstützung einer Erholung der Branche und Erleichterungen auf Eigentumsebene, die unabhängigen Partnern und kleinen Ketten helfen sollen, ihr Geschäft wieder aufzubauen, Gäste anzuziehen und den Cashflow zu optimieren.

+++ Schwarzarbeit: Experten rechnen mit starkem Anstieg +++

(28.05.2020) Die Schwarzarbeit könnte im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent steigen. Der Ökonom Friedrich Schneider, der mit dem Institut für angewandte Wirtschaftsforschung in Tübingen regelmäßig eine Prognose abgibt, rechnet in diesem Jahr mit Schwarzarbeit im Umfang von rund 344 Milliarden Euro, wie die “Augsburger Allgemeine” am 27. Mai 2020 berichtet. Im Februar seien die Experten noch von 322 Milliarden Euro ausgegangen. weiteresen auf DHZ.net

+++ Mecklenburg-Vorpommern: Eilantrag gegen Obergrenze in Hotels abgewiesen +++

(27.05.2020) Wie unter anderem NDR.de berichtet, hat das Oberverwaltungsgericht in Greifswald  den Eilantrag gegen die Obergrenze in Hotels und Pensionen wegen der Coronapandemie abgelehnt. Das Gericht teilte mit, dass die 60-Prozent-Regelelung zur Bettenbelegung, um die Anzahl der Touristen im Land zu begrenzen, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit rechtmäßig sei. Gegen die Bestimmung der Landesregierung hatte The Grand Hotel Management GmbH aus Ahrenshoop geklagt. Die Richter stellten auch fest, dass Beherbergungsverbot für Gäste aus stark betroffenen Landkreisen rechtmäßig ist.

+++ ZDF / Frontal 21: “Wie Versicherungskonzerne mauern” +++

(27.05.2020) In der Sendung “Frontal 21” wurde aktuell über die vielerorts nichterbrachten Leistungen der Betriebschließungsversicherung berichtet. In den meisten Fällen weigern sich die Versicherungen zu zahlen – aus vorgeschobenen Gründen, beklagen Rechtsexperten. Jahrelange Prozesse können sich allerdings die wenigsten leisten.

+++ Tourismus: “Freiwillige Gutscheine sind Scheinlösung” +++

(27.05.2020) Das Bundeskabinett hat die vorige Woche beschlossene freiwillige Gutscheinlösung für Pandemie-bedingt abgesagte Reisen als Gesetzesvorschlag auf den Weg gebracht. „Bei den freiwilligen Gutscheinen drückt die Bundesregierung jetzt plötzlich aufs Tempo. Das täuscht darüber hinweg, dass die eigentlichen Probleme nicht angepackt werden. Was die Reisebranche existentiell bedroht, sind die Liquiditätsengpässe – und dafür gibt es bisher keine Lösung. Nur die Kombination aus freiwilligen Gutscheinen und Kreditfonds kann die Liquidität der Unternehmen sichern. Zudem brauchen wir ein auf Reisebüros und Reiseveranstalter und weitere Dienstleister der Touristik zugeschnittenes Zuschussprogramm, um die enormen, durch die Coronakrise bedingten Verluste zumindest teilweise zu kompensieren. Insolvenzen und der Verlust von vielen Arbeitsplätzen sind sonst vorprogrammiert“, so DRV-Chef Norbert Fiebig.

+++ Gewerkschaft NGG: „Wer trotz Kurzarbeit ausbildet, soll Bonus bekommen“ +++

(26.05.2020) Mit Blick auf die Folgen der Coronavirus-Pandemie für den Ausbildungsmarkt fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) einen staatlichen Bonus für Unternehmen, die trotz Kurzarbeit an der Berufsausbildung festhalten. „Auszubildende sind die Fachkräfte von morgen. In Branchen wie dem Gastgewerbe macht Corona die ohnehin schwierige Ausbildungssituation noch komplizierter. Ein finanzieller Anreiz für Ausbildungsbetriebe kann dazu beitragen, Kurzarbeit für Azubis zu vermeiden und den Berufsabschluss auch in der Krise zu erreichen“, sagt die stellvertretende NGG-Vorsitzende Claudia Tiedge. Wie dies gehen könne, zeige das Beispiel Mecklenburg-Vorpommern. Dort übernimmt die Landesregierung 80 Prozent der Ausbildungsvergütungen in Unternehmen, wenn trotz Kurzarbeit die Ausbildung fortgesetzt wird.

+++ Ausblick: Umfrage bestätigt Trend zum Deutschlandurlaub +++

(26.05.2020) Das Meinungsforschungsinstituts Civey wollte im Auftrag von T-Online wissen, ob die Deutschen trotz Coronakrise im Sommer 2020 eine Urlaubsreise ins europäische Ausland unternehmen wollen. Der Trend ist eindeutig: Mit 67,7 Prozent sagen mehr als zwei Drittel der Befragten, dass sie eher nicht planen ins Ausland zu fahren.
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+++ München: Gasteig Gastronomie stellt Insolvenzantrag+++

(26.05.2020) Die Gastronomie im Münchner Kulturzentrum Gasteig, das “gast”, das” le copain”, die Pausengastronomie und das Catering werden nach der durch die COVID-19-Pandemie erzwungenen Schließungsdauer nicht wiedereröffnen. Die Entscheidung für die Schließung hat die Betreiberin der Gasteig Gastronomie, die Gasteig Kult und Speise GmbH, nach intensiven Gesprächen getroffen. Trotz aller Bemühungen der beauftragten Sanierungsexperten war nach Informationen des Betreibers der Insolvenzantrag nicht zu vermeiden.

+++ IHA: “… die Bundesregierung hat nicht Wort gehalten” +++

(25.05.2020) In ihrem jüngsten Blogbeitrag kritisieren die IHA-Chefs das “schwer erträgliche Zeitspiel der Bundesregierung”. Letztere habe vor vier Wochen den besonders schwer betroffenen Branchen eine gezielte Hilfe versprochen, geschehen sei aber bis dato nichts. “Die Liquiditätshilfen sind – wenn überhaupt – samt und sonders als Kredite gewährt worden, sodass mittlerweile alle Hotels tief in der Schuldenfalle sitzen dürften”, schreiben Otto Lindner und Markus Luthe. zum Blogpost “Framing” der IHA.

+++ Niedersachsen: Dehoga bestürzt nach Infektionsfall im Restaurant +++

(25.05.2020) Die Zahl der Menschen, die sich nach einer Eröffnungs-Veranstaltung in einem Lokal im Kreis Leer mit dem Coronavirus infiziert haben, ist jüngsten Medienberichten auf insgesamt 18 gestiegen. Der Präsident des Dehoga Niedersachsen, Detlef Schröder, erklärte dazu: „Der Dehoga Niedersachsen ist bestürzt über den Infektionsfall in einem Restaurant im Landkreis Leer. Wichtig ist jetzt, dass der Landkreis Leer den Infektionsfall in dem meldenden Restaurant lückenlos aufklärt, um genaue Kenntnis von den Ursachen der Infektionskette herzustellen.”

Der Dehoga Niedersachsen will nochmals verstärkt dafür sensibilisieren, dass Gastwirte und ihre Gäste nur gemeinsam die strengen Vorgaben der gesetzlichen Abstands- und Hygieneregeln umsetzen können.

+++ NRW: Schwache Umsätze nach dem Gastro-Restart +++

(22.05.2020)  Der Dehoga Landesverband Nordrhein-Westfahlen hat eine Woche nach den Wiedereröffnungen der Gastronomie via Umfrage ein Zwischenfazit gezogen. Demnach setzen über 75 Prozent der Gastronomen nur maximal 50 Prozent zur Vergleichswoche um. Bei über 40 Prozent liegt der Umsatz unter 25 Prozent. „Der Lockdown war furchtbar, die Phase der Lockerungen bleibt für viele aber ein Experiment mit ungewissem Ausgang“, so der Dehoga.  Eine frühere Erhebung des DEHOGA hatte ergeben, dass mittelfristig durchschnittlich mindestens 70 Prozent der „normalen“ Umsätze erwirtschaftet werden müssen, um überleben zu können. Gründe für die schwachen Umsätze sieht der Verband vor allen Dingen in den reduzierten Kapazitäten aufgrund der Mindestabstandsregelungen und der jetzt angelaufenen „Gewöhnungsphase“ zwischen Gast und Gastronomen nach acht Wochen Corona-bedingter Schließung.

+++ Österreich: Corona-Test für alle Mitarbeiter im Gastgewerbe +++

(22.05.2020)  Der österreichische Bundeskanzler Kurz will sein Land “zum sichersten Tourismusland” machen. Hierfür sind ausgedehnte Test geplant; wöchentlich sollen 65.000 Beschäftigte aus der Tourismusbranche auf Corona getestet werden. “Mit dem vielen Testen der Mitarbeiter soll verhindert werden, dass sie im Fall einer Ansteckung das Virus weiterverbreiten”, so Kurz. Man könne in Österreich so sicher urlauben, wie kaum in einem anderen Land. Darüber hinaus erhält Österreich-Werbung rund 40 Millionen Euro, um den Tourismus weiter anzukurbeln.

+++ Schweiz: Touris­mus­ver­bände initiieren “Clean & Safe”-Label +++

(22.05.2020) Die Tourismusbranchenverbände in der Schweiz haben ein «Clean & Safe»-Label ins Leben gerufen. Es soll den Gästen zeigen, dass sie einen Betrieb besuchen, der sich bewusst zur Einhaltung des Schutzkonzeptes gegen das Coronavirus verpflichtet hat. Alle Betriebe, die das für sie passende Label nutzen möchten, müssen sich beim jeweiligen Verband online registrieren lassen und bekräftigen mit ihrer Unterschrift die Einhaltung der Schutzkonzepte. weiterlesen

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