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StartCoronakriseTicker: Aktuelle Informationen zur Coronakrise

Ticker Aktuelle Informationen zur Coronakrise

Hier finden Sie alle relevanten aktuellen Informationen für Hotellerie und Gastronomie zum Thema Corona in der Übersicht:

+++ Apotheken stellen keine Corona-Impfzertifikate aus +++

(23.07.2021) Apotheken in ganz Deutschland können nach wie vor keine Corona-Impfzertifikate ausstellen. Es stehe noch nicht fest, wann die Zertifikate in Apotheken wieder erhältlich seien, teilte eine Sprecherin des Deutsche Apothekerverbands (DAV) am Freitag mit. Der DAV hatte die Ausstellung in Rücksprache mit dem Bundesgesundheitsministerium gestoppt, da es am Donnerstag Berichte über eine Sicherheitslücke gab.

Dem „Handelsblatt“ war es demnach gelungen, „mithilfe von professionell gefälschten Dokumenten“ auf dem DAV-Server einen Gastzugang für einen nicht existierenden Apothekeninhaber zu erzeugen, mit dem dann zwei Impfzertifikate online ausgestellt worden seien. Aktuell würden deshalb die angemeldeten Betriebsstätten einer Überprüfung unterzogen. Doch gebe es bislang keine Hinweise auf andere unberechtigte Zugänge, hieß es am Donnerstag.

Es werde daran gearbeitet, dass Apotheken wieder Impfzertifikate ausstellen könnten, sagte die Sprecherin. Ein Datum stehe aber noch nicht fest. Laut DAV sei davon auszugehen, dass die mehr als 25 Millionen Impfzertifikate, die bisher ausgestellt worden seien, alle von rechtmäßig registrierten Apotheken stammen. dpa

+++ Deutsche auf Mallorca reagieren gelassen auf mögliche Quarantäne +++

(23.07.2021) Deutsche Urlauber auf Mallorca haben am Freitag relativ gelassen auf die mögliche Einstufung ganz Spaniens als Corona-Hochinzidenzgebiet reagiert. Einem Medienbericht zufolge will die Bundesregierung Spanien und die Niederlande an diesem Freitag zum Corona-Hochinzidenzgebiet erklären. Wer nicht vollständig geimpft oder von Corona genesen ist, muss bei der Rückkehr aus einem Hochinzidenzgebiet nach Deutschland für zehn Tage in Quarantäne, die erst nach fünf Tagen durch einen negativen Test verkürzt werden kann. Dies trifft besonders jüngere Urlauber oder Kinder, von denen viele nicht geimpft sind. dpa

+++ Hotelmanagerin auf Ibiza: Schlechte Nachricht für den Tourismus +++

(23.07.2021) Die Leiterin eines großen Hotels auf Ibiza, Alicia Reina, sieht schwere Zeiten auf die Tourismusbranche zukommen, sollte Deutschland den Corona-Hotspot Spanien als Hochinzidenzgebiet einstufen. „Wenn sich das bewahrheitet, wäre es keine gute Nachricht“, sagte die die Präsidentin des Verbandes der Hoteldirektoren auf den Balearen (AEDH) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Die Tourismusbranche setze aber auf die Impfkampagne, die gut vorankomme.

„Die Daten werden sich hoffentlich bald zum Besseren ändern, während Spanien hart daran arbeitet, die notwendigen Maßnahmen zur Umkehr der Entwicklung umzusetzen“, sagte Reina. Man müsse wohl lernen, mit dem Virus zu leben, und dabei vor allem die Lage in den Krankenhäusern und dort auf den Intensivstationen im Blick behalten.

Seit Ende Juni sind die Corona-Zahlen praktisch überall in Spanien rapide in die Höhe geschossen. Das Land hat mit die schlechtesten Werte in ganz Europa. Binnen eines Monats wurden rund 475.000 Neuinfektionen gezählt, die Sieben-Tagen-Inzidenz stieg von 42 im Juni auf jetzt 333, weit über der Marke von 200, ab der Deutschland ein Land zum Hochinzidenzgebiet erklären kann. Auf Mallorca lag der Wert zuletzt sogar bei 365. dpa

+++ Auch Mecklenburg-Vorpommern für frühere Ministerpräsidentenkonferenz +++

(23.07.2021) Wie Niedersachsen plädiert auch Mecklenburg-Vorpommern dafür, das nächste Treffen der Länder-Regierungschefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Corona-Lage vorzuziehen. Dabei solle insbesondere über die Ausbreitung der Delta-Mutation und das Impfen von Jugendlichen beraten werden, sagte Regierungssprecher Andreas Timm in Schwerin. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) habe bereits Ende Juni den Bund aufgefordert, bis Anfang August gemeinsam mit den medizinischen Experten und der Ständigen Impfkommission eine Strategie für die Impfung von Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren vorzulegen. dpa

+++ Medienbericht: Spanien soll Corona-Hochinzidenzgebiet werden +++

(23.07.2021) Die Bundesregierung will nach einem Medienbericht Spanien als Corona-Hochinzidenzgebiet einstufen. Wie die Funke Mediengruppe am Donnerstag unter Berufung auf Regierungskreise weiter berichtete, soll zudem die Niederlande zum Hochinzidenzgebiet erklärt werden.

Das Robert Koch-Institut veröffentlicht jeden Freitag die neuen Corona-Einstufungen der Bundesregierung für das Ausland. Die endgültige Entscheidung der zuständigen Ministerien für Gesundheit, Inneres und Auswärtiges fällt in der Regel kurz vorher.

Wer aus einem Hochinzidenzgebiet zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne, kann diese aber durch einen negativen Test nach fünf Tagen verkürzen.

In Spanien und den Niederlanden waren die Corona-Infektionszahlen in den vergangenen Wochen stark gestiegen. dpa

+++ Buchholz sieht positiven Effekt in Tourismus-Modellprojekten +++

(23.07.2021) Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) hat sich optimistisch zur Entwicklung der Tourismusbranche geäußert. „Das Vorgehen des Landes, den hiesigen Tourismus ab Mitte April in vier Modellregionen zuzulassen, war nicht nur erfolgreich im Hinblick auf den Erkenntnisgewinn zum Thema sicheres Reisen in Corona-Zeiten, sondern hat gleichzeitig das Interesse am Urlaubsland Schleswig-Holstein beflügelt“, sagte Buchholz am Donnerstag. Das zeige sich in den vorliegenden Buchungszahlen für Mai und werde sich hoffentlich auch in den kommenden Monaten widerspiegeln. dpa

+++ Weniger Impfungen, steigende Inzidenz – Merkel: für Impfen werben +++

(23.07.2021) Die Inzidenz steigt, die Impfnachfrage sinkt: Kanzlerin Angela Merkel hat die Bevölkerung angesichts steigender Infektionszahlen auf eine weiterhin schwierige Zeit in der Corona-Pandemie eingestimmt. Gleichzeitig rief die CDU-Politikerin am Donnerstag bei ihrer voraussichtlich letzten Sommerpressekonferenz in Berlin zu stärkeren Impfbemühungen auf. Die Länder setzen zunehmend auf flexible Lösungen, um mehr Menschen zu erreichen. Das Robert Koch-Institut (RKI) dringt mit Blick auf Herbst und Winter darauf, jetzt vorbeugende Maßnahmen in verschiedenen Bereichen zu ergreifen. dpa

+++ Hamburg offen für Vorziehen der Ministerpräsidentenkonferenz +++

(23.07.2021) Hamburg ist für ein Vorziehen der bislang für Ende August geplanten Ministerpräsidentenkonferenz. „Hamburg unterstützt den Vorschlag, da sich die Corona-Infektionsdynamik wieder stark beschleunigt“, sagte ein Senatssprecher am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf einen entsprechenden Vorstoß von Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Erstmals seit Anfang Juni ist die Corona-Inzidenz in der Hansestadt wieder über die 20er-Marke geklettert. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der Neuinfizierten je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Donnerstag mit 21,0 an. dpa

+++ Land unterstützt Tourismusprojekte im Harz und Salzlandkreis +++

(23.07.2021) Ob Ferien im idyllischen Selketal, Kanufahrten auf der Bode oder Städtetour: Das Land unterstützt Tourismusprojekte finanziell, wie das Wirtschaftsministerium am Donnerstag mitteilte. So ist eine Ferienanlage nahe der Burg Falkenstein (Landkreis Harz) geplant. Dafür werde die historische „Thalmühle“ umgebaut. Ferienwohnungen, ein Wellnessbereich und Stellplätzen für Reisemobile sind geplant. Etwa 2,2 Millionen Euro sollen in die barrierefreie Anlage im Selketal investiert werden. Rund 926.000 Euro an Fördermitteln kommen den Angaben nach vom Land. dpa

+++ Schleswig-Holstein: Landesregierung beschließt weitere Lockerungen +++

(22.07.2021) Ab Montag sind in Schleswig-Holstein wieder größere private Treffen mit bis 25 Personen erlaubt. Das Kabinett hat am Donnerstag weitere Öffnungsschritte in der Corona-Pandemie beschlossen, wie ein Regierungssprecher mitteilte. Bislang dürfen sich im Norden nur bis zu zehn Menschen aus ebenso vielen Haushalten treffen. Kinder unter 14 Jahren, Genesene und Geimpfte zählen jeweils nicht dazu.

Mit der neuen Corona-Verordnung gibt es eine Reihe weiterer Erleichterungen. Ab Montag besteht für den Besuch von Innenräumen in Restaurants keine Testpflicht mehr. Die Begrenzung der Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen wie Feiern und Empfängen wird aufgehoben, auch die Testpflicht entfällt. Auflagen wie eine maximale Auslastung von 50 Prozent gelten aber weiter.

Wer im Hotel übernachten will, muss weiter einen negativen Test nachweisen, der höchstens 48 Stunden alt ist. Es wird aber kein Folgetest mehr benötigt. Auf Schiffen muss man draußen keine Maske mehr tragen. Die verbliebenen Testpflichten beim Sport sowie bei Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe fallen künftig weg. dpa

+++ Sachsen-Anhalt: Land unterstützt Tourismusprojekte im Harz und Salzlandkreis +++

(22.07.2021) Ob Ferien im idyllischen Selketal, Kanufahrten auf der Bode oder Städtetour: Das Land unterstützt Tourismusprojekte finanziell, wie das Wirtschaftsministerium am Donnerstag mitteilte. So ist eine Ferienanlage nahe der Burg Falkenstein (Landkreis Harz) geplant. Dafür werde die historische „Thalmühle“ umgebaut. Ferienwohnungen, ein Wellnessbereich und Stellplätzen für Reisemobile sind geplant. Etwa 2,2 Millionen Euro sollen in die barrierefreie Anlage im Selketal investiert werden. Rund 926 000 Euro an Fördermitteln kommen den Angaben nach vom Land.

Die Tourismuswirtschaft habe besonders stark mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen, erklärte Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD). Umso wichtiger sei es, dass die Branche wieder mit Zuversicht in die Zukunft schauen könne. Urlaub im Inland liege im Trend, das Land biete Natur- und Aktivurlaub zum Beispiel im Harz.

Kanufahren auf der Bode im Salzlandkreis soll ab dem kommenden Jahr in Sachsen-Anhalt zudem deutlich leichter werden. So werden an acht Standorten neue Ein- und Ausstiege an dem Fluss ermöglicht. In den Ausbau der wassertouristischen Infrastruktur investiere der Landkreis rund 881 000 Euro, insgesamt 836 000 Euro gebe es von Bund und Land. Den Umbau des einstigen Jagdhauses «Parforcehaus» in Bernburg (Salzlandkreis) zu einem barrierefreien Komforthotel unterstützt das Land mit rund 650.000 Euro. dpa

+++ Hessen: Neue Corona-Regeln gelten ab heute +++

(22.07.2021) In Hessen gelten ab Donnerstag deutlich weniger strenge Corona-Regeln. Die Testpflicht wird an vielen Stellen gelockert. Es dürfen wieder mehr Menschen ohne extra Anmeldung zu größeren Festen und Veranstaltungen kommen. Sollte die Sieben-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt aber den Wert von 35 übersteigen, entfallen die neuen Lockerungen und es gelten die bisherigen Maßnahmen zum Schutz vor einer Ansteckung. Diese Corona-Verordnung der hessischen Landesregierung läuft zunächst bis zum 19. August.

  • Veranstaltungen: Veranstaltungen ab 25 Personen können genehmigungsfrei wieder mit mehr Teilnehmern stattfinden. In geschlossenen Räumen wird die Obergrenze von 250 auf 750 Menschen angehoben. Im Freien sind künftig 1.500 statt bislang 500 Teilnehmer möglich. Geimpfte und Genesene zählen dabei nicht mit. Größere Veranstaltungen bleiben genehmigungspflichtig. Bei Veranstaltungen in Innenräumen entfällt zukünftig die Testpflicht, wenn nicht mehr als 100 Teilnehmer einschließlich geimpfter und genesener Personen eingelassen werden. Bei Volksfesten und ähnlichen Veranstaltungen muss die Kontaktdatenerfassung nur noch bei gastronomischen Angeboten erfolgen.
  • Hotels und Übernachtungen: Bei Anreise muss bei touristischen Übernachtungen weiterhin ein aktueller negativer Corona-Test vorgelegt werden. Die bisherige wöchentliche Testpflicht bei längeren Aufenthalten entfällt.
  • Gastronomie: Die Testpflicht in der Innengastronomie wird aufgehoben. Es bleibt die Maskenpflicht bis zum Sitzplatz.
  • Großveranstaltungen: Hessen übernimmt die Regelungen für Großveranstaltungen, die auf Ebene der Chefs der Staatskanzleien vereinbart wurden. Demnach ist ab einer Zuschauerzahl etwa bei Fußballspielen von 5.000 eine 50-prozentige Auslastung zulässig, maximal jedoch 25.000 Besucher.
  • Clubs und Diskotheken: Weiterhin sind Tanzveranstaltungen in Clubs und Diskotheken nur im Freien zulässig. Allerdings wird die Zugangsregelung gelockert. Künftig ist eine Person je fünf Quadratmeter möglich. Bislang war eine Person je zehn Quadratmeter Veranstaltungsfläche möglich. dpa

+++ Niedersachsen: Weil will kommende Ministerpräsidentenkonferenz zu Corona vorziehen +++

(22.07.2021) Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil will die nächste Ministerpräsidentenkonferenz zur Corona-Pandemie nach Informationen der Braunschweiger Zeitung vorziehen. Angesichts steigender Infektionszahlen sprach sich der SPD-Politiker dafür aus, das für Ende August geplante Treffen der Bundesländer früher abzuhalten. Dies sei unter anderem notwendig, um die Frage nach einem geeigneten Maßstab zur Bewertung der pandemischen Lage jenseits der Sieben-Tages-Inzidenz zu beraten.

Die Sieben-Tage-Inzidenz steht für die Zahl an Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zuletzt mehrten sich die Stimmen, dass neben der Häufigkeit auch andere Parameter wie der Impffortschritt und die Krankenhausbelegung zur Bewertung der Corona-Situation berücksichtigt werden müssten. „Welches genau der richtige Maßstab ist, das werden wir zwischen Bund und Ländern noch zu klären haben. Und ich glaube, wir haben dafür nicht Zeit bis Ende August„, sagte Weil. Die Runde der Ministerpräsidenten müsse aus seiner Sicht „zwingend“ vorher zusammenkommen. „Das wird eine entscheidende Weichenstellung für das zweite Halbjahr“, sagte Weil. dpa

+++ Rund 100 Flieger zum ersten Ferienwochenende an sächsischen Airports +++

(22.07.2021) Zu Beginn der Sommerferien in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen rüsten sich die Flughäfen für Urlauber. Von Donnerstag bis Sonntag heben insgesamt 102 Passagiermaschinen ab, teilte die Mitteldeutsche Flughafen AG am Mittwoch mit. 38 Flugzeuge starten in Dresden, 64 am Flughafen Leipzig/Halle. Unter anderem stehen Ziele wie Antalya, Palma de Mallorca sowie griechische Inseln auf dem Flugplan. Auch die Drehkreuze in München und Frankfurt werden angeflogen, um internationale Ziele zu erreichen. An beiden Flughäfen gibt es Corona-Teststationen. Nach der Coronakrise fahren die Flughäfen in Leipzig und Dresden ihr Angebot langsam wieder hoch.

Trotz leichter Erholung sind die beiden Airports bei den Passagierzahlen noch vom Vorkrisenniveau entfernt. Im ersten Halbjahr verbuchten die beiden Flughäfen zusammen rund 95.000 Passagiere – ein Minus von mehr als 83 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Für 2021 hofft die Mitteldeutsche Flughafen AG zumindest auf eine Million Passagiere. Rund 4,2 Millionen waren es vor der Coronakrise. dpa

+++ Bundesregierung verlängert Corona-Einreiseregeln bis Mitte September +++

(21.07.2021) Die Bundesregierung hat die bestehenden Corona-Regeln für Einreisende bis zum 10. September verlängert und Erleichterungen bei der Quarantäne-Pflicht verabschiedet. Das geht aus einem Kabinettsbeschluss zur Einreiseverordnung hervor, den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch in Berlin vorgestellt hat. Die aktuellen Regeln zur Einreise nach Deutschland unter Pandemiebedingungen hätten regulär nur noch bis zum 28. Juli gegolten. Die nun beschlossene Änderung der Quarantäne-Regeln sieht vor, dass vollständig Geimpfte, die aus sogenannten Virusvariantengebieten einreisen, künftig ihre Quarantäne vorzeitig beenden können, wenn nachweisbar ist, dass ihr Impfschutz gegen die Virusvariante im bereisten Gebiet wirksam ist. Das ist gemäß der neuen Verordnung dann der Fall, wenn das Robert Koch-Institut (RKI) die Wirksamkeit gegen die Virusvariante festgestellt und auf seiner Internetseite bekannt gegeben hat. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums will das RKI demnächst auf seiner Webseite eine Liste mit der Wirksamkeit der Impfstoffe im Zusammenhang mit Virusvarianten veröffentlichen. Einreisende weisen ihren Status nach, indem sie ihren Impfnachweis an das zuständige Gesundheitsamt übermitteln. Bislang galt auch für vollständig Geimpfte, die aus Virusvariantengebieten einreisen, eine strikte Quarantänepflicht. Darüber, wie genau die Regelungen für Reisende sein werden, um Quarantäne ab dem 28. Juli zu vermeiden, will das Gesundheitsministerium nach eigenen Angaben noch näher informieren.

Daneben beschloss das Kabinett am Mittwoch noch eine Neuerung, die greifen soll, wenn ein Virusvariantengebiet zum Hochinzidenzgebiet heruntergestuft wird, während sich Rückkehrer noch in Quarantäne befinden. Dann sollen für das Ende der Quarantäne künftig die Regeln für Hochinzidenzgebiete gelten – und folglich eine Verkürzung der 14-tägigen Quarantäne-Pflicht möglich sein. Die neuen Regeln treten mit dem Auslaufen der alten Verordnung am 28. Juli in Kraft. Die Lage mache es erforderlich, die bestehenden Regelungen zu verlängern, erklärte Spahn. „Wir haben aus dem letzten Sommer gelernt, dass wir aufpassen müssen.“ dpa

+++ Noch freie Plätze in Berliner Ausbildungshotels +++

(21.07.2021) Rund acht Monate nach Eröffnung von zwei Ausbildungshotels für von der Coronakrise betroffene Jugendliche sind weniger als die Hälfte der rund 100 Plätze vergeben. Bislang hätten sich nur 37 junge Menschen für das Programm in Berlin gemeldet, sagte Projektkoordinator Marcus Striek. „Wir müssen leider feststellen, dass nicht alle Betriebe im Hotel- und Gaststättenbereich diese Chance hier genutzt haben“, ergänzte Arbeitssenatorin Elke Breitenbach am Mittwoch bei einem Besuch der Auszubildenden in einem der Hotels in Lichtenberg. Das Pilotprojekt ist für Jugendliche gedacht, die ihren Ausbildungsplatz coronabedingt verloren haben, nicht beginnen oder plangemäß fortsetzen können. Bei den Hotels handelt es sich um reguläre Gasthäuser, die sich für das Projekt gemeldet hatten. Seit November 2020 können die jungen Menschen nun ihre Lehre an einem der beiden Standorte in Berlin fortführen beziehungsweise absolvieren. Finanziert wird das Projekt von der Senatsverwaltung für Arbeit. „Ich befürchte, dass es auch Unternehmen gab, die gesagt haben, okay wir schicken alle in die Kurzarbeit und die Auszubildenden dazu“, sagte Breitenbach. Das sei ein Fehler, weil diese Auszubildenden verlorene Zeit hätten, in der sie keine gute Ausbildung hätten machen können. dpa

+++ Mit neuer Tochter Eurowings Discover zielt Lufthansa auf Touristen +++

(21.07.2021) Mitten in der Coronakrise hat der Lufthansa-Konzern eine neue Airline mit dem Namen Eurowings Discover gegründet. Was am kommenden Samstag, den 24. Juli, mit einem schon ausgebuchten Erstflug nach Kenia und Sansibar beginnt, soll bereits im Sommer 2022 ein mittelgroßer Ferienflieger mit 21 Flugzeugen an den Drehkreuzen Frankfurt und München sein. 600 Crewmitglieder seien bereits an Bord, berichtet Airline-Chef und Erstflug-Pilot Wolfgang Raebiger. Rund die doppelte Zahl soll noch folgen, um den etablierten Ferienfliegern wie Condor und Tuifly Konkurrenz zu machen.

Bislang hat die Lufthansa das touristische Geschäft insbesondere an ihren Drehkreuzen meist anderen überlassen. Zu knapp waren die Start- und Landefenster, zu wichtig die Zulieferflüge für die großen Interkontinental-Maschinen mit den vielen Geschäftsreisenden. Corona hat das Umdenken im Konzern beschleunigt. Zwar waren Grundzüge des neuen Angebots schon vor der Pandemie geplant, doch Lufthansa-Chef Carsten Spohr ist nun noch überzeugter, dass das Geschäft mit den Touristen schneller wächst als die klassische Geschäftsfliegerei.

Die mit drei Buchungsklassen neu eingerichteten Airbus-Flugzeuge stammen aus dem in der Pandemie gut gefüllten Fuhrpark des Konzerns. Das Personal soll ebenfalls weitgehend innerhalb des Konzerns rekrutiert werden – aber zu deutlich günstigeren Konditionen, als dies im Rahmen der Tarifverträge für die Lufthansa-Kerngesellschaft oder die bereits bestehende Eurowings möglich wäre. Bei Lufthansa stehen im kommenden Frühjahr betriebsbedingte Kündigungen an, während die Eurowings Discover voraussichtlich ab April ihre Stellen auch extern ausschreiben will. dpa

+++ Bayerischer Verwaltungsgerichtshof: Keine automatische Maskenpflicht für Bedienungen im Freien +++

(21.07.2021) Bedienungen müssen im Freien nicht automatisch eine Maske tragen. Stattdessen kommt es auf das individuelle Hygienekonzept des Wirts und Einzelentscheidungen der Behörden vor Ort an. Das ergibt sich aus einem Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs, über den die Augsburger Allgemeine und die Main-Post berichtet hatten. Ein Verstoß sei derzeit nicht bußgeldbewehrt, bestätigte ein Sprecher des Gerichts am Mittwoch.

Das Gericht hatte eine Normenkontrollklage gegen die Maskenpflicht für Bedienungen im Freien nicht zugelassen und dies damit begründet, dass dies nicht Teil der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sondern nur Teil eines Rahmenkonzeptes sei, auf das in der Verordnung verwiesen wird. Die Gastwirte sind zwar verpflichtet, ihr Hygienekonzept auf Grundlage dieses Rahmenkonzepts zu erstellen, können aber davon abweichen. Dann es ist letztlich eine Entscheidung der Behörden vor Ort, ob sie das Hygienekonzept für ausreichend halten.

Der bayerische Hotel- und Gaststättenverband, der die Klage unterstützt hatte, sieht nach dem Beschluss die Möglichkeit, dass „ein Betreiber im Einzelfall unter Berücksichtigung seiner konkreten Umstände sein eigenes Hygienekonzept so ausgestalten kann, dass er die Maskenpflicht für sein Personal im Außenbereich aufhebt„. Dabei müsse stets darauf geachtet werden, dass das Personal im Innenbereich weiter Maske trägt. Spätestens wenn Essen und Getränke von drinnen geholt werden müssen, wird es also kompliziert. Landesgeschäftsführer Thomas Geppert sagte: „Wir hoffen, dass die Staatsregierung die Entscheidung zum Anlass nimmt, die Maßnahmen auf Verhältnismäßigkeit zu überprüfen und klare Regelungen zu treffen.“ Das Gesundheitsministerium äußerte sich zunächst nicht. dpa

+++ Schleswig-Holstein: Corona beeinfluss Tourismusbilanz beträchtlich +++

(21.07.2021) Die Corona-Pandemie beeinflusst die Tourismusbilanz in Schleswig-Holstein weiter beträchtlich. Im Mai kamen in den größeren Unterkünften und auf Campingplätzen 608.000 Übernachtungsgäste an und damit 50,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie das Statistikamt Nord am Mittwoch berichtete. Die Zahl der Übernachtungen wuchs um 85,2 Prozent auf 2,82 Millionen. In den ersten fünf Monaten des Jahres zusammen sank die Zahl der Gäste um 38,5 Prozent auf 868.000. Bei den Übernachtungen gab es einen Rückgang um 13,4 Prozent auf 4,48 Millionen. Die Tourismus-Statistik erfasst nur Beherbergungsbetriebe mit mindestens zehn Betten. Im Mai dieses Jahres waren das 3.299 Unterkünfte mit 220.000 Betten und 252 Campingplätze. dpa

+++ Tourismus in Hamburg leidet im Mai unter Beherbergungsverbot +++

(21.07.2021) Der Tourismus in Hamburg hat auch im Mai noch unter dem coronabedingten Beherbergungsverbot in der Hansestadt gelitten. In dem Monat kamen lediglich 83.000 Gäste an und damit kaum mehr als in den Vormonaten, wie das Statistikamt Nord am Mittwoch in Hamburg mitteilte. Rechnerisch ergibt sich im Vorjahresvergleich ein Zuwachs von sechs Prozent. Wegen der Corona-Pandemie galten vor einem Jahr schon Regeln, die das öffentliche Leben stark einschränkten und den Tourismus praktisch zum Erliegen brachten. Aussagekräftiger ist daher der Vergleich mit dem Vor-Corona-Jahr 2019: Damals waren im Mai 699.000 Gäste nach Hamburg gekommen. In Deutschlands zweitgrößter Stadt gilt der Tourismus nach der Hafenwirtschaft als zweitwichtigster Wirtschaftsfaktor. Im Juni könnte sich in Hamburg erstmals eine Trendwende abzeichnen, wie sie im Nachbarland Schleswig-Holstein bereits deutlich zu sehen ist. Dort kamen im Mai 608.000 Übernachtungsgäste an, rund 50 Prozent mehr als 2020. Schleswig-Holstein hatte bereits seit Mitte April erste Öffnungsschritte im Tourismus eingeleitet, während in Hamburg auch im Mai noch ein durchgehendes Beherbergungsverbot galt. Übernachtungen in Hotels und Pensionen sind in Hamburg erst wieder seit Anfang Juni möglich. dpa

+++ Arbeitsrecht bei Urlaubsrückkehrern: Ausarbeitung des BDA aktualisiert +++

(21.07.2021) Wenn Mitarbeiter aus dem Auslandsurlaub zurückkommen, können für sie verschiedene Anmelde-, Test-, Nachweis- oder Quarantänepflichten gelten. Daraus ergeben sich für die Unternehmen verschiedene arbeitsrechtliche Fragestellungen. Was ist beispielsweise mit dem Lohnanspruch, wenn ein Beschäftigter nach dem Urlaub in Quarantäne muss? Welche Ausnahmen gelten für Geimpfte? Welche Unterschiede bestehen bei Rückkehr aus Risiko-, Hochinzidenz- oder Virusvariantengebieten sowie bei Reisewarnungen? Darf mein Mitarbeiter die Auskunft über seinen Urlaubsort verweigern? Aufgrund der zunehmenden touristischen Reisen hat die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) ihre Ausarbeitung zu arbeitsrechtlichen Fragen im Umgang mit Urlaubsrückkehrern sowie zur Coronavirus-Einreiseverordnung aktualisiert. Das berichtet der Dehoga Bayern. Der Verband weist darauf hin, dass die Regelungen aktuell nur bis zum 28. Juli 2021 gelten.

+++ Einreise für Ukrainer wieder möglich +++

(21.07.2021) Die Bundesregierung hat seit Sonntag, 18. Juli 2021, Einreisen aus der Ukraine zu allen zulässigen Aufenthaltszwecken ermöglicht. Das berichtet der Dehoga Bayern. Thailand hingegen wurde von der sogenannten „Positivliste“ gestrichen. Die Bundesregierung folgt damit einer Empfehlung des EU-Ministerrats vom 15. Juli 2021. Die Liste der Drittstaaten, aus denen unbeschränkt nach Deutschland eingereist werden kann, wird damit zum wiederholten Mal an die Infektions- und Datenlage in den jeweiligen Staaten angepasst. Wer seinen Wohnsitz in einem dieser Staaten hat, darf auch ohne wichtigen Reisegrund und unabhängig von seinem Impfstatus einreisen. Der Dehoga Bayern weist jedoch darauf hin, dass für ausländische Arbeitskräfte gegebenenfalls die Quarantänebestimmungen beachtet werden müssen.

Die Arbeitsagenturen können somit wieder Anträge auf Arbeitsmarktzulassung für Ukrainer bearbeiten. Anträge, die in der Vergangenheit wegen der Einreisebeschränkungen abgelehnt wurden, müssen laut Dehoga Bayern jedoch neu gestellt werden. In einem solchen Fall, insbesondere bei Beschäftigten, die für die Sommersaison beschäftigt werden sollen, empfiehlt der Verband über die BA-Hotline oder den Sachbearbeiter im AMZ-Team auf die Situation und die Eilbedürftigkeit hinzuweisen. Die Bundesagentur für Arbeit habe zugesichert, auch nach Dringlichkeit, zum Beispiel nach Einstellungsdatum, die Anträge zu bearbeiten und Anträge gegebenenfalls auch vorzuziehen.

+++ Brandenburg verlängert Überbrückungshilfe bis September +++

(21.07.2021) Die Brandenburger Landesregierung hat der Verlängerung der Überbrückungshilfen für von der Corona-Pandemie betroffene Unternehmen und Selbstständige um drei Monate bis September zugestimmt. Anspruchsberechtigte erhalten vom Bund einen finanziellen Zuschuss, wenn sie ihren Geschäftsbetrieb während des Lockdowns einstellen oder stark einschränken mussten. „Brandenburger Unternehmen und Soloselbstständige sind teilweise noch stark von den Folgen der Pandemie betroffen“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Hendrik Fischer am Dienstag nach der Kabinettssitzung. Die finanziellen Hilfen sollten den Unternehmen Stabilität geben. Darüber hinaus könnten die Unternehmen bei der „Überbrückungshilfe III plus“ auch Personalkosten für Mitarbeiter abrechnen, die aus der Kurzarbeit zurück geholt oder neu eingestellt würden, teilte die Staatskanzlei mit. Der Zuschuss zu den Personalkosten könne im Juli bis zu 60 Prozent betragen und werde dann bis September auf 20 Prozent sinken. Dies solle Unternehmen motivieren, ihre Beschäftigten schnell aus der Kurzarbeit zurück zu holen. dpa

+++ Experten: Sicherheitslücke beim Grünen Corona-Pass in Österreich +++

(21.07.2021) Die App zur Speicherung des Grünen Corona-Passes in Österreich weist nach Darstellung von Experten Sicherheitsmängel auf. Der benötigte QR-Code lasse sich relativ leicht fälschen, berichtete das Onlinemedium futurezone.at unter Berufung auf Studierende der Hochschule Hagenberg am Dienstag.  In der App können Getestete, Geimpfte und Genesene ihre entsprechenden Nachweise speichern. Dafür müssen sie QR-Codes einscannen, die auf den offiziellen Dokumenten über die Webseite des Gesundheitsportals heruntergeladen werden können. Die Studenten stellten fest, dass dabei nicht geprüft wird, ob der QR-Code tatsächlich gültig ist. Die Überprüfung erfolge erst durch den Scan mit der zweiten App „Green Check“ vor Ort durch das Personal in Restaurants, beim Friseur oder auf Reisen. Allerdings findet erfahrungsgemäß diese Überprüfung im Alltag nicht immer statt. Das Gesundheitsministerium kündigte eine Behebung der Sicherheitslücke mit dem nächsten Update an. In Deutschland überprüft etwa die App des Robert Koch-Instituts direkt beim Hinzufügen des Zertifikats, ob der QR-Code überhaupt gültig ist. Falls nicht, kann das Zertifikat gar nicht in der App gespeichert werden. dpa

+++ Neuer Verordnungsentwurf: Thüringen will an Maskenpflicht festhalten +++

(21.07.2021) In Thüringen soll die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften auch im August beibehalten werden. Das sieht ein neuer Corona-Verordnungsentwurf vor, der am Dienstag in einer gemeinsamen Sitzung des Gesundheits- und des Bildungsausschusses diskutiert wurde. Der Entwurf ist noch nicht unterzeichnet und kann sich theoretisch noch ändern. Er sieht im Wesentlichen eine Verlängerung der bisher geltenden Corona-Regeln vor – bis zum 25. August.

Die AfD-Fraktion kritisierte den Entwurf: „Die Landesregierung kann sich mit ihrem Verordnungsentwurf nicht einmal zu einem kleinen Schritt wie der Lockerung der ‚Maskenpflicht‘ durchringen, so wie sie in Sachsen bereits erfolgte“, monierte die AfD-Abgeordnete Corinna Herold. Die Grünen-Fraktionschefin Astrid Rothe-Beinlich schrieb am Dienstag auf Twitter, ihre Fraktion setze sich für Pool-Testungen nach den Sommerferien ein und werbe dafür, „Impfungen überall da zu den Menschen zu bringen, wo sie sind“. dpa

+++ Mecklenburg-Vorpommern: Tourismusbetriebe in Sommerwochen stark ausgelastet +++

(21.07.2021) Hotels, Pensionen und Campingplätze in Mecklenburg-Vorpommern sind in den nächsten Wochen gut gebucht. „Alle Regionen und Segmente sind bis mindestens Mitte August stark ausgelastet“, sagte der Geschäftsführer des Landestourismusverbands, Tobias Woitendorf, der Deutschen Presse-Agentur. Danach seien besonders im Binnenland wieder etwas mehr Betten frei. Es gebe aber Anzeichen, dass sich die Saison wie im vergangenen Jahr verlängere – bis in den September hinein. „Nach der langen Pause fühlt sich die gute Auslastung gerade wie eine Befreiung an“, sagte Woitendorf. Für manche Betriebe sei es aber auch eine große Last, da die Corona-Zwangspause für eine teils angespannte Personalsituation gesorgt habe. Einige Gastbetriebe hätten sich darauf unter anderem mit leichten Anpassungen der Angebote eingestellt. Beispielsweise könnten Gäste, die sich nicht jeden Tag die Betten machen lassen, kleine Rabatte erhalten.

Trotz der derzeit guten Buchungslage sei ein Aufholen der Verluste aus dem Frühjahr sowie aus dem vergangenen Jahr nicht möglich, erklärte Woitendorf. So sei etwa der Juni dieses Jahr trotz Lockerungen im Tourismus verhalten gestartet. „Wir müssen schon damit rechnen, dass der Rückgang der Übernachtungszahlen im Vergleich zu Zeiten vor Corona dieses Jahr noch größer sein wird als 2020“, sagte der Verbandsgeschäftsführer. dpa

+++ IHK Hannover: „Inzidenz als einziger Gradmesser nicht mehr tragfähig“ +++

(20.07.2021) Die Industrie- und Handelskammer Hannover hat in der Corona-Pandemie angesichts steigender Inzidenzen vor erneuten Einschränkungen für Gastronomie, Einzelhandel und Hotels gewarnt. Obendrein kritisierte sie den daran geknüpften Stufenplan der niedersächsischen Landesregierung. „Die Inzidenz als einziger Gradmesser und Richtschnur für politisches Handeln und Verordnungen ist nicht mehr tragfähig“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführerin Maike Bielfeldt am Dienstag. Die Corona-Verordnung müsse „schnellstmöglich auf eine geeignetere Basis mit Blick auch auf Impfquoten und Hospitalisierung umgestellt werden“. dpa

+++ Niedersachsens Ministerpräsident fordert Corona-Tests für Autofahrer an Grenzen +++

(20.07.2021) Mit Blick auf das neue Corona-Risikogebiet Niederlande hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil den Bund aufgefordert, endlich Voraussetzungen für Kontrollen des Autoreiseverkehrs zu schaffen. „Wir sind der Auffassung, dass Tests, so wie wir sie aus unserem normalen Alltag kennen, bei jeder Einreise verlangt werden sollten. Und dass an der Grenze zumindest Stichproben vorgesehen werden“, sagte der SPD-Politiker dem Bremer „Weser-Kurier“ (Dienstag). Die Bundesregierung müsse dafür schnell die angekündigte Änderung der Einreiseverordnung umsetzen. dpa

+++ Überbrückungshilfe III Plus und Neustarthilfe Plus: Anträge und Auszahlung? +++

(20.07.2021) Der Antrag für die Überbrückungshilfe III Plus könnte laut Dehoga Bayern voraussichtlich ab dieser Woche online zur Verfügung stehen. Das Verfahren für die Abschlagszahlungen wird zudem voraussichtlich Ende Juli starten und die ersten Zahlungen könnten ab August fließen.

Der Direktantrag für die Neustarthilfe Plus ist seit Freitag, 16. Juli, online. Das Verfahren für die Direktauszahlungen startet voraussichtlich nächste Woche.

+++ Auswahl nur noch begrenzt – Sachsens Tourismusregionen gut gebucht +++

(20.07.2021) Vor Beginn der Sommerferien in Sachsen herrscht in den Tourismusgebieten eine rege Nachfrage. Wie schon im Vorjahr hat die Corona-Pandemie das Interesse an Urlaub in Deutschland gestärkt. Zwar können kurzentschlossene Urlauber durchaus noch Unterkünfte finden, wie eine Umfrage bei Tourismusverbänden ergab. „Allerdings ist die Auswahlmöglichkeit nicht mehr allzu groß“, hieß es etwa aus dem Erzgebirge. Besonders Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe von Seen und Gewässern sind gefragt.

„Deutschlandtourismus ist auch 2021 voll im Trend“, erklärte Kathrin Winkler, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland. „Die Nachfrage ist aktuell sehr gut, vor allem in den Sachsenferien haben wir bereits eine fast 100-prozentige Auslastung.“ Zwar fänden sich in der Lausitz noch Unterkünfte. Wer aber in die Nähe der Seen wolle, träfe nur noch auf ein sehr beschränktes Angebot.

Auch das Erzgebirge profitiert nach Einschätzung des dortigen Tourismusverbands davon, dass die Pandemie Urlaub in der Region stärker als früher in den Mittelpunkt gerückt hat. „Die Nachfrage nach Urlaub im Erzgebirge ist sehr hoch. Besonders im Aktivbereich, also in den Bereichen Wandern und Radfahren, erreichen uns täglich Anfragen und Buchungen.“ In den Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen gebe es noch Kapazitäten, allerdings mit begrenzter Auswahl.

Im Corona-Jahr 2020 hatte die Tourismusbranche in Sachsen herbe Einbußen hinnehmen müssen. Laut Statistischem Landesamt buchten 4,8 Millionen Gäste 13,52 Millionen Übernachtungen. Das war ein Rückgang der Gästezahlen um 43 Prozent und der Übernachtungen um 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Ein starker Sommer hatte 2020 immerhin dazu geführt, dass die Einbußen aus dem ersten Lockdown etwas aufgeholt werden konnten. Das werde dieses Jahr so aber nicht wieder klappen, erklärte die Lausitzer Tourismuschefin Winkler. „Da sich der Lockdown viel länger hingezogen hat, fehlen uns wichtige Monate und unter anderem auch die Feiertage wie Pfingsten.“ Mit Blick auf das restliche Jahr hofft sie wie alle Touristiker, dass es keinen weiteren Lockdown geben wird. dpa

+++ Minister Buchholz: Schleswig-Holstein weit weg von Overtourismus +++

(19.07.2021) Die ab kommenden Montag geltenden Corona-Regeln bringen nach Ansicht des schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministers Bernd Buchholz wichtige Erleichterungen für Gastronomie und Hotellerie mit sich. Der FDP-Politiker bezog sich bei dieser Darstellung am Montag in Großenbrode (Kreis Ostholstein) auf den Wegfall der Testpflicht für Besucher der Innengastronomie und der Pflicht für Übernachtungsgäste, binnen drei Tagen nach der Anreise einen weiteren negativen Test vorzulegen.

Derzeit seien viele Menschen im Land, die sonst anderswo Urlaub machten, sagte Buchholz. Er hoffe auf eine gute Auslastung bis in den November hinein.

Buchholz verwies zugleich auf Befürchtungen bei Investoren, Bürgerbegehren könnten kommunalpolitische Entscheidungen kippen. Tourismus und ein gutes Leben der Einheimischen gingen im Norden sehr positiv zusammen. „Denn wir sind in Schleswig-Holstein vom Overtourismus so weit entfernt wie die Erde vom Mars.“ Der Begriff bezieht sich auf Ziele, die von Touristen derart überrannt werden, dass ernste Konfrontationen mit Einheimischen aufkommen. dpa

+++ „Freedom Day“: England hebt Corona-Beschränkungen weitestgehend auf +++

(19.07.2021) Die englische Corona-Strategie steht ab dem heutigen Montag unter dem Motto „Eigenverantwortung“. Masken zu tragen ist seit Montag an den meisten Orten freiwillig, genauso wie Abstandhalten. Es gibt keine Beschränkungen mehr für Clubs oder private Partys, auch Theater und Kinos dürfen ihre Säle voll besetzen. Tausende Feierwütige begrüßten ihre neugewonnene Freiheit schon in den frühen Morgenstunden mit der ersten Clubnacht seit Monaten. Ein Abflachen der Corona-Zahlen ist in England aber nicht in Sicht. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei 376, wie unter anderem die „Zeit“ berichtet.

+++ Wirtin geht wegen Corona-Regeln auf Polizei los – Bewährungsstrafe +++

(19.07.2021) Nach einer heftigen Auseinandersetzung wegen der Corona-Regeln mit dem Ordnungsamt und der Polizei inklusive Beiß-Attacke ist eine Wirtin am Montag zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Die Mutter der 32-Jährigen habe eine ebensolche Strafe erhalten, berichtete eine Gerichtssprecherin nach dem Urteil. Die Verteidiger, die Staatsanwaltschaft und das Gericht hätten sich auf das Strafmaß verständigt.

Die Wirtin und ihre 63 Jahre alte Mutter hatten laut Anklage mehrere Polizisten beleidigt, geschubst, geschlagen und sogar gebissen. Anlass sei gewesen, dass der Augsburger Ordnungsdienst im Mai 2020 den Getränkeverkauf durch die Angeklagten verbieten wollte. Die Mitarbeiter der Stadt wollten dadurch eine Menschenansammlung in der Innenstadt auflösen, um Infektionen zu vermeiden.

Die Wirtin soll erst die Beschäftigten des Ordnungsamtes beleidigt haben, dann wurde die Polizei gerufen und die Auseinandersetzung eskalierte. Nach dem Einsatz sorgten in den Netzwerken im Internet auch Videos über angebliche Polizeigewalt für Aufsehen. Dabei war zu sehen, wie ein Beamter anscheinend auf eine der festgenommenen Frauen einschlägt.

Wie die „Augsburger Allgemeine“ am heutigen Montag berichtete, hätten die Ermittler des Landeskriminalamtes in München die Videos ausgewertet, aber letztlich kein Fehlverhalten der Beamten erkannt. Der betroffene Polizist sei zuvor von der Wirtin in den Oberschenkel gebissen worden. dpa

+++ Corona-Regeln werden in Hessen weiter gelockert +++

(19.07.2021) Hessen lockert weiter die Corona-Regeln. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) kündigte am Montag in Wiesbaden an, dass Veranstaltungen mit bis zu 750 Menschen in geschlossenen Räumen und mit bis zu 1.500 Personen im Freien künftig ohne Anmeldung und Genehmigung stattfinden dürfen. Geimpfte und genesene Menschen zählten bei diesen Zahlen nicht mit. Größere Veranstaltungen blieben aber genehmigungspflichtig.

Die Corona-Pandemie sei zwar noch nicht vorbei, erklärte der Regierungschef. Die Inzidenz steige aber nur langsam und auf niedrigem Niveau. Deshalb seien weitere Erleichterungen für die Bevölkerung in Hessen zu verantworten. Die neue Corona-Verordnung soll nach Angaben von Bouffier ab diesem Donnerstag (22.7.) und bis zunächst zum 19. August gelten.

Bouffier rief die Menschen in Hessen dazu auf, sich impfen und vor allem nach dem Urlaub testen zu lassen. Die Zahlen bei den Corona-Erst- und Zweitimpfungen gingen im Land zwar nach oben, seien aber immer noch zu gering. „Die Pandemie macht keine Ferien“, betonte auch Vize-Regierungschef Tarek Al-Wazir (Grüne). Deswegen sollten sich die Menschen weiter besonnen verhalten. Trotz der Lockerungen würden die Hygiene- und Abstandsregeln zum Schutz vor einer Ansteckung weiter gelten.

Das Impfen sei der einzige dauerhafte Weg aus der Corona-Pandemie, mahnte der Grünen-Politiker. „Alle ökonomischen und gesellschaftlichen Folgen dieser Pandemie werden erst dann wirklich zu Ende sein, wenn wir das Virus medizinisch besiegt haben.“ dpa

+++ Schleswig-Holstein: Private Treffen in größerem Kreis möglich – Testpflichten entfallen +++

(19.07.2021) Schleswig-Holstein lockert weitere Corona-Bestimmungen. Vom nächsten Montag an dürfen sich in privatem Kreis wieder bis zu 25 Menschen treffen, wie Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Montag in Kiel bekanntgab. Derzeit sind nur zehn Teilnehmer erlaubt. Kinder unter 14 Jahren, Geimpfte und Genesene werden dabei nicht mitgezählt.

Bei Veranstaltungen wie Feiern und Empfängen wird die Begrenzung der Teilnehmerzahl ganz aufgehoben. Es gelten aber weiter Auflagen wie eine maximale Auslastung von 50 Prozent. Auch für Versammlungen wie Demonstrationen und Gottesdienste entfallen die Teilnehmerbegrenzungen. Die neue Corona-Verordnung, die am Donnerstag beschlossen werden soll, wird bis zum 22. August gelten.

Wer Restaurants in Innenräumen besucht, muss künftig keinen negativen Test mehr vorlegen. Auch für Veranstaltungen mit Gruppenaktivität entfällt die Testpflicht. Wer allerdings im Hotel übernachten will, muss weiterhin einen negativen Test nachweisen, der höchstens 48 Stunden alt ist. Dann wird aber kein Folgetest mehr benötigt. Auf Schiffen muss man draußen keine Maske mehr tragen.

Angesichts der niedrigen Infektionszahlen und geringen Belastung der Krankenhäuser mit Covid-19-Patienten seien die Erleichterungen absolut verantwortbar, sagte Günther. „Die Situation ist absolut im Griff.“ dpa

+++ Brandenburger Gaststättenverband fordert Sicherheit für das Gastgewerbe +++

(19.07.2021) Vor den Beratungen des Brandenburger Kabinetts über den weiteren Umgang mit der Corona-Pandemie hat der Brandenburger Hotel- und Gaststättenverband Dehoga von der Landesregierung Sicherheit für die Branche gefordert. Es gehe um die wirtschaftliche Existenz von mehr als 5.000 Gastgeber-Familien und ihren etwa 55.000 Beschäftigten im Land, sagte Verbandspräsident Olaf Schöpe am Montag. „Wir fordern daher einen langfristigen Plan und ein klares Bekenntnis, dass pandemiebedingte Schließungen gastgewerblicher Betriebe künftig ausgeschlossen werden können.“

Die zahlreichen Konzepte für dauerhafte Öffnungen der Betriebe müssten konsequent genutzt werden, forderte Schöpe. Ein Festhalten an Inzidenzwerten sei nicht mehr zeitgemäß. Schöpe verwies darauf, dass bislang in keinem brandenburgischen Betrieb der Branche ein signifikantes Infektionsgeschehen nachgewiesen worden sei.

Das Kabinett will am Dienstag über den weiteren Umgang mit der Corona-Pandemie beraten. In der aktuellen Verordnung, die zunächst bis Ende des Monats gilt, ist unter anderem für Regionen mit mehr als 20 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche wieder eine Testpflicht für Innenräume von Gaststätten oder bei touristischen Übernachtungen vorgesehen. dpa

+++ Round Table von Köln, Frankfurt und Leipzig: Städte ziehen Bilanz +++

(19.07.2021) Die weltweite Pandemie und die damit verbundenen Reisebeschränkungen haben die Tourismus-Branche mit voller Wucht getroffen. Die Metropolen leiden überaus stark am Wegfall von Freizeit- und Geschäftsreisenden, wie auch beim digitalen Round Table der Tourismusmanager von Köln, Frankfurt und Leipzig deutlich wurde. Ihre Forderung: „Wir brauchen eine stärkere Lobby und ein neues Finanzierungsmodell!“

60 Prozent weniger Gäste, rund 2,7 Milliarden Euro weniger in der Kasse: Diesen Rückblick von 2020 zeichnete Dr. Jürgen Martin Amann, Geschäftsführer der KölnTourismus GmbH, infolge des Wegbleibens der Touristen und Geschäftsreisenden in der Rheinmetropole. Bei Volker Bremer, Leipzig Tourismus und Marketing Chef und Thomas Feda, Geschäftsführer der Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main sah die Lage nicht anders aus. Wenig verwunderlich, sind die drei Metropolen doch mit einem starken Messegeschäft, vielen Geschäftsreisenden und einem großen Kulturangebot sehr ähnlich aufgestellt.

So wie die anderen beiden Städte konnte Leipzig aber auch Positives berichten. „Wir haben im Marketing verstärkt auf nationale Medien und Social Media gesetzt und damit gezielt Menschen aus der Umgebung angesprochen. Das Ergebnis: Wir konnten den Ausfall an Geschäftsreisenden nahezu vollständig durch privat motivierte Aufenthalte auffangen“, so Bremer. Im veränderten Gästemix sieht auch Frankfurt-Tourismus-Chef Feda eines der Instrumente. Mit einem Masterplan will er auch die kulturellen Reize der Stadt für Geschäftsreisende hervorheben. Gleichzeitig warnt er vor Schnellschüssen: „Wir sind nun in einer Art Aufbruchsstimmung und planen Veranstaltungen und Events. Wir müssen aber Vorsicht walten lassen, sonst erleben wir eine Bauchlandung.“

2024/25 nannte Amann als Zeithorizont. Er hofft, dann wieder auf dem Niveau von 2019 zu sein. Bis dahin hat er zwar weniger Veranstaltungen auf seiner Agenda – aber ein politisches Ziel. „Die Corona-Pandemie hat gezeigt, welch hohen Stellenwert der Tourismus für die Städte hat. Viele Finanzierungsmodelle sehen eine Eigenfinanzierung vor. Das geht nicht auf. Wir hoffen auf ein verändertes Bewusstsein in der Politik und eine stärkere Lobby.“

+++ Nach Corona-Ausbruch: Malta erwägt Flüge in Heimat für Sprachschüler +++

(19.07.2021) Die Regierung Maltas erwägt einem Bericht der italienischen Nachrichtenagentur Ansa zufolge, Rückflüge für ausländische Sprachschüler zu organisieren, die sich derzeit in Quarantäne befinden. Betroffen seien Menschen aus Deutschland, Italien, Spanien und Frankreich, hieß es in dem Bericht. Die Schüler sind demnach entweder mit dem Coronavirus infiziert oder hatten Kontakt zu einer infizierten Person. Sie waren auf Malta, um Englisch zu lernen.

„Die deutsche Botschaft in Valletta steht in Kontakt zu betroffenen Sprachschülern, zum Veranstalter und zu den zuständigen Behörden im Land“, hieß es aus dem Auswärtigen Amt am Sonntag. Der Veranstalter stehe in Verbindung zu den zuständigen maltesischen Behörden mit Blick auf die Organisation etwaiger Rückholflüge. Das Auswärtige Amt verfolge die weitere Entwicklung eng.

Die Regierung in Valletta hatte wegen zahlreicher Corona-Fälle unter Sprachstudenten die Sprachschulen am vergangenen Mittwoch geschlossen. Im kleinsten EU-Land waren die Infektionszahlen lange sehr niedrig. Dann schossen sie plötzlich in die Höhe. Die Behörden führten die meisten Fälle nach eigenen Angaben auf Reisende aus dem Ausland zurück. Die Regierung verschärfte deshalb auch die Einreiseregeln. Wer nach Malta will, muss seit Mittwoch etwa mit dem EU-Impfzertifikat nachweisen können, gegen Covid-19 durchgeimpft zu sein. Wann mögliche Rückholflüge das Land verlassen könnten und wie viele Deutsche betroffen sind, bliebt zunächst unklar. dpa

+++ Altmaier: „Werden neuen Lockdown verhindern“ +++

(19.07.2021) Für Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) kommt eine erneute Schließung von Geschäften und Restaurants in der Coronakrise nicht infrage. „Wir müssen und werden einen neuen Lockdown verhindern. Er wäre für viele Geschäfte und Restaurants, die bereits monatelang geschlossen waren, verheerend“, sagte Altmaier der „Bild am Sonntag“. Solange keine Überlastung des Gesundheitssystems drohe, gebe es keinen Grund für neue Maßnahmen. Geimpfte oder Jüngere hätten bei einer Infektion meist gar keine Symptome, die Intensivbetten-Kapazität in Deutschland sei weit von ihrer Auslastungsgrenze entfernt.

Aus Sicht des Mittelstands sind Altmaiers Äußerungen indirekt Anlass zur Sorge. „Denn offenbar reagiert er damit auf entsprechende Überlegungen in der Bundesregierung„, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Markus Jerger, der Deutschen Presse-Agentur. Schon die Spekulation darüber verunsichere die Unternehmen und verhindere Investitionen. „Anstatt über neue Zwangsmaßnahmen zu spekulieren, sollte die Bundesregierung ein positives Signal an die Wirtschaft senden.“ Die Union müsse sich „endlich einmal“ gegen ihren Koalitionspartner durchsetzen und für eine Entlastung bei Steuern, Abgaben und Energiekosten sorgen.

Der Vizechef der FDP-Bundestagsfraktion, Michael Theurer, forderte einen „Wirtschaftsgipfel mit einer verbindlichen Absage der Bundesregierung an einen weiteren Lockdown.“

Altmaier sprach sich für mehr Tempo und Angebote vor Ort beim Impfen aus. Und: „Wir sollten überlegen, Großveranstaltungen wie Konzerte oder Fußballspiele auf geimpfte und genesene Besucher zu beschränken. Ein Negativ-Test allein darf dafür dauerhaft nicht ausreichen.“ Belohnungen für Impfwillige lehnte der Minister jedoch ab. dpa

+++ Entschädigung von Thomas-Cook-Kunden kostet Staat weniger als gedacht +++

(19.07.2021) Die Entschädigungen für Kunden des insolventen Reiseveranstalters Thomas Cook kommen den Staat bislang deutlich weniger teuer zu stehen als befürchtet. Bis Ende Juni 2021 seien nur 130,5 Millionen Euro an die Opfer der Reisepleite überwiesen worden, sagte ein Sprecher des Bundesjustizministeriums am Sonntag. Ursprünglich habe Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) mit 225 Millionen Euro gerechnet. Inzwischen seien mit 95.600 Fällen aber bereits 91 Prozent der Anmeldungen erledigt. Zuvor hatte der „Tagesspiegel“ (Montag) über die Zahlen berichtet.

Hintergrund ist die Insolvenz des damals nach Tui zweitgrößten Reisekonzerns Thomas Cook im September 2019. Hunderttausende Kunden waren betroffen. Die Versicherung hatte damals nur einen Bruchteil der Kosten ersetzt, weshalb schließlich der Staat einsprang. Viele Kunden haben sich dem Sprecher zufolge aber ihr Geld nicht über das Portal zurückgeholt, das für die Auszahlung der Staatsgelder zuständig ist, sondern über andere Stellen, etwa Kreditkartenanbieter. dpa

+++ Saarland: Regierungschef Hans mahnt auch im Urlaub zur Vorsicht +++

(19.07.2021) Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat zum Start der Sommerferien appelliert, trotz sinkender Corona-Infektionen nicht unvorsichtig zu sein. „Wenn wir umsichtig und verantwortungsvoll handeln, spricht auch nichts gegen eine Reise. Wir dürfen nur die Vorsicht nicht gleich über Bord werfen und unsere Fortschritte riskieren“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken.

Er selbst plane, ein paar Tage Urlaub mit der Familie in Norddeutschland zu verbringen und im Saarland unterwegs zu sein. Seine Stellvertreterin, Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD), kündigte auf Nachfrage an, zunächst einmal einige Tage „das Saarland und unser Zuhause genießen“ zu wollen. dpa

+++ Niederlande und Griechenland jetzt Corona-Risikogebiete +++

(19.07.2021) Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen gelten die Niederlande, Griechenland und Teile Dänemarks seit Mitternacht in der Nacht zum Sonntag für die deutschen Behörden als Risikogebiete. Nach der bereits am Freitag veröffentlichten Mitteilung des Robert Koch-Instituts rät das Auswärtige Amt von touristischen Reisen in diese Länder und Regionen ab.

Für die Niederlande und die dänische Hauptstadtregion um Kopenhagen ergeben sich daraus auch praktische Folgen: Wer von dort auf dem Landweg nach Deutschland einreist und nicht geimpft oder genesen ist, muss wieder einen Corona-Test machen. Auch die zum dänischen Königreich zählenden Färöer-Inseln sind jetzt Risikogebiet. Die Niederlande sind das erste der neun Nachbarländer Deutschlands, das wieder ganz als Risikogebiet eingestuft wird. Ausgenommen sind zum Königreich gehörende Überseegebiete.

In Griechenland sind zuletzt die Infektionszahlen gestiegen, seit die Regierung die Maßnahmen für das Nachtleben gelockert hat und viele junge, noch ungeimpfte Leute feiern gehen. Wer aus dem Urlaub in Griechenland zurückkehrt, muss entweder getestet, genesen oder geimpft sein. dpa

+++ Jugendherbergen mit neuen Perspektiven – Hoffen auf Boom nach Corona +++

(19.07.2021) Nach der coronabedingten Schließung der Jugendherbergen in Deutschland schaut die Verbands-Geschäftsführung wieder zuversichtlicher auf die nächsten Monate. „Die aktuelle Öffnungsperspektive führt dazu, dass ich wieder ruhiger schlafen kann. Das ist aber noch kein Grund zu grenzlosem Optimismus“, sagte Julian Schmitz, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) mit Sitz in Detmold.

„Von unseren rund 450 Häusern sind derzeit 330 geöffnet und 120 noch zu“, so Schmitz im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Die Hauptzielgruppe der Jugendherbergen in Deutschland bleiben Gruppen und Schulklassen. Hier waren die Buchungszahlen wegen Corona eingebrochen. Nach Angaben des DJH gingen bei den Klassenfahrten die Zahlen von 2019 (3,6 Millionen) auf 2020 (0,7 Millionen) um knapp 82 Prozent zurück.

„Aber es gibt erste hoffnungsvolle Signale: Die ersten Klassenfahrten haben stattgefunden, wenn auch sehr vereinzelt“, sagte Schmitz. Von Bundesland zu Bundesland sei es sehr unterschiedlich, wie Wirkung und Wichtigkeit von Klassenfahrten eingeschätzt würden, so der DJH-Hauptgeschäftsführer. „Ich habe schon die Hoffnung, dass es einen Boom geben könnte.“

Bei Familien als Gästen gab es einen Rückgang um knapp 28 Prozent, bei Tagungen und Seminaren um 70 Prozent. Auch bei den Wander- und Freizeitgruppen gab es mit fast 70 Prozent einen heftigen Einbruch. Der Familienanteil vor Corona lag bei rund 22 Prozent. „Das ist nicht unsere Kernzielgruppe, aber es gibt hier Zuwächse, und einige Häuser haben sich spezialisiert“, erklärte Schmitz.

Die Jugendherbergen hatten bereits zu Beginn der Coronakrise um staatliche Hilfen gebeten. „Eine Summe, wie viel wir an Hilfen vom Bund und den Ländern bekommen haben, kann ich aktuell noch nicht nennen. Die Schlussrechnung hat noch zu erfolgen“, sagte Schmitz. Da es Überschneidungen bei den Förderprogrammen gibt, „kann es auch sein, dass wir noch Gelder zurückzahlen müssen“. dpa

+++ Brandenburg ist beliebt bei Wassertouristen +++

(19.07.2021) 33.000 Kilometer Fließgewässer und mehr als 3.000 Seen locken regelmäßig zahlreiche Urlauber und Tagestouristen nach Brandenburg. Nach Angaben der Tourismus Marketing Gesellschaft Brandenburg (TMB) hatte die Mark im Jahr 2019 rund 5,2 Millionen Touristen und im vergangenen Jahr rund 3,2 Millionen Urlaubsgäste gezählt. In einer repräsentativen Umfrage des GfK Destination Monitor Brandenburg hatten 39 Prozent der Gäste angegeben, dass sie Aktivitäten im, am und auf dem Wasser nachgegangen waren.

„Allein in Brandenburg und Berlin erwirtschaftet der Wassertourismus jährlich einen Umsatz von 200 Millionen Euro bezogen auf gewerblichen Bootstourismus, Fahrgastschifffahrt und Häfen“, sagte TMB-Sprecher Patrick Kastner. Hinzu kämen noch Umsätze aus der Tagesvermietung von Booten und den Ausgaben der Bootsurlauber mit eigenem Boot.

Im vergangenen Jahr habe die Wassersportbranche ein beachtliches Wachstum verzeichnet, nicht zuletzt aufgrund des pandemiebedingt gestiegenen Inlandstourismus, sagte Kastner. Auch der Handel beobachtet laut Handelsverband Berlin-Brandenburg (HBB) Zuwächse beim Verkauf von Wassersportgeräten wie Stand-Up-Paddel-Boards (SUP) und Schlauchbooten. dpa

+++ Niedersachsen: Neue Regeln unter anderem für Großveranstaltungen +++

(16.07.2021) Die niedersächsische Landesregierung verlängert die geltende Corona-Verordnung bis Anfang September und kommt damit nach eigenen Angaben dem Wunsch kommunaler Spitzenverbände nach mehr Planungssicherheit im Sommer nach. Wie der Chef der niedersächsischen Staatskanzlei, Jörg Mielke, am Donnerstag im Gesundheitsausschusses des Landtags erläuterte, bleibt die Verordnung im Grundsatz bestehen, einige kleinere Anpassungen treten bereits am Freitag in Kraft.

Eine Änderung betrifft etwa die Personenbegrenzung bei Großveranstaltungen: Bei einer örtlichen Inzidenz unter 35 sollen künftig unter bestimmten Auflagen wieder Großveranstaltungen mit mehr als 5.000 Menschen erlaubt sein. Voraussetzung ist dann, dass bei den Veranstaltungen drinnen wie draußen das Abstandsgebot eingehalten wird – etwa durch die Zuweisung fester Sitzplätze und die Lenkung von Besucherströmen zum Eingang durch den Veranstalter. Zudem muss sichergestellt werden, dass der Konsum von Alkohol eingeschränkt wird und Kontaktdaten erhoben werden. Die Zuschauerzahl ist auf maximal 25.000 oder 50 Prozent der Zuschauerkapazität der Veranstaltungslokalität begrenzt.

Zudem sind kleinere Anpassungen vorgesehen: So sollen zum Beispiel auf Niedersachsens Wochenmärkten bei einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 10 nicht nur die Kunden, sondern auch die Marktleute ihre Mund-Nasen-Bedeckung abnehmen dürfen. In Arbeits- und Betriebsstätten kann auf eine Mund-Nasen-Bedeckung verzichtet werden – das Land setzt hierbei die Veränderungen der Arbeitsschutz-Verordnung des Bundes um. dpa

+++ Verband Internet Reisevertrieb e.V. mit Infoseite für Reisende +++

(16.07.2021) Der Verband Internet Reisevertrieb e.V. (VIR) bietet Reisenden eine Orientierungshilfe bei der Planung in Zeiten von Corona. Ab sofort finden Besucher der Website einen eigenen Bereich mit Infos rund ums Reisen unter den aktuellen Pandemie-Bedingungen.

Unter https://v-i-r.de/2021/07/13/corona-infos/ gibt es je nach der Einstufung in risikofreie sowie Risiko-, Hochrisiko- oder Virusvariantengebiete tabellarische Informationen zu den aktuell geltenden Regeln auf einen Blick. Darüber hinaus hat der Verband eine Weltkarte von A3M integriert, die abbildet, welche Länder jeweils welchen Status aufweisen.

+++ Trotz Öffnungen: Lage der Hotels in Berlin bleibt angespannt +++

(16.07.2021) Seit rund einem Monat dürfen Hotels und Gaststätten in Berlin wieder Touristen beherbergen – die Nachfrage erholt sich aber nur langsam. Zwischen dem 11. Juni, dem Tag der Öffnungen, und dem 11. Juli lag die durchschnittliche Belegungsquote in Berliner Herbergen bei 34,6 Prozent, wie aus Daten des Hotel- und Gaststättenverbands Berlin (Dehoga) hervorgeht.

Das ist zwar deutlich höher als die durchschnittliche Belegung im gesamten ersten Halbjahr, die gerade einmal bei 18 Prozent lag. Vom Vorkrisen-Niveau sind die aktuellen Zahlen aber noch weit entfernt. Zwischen dem 14. Juni und dem 14. Juli 2019 lag die Belegungsquote zum Vergleich bei fast 82 Prozent.

Ähnlich groß sind die Unterschiede mit Blick auf den Umsatz pro verfügbarem Zimmer, eine der wichtigsten Kennzahlen der Branche. Er betrug seit der Wiederöffnung für Touristen am 11. Juni im Schnitt knapp 26 Euro. Im ähnlichen Zeitraum von 2019 waren es laut Dehoga 81 Euro.

Die derzeitige Nachfrage kommt in Berlin laut Dehoga fast ausschließlich von Inlandstouristen. Auf die Rückkehr der ausländischen Gäste muss die Hauptstadt weiter warten, nach wie vor gelten Einreisebeschränkungen auch für EU-Länder. dpa

+++ Mehr als 2,6 Millionen Corona-Schnelltests in MV +++

(16.07.2021) In Mecklenburg-Vorpommern sind in der Corona-Pandemie mehr als 2,6 Millionen Antigen-Schnelltests gemeldet worden. Davon waren 0,12 Prozent oder rund 3200 positiv, wie das Gesundheitsministerium in Schwerin auf dpa-Anfrage mitteilte. Die Datengrundlage ist laut Ministerium von Ende 2020 bis Anfang Juli. Rund 2.500 Einrichtungen würden die Ergebnisse bei einem Projekt der Universität Greifswald melden, darunter sind den Angaben zufolge mehr als 1.000 Kitas, knapp 300 Pflegeeinrichtungen oder 80 Testzentren.

Die Zahl der Corona-Tests liegt insgesamt noch deutlich höher, weil zu den Schnelltests etwa noch die als zuverlässiger geltenden PCR-Tests hinzukommen. Laut Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) wurden seit Pandemie-Beginn rund 1,27 Millionen dieser Tests im Nordosten genommen. Davon waren knapp 56.000 positiv. Ebenfalls kommen noch die Selbsttests hinzu, die vielfach in Supermärkten, Apotheken oder Drogerien zu kaufen sind.

Mit Beginn der Lockerungsschritte vor einigen Monaten waren viele Bereiche im Nordosten mit einer Testpflicht verbunden, etwa die Innengastronomie, der Besuch im Fitnessstudio oder Kino. Ein negativer Test ist dafür mittlerweile nicht mehr notwendig, weil die Corona-Neuinfektionszahlen zwischenzeitlich deutlich gesunken waren. dpa

+++ NRW-Flughäfen vor zweitem großen Reisewochenende +++

(16.07.2021) Die Flughäfen in Nordrhein-Westfalen haben sich auf das zweite große Reisewochenende vorbereitet. Viele Urlauber, die vor 14 Tagen in die Ferien geflogen waren, kehren zurück, andere starten in die Ferien. Der größte NRW-Airport Düsseldorf rechnet mit durchschnittlich 313 Starts und Landungen am Tag. Am Sonntag werden es voraussichtlich knapp 330 An- und Abflüge sein, wie eine Flughafensprecherin berichtete. Das entspreche in etwa der Größenordnung des ersten Ferienwochenendes.

Der Betrieb in Düsseldorf erreicht derzeit etwa 50 Prozent des Ferienverkehrs im Vor-Corona-Jahr 2019. Der Start in den Urlaub sei am ersten Ferienwochenende für 98 Prozent der Fluggäste reibungslos verlaufen, betonte die Sprecherin. Ärger gab es wegen der Airline Pegasus, die laut Flughafen wegen Personalmangels am Freitag und Samstag des ersten Ferienwochenendes nicht in der Lage gewesen sei, ihre ab Düsseldorf vorgesehenen Türkeiflüge planmäßig und im vollen Umgang abzuwickeln. An diesem Wochenende betrage die Anzahl der von Pegasus Airlines durchgeführten Flüge deutlich weniger als fünf Prozent der Starts und Landungen in Düsseldorf.

Der Flughafen Köln/Bonn rechnet für das dritte Ferienwochenende mit knapp 65.000 Passagieren, etwas weniger als die 70.000 Fluggäste am ersten Ferienwochenende. dpa

+++ Studie: Lockdown hat Folgen für Fachkräftesicherung +++

(15.07.2021) Eine repräsentative Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) am Institut der deutschen Wirtschaft belegt, dass der Lockdown Folgen für den Ausbildungsmarkt hat, wie der Dehoga Bayern berichtet. Der Studie zufolge blieben 2020  deutschlandweit 60.000 Ausbildungsstellen unbesetzt. Von mehr als 78.000 Bewerbern bekamen 29.000 keinen Ausbildungsplatz und 49.000 starteten aufgrund einer Bewerbungsabsage eine Alternative zur Ausbildung. Angebot und Nachfrage finden auf dem Ausbildungsmarkt somit immer schwerer zusammen. Die Corona-Pandemie verstärkte den Negativtrend. Der sich beschleunigende Rückgang der Bewerber werde in den kommenden Jahren deutliche Auswirkungen auf die Fachkräftesicherung haben.

+++ Niedersachsen: Lockerungsentwurf sieht Veranstaltungen mit über 5.000 Teilnehmern vor +++

(15.07.2021) Bei einer örtlichen Inzidenz unter 35 sollen in Niedersachsen unter bestimmten Auflagen wieder Großveranstaltungen mit mehr als 5.000 Menschen erlaubt sein. Das sieht der Entwurf der Landesregierung zu den Änderungen in der Corona-Verordnung vor, wie Staatskanzleichef Jörg Mielke bei einer Unterrichtung des Gesundheitsausschusses des Landtags am Donnerstag in Hannover sagte. Die leicht veränderte Corona-Verordnung soll am Freitag in Kraft treten.

Entscheidend ist demnach die Sieben-Tages-Inzidenz in den jeweiligen Landkreisen und kreisfreien Städten. Voraussetzung ist dann, dass bei den Veranstaltungen drinnen wie draußen das Abstandsgebot eingehalten wird – etwa durch die Zuweisung fester Sitzplätze und die Lenkung von Besucherströmen zum Eingang durch den Veranstalter. Zudem müsse sichergestellt werden, dass der Konsum von Alkohol eingeschränkt wird und Kontaktdaten erhoben werden.

Wie aus dem Entwurf hervorgeht, sollen Veranstaltungen mit mehr als 25.000 Menschen weiterhin nicht genehmigt werden. Eine Zulassung soll auch nicht erteilt werden, wenn 50 Prozent der Personenkapazität einer Veranstaltungslokalität überschritten wird. Die angepasste Corona-Verordnung soll bis Anfang September gelten. Insgesamt sind eher kleinere Veränderungen geplant. dpa

+++ Hessen-Tourismus holt weiter auf: Mehr Gäste im Mai +++

(15.07.2021) Der Hessen-Tourismus holt nach dem Corona-Tief weiter auf. Im Mai dieses Jahres zählten Hotels und Pensionen im Land 268.000 Gäste und damit drei Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Landesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Die Zahl der Übernachtungen stieg um fast 17 Prozent auf 950.700. Die weitaus meisten Gäste (85 Prozent) kamen aus Deutschland, 15 Prozent reisten aus dem Ausland an, überwiegend aus den USA. Während sich die Zahl der Inlandsgäste im Vergleich zum Mai 2020 um 5 Prozent verringerte, verdoppelte sich die Auslandsnachfrage fast (plus 93 Prozent). Im Frühjahr 2020 hatte das im Zuge der Bekämpfung der Corona-Pandemie verhängte Verbot, Touristen zu beherbergen, die Branche hart getroffen. dpa

+++ Bahn und Easyjet kooperieren für Reisen aus Ostdeutschland zum BER +++

(15.07.2021) Die Fluggesellschaft Easyjet und die Deutsche Bahn kooperieren für eine einfachere Anbindung aus Ostdeutschland an den Flughafen BER. Passagiere aus Dresden, Leipzig, Erfurt und anderen größeren Städten können künftig die Bahnreise zum BER als auch den Urlaubsflug über die Easyjet-Plattform als Paket zusammen buchen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. In der Buchung ist automatisch auch eine Versicherung enthalten, falls die Reisenden ihren Flug wegen einer Verspätung verpassen.

„Die Kunden haben damit bei uns die Möglichkeit, die gesamte Reisekette abzubilden, von der Sitzplatzreservierung in der Bahn bis hin zur Absicherung der Reise“, sagte Easyjet-Deutschlandchef Stephan Erler. Günstiger wird die Reise dadurch zwar nicht unbedingt. Allerdings müssten die Kunden nicht mehr verschiedene Buchungsplattformen nutzen und gingen mit Blick auf verpasste Flüge kein Risiko ein, betonte Erler.

Angeboten werden zunächst Verbindungen aus den größten Städten in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg. Weitere, wie Gotha, Gera und Chemnitz sollen in den nächsten Wochen folgen. Easyjet ist am BER die größte Fluggesellschaft. dpa

+++ Im Ostsee-Urlaub impfen lassen: Impfangebot in Vorpommern startet +++

(15.07.2021) In Vorpommern können sich jetzt auch Urlauber und Besucher gegen Corona impfen lassen. Wie ein Sprecher des Landkreises Vorpommern-Greifswald am Donnerstag erläuterte, bietet der Landkreis solche Impfungen in Zinnowitz und Heringsdorf auf der Ostseeinsel Usedom sowie in den Impfzentren in Greifswald und Pasewalk an.

Voraussetzung für das Spritzen von Auswärtigen sei, dass sie in Deutschland privat oder gesetzlich krankenversichert und auch amtlich gemeldet sind. Dazu zähle auch eine berufliche Tätigkeit in Deutschland. Geimpft werden könne mit dem Präparat von Biontech/Pfizer, aber auch mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson, der nur einmal verabreicht werde. Für diesen Stoff gebe es in Heringsdorf an diesem Freitag und Samstag Extra-Impfaktionen. dpa

+++ Deutschland weiterhin nicht auf grüner Reiseliste für England +++

(15.07.2021) Reisende mit Wohnsitz in Deutschland müssen trotz der niedrigen Inzidenz in der Bundesrepublik weiterhin strenge Regeln bei der Einreise nach England befolgen. Entgegen der Erwartungen wurde Deutschland am Mittwoch im Ampelsystem der britischen Regierung nicht von gelb auf grün heruntergestuft. Damit müssen Touristen oder Geschäftsreisende aus Deutschland, die keinen Wohnsitz in England haben, bei Einreise weiterhin für zehn Tage in Quarantäne. Zudem müssen mindestens drei Corona-Tests gemacht werden.

Ärger bei vielen britischen Urlaubern dürfte hervorrufen, dass die Balearischen Inseln von der grünen wieder auf die gelbe Liste wanderten. Die Änderungen treten am 19. Juli in Kraft. Vollständig in Großbritannien geimpfte Reisende sind von der Quarantänepflicht allerdings auch in diesem Fall ausgenommen. Wer noch nicht den vollen Impfschutz hat, muss hingegen in Quarantäne. dpa

+++ Beyer hofft auf Ende der US-Einreisebeschränkungen für Europäer +++

(15.07.2021) Der Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung hofft mit Blick auf das Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und US-Präsident Joe Biden auf eine Verständigung zu den US-Einreisebeschränkungen. „Die USA sollten ihre Corona-Einreisebeschränkungen für den Schengen-Raum lockern„, sagte Peter Beyer der „Rheinischen Post“ (Donnerstag). Vor allem deutsche Wirtschaftsvertreter sollten wieder in die USA reisen dürfen – wenn sie den vollen Impfschutz hätten und die pandemische Lage es erlaube. „Das ist wichtig für den transatlantischen Neustart„, sagte Beyer.

Merkel wird am Donnerstag bei ihrer vermutlich letzten Reise nach Washington als Bundeskanzlerin von Biden im Weißen Haus empfangen. Die strikten Einreisebeschränkungen der USA für Europäer dürften bei dem Treffen thematisiert werden. Die EU hat entschieden, dass Reisende aus den Vereinigten Staaten wieder leichter in die Europäische Union einreisen können. In die umgekehrte Richtung gelten aber nach wie vor strenge Auflagen. Außenminister Heiko Maas (SPD) sagte am Mittwoch, dass er bei diesem Thema während des Merkel-Besuchs in den USA keine Bewegung erwarte. dpa

+++ Fast 850 Corona-Verfahren an Sachsens Verwaltungsgerichten +++

(15.07.2021) Geschlossene Lokale, Hotels und Schulen oder Einschränkungen der Demonstrationsfreiheit: Bei den sächsischen Verwaltungsgerichten sind bisher rund 850 Klagen, Berufungen und Eilanträge mit Bezug zur Corona-Pandemie eingegangen. In 213 Fällen wurde seit März 2020 gegen Allgemeinverfügungen und Schutzverordnungen des Freistaates geklagt, wie das Sächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Bautzen mitteilte. 71 der Klagen und alle 465 Eilanträge wurden abgearbeitet. Viele der Fälle, für die das OVG erstinstanzlich zuständig ist, betrafen Schließungen von Geschäften, Hotels, Lokalen oder Freizeiteinrichtungen, aber auch Test- und Maskenpflicht oder Schulschließung. Dazu kamen Beschwerden gegen Demonstrationsverbote. dpa

+++ EU-Gericht: Beihilfen für Lufthansa-Tochter AUA waren rechtens +++

(14.07.2021) Die Beihilfen für die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA) in der Coronakrise sind nach Ansicht des EU-Gerichts zulässig gewesen. Solche Beihilfen seien zur Beseitigung von Schäden, die durch Naturkatastrophen oder sonstige außergewöhnliche Ereignisse entstanden seien, mit den Regeln des Binnenmarkts vereinbar, teilte das Gericht am Mittwoch mit. Damit wies die Kammer erstinstanzlich eine Klage der Konkurrenten Ryanair und Laudamotion zurück. Die Ungleichbehandlung zwischen AUA und anderen in Österreich tätigen Luftfahrtunternehmen könne zwar mit einer Diskriminierung gleichgesetzt werden. Diese sei aber im vorliegenden Fall wegen der wesentlichen Bedeutung, die der AUA im Luftverkehr Österreichs zukomme, gerechtfertigt gewesen.

Mit der im Juni 2020 bei der Europäischen Kommission angemeldeten Beihilfe zugunsten der AUA sollten die Schäden ersetzt werden, die ihr durch die Annullierung oder die Verschiebung von Flüge infolge der Reisebeschränkungen in der Coronakrise entstanden waren. Die staatliche Beihilfe für AUA lag bei 150 Millionen Euro. Die EU-Kommission habe entgegen der Ansicht von Ryanair und Laudamotion nicht nur sämtliche den Luftfahrtunternehmen
der Lufthansa Group gewährten Beihilfen, sondern auch deren Zusammenspiel geprüft, hieß es. Es bestehe keine konkrete Gefahr, dass durch die Millionen für die AUA auch andere Luftfahrtunternehmen der Lufthansa Group begünstigt werden könnten. dpa

+++ „Impfen-To-Go“ und „Drive-In-Impfung“: Bundesländer setzen auf neue Konzepte +++

(14.07.2021) Die Bundesländer setzen auf neue Konzepte, um die Menschen zur Impfung zu bringen. Denn die tägliche Impfrate sinke und Experten sagen, es haben noch viel zu wenige Menschen einen Impfschutz, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. Nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts sollten wegen der ansteckenderen Deltavariante des Coronavirus mindestens 85 Prozent der 12- bis 59-Jährigen und 90 Prozent der Senioren ab 60 Jahren vollständig geimpft sein. 43 Prozent der Gesamtbevölkerung waren es laut RKI-Meldung am Dienstag.

Nun geht zum Beispiel Berlin neue Wege und bietet ab dem Wochenende ein „Drive-In-Impfen“ an: Auf einem Ikea-Parkplatz im Bezirk Lichtenberg soll sich jeder spontan ohne Termin impfen lassen können. Neben einer Spur für Autofahrer ist auch eine „Walk-in“-Spur für Fußgänger geplant. In Bayern ist laut Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ein „Impfen to go“ ohne viel Papierkram geplant: Impfstände in Schwimmbädern, bei Fast-Food-Ketten, Vereinen oder „am oder im Wirtshaus“. Impfzentren sollen außerdem „Familiensonntage“ für Eltern und Kinder ab zwölf Jahren anbieten können, „vielleicht mit einem kleinen Eis hinterher für die Jüngeren“, sagte Söder. dpa

+++ Komplexe Corona-Reiseanforderung – Lufthansa rechnet mit Wartezeiten +++

(14.07.2021) Im zunehmenden Sommer-Reiseverkehr rechnet die Lufthansa mit längeren Bearbeitungszeiten beim Check-In. Nach wie vor änderten sich die regulatorischen Anforderungen der jeweiligen Zielländer für die Flugreisenden, berichtet der verantwortliche Programmleiter, Jens Fehlinger. Die Überprüfung der Impfpässe, Testnachweise und weiterer Einreisevoraussetzungen bei jedem einzelnen Passagier nehme zusätzliche Zeit in Anspruch. Die Corona-Abstandsregeln führten zudem zu mehr Platzbedarf in den Flughäfen. Am kommenden Wochenende erwartet Lufthansa wegen des Ferienbeginns in Hessen und weiteren Bundesländern bis zu 76.000 Gäste an ihrem Frankfurter Drehkreuz. Die Überprüfung laufe größtenteils manuell ab und benötige pro Vorgang zusätzliche Zeit. Lufthansa empfiehlt, neben dem digitalen Nachweis auch die ausgedruckten Originalzertifikate weiterhin mitzuführen. „Wir wollen möglichst viele Überprüfungsprozesse vor den eigentlichen Reisetag verlegen und sie möglichst digitalisiert abarbeiten„, sagte der Manager. Dafür gehe man proaktiv auf die Kunden zu und biete an, die Unterlagen vorab zu überprüfen. Leider seien insbesondere die Testnachweise sehr uneinheitlich, während die Impfpässe weniger Probleme machten. dpa

+++ DER Touristik: Steigende Corona-Zahlen verunsichern Reisende +++

(14.07.2021) Die steigenden Corona-Zahlen in Europa durch die Deltavariante verunsichern nach Ansicht des Veranstalters DER Touristik viele Reisende. Das Infektionsgeschehen und die Einschätzung der pandemischen Situation in den Reiseländern seien schwerer vorhersehbar geworden, sagte Ingo Burmester, Zentraleuropa-Chef des Reiseveranstalters. Gleiches gilt für die Hochstufung von Ländern zu Risikogebieten oder Hochinzidenzgebieten. Beispiel Spanien: „Wenn man einmal von der formalen Einstufung als Risikogebiet absieht, gibt es eigentlich keine Veränderung der Reisebedingungen aus Sicht des Gastes“, so Burmester. Schon zuvor musste für den Rückflug ein Test, Impfnachweis oder Genesungsnachweis vorgezeigt werden. Allerdings entstehe durch die Einstufung und Kommunikation darüber eine gewisse Verunsicherung. „Die ist sicherlich relevant. Die spüren wir auch.“ DER Touristik beobachtet darum einen stärkeren Trend in andere Urlaubsländer, wie zum Beispiel Griechenland. Dort wachse die Nachfrage derzeit stärker als in Spanien. dpa

+++ Tuifly kündigt erweitertes Flugangebot ab Hannover an +++

(14.07.2021) Zum Start der Sommerferien in Niedersachsen will die Tuifly mehr Flüge von ihrem Heimatflughafen Hannover anbieten. Wie die Tui-Gesellschaft am Dienstag mitteilte, wird es ab dem 21. Juli von Hannover aus zusätzliche Flüge nach Ibiza, Fuerteventura, Gran Canaria und Teneriffa geben. Auch das Mallorca-Angebot lege zu. Dafür werde die Flotte in Hannover um ein fünftes Flugzeug erweitert, teilte Tuifly mit. Die gewohnte Kapazität sei früher erreicht worden als zunächst angenommen. Flughafenchef Raoul Hille sagte, die Nachfrage vor allem in Richtung Mittelmeer steige weiter stark an und zeige, wie sehr sich die Menschen nach Urlaub sehnten. dpa

+++ Bayerische Staatsregierung betont: weiterhin keine klassischen Volksfeste +++

(14.07.2021) Nach einiger Verwirrung zu Wochenbeginn hat die Staatsregierung noch einmal klargestellt, dass Volksfeste im eigentlichen Sinne in Bayern weiterhin untersagt bleiben. Volksfeste könnten weiterhin nicht stattfinden, erläuterten Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. Es seien lediglich, unter strikten Auflagen und jeweils nach Einzelfallentscheidungen, Ersatzveranstaltungen möglich, erklärte Holetschek. „Aber sicher nicht das klassische Volksfest in irgendeiner Art und Weise.“ Man wolle einfach vermeiden, dass Menschen in einem Bierzelt in „bierseliger Stimmung“ und auf engstem Raum miteinander feierten. Söder erläuterte, die Freien Wähler als Koalitionspartner hätten die Frage im Vorfeld „sehr extensiv interpretieren“ wollen. Aber auch Starkbierfeste oder ähnliches seien eben aktuell nicht angemessen. dpa

+++ Kategorie Risikogebiet soll beim Reisen gestrichen werden +++

(14.07.2021) Die Bundesregierung will die Corona-Auflagen beim Reisen ändern und die bisherige Ausweisung von einfachen Risikogebieten aufgeben. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Regierungskreisen in Berlin. Die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichteten unter Berufung auf einen Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums zuerst darüber. Dann gäbe es nur noch zwei Kategorien von Gebieten mit besonderer Corona-Last: Hochinzidenz- und Virusvariantengebiete, wie es weiter hieß. Die neue Einreiseverordnung solle Anfang August in Kraft treten. Derzeit liefen Abstimmungen zwischen den Ministerien und mit den Ländern.

Die geltende Einreiseverordnung läuft Ende Juli aus. Diskutiert werde, dass jeder Einreisende aus dem Ausland geimpft, genesen oder getestet sein und auf Verlangen einen Nachweis vorzeigen muss. Bislang gilt dies nur bei Flügen. Weiter gelten soll, dass Nicht-Geimpfte nach der Einreise aus einem Hochinzidenz-Gebiet zehn Tage in Quarantäne müssen und nach fünf Tagen ein Freitesten möglich sein soll. Im Fall von Virusvariantengebieten soll weiter keine Verkürzung der Quarantäne möglich sein. Das Gesundheitsministerium warb für Impfungen auch fürs Reisen. dpa

+++ Geldanreize für Corona-Impfung? Altmaier skeptisch +++

(14.07.2021) Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sieht die Forderungen, auch mit finanziellen Anreizen für Corona-Impfungen zu werben, skeptisch. „Ich bin von der Idee bislang nicht so überzeugt, weil es auch der Idee des mündigen Bürgers widerspricht, wenn ich Menschen mit Geldgeschenken zu etwas bringe, von dem sie selbst überzeugt sind, dass es vielleicht gar nicht in ihrem Interesse ist“, sagte der CDU-Politiker der „Augsburger Allgemeinen“ (Mittwoch). Es gebe zuvor noch deutlich mehr andere Möglichkeiten, um die Impfquote deutlich zu erhöhen. Altmaier glaube, dass es noch genug Menschen gebe, die sich bei einer Aufklärung über die Risiken einer möglicherweise tödlich verlaufenden Corona-Infektion und jene einer Impfung letztlich für die schützenden Spritzen entscheiden würden. dpa

+++ Merkel und Spahn werben für Impfung – keine Impfpflicht geplant +++

(13.07.2021) Mit einem gemeinsamen Appell an die Bevölkerung haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Gesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) am Dienstag versucht, der Corona-Impfkampagne wieder mehr Schwung zu geben. Eine Impfpflicht, wie sie in Frankreich oder Griechenland geplant ist, soll es in Deutschland aber nicht geben, stellte Merkel nach einem Gespräch mit Spahn und dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, in Berlin klar.

In Frankreich müssen sich Angestellte in Krankenhäusern und Pflegeheimen bis Mitte September impfen lassen, sonst dürfen sie nicht mehr arbeiten und werden nicht mehr bezahlt, hatte die Regierung angekündigt. Griechenland hat ähnliches vor. Zudem sollen dort nur noch Geimpfte in Clubs, Restaurants oder Konzertsäle dürfen. dpa

+++ Bremer Aufbau-Bank: 13.239 Anträge auf Wirtschaftshilfen bearbeitet +++

(13.07.2021) Die Förderbank für Bremen und Bremerhaven (BAB) hat 2020 im Zuge der Corona-Soforthilfen 13.239 Anträge mit einem Zusagevolumen von 64,7 Millionen Euro bearbeitet. Davon liefen rund 3.800 Anträge über 33,1 Millionen Euro als Überbrückungshilfen und Novemberhilfen bis Ende 2020 über die BAB, wie die Bank am Dienstag bei der Vorlage des Geschäftsberichtes für 2020 mitteilte. dpa

+++ Münchner Flughafen erwartet wieder eine Million Reisende pro Monat +++

(13.07.2021) Erstmals seit Beginn der Corona-Einschränkungen erwartet der Münchner Flughafen wieder mehr als eine Million Reisende im Monat. Bereits im Juli soll diese Grenze überschritten werden, wie die Betreibergesellschaft am Dienstag mitteilte. Seit Jahresbeginn ziehe die Nachfrage im Luftverkehr stetig an. Im Juni hatte es knapp 854.000 Passagiere gegeben.

Im Vergleich zum Vorkrisenniveau sind die Zahlen allerdings noch gewaltig im Minus. Im Juli 2019 hatten 4,5 Millionen Passagiere den Münchner Flughafen genutzt. Das sind gut doppelt so viele wie die 2,2 Millionen im gesamten ersten Halbjahr 2021.

Im zweiten Halbjahr erwartet der Flughafen eine weitere Belebung des Flugverkehrs: „Wir haben die Talsohle jetzt hoffentlich durchschritten“, sagte Flughafenchef Jost Lammers. „Ich bin zuversichtlich, dass unser Airport seine Funktion als Premium-Drehkreuz wiedererlangt und das Verkehrsaufkommen dann wieder alte Höhe erreichen und überschreiten wird.“

Derzeit gibt es vom Flughafen aus Verbindungen zu 160 Zielen: 12 deutsche Städte, 133 Orte im europäischen Ausland und 19 Fernreiseziele in Nordamerika und Asien. dpa

+++ Meck-Pomm erhält 72 Millionen Euro Corona-Hilfsgelder der EU +++

(13.07.2021) Mecklenburg-Vorpommern bekommt 72 Millionen Euro Corona-Hilfsgelder von der Europäischen Union. 30 Millionen Euro sind etwa für das Bildungsministerium vorgesehen, wie der stellvertretende Ministerpräsident Harry Glawe (CDU) am Dienstag in Schwerin sagte. Millionensummen sind demnach ebenfalls für Beherbergungsbetriebe und weitere Wirtschaftshilfen bestimmt. Laut Glawe, der auch Wirtschaftsminister ist, erhält Deutschland insgesamt rund 2,4 Milliarden Euro von der EU, um die Folgen der Coronakrise abzufedern. dpa

+++ Niedersachsen: Strengere Regeln für manche Regionen +++

(13.07.2021) Die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen nimmt im Schnitt weiter leicht zu. In einigen niedersächsischen Kommunen könnten deshalb bald wieder strengere Corona-Regeln gelten. Laut Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen lag die durchschnittliche Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus je
100.000 Einwohner binnen einer Woche zuletzt bei 5,8. Am Montag war ein Wert von 5,4 registriert worden, Anfang voriger Woche waren es noch Werte unter vier.

Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz am dritten Tag in Folge über einem Wert von zehn, sieht die Corona-Landesverordnung angepasste Regeln zur Eindämmung des Infektionsgeschehens vor. Dies ist etwa in der Region Hannover der Fall. Hier lag der Kennwert am Dienstag am dritten Tag in Folge über zehn (12,2). Die Regionsverwaltung kündigte an, dass die schärferen Regeln von Donnerstag gelten sollen. Gelockert werden können sie laut Landesverordnung dann wieder, wenn der Inzidenzwert an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter zehn liegt. dpa

+++ Regierung schließt kostenpflichtige Tests für Ungeimpfte nicht aus +++

(13.07.2021) Die Bundesregierung schließt nicht aus, dass die bisher kostenlosen Corona-Tests in Deutschland für Ungeimpfte langfristig kostenpflichtig werden. Noch sei man in einer Phase des Überzeugens, in einer späteren Phase könne man darüber sicherlich nachdenken, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Dienstag nach Gesprächen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, in Berlin. „Für Deutschland sehe ich das jetzt noch nicht, aber ich will auch nicht ausschließen, dass man mal in diese Situation hineinkommt.“

Merkel ergänzte, es gebe im Moment noch Gruppen, die nicht geimpft werden könnten, etwa Kinder oder Menschen, die vielleicht andere Gründe hätten, warum sie sich nicht impfen lassen könnten. Im Augenblick werbe man für Impfungen. Bei Maßnahmen, „die so eine indirekte Impfpflicht sind“, müsse man gut überlegen. In den nächsten Wochen gehe es um das Werben, „und dann diskutieren wir weiter“. Die bisher kostenlosen Bürgertests ermöglichen wie der Impfnachweis in Deutschland zum Beispiel den Zugang zu Veranstaltungen. dpa

+++ Tui-Deutschland-Chef Andryszak wird Konzern verlassen +++

(13.07.2021) Der Deutschland-Chef von Tui, Marek Andryszak, wird den Reisekonzern verlassen. „Wir bestätigen, dass wir mit Marek Andryszak in Gesprächen über die Beendigung seines in 2022 auslaufenden Vertrages als Geschäftsführer der Tui Deutschland GmbH stehen“, teilte David Burling, Mitglied des Vorstands der Tui AG, am Dienstag in Hannover mit. Aus Unternehmenskreisen hieß es, er verlasse den Konzern auf eigenen Wunsch. Er hatte das Unternehmen auch in der Coronakrise begleitet. dpa

+++ Kreuzfahrtschiffsbesatzungen werden in Hamburg gegen Corona geimpft +++

(13.07.2021)  Die Besatzungen von Kreuzfahrtschiffen können sich seit Dienstag während der Liegezeit im Hamburger Hafen gegen Corona impfen lassen. Das teilte der Branchenverband Clia mit. „Den Anfang machen die Hanseaticnature von Hapag Lloyd Cruises und die Aidamar von Aida Cruises, wo insgesamt mehrere hundert Crew- Mitglieder geimpft werden“, heißt es in der Mitteilung. Die Impfungen übernimmt demnach ein mobiles Impfteam des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). dpa

+++ Ifo-Umfrage: Nach wie vor große Existenzangst in mehreren Branchen +++

(13.07.2021) Trotz der wirtschaftlichen Erholung sind die Folgen der Coronakrise für Veranstalter, Tourismus und Gastgewerbe längst nicht überwunden: In der Veranstaltungsbranche fürchteten im Juni nach wie vor 70 Prozent der Betriebe um ihre Existenz, bei den Reisebüros waren es mit 68 Prozent kaum weniger, wie das Münchner Ifo-Institut am Dienstag berichtete. Angst vor der Pleite dominiert auch im Gastgewerbe: Jeweils mehr als die Hälfte der Gastwirte und Hoteliers fürchten demnach, den Betrieb aufgeben zu müssen. Bei der letzten Unternehmensumfrage zu diesem Thema im Februar waren die Werte allerdings noch erheblich höher gewesen.

Insgesamt haben sich die Existenzängste in der Wirtschaft deutlich vermindert, vor allem in der Industrie haben die Sorgen abgenommen. Im Schnitt aller Branchen fürchteten noch 14 Prozent, nicht mehr weiter machen zu können, im Februar waren es noch knapp 19 Prozent gewesen. Sehr viel weniger pessimistisch ist die Stimmung demnach auch im Handel: Im Februar sah während des Lockdowns noch über ein Drittel die Existenz bedroht, nun waren es lediglich 14,4 Prozent. dpa

+++ Altmaier sorgt sich um nachlassende Corona-Disziplin +++

(13.07.2021) Bundeswirtschaftminister Peter Altmaier macht sich Sorgen wegen einer aus seiner Sicht manchmal nachlassenden Disziplin bei den Corona-Maßnahmen. Ein weiterer Lockdown „wäre das Schlechteste überhaupt und muss auf jeden Fall vermieden werden“, sagte der CDU-Politiker der „Augsburger Allgemeinen“ (Dienstag). Er glaube, dass alle gut beraten seien, die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. dpa

+++ Sachsen-Anhalt: Neue Corona-Regeln ab Mittwoch – Hotelgäste-Tests nur noch bei Ankunft +++

(13.07.2021) Sachsen-Anhalts geschäftsführende Landesregierung erlaubt wieder deutlich mehr Zuschauer bei Kultur- und Sportveranstaltungen. Die zulässige Zuschauerzahl soll ab Mittwoch „anhand der jeweiligen örtlichen Kapazitäten“ festgelegt werden, teilte die Staatskanzlei am Montag mit. Bei Veranstaltungen ab 5.000 Zuschauern darf allerdings höchstens die Hälfte aller Sitzplätze belegt werden. Das Kabinett setzt damit eine Einigung der Ministerpräsidenten von voriger Woche um.

Darüber hinaus beschloss die schwarz-rot-grüne Landesregierung, die die Amtsgeschäfte noch bis zur Wahl einer neuen Regierung fortführt, mit den neuen Corona-Regeln ab Mittwoch die Testpflicht zu lockern. Für alle Veranstaltungen ab 1.000 Teilnehmer ist, abgesehen von Genesenen und Geimpften, zwar weiter ein negativer Test nötig. Hotelgäste müssen sich jedoch nicht mehr alle 72 Stunden, sondern nur noch bei der Ankunft testen lassen. Für berufliche Veranstaltungen mit bis zu 50 Teilnehmern entfällt die Testpflicht ganz. dpa

+++ Spritze vor dem Check-In – Spontanes Impfen für Urlauber am Flughafen +++

(12.07.2021) Reisende können sich von Mittwoch an auf dem Weg in den Urlaub am Stuttgarter Flughafen gegen das Coronavirus impfen lassen. Das Land biete ein offenes Impfangebot für alle an, die bald eine Flugreise antreten wollten, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Montag. Passagiere, die ab Stuttgart abheben, müssten nur ihre Tickets oder andere Buchungsnachweise vorlegen, um ohne Voranmeldung im Impfzentrum auf der Landesmesse gespritzt zu werden.

„Vorgesehen für die Aktion sind die mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna„, teilte das Ministerium weiter mit. Es seien Erst- und Zweitimpfungen möglich. Allerdings sollten Urlauber vier Stunden Zeit vor dem Abflug einplanen, wenn sie vor dem Check-In und der Sicherheitskontrolle zum Impfen gehen.

„Um die Impfkampagne weiter voranzubringen, müssen wir alle Kräfte bündeln und niederschwellige Angebote machen“, sagte Lucha. Zuletzt hatte es immer wieder Berichte über eine stockende Impfbereitschaft und ungenutzte Impftermine gegeben. Aktuell gebe es auch im Impfzentrum Landesmesse ausreichend freie Termine, sagte Lucha. dpa

+++ Fast überall Ferien – ADAC erwartet am Wochenende viele Staus +++

(12.07.2021) Der ADAC rechnet am kommenden Wochenende mit Staus in ganz Deutschland. Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Teile der Niederlande starteten in die Ferien, teilte der Automobilclub am Montag in München mit. Insgesamt seien schon in neun Bundesländern und den meisten Nachbarländern die Schulen geschlossen. Dementsprechend sei mit einem hohen Aufkommen an Reisenden zu rechnen. Ihre Hauptziele sind nach Einschätzung des ADAC die deutschen Küstenregionen, die Alpen und der Süden. Nicht nur auf Autobahnen, sondern auch auf Landstraßen in Richtung der Berge und Seen sei mit langen Autoschlangen zu rechnen. dpa

+++ Bayern: Lage im Gastgewerbe weiter angespannt +++

(12.07.2021) Die Lage im bayerischen Gastgewerbe bleibt trotz stufenweiser Öffnung der Betriebe angespannt. Im Juni verzeichneten Hotels und Restaurants laut Dehoga Bayern Umsatzeinbußen von 29 Prozent im Vergleich zum Juni 2019. 40,1 Prozent der Befragten sehen nach wie vor ihren Betrieb in der Existenz bedroht, 23,1 Prozent ziehen sogar eine Betriebsaufgabe in Erwägung. Das geht aus einer aktuellen Branchenumfrage hervor, die der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband im Zeitraum von 1. bis 11 Juli durchgeführt hat und an der über 1.200 Betriebe teilgenommen haben.

„Das bayerische Gastgewerbe ist noch lange nicht über dem Berg“, kommentierte Dehoga Bayern-Präsidentin Angela Inselkammer die Umfrageergebnisse. „Jetzt gilt es weitere, verantwortbare Öffnungsschritte zuzulassen, zugleich aber auch die Branche als Teil der Lösung zu nutzen. Neben dem Schaffen sicherer Räume, die aufgrund der hohen Schutz- und Hygieneauflagen sowie der durchgängigen Kontaktnachverfolgbarkeit im gemeinsamen Kampf gegen die Pandemie weitaus geeigneter sind, als das ungeschützte Aufeinandertreffen von Feierwilligen im öffentlichen Raum, wird das Gastgewerbe auch freiwillige Impfangebote in gastgewerblichen Betrieben unterstützen. Wichtig ist aber auch die Zusage der Politik, dass gastgewerbliche Betriebe nicht mehr als Sonderopfer geschlossen werden.“

+++ Modellprojekt zu Cluböffnungen in Ravensburg läuft vorerst weiter +++

(12.07.2021) Nach positiven Zwischenergebnissen vom ersten Wochenende dürfen zwei Ravensburger Clubs im Rahmen eines Modellprojekts vorerst weiter öffnen. Die notwendige Nachtestquote von 80 Prozent sei mit einem Anteil von mehr als 90 Prozent der Gäste erfüllt worden, teilte die Stadt Ravensburg am Montag mit. Keiner der Gäste vom Auftaktwochenende sei positiv auf Corona getestet worden.

Seit dem ersten Juliwochenende dürfen zwei Clubs in Ravensburg im Rahmen eines vom Land genehmigten Corona-Modellprojekts öffnen. Die Gäste müssen sich vor und nach dem Besuch testen lassen, in den Diskotheken dürfen Besucher aber ohne Masken und Mindestabstände feiern. Von dem Projekt erhofft sich das Land Erkenntnisse für weitere Öffnungsschritte in der Branche.

Dazu wird in den beiden Clubs die Verbreitung von Aerosolen gemessen, das Projekt wird zudem wissenschaftlich begleitet. Noch bis 24. Juli sollen die beiden Clubs jedes Wochenende öffnen dürfen, vorausgesetzt die Nachtestquote von 80 Prozent wird weiterhin erreicht. dpa

+++ Thüringen: Weiter massive Rückgänge bei Touristen in Hotels und Pensionen +++

(12.07.2021) Die Lage in den von der Corona-Pandemie gebeutelten Hotels und Pensionen in Thüringen hat sich seit Jahresbeginn nochmals verschärft. In den ersten vier Monaten 2021 ging die Zahl der Gästeübernachtungen im Vergleich zum teils ebenfalls von Schließungen geprägten Vorjahreszeitraum um 51,4 Prozent zurück, wie das Landesamt für Statistik am Montag mitteilte. Von Januar bis Ende April wurden nur noch rund 805.000 Gästeübernachtungen gezählt. In diesem Zeitraum kamen rund 168.000 Gäste nach Thüringen.

Noch deutlicher werden die coronabedingten Verluste bei einem Vergleich mit dem April 2019. Gegenüber dem Vor-Pandemie-Jahr, das für den Thüringer Tourismus ein Rekordjahr war, sank die Zahl der Übernachtungen im April sogar um 73,4 Prozent oder knapp 600.000. Die der Ankünfte verringerte sich um 85,2 Prozent beziehungsweise 267.000. Lediglich 750 der 1.332 Übernachtungsbetriebe mit jeweils mindestens zehn Betten in Thüringen waren im April geöffnet. dpa

+++ Ifo-Schätzung: Weniger Heimarbeit im Juni +++

(12.07.2021) Eine steigende Zahl von Beschäftigten in Deutschland arbeitet wieder im Büro und nicht mehr in der eigenen Wohnung. Im Juni ist der Anteil der Beschäftigten, die zumindest zeitweise im Home Office tätig sind, von 31 auf 28,4 Prozent gefallen. Das schätzt das Münchner Ifo-Institut in einer am Montag veröffentlichten Meldung.

Im Dienstleistungsbereich ist der Anteil der Heimarbeiter nach wie vor sehr groß, ging aber von 41,5 auf 38,5 Prozent zurück. In der IT-Branche ist die Home-Office-Quote mit 76 Prozent am höchsten, die Rückkehr an den Büroschreibtisch nach wie vor die Ausnahme. Mehr Arbeit vor Ort und weniger Homeoffice gab es auch im Groß- und Einzelhandel, am Bau sowie in der Industrie.

Im Juni waren die Arbeitgeber noch verpflichtet, ihre Beschäftigten daheim arbeiten zu lassen, wenn diese das wollten. Im Juli gilt diese Pflicht nicht mehr. dpa

+++ Reopen.europa: Corona-Regeln für Reisende im Überblick +++

(12.07.2021) Die Einreisevorschriften und Corona-Auflagen in den europäischen Ländern ändern sich teilweise im Wochenrhythmus. Für Urlauber ist es da nicht ganz leicht, den Überblick zu behalten. Das Robert Koch-Institut (RKI) führt zwar eine Liste der Risikogebiete, und das Auswärtige Amt informiert über Einreiseregeln. Doch was genau für das eigene Reiseziele gilt, ist oft unklar.

Die Europäische Kommission hat daher eine Info-Webseite aufgesetzt, die zum Beispiel über Testanforderungen bei der Einreise und Corona-Maßnahmen vor Ort informiert. Sie ist unter dem etwas sperrigen Link reopen.europa.eu/de abrufbar und auch in Form einer App für iOS- und Android-Smartphones zu erreichen. dpa

+++ Mitarbeiterschwund im Brandenburger Gastgewerbe +++

(12.07.2021) Dem Brandenburger Gastgewerbe fehlen zunehmend Mitarbeiter. Die Zahl der Beschäftigten ging im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2019 deutlich zurück – nach Daten der Arbeitsagentur Berlin-Brandenburg um 12,2 Prozent. Waren Ende 2019 noch knapp 40.000 Beschäftigte in der Branche tätig, sank die Zahl im vergangenen Jahr auf rund 35.000 Mitarbeiter. Im Beherbergungsgewerbe betrug der Rückgang 11,5 Prozent und in der Gastronomie 12,5 Prozent. Bei den ausschließlich geringfügig Beschäftigten betrug der Rückgang im gesamten Gastgewerbe sogar 29,6 Prozent. dpa

+++ Wirtschafts-Verbände: Neue Einschränkungen im Wirtschaftsleben vermeiden +++

(12.07.2021) Auch bei einer erneut steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen in Deutschland darf das Geschäftsleben nach Ansicht der großen Wirtschaftsverbände nicht wieder heruntergefahren werden. Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Peter Adrian, sagte dem „Handelsblatt“, es gelte, sich „viel stärker auf wissenschaftliche Daten und belastbare Erkenntnisse aus dem betrieblichen Alltag“ zu stützen, um „pauschale Schließungen mit ihren oft gravierenden Folgewirkungen zu vermeiden“.

Die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands, Ingrid Hartges, machte deutlich: „Unsere Branche wird einen weiteren Lockdown nicht mehr akzeptieren.“ Es sei Aufgabe der Politik, fürs Impfen zu werben. „Wenn sich alle Menschen impfen lassen können und eine relevante Impfquote erreicht wird, dann darf es keine Einschränkungen wie eine Masken- oder Testpflicht für Geimpfte mehr geben“, sagte Hartges. Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland, Stefan Genth, mahnte: „Dieser Sommer darf nicht ungenutzt verstreichen.“

Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Joachim Lang, forderte: „Die Inzidenz allein darf bei einer hohen Impfquote in Deutschland nicht mehr das Maß aller Dinge sein.“ Zuletzt ist die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz fünf Tage in Folge gestiegen, allerdings auf niedrigem Niveau.

„In den kommenden Monaten wird es weiterhin darum gehen, das Leben mit Corona zu organisieren“, sagte Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger dem „Handelsblatt“. „Denn eines ist doch klar: Das Coronavirus wird nicht gänzlich verschwinden.“ dpa

+++ 1,85 Millionen Fluggäste am BER im ersten Halbjahr +++

(12.07.2021) Im ersten Halbjahr dieses Jahres sind über den neuen Hauptstadtflughafen BER rund 1,85 Millionen Fluggäste gereist. Das waren knapp 90 Prozent weniger Passagiere als in den ersten sechs Monaten des Jahres 2019, also vor dem Ausbruch der Coronakrise, wie aus Mitteilungen und Statistiken der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg hervorgeht. Damals waren knapp 17,5 Millionen Passagiere im ersten Halbjahr über die Berliner Flughäfen geflogen.

Zwar haben die Fluggastzahlen am BER in den vergangenen Monaten wieder deutlich zugenommen. Doch es bleibt fraglich, ob der Flughafen im laufenden Jahr sein Ziel erreichen wird. Der Chef der Flughafengesellschaft, Engelbert Lütke Daldrup, hatte zuletzt Anfang Juni rund zehn Millionen Passagiere für das laufende Gesamtjahr in Aussicht gestellt, sollte der Verkehr weiterhin zunehmen. Von diesem Niveau sind die aktuellen Zahlen noch weit entfernt.

+++ Spanien reagiert relativ gelassen auf steigende Corona-Zahlen +++

(12.07.2021) In Spanien hat die Entscheidung der Bundesregierung, das ganze Land ab Sonntag als Risikogebiet einzustufen, keine besonders hohen Wellen geschlagen. Die Berichterstattung in den Medien hielt sich in Grenzen, die Regierung monierte die Fixierung auf die Höhe der Neuinfektionen und Vertreter der Tourismusbranche übten sich in Zweckoptimismus. In Barcelona fand sogar über drei Tage ein Musik-Festival mit bis zu 18.000 Zuschauern täglich statt. Mit Test- und Maskenpflicht, aber ohne Abstand.

Dabei kletterte die Anzahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen zuletzt schon auf 199. Das ist etwa 35 Mal so hoch wie derzeit in Deutschland. Übersteigt diese Sieben-Tage-Inzidenz über einen längeren Zeitraum die Marke von 200, könnte Berlin das beliebteste Urlaubsland der Deutschen auch zum Hochinzidenzgebiet erklären. Dann droht vielen Rückkehrern Quarantäne – und der ohnehin gebeutelten spanischen Tourismusindustrie schwerer Schaden. dpa

+++ Landes-Kassenarztchef fordert: Ungeimpfte dürfen nicht mehr reisen +++

(12.07.2021) Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung in Rheinland-Pfalz, Peter Heinz, fordert massive Freiheitseinschränkungen für Ungeimpfte: „Die Nicht-Geimpften haben nicht die Freiheit, ihre Maske abzulegen. Sie dürfen nicht ins Stadion, nicht ins Schwimmbad und nicht ohne Maske im Supermarkt einkaufen. Und man darf Ungeimpften und jenen mit nur einer einfachen Impfung nicht mehr gestatten, in den Urlaub zu fahren“, sagte er der „Rhein-Zeitung“ (Samstag-Ausgabe).

Selbst mit einem negativen Test dürften Ungeimpfte seiner Ansicht nach nicht in den Urlaub fahren: „Das Freitesten schützt ja nicht. Wer zum Beispiel auf eine Insel mit einem negativen PCR-Test fährt, kann sich dort sehr wohl anstecken, fährt wieder nach Hause und ist Virusträger.“ 

„Wer Ungeimpften Freiheiten zurückgibt, verspielt die Chance, alle Menschen mit der Impfung zu erreichen“, sagte Heinz. Man müssen den Menschen klarmachen: „Ohne Impfung gibt es keine Freiheiten. Ohne diesen Druck werden wir die Menschen nicht überzeugen.“ Ungeimpfte seien eine Gefahr für die Gesellschaft und dürften daher nicht die gleichen Freiheiten wie Geimpfte bekommen.

Impfprämien hält Heinz für „absurd“. Eine Impfpflicht lehnt er als „Bevormundung“ aber ab. Freiheiten nur Geimpften zu geben sei keine versteckte Impfpflicht, „sondern eine zwangsläufige Schlussfolgerung aus einer pandemischen Lage“.

+++ Italiens Tourismus-Start: Noch weit von Vor-Corona-Zahlen weg +++

(12.07.2021) In Italien hat der späte Beginn der Tourismussaison den Neustart des Urlaubssektors nach der Lockerung von Corona-Beschränkungen gebremst. In dem Mittelmeerland seien die Beschränkungen der Bewegungsfreiheit später gelockert worden als etwa in den Konkurrenzländern Griechenland und Spanien, erklärte die Präsidentin des Verbands der Reiseindustrie Federturismo, Marina Lalli, der Deutschen Presse-Agentur. „Seit Anfang Juni haben diese für den Tourismus geöffnet, und einen entscheidenden Monat mehr an den Urlauberströmen verdient“, sagte sie weiter. Eine Rolle für den langsamen Neustart spielten aber auch die wirtschaftlichen Unsicherheiten und die Angst vor den Varianten des Coronavirus.

Vor allem deutsche und österreichische Urlauber seien in den ersten Wochen wieder nach Italien zurückgekommen, erläuterte Lalli. Ein Vorteil für sie sei, dass sie zum Beispiel mit dem Auto anreisen könnten. „Wir sind noch weit von den Zahlen der Sommersaison vor der Corona-Pandemie entfernt“, merkte der Verband an. Hoffnung setzt die italienische Tourismus-Industrie auf die Beschleunigung in der Impfkampagne, auf die Lockerung vieler Beschränkungen und auf das digitale Corona-Zertifikat, auch Grüner Pass genannt. dpa

+++ Betten in MV gut gebucht – Viel mehr kurzfristige Anfragen +++

(12.07.2021) Hotels, Pensionen oder auch Campingplätze in Mecklenburg-Vorpommern sind in der laufenden Hochsaison sehr gut gebucht. Manche Häuser berichteten von einer nahezu 100-prozentigen Belegung, sagte die Sprecherin des Landestourismusverbands, Katrin Hackbarth, der Deutschen Presse-Agentur. Vor allem an der Ostseeküste seien jetzt im Juli nur noch vereinzelt Kapazitäten frei.

Auch aus Binz auf Rügen werde über alle Beherbergungsarten hinweg eine gute Buchungslage geschildert. Es sei aber zu beobachten, dass die coronabedingte Absage der Störtebeker-Festspiele in Ralswiek sich auch auf die Buchungslage auswirke. Zufrieden sind auch die Vermieter auf Usedom oder im Sternberger Seenland. 

Dabei sei allerdings auffällig, dass sich der Trend zu immer kurzfristigeren Buchungen beschleunigt hat. Dies sei mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Auswirkung der Corona-Pandemie, sagte Hackbarth. Die Gäste wollten die aktuellen Entwicklungen im Auge haben. Der Nordosten zeichnet sich weiter durch eine geringe Sieben-Tage-Inzidenz aus und hatte am Freitag mit einem Wert von 1,4 zusammen mit Sachsen-Anhalt die bundesweit niedrigste Inzidenz. dpa

+++ Bundesregierung beobachtet Corona-Zahlen „aufmerksam“ +++

(09.07.2021) Nach dem Anstieg der Corona-Inzidenz am dritten Tag in Folge zieht die Regierung daraus noch keine weiteren Schlüsse. Aktuell lasse sich noch nicht sagen, ob sich aus dem leichten Anstieg der vergangenen Tage ein Trend abzeichnen lasse. „Dazu ist einfach der Beobachtungszeitraum zu kurz.“ Man habe aber die Lage aufmerksam im Blick, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Freitag in Berlin.

Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, es sei damit zu rechnen, dass durch die Delta-Variante auch in Deutschland die Zahlen steigen könnten. Wie weit, das könne man jetzt nicht sagen. „Es liegt natürlich nicht im geringen Maße auch an uns selbst“, fügte er hinzu und erinnerte an Abstandsregeln, Masken, die „wirklich großartige Testinfrastruktur“ und die Impfungen, die nun sehr leicht zu bekommen seien. dpa

+++ Ganz Spanien wird Corona-Risikogebiet – auch Mallorca und Kanaren +++

(09.07.2021) Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung ganz Spanien und damit auch Mallorca sowie die Kanaren am Sonntag als Risikogebiet ein. Das gab das Robert Koch-Institut am Freitag bekannt. dpa

+++ Alltours: Urlaub in Allsun-Hotels bald nur noch mit Impfung +++

(09.07.2021) Der Touristikkonzern Alltours will in den konzerneigenen Allsun-Hotels ab Ende Oktober erwachsene Gäste nur noch aufnehmen, wenn sie über einen Corona-Impfschutz oder einen Genesenennachweis verfügen. Der Schritt sei Teil seines umfangreichen Hygiene- und Sicherheitskonzeptes, teilte das Reiseunternehmen am Freitag in Düsseldorf mit. Die Neuregelung gelte ab dem Beginn der Wintersaison am 31. Oktober 2021. „Da inzwischen genügend Impfstoff zur Verfügung steht, können sich bis dahin alle Erwachsenen impfen lassen.“

Kinder und Jugendliche im Alter von zwei bis 17 Jahren benötigen dagegen nur einen Nachweis über einen negativen Coronatest. Einen Tag nach der Ankunft werde dann im Hotel bei ihnen ein zweiter kostenloser Antigen-Test durchgeführt. Kinder unter zwei Jahren benötigen keinen Test. dpa

+++ Brüssel erlaubt Millionen-Garantie für Absicherung von Pauschalreisen +++

(09.07.2021) EU-Wettbewerbshüter haben eine deutsche 750-Millionen-Garantie für den neuen Fonds zur Absicherung von Pauschalreisen genehmigt. Aus dem Fonds sollen Urlauber entschädigt werden, wenn ihr Reiseveranstalter insolvent gegangen ist und Reisen abgesagt wurden.

Der von Reiseveranstaltern finanzierte Reisesicherungsfonds soll ab dem 1. November bereitstehen und bis Ende Dezember 2026 mit rund 750 Millionen Euro gefüllt werden. Ein entsprechendes Gesetz hatte der Bundestag Mitte Juni verabschiedet. Die staatliche Garantie soll nach Angaben der EU-Kommission sicherstellen, dass stornierte Reisen auch dann erstattet werden können, auch wenn in dem Fonds nicht genügend Geld vorhanden ist.

Hintergrund der Regelung ist die Insolvenz des Reisekonzerns Thomas Cook im September 2019. Die Versicherung hatte damals nur einen Bruchteil der Kosten ersetzt, weshalb schließlich der Staat einsprang und bis Mitte November fast 40 Millionen Euro an Thomas-Cook-Kunden auszahlte. Der Fonds soll künftig Vorauszahlungen der Kunden, den Rücktransport gestrandeter Urlauber sowie deren Unterbringung bis zum Rücktransport garantieren.

Er löst grundsätzlich die bisherige Absicherung durch Versicherungen oder Bankbürgschaften ab. Von der Pflicht, in den Reisesicherungsfonds einzuzahlen, werden nur kleinere Unternehmen mit einem Jahresumsatz von unter zehn Millionen Euro ausgenommen. dpa

+++ Umfrage: Corona-Einschränkungen beeinflussen Wahl des Urlaubsziels +++

(09.07.2021) Der Preis ist für viele Menschen in Deutschland auch im Corona-Jahr 2021 ein zentrales Kriterium bei der Buchung des Sommerurlaubs. Doch angesichts der Pandemie spielen auch mögliche Einschränkungen am Reiseziel und das Vertrauen in das Gesundheitssystem der Urlaubsregion eine große Rolle. Das geht aus einer am Freitag vorgestellten Umfrage der Unternehmensberatung Simon-Kucher & Partners hervor. Rund 38 Prozent der Befragten nannten dabei den Preis als wichtiges Kriterium, 30 Prozent mögliche Einschränkungen am Urlaubsort und 23 Prozent die Qualität des Gesundheitssystems.

Die Pandemie sorgte dafür, dass in diesem Jahr die Entscheidung für ein Urlaubsziel häufig ungewöhnlich spät fiel. Zum Zeitpunkt der Umfrage im Juni hatten gerade einmal 29 Prozent der Befragten Verbraucher in Deutschland ihren Sommerurlaub bereits gebucht. Rund 35 Prozent wollten dies noch tun, 37 Prozent planten gar keinen Sommerurlaub.

Rund die Hälfte der Befragten will in Corona-Zeiten mit dem eigenen Wagen an den Urlaubsort reisen. Rund 30 Prozent planten eine Anreise mit dem Flugzeug. Bus und Bahn wollten zehn Prozent für den Weg zur Urlaubsdestination nutzen.

Immerhin 27 Prozent der Befragten in Deutschland wollen in den nächsten Jahren mehr Geld für den Urlaub ausgeben. Im internationalen Vergleich ist das allerdings eher wenig. In Frankreich und Großbritannien wollen der Umfrage zufolge sogar 30 Prozent der Bevölkerung in den nächsten Jahren für den Urlaub tiefer in die Tasche greife. In China sind es 33 Prozent, in den USA 36 Prozent und in Russland sogar 52 Prozent der Befragten. dpa

+++ Bayerns Stadthotels in tiefer Krise – Dehoga kritisiert Staatsregierung +++

(09.07.2021) Die Hotels in Bayerns Städten leiden nach wie vor massiv unter der Coronakrise. Grund sind fehlende Geschäftsreisende, Tagungsgäste und Messebesucher, wie der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Bayern am Freitag berichtete. „Wir haben in den Städten nach wie vor eine äußerst schlechte Auslastung“, sagte Landesgeschäftsführer Thomas Geppert auf Anfrage. In München etwa ist demnach weniger als ein Fünftel der Hotelbetten belegt.

Geppert warf der Staatsregierung vor, die Lage der städtischen Hotels durch übermäßig restriktive Vorschriften noch zu erschweren. „Eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken bei Tagungen gibt es nur in Bayern“, nannte Geppert ein Beispiel. Die Folge der schärferen bayerischen Vorschriften sei, dass Tagungen vermehrt in anderen Bundesländern abgehalten werden. „Man fragt sich warum, wenn jenseits der Grenze sogar Clubs und Diskotheken geöffnet sind“, sagte der Dehoga-Geschäftsführer zu den weniger strengen Corona-Vorschriften in Österreich.

Damit zeichnet sich eine ähnliche Situation ab wie im ersten Corona-Sommer 2020. In Bayerns Urlaubsregionen ist die Buchungslage für die Hotels nach Gepperts Worten relativ gut, mit Luft nach oben. „Die Leute buchen kurzfristig, und stornieren aber auch kurzfristig.“ dpa

+++ Rheinland-Pfalz: Public Viewing während der Fußball-EM ist Enttäuschung für Wirte +++

(09.07.2021) Das gemeinsame Schauen der Fußball-Europameisterschaft hat bisher vergleichsweise wenige Gäste in die Kneipen und Biergärten in Rheinland-Pfalz gezogen. „Unsere Erwartungen sind sowohl vom Wetter als auch unseren Fußball-Idolen enttäuscht worden“, sagte Gereon Haumann, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) in Rheinland-Pfalz. Die deutsche Nationalmannschaft ist im Achtelfinale ausgeschieden, zusätzlich erschwerten Gewitter und Regenschauer den Wirten das Geschäft.

Wegen der Corona-Pandemie hatte es keine großen Public-Viewing-Veranstaltungen in Rheinland-Pfalz gegeben. Gastronomen hatten daher gehofft, dass die EM Gäste in die Biergärten ziehen würde. Ob sich das Public Viewing trotz der Enttäuschung rechne, hänge vom Aufwand ab. Wer eine Leinwand aufbaue, müsse schnell im hohen vierstelligen oder niedrigen fünfstelligen Bereich investieren. Diese Kosten seien meist nicht eingespielt worden. Zwar stießen einige Spiele der K.o.-Runde noch auf Interesse, aber bei deutscher Beteiligung sei es deutlich größer gewesen.

Für die kommenden Wochen appellierte Haumann an die Gäste, auf den Auslandsurlaub zu verzichten und „stattdessen möglichst oft das Lieblingsrestaurant zu besuchen oder in ein Hotel einzukehren„. Damit gebe man der Branche Solidarität zurück. Schließlich hätten sich die Gastronomen und Hoteliers mit den langen Schließungen in der Coronakrise gegenüber der Gesellschaft ebenfalls solidarisch gezeigt. Der Dehoga vertritt in Rheinland-Pfalz rund 5.000 Mitglieder. dpa

+++ Neue Schutzverordnung greift in NRW +++

(09.07.2021) Nordrhein-Westfalen kann wieder feiern: Nach über einem Jahr Corona-Pandemie mit teils drastischen Grundrechtseinschränkungen tritt an diesem Freitag eine entschärfte Schutzverordnung in Kraft. Sie erlaubt im einwohnerstärksten Bundesland einen großen Schritt in Richtung Normalität. Doch die allermeisten Diskotheken konnten so schnell nicht reagieren und bleiben an diesem Wochenende erstmal noch geschlossen.

Mit Negativtests und Hygienekonzept sind schon ab Freitag Lockerungen auch im Bereich Partyszene, Clubs und Freizeitvergnügen möglich, die eigentlich erst für den 27. August oder noch später vorgesehen waren. An allen Orten mit stabil niedriger Neuinfektionsrate sind nun beispielsweise wieder Diskotheken, Kirmes- und Sportveranstaltungen, Musikfestivals und Volksfeste erlaubt – allerdings mit Negativtests aller nicht geimpften oder genesenen Teilnehmer. Falls der Veranstalter den Zugang nicht kontrolliert, muss stichprobenartig überprüft werden, ob die Nachweise vorhanden sind.

Voraussetzung für die wiedergewonnene Freiheit ist, dass die Kreise und kreisfreien Städte unter die neue „Inzidenzstufe Null“ fallen.

Neu eingeführt wird eine grundsätzliche Corona-Testpflicht am Arbeitsplatz für Beschäftigte, die nach dem 1. Juli mindestens fünf Tage im Urlaub oder aus anderen Gründen nicht am Arbeitsplatz waren. dpa

+++ Medienbericht: Ganz Spanien soll Corona-Risikogebiet werden +++

(09.07.2021) Die Bundesregierung will nach einem Medienbericht ganz Spanien als Corona-Risikogebiet einstufen. Wie die Funke Mediengruppe am Donnerstag unter Berufung auf Regierungskreise meldete, soll zudem Zypern zum Hochinzidenzgebiet erklärt und damit eine Quarantänepflicht für Reiserückkehrer eingeführt werden, die nicht geimpft oder genesen sind.

Das Robert Koch-Institut veröffentlicht jeden Freitag die neuen Corona-Einstufungen der Bundesregierung für das Ausland. Die endgültige Entscheidung der zuständigen Ministerien für Gesundheit, Inneres und Auswärtiges fällt in der Regel kurz vorher.

In Spanien waren die Infektionszahlen in den letzten Wochen drastisch gestiegen. Bisher gelten aber erst 6 der 17 spanischen Regionen – darunter die Urlaubsgebiete Katalonien und Andalusien – sowie die Exklave Ceuta in Nordafrika als Risikogebiete. Die Balearen mit der beliebten Urlaubsinsel Mallorca sowie die Kanaren zählen noch nicht dazu.

Als Risikogebiete werden Länder und Regionen eingestuft, in denen die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) über 50 liegen. Es ist die niedrigste von drei Risikostufen. Für Urlauber ergeben sich durch eine solche Einstufung keine praktischen Folgen, sofern sie mit dem Flugzeug unterwegs sind. Dann müssen sie vor dem Abflug ohnehin ein negatives Testergebnis, einen Impf- oder Genesenennachweis vorlegen und bei Einreise in Deutschland dann auch nicht in Quarantäne.

Anders ist es bei den Hochinzidenzgebieten, der mittleren Risikostufe. Wer aus einer solchen Region zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne, kann sie aber durch einen negativen Test nach fünf Tagen verkürzen. dpa

+++ A&O Hostels prognostizieren gute Sommer-Auslastung +++

(08.07.2021) A&O hat nach eigenen Angaben einen Besucheranstieg von 30 Prozent auf ihrer Website in den ersten Julitagen. Eine Zimmerauslastung von durchschnittlich rund 26 Prozent im Mai und 43 Prozent im Juni rücken das erste Halbjahr 2021 in ein „deutlich freundlicheres Licht“, zieht CEO Oliver Winter eine Zwischenbilanz. Gut vier Wochen nachdem touristische Reisen wieder möglich sind, wagt er die Prognose: „Es sieht nach einem doch erstaunlich guten Sommer aus, vor allem bei Familien und Gruppen verzeichnen wir eine starke Nachfrage.“

Mit den ersten komplett ausgebuchten Wochenenden im Juni wie etwa im A&O Köln Neumarkt ist „von einem auf den anderen Tag ein großes Stück Normalität zurückgekehrt.“ Für eine Prognose 2021 sei es jedoch noch zu früh: „Zwischen 40 Millionen und 80 Millionen Euro Umsatz ist alles möglich“, so Oliver Winter, „also 25 bis 50 Prozent dessen, was wir in 2019 erzielt haben.“

+++ Schleswig-Holstein: Millionenprogramm für Innenstädte läuft an +++

(08.07.2021) Zur Belebung von Innenstädten und Ortszentren großer Gemeinden in Schleswig-Holstein hat das Innenministerium erste Bewilligungen aus einem Zehn-Millionen-Euro Förderprogramm erteilt. Davon profitieren zunächst Eutin, Elmshorn, Rendsburg, Uetersen, Glückstadt, Heiligenhafen, Gettorf, Pinneberg, Bad Segeberg, Itzehoe und Mölln, wie das Ministerium am Donnerstag mitteilte. Diese damit bewilligten Vorhaben kosten 3,4 Millionen Euro. Eine Kommune, vorrangig Städte und Gemeinden mit mindestens 10.000 Einwohnern, kann bis zu 500.000 Euro an Zuschüssen bekommen, um zum Beispiel gegen Leerstände vorzugehen, neue Projekte anzusiedeln oder öffentliche Räume zu beleben und umzugestalten. Das Programm hatten die Jamaika-Fraktionen von CDU, Grünen und FDP im Rahmen der Corona-Hilfen gemeinsam mit der SPD auf den Weg gebracht. „Städtische Zentren sollen wieder zu Orten werden, wo die Menschen gerne leben, wohnen und arbeiten“, sagte Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU). Sie freue sich über die gute Resonanz auf das Programm, das erst Mitte Juni in Kraft getreten sei. In den vergangenen Wochen hatten 21 Orte Anträge gestelltdpa

+++ Nun auch digitale Corona-Impfnachweise für Genesene in Apotheken +++

(08.07.2021) Digitale Corona-Impfnachweise sollen von diesem Freitag an in Apotheken auch für Genesene zu bekommen sein, die ergänzend eine Impfung bekommen haben. Dafür ist nun die notwendige technische Lösung umgesetzt worden, wie der Deutsche Apothekerverband am Donnerstag in Berlin mitteilte. Über das System der Apotheken seien schon mehr als 20 Millionen Impfzertifikate ausgestellt worden, sagte der Vorsitzende Thomas Dittrich. Für Bürger, die eine Infektion durchgemacht und daher anschließend nur eine einzige Impfung erhalten haben, sei es technisch noch nicht möglich gewesen.

Um den digitalen Nachweis zum Vorzeigen auf dem Handy zu bekommen, müssten Genesene drei Dokumente in der Apotheke vorlegen: einen Ausweis mit Foto, den Nachweis eines positiven PCR-Tests und den Nachweis über die einmalige Impfung, etwa im gelben Impfbuch. „Es gibt immerhin mehr als 3,7 Millionen Genesene im Land, von denen viele zwischenzeitlich geimpft sind“, sagte Dittrich. „Ihnen kann das Impfzertifikat helfen, den Sommer und die Urlaubszeit unbeschwerter zu genießen.“ Für Bürger sei das Angebot gratis, Apotheken erhielten als Vergütung gut 5,04 Euro plus durchlaufender Mehrwertsteuer. dpa

+++ Mecklenburg-Vorpommern: Land gewährt Finanzhilfe für Jugendübernachtungsstätten +++

(08.07.2021) Die wegen der Coronavirus-Pandemie lange geschlossenen Kinder- und Jugendübernachtungsstätten in Mecklenburg-Vorpommern können für Bauvorhaben mit finanzieller Unterstützung des Landes rechnen. Wie aus der Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Landtag hervorgeht, sollen dafür zwei Millionen Euro aus dem MV-Schutzfonds bereitgestellt werden. Die Richtlinie für die Beihilfen sei vom Sozialministerium erarbeitet worden und befinde sich innerhalb der Regierung in der Abstimmung, hieß es. Laut Wirtschaftsministerium existierten vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Mecklenburg-Vorpommern mehr als 100 Kinder- und Jugendübernachtungsstätten, darunter Schullandheime, Waldschulheime, Hostels und Jugendherbergen. Sie zählten jährlich knapp eine Million Übernachtungen. dpa

+++ Hessen: FDP-Fraktion fordert Ende der Corona-Testpflicht für Innengastronomie +++

(08.07.2021) Die Corona-Testpflicht für die Innengastronomie sollte nach Ansicht der FDP-Fraktion im hessischen Landtag unverzüglich aufgehoben werden. Hessen sei umgeben von Bundesländern, in denen sich Menschen frei in Innen- und Außengastronomie aufhalten könnten, sagte die Abgeordnete Wiebke Knell am Donnerstag in Wiesbaden. „Nur in Hessen ist es für Nicht-Geimpfte weiterhin erforderlich, für Übernachtungen und Restaurantbesuche einen aktuellen Negativtest vorzuweisen.“ Betriebe berichteten regelmäßig, dass die Testpflicht viele Gäste abschrecke.

Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) verteidigte die Corona-Regeln. Er sei davon überzeugt, dass sich niemand wegen der Testpflicht von einem Urlaub in Hessen abhalten lasse. Al-Wazir sagte, er habe großes Verständnis für die Sorgen der Gastronomie. Er mahnte jedoch, die Erfolge im Kampf gegen die Pandemie nicht mit vorzeitigen Lockerungen zu gefährden. In der übernächsten Woche werde sich die Landesregierung wieder mit der Frage beschäftigen, wie es mit den Corona-Verordnungen weitergehe. dpa

+++ Lufthansa will bis September nahezu komplettes Netz anbieten +++

(08.07.2021) Die Lufthansa macht Fortschritte auf ihrem Weg aus der Corona-Flaute. Trotz anhaltender Virusinfektionsgefahr und Reisebeschränkungen soll das Streckennetz der Konzernmarken bis September wieder fast auf das volle Ausmaß hoch gefahren werden. „Wir haben entschieden, dass wir bis September nahezu alle Flugziele wieder anbieten“, sagte Netzplaner Heiko Reitz dem Wirtschaftsmagazin Capital in einem Interview. Alle Ziele weltweit sollten demnach wieder angeboten werden, allerdings zunächst nicht in der gleichen Frequenz mit zum Teil mehreren Flügen pro Tag auf einer Strecke.

Reitz plant mit seinem Team die Verbindungen der Fluggesellschaften Lufthansa, Austrian, Swiss, Brussels Airlines und Eurowings. Nach dem Einbruch im vergangenen Jahr wurden für diesen Sommer zahlreiche eher touristische Ziele in das Lufthansa-Programm aufgenommen. Langfristig will der Konzern aber auch wieder die Nachfrage von Geschäftsreisenden bedienen. Generell würden die Flugpläne wegen der sehr kurzfristigen Nachfrage deutlich flexibler gestaltet, erläuterte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag. Vom Vorkrisen-Niveau ist der MDax-Konzern bei den Passagierzahlen aber noch weit entfernt. dpa

+++ Gastronomie: Olaf Scholz für dauerhafte Senkung des Mehrwertsteuersatzes +++

(08.07.2021) Einen Bericht der Bild-Zeitung zufolge, hat sich Olaf Scholz (SPD) dafür ausgesprochen, den reduzierten Mehrwertsteuersatz in der Gastronomie beizubehalten. Laut der Zeitung sagte der SPD-Politiker bei einer Veranstaltung am Nockherberg: „Wir haben die Senkung bewusst verlängert. Ich habe das für mich schon so weggebucht, dass sie bleibt. Ich glaube, das macht Sinn.“

Aktuell gilt der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent bis Ende 2022. Dies hatte der Finanzausschuss des deutschen Bundestages im Februar beschlossen (wir berichteten).

+++ Bayern: Mehr als 1.000 Corona-Verfahren am Verwaltungsgerichtshof +++

(08.07.2021) Weit mehr als 1.000 Verfahren im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie haben den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof seit Beginn der Krise beschäftigt. Corona habe den Richtern „Nachtschichten beschert“, sagte die Präsidentin des Gerichtshofes, Andrea Breit, in München. Allein 1.140 Verfahren befassten sich nach ihren Angaben mit der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. 900 der insgesamt 1.140 Verfahren seien bereits entschieden, sagte Breit. 650 davon seien Normenkontrolleilverfahren gewesen. Dazu kamen dann noch Fragen des Versammlungsrechts, wie sie sich beispielsweise bei „Querdenker“-Demonstrationen gezeigt hätten. Der Verwaltungsgerichtshof entschied beispielsweise über das zeitweise herrschende Beherbergungsverbot für Gäste aus Corona- Risikogebieten innerhalb Deutschlands, die Maskenpflicht an Schulen oder nächtliche Ausgangsbeschränkungen in Infektions-Hotspots. dpa

+++ Sachsen: Land fördert Tourismus-Neustart mit rund 5,2 Millionen Euro +++

(08.07.2021) Für den Neustart des Tourismus in Sachsen nach der Corona-Pandemie stellt das Land 5,2 Millionen Euro zur Verfügung. Der Hauptteil des Geldes fließe mit vier Millionen Euro vor allem in die Vermarktung Sachsens als Reiseland, teilte das Tourismusministerium am Donnerstag in Dresden mit. Gefördert würden damit aber beispielsweise auch der Sächsische Heilbäderverband, die Sächsisch-Oberlausitzer-Eisenbahngesellschaft, die Kinder- und Jugenderholungszentren Sachsen sowie die Marketingkooperation der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen. Für die Weiterentwicklung ihrer Reiseziele erhalten die zehn Tourismusverbände knapp 1,2 Millionen Euro.

Mit den Geldern für die Destinationsentwicklung sollen die Angebote und die touristische Infrastruktur in den Regionen verbessert werden, hieß es. So würden beispielsweise das Erzgebirge und die Oberlausitz unter anderem auf den Ausbau der Mountainbike-Angebote setzen. Auf der Liste für das Vogtland, das Elbland und das Erzgebirge stünden unter anderem die Verbesserung der digitalen Angebote zum Thema Wandern. Die Sächsische Schweiz setze weiterhin auf die Vernetzung der Tourist-Informationen und den Ausbau der Gästekarten. Auch Kultureinrichtungen, wie etwa die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, die Leipziger Oper und das Gewandhaus oder der Leipziger Zoo, kooperieren den Angaben zufolge mit den städtischen Vermarktungsorganisationen. dpa

+++ Niedersachsen: Corona-Hilfen und -Kredite bei 4,5 Milliarden Euro +++

(08.07.2021) Die Corona-Hilfen und -Kredite der landeseigenen Förderbank für die Wirtschaft in Niedersachsen nehmen nach dem Rekord-Jahresvolumen 2020 weiter stark zu. Vom Beginn der ersten Pandemiewelle in Deutschland im März 2020 bis einschließlich zum Mai dieses Jahres betrug die entsprechende Gesamtsumme bereits 4,55 Milliarden Euro. Dies geht aus aktuellen Daten des Instituts hervor. Nach Angaben vom Donnerstag teilt sich der Betrag in gut vier Milliarden Euro an „reinen“ Hilfen im engeren Sinne wie Zuschüsse sowie in etwas mehr als 500 Millionen Euro für ergänzende Darlehensprogramme auf.

Im vergangenen Jahr hatte die gesamte Wirtschaftsförderung im Land schon eine Marke von mehr als drei Milliarden Euro erreicht – in etwa eine Verdreifachung gegenüber 2019. Davon waren knapp 1,9 Milliarden Euro allein auf genehmigte oder ausgezahlte Mittel für angeschlagene Unternehmen und Selbstständige in der Coronakrise entfallen. Damit ist bereits in den ersten fünf Monaten 2021 deutlich mehr Geld dieser Art geflossen als über das ganze erste Corona-Jahr 2020.

Größter Einzelposten bei den Wirtschaftshilfen waren bisher die in Niedersachsen ausgezahlten Tranchen der Überbrückungshilfen I, II und III mit gut 1,1 Milliarden Euro. Die Corona-Soforthilfen des Landes für in Not geratene Betriebe mit Beteiligung des Bundes kamen auf etwa 741 Millionen Euro, die allein von Niedersachsen übernommene Summe dieser Kategorie erreichte bislang 167 Millionen Euro. Die bewilligten – und teils verspätet abgewickelten – Novemberhilfen kamen auf 448 Millionen, die Dezemberhilfen auf 468 Millionen Euro.

Bei den Krediten summierten sich die Darlehen an Firmen zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit auf 420 Millionen Euro. Der sogenannte Schnellkredit des Landes erreichte bis zum Mai ein Fördervolumen von gut 85 Millionen Euro, gemeinnützige Organisationen erhielten auf diese Weise insgesamt rund 13 Millionen Euro.

„Der Bedarf an Corona-Hilfen ist nach wie vor ungebrochen hoch„, so der Vorstandschef der Bank, Michael Kiesewetter, zum Zwischenstand. „Allein in diesem Jahr bewilligte die NBank bisher mehr als 92.000 Anträge über eine Gesamtsumme von 2,65 Milliarden Euro.“

Neben der Auszahlung von Mitteln aus Landestöpfen organisierte das Institut – wie andere öffentliche Förderbanken – einen großen Teil der regionalen Verteilung von Bundesmitteln. Die Antragsverfahren waren dabei angesichts des hohen wirtschaftlichen Drucks von vielen Empfängern oft als zu komplex und zu langwierig kritisiert worden. Jedoch mussten die Banken auch auf hinreichende Kontrollen achten, nachdem es zu vielen Betrugsfällen gekommen war. dpa

+++ Nordrhein-Westfalen: Tourismus- und Gastrobranche mit 2,9 Milliarden Euro gestützt +++

(07.07.2021) Bund und Land haben die nordrhein-westfälischen Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe in der Corona-Pandemie mit rund 2,9 Milliarden Euro an Wirtschaftshilfen und Entschädigungen unterstützt. Dieser „ganz erhebliche Kraftakt“ sei dringend notwendig gewesen, um den Bestand der Unternehmen zu sichern, sagte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Mittwoch bei der Vorstellung einer neuen NRW-Tourismuskampagne. Dank der gesunkenen Infektionszahlen und der Fortschritte der Impfkampagne stünden die Zeichen jetzt „auf Erholung, sowohl für die Menschen als auch für den gesamten Tourismussektor“ mit seien 650.000 Mitarbeitern in NRW, betonte Pinkwart. Angesichts der schwankenden Infektionszahlen in den traditionellen Urlaubsländern rückten Ferienziele in Deutschland stärker ins Blickfeld. Mit der Sommerkampagne „Sicher sehen wir uns wieder“, für die das Land 800.000 Euro zusätzlich zur Verfügung stelle, werde NRW deshalb in anderen Bundesländern für seine Tourismus-Regionen werben.

Auch der Vorsitzende des Vorstands von Tourismus NRW, Achim Schloemer, zeigte sich zuversichtlich. Dank der Hilfe des Staates seien viele der Betriebe noch am Markt. „Das hatten wir so nicht erwartet.“ Noch sei die Lage aber schwierig. „Wir stehen vor einer grünen Ampel, aber wir kommen noch nicht so richtig vorwärts.“ Unter anderem fehlten vielen Betrieben Mitarbeiter. dpa

+++ Airline-Verband IATA fordert schnelleres Ende von Reiserestriktionen +++

(07.07.2021) Die vielen unterschiedlichen Regeln und Vorschriften für Flugpassagiere schrecken aus Sicht der Airlines potenzielle Fluggäste ab. Der Dachverband der Fluggesellschaften (IATA) kritisierte das am Mittwoch in Genf. Zudem seien PCR-Coronatests zum Fliegen vielerorts zu teuer. „Das ist Abzocke“, sagte IATA-Chef Willie Walsh. Er rief Regierungen auf, die Reiseregeln zu lockern. Die Vorkehrungen zeigten, dass von internationalen Passagieren keine größere Gefahr ausgehe. Er führte eine Statistik aus Großbritannien an. Dort seien seit Februar bei ankommenden Passagieren 1,3 Millionen PCR-Tests durchgeführt worden, und lediglich 1,6 Prozent seien positiv gewesen. Es gebe großen Nachholbedarf, sagte Walsh. Das zeigten Erfahrungen dort, wo Reisebeschränkungen gelockert wurden.

Obwohl manche Flughäfen zu Beginn der Sommerferien mit langen Schlangen vor den Schaltern Schlagzeilen gemacht haben, kommt das internationale Fluggeschäft nach wie vor nicht richtig vom Fleck. Zwar stiegen die Buchungen im Mai an, aber die Unsicherheit sei weiterhin erheblich, vor allem wegen der neuen Coronavirus-Variante Delta, berichtete die neue Chefökonomin des Verbandes, Ezgi Gulbas. „Die Erholung läuft sehr schleppend“, sagte sie. Nach den neuesten Zahlen lagen die internationalen Passagierkilometer noch rund 85 Prozent unter dem Niveau 2019, vor der Coronakrise. Im April waren es noch gut 87. Prozent. Die Zahlen für Juni lagen noch nicht vor. Bei inländischen Flügen war die Lage im Mai besser: „nur“ rund minus 24 Prozent. In Russland und China werde bereits mehr geflogen als vor der Krise, so der Verband. dpa

+++ Rheinland-Pfalz: Plus bei Buchungen stimmt Tourismusbranche zuversichtlich +++

(07.07.2021) Unterstützt von anziehenden Buchungszahlen und weitgehenden Lockerungen der Pandemie-Beschränkungen geht die rheinland-pfälzische Tourismusbranche optimistisch in das Sommergeschäft. „So groß die Herausforderungen an den Tourismus in der Vergangenheit waren, so groß sind auch die Chancen„, sagte Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt (FDP) am Mittwoch in Mainz. „Erste Auswertungen und Zahlen stimmen uns zuversichtlich.“ So stehe im ersten Halbjahr 2021 bei den Buchungen insgesamt ein Plus von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die Tourismusbetriebe seien in der heißen Phase des Sommergeschäfts, sagte Stefan Zindler, Geschäftsführer der Marketinggesellschaft Rheinland-Pfalz Tourismus. Eine neue Werbekampagne unter dem Motto „Zeit für…“ soll das Interesse von Urlaubern an Rheinland-Pfalz verstärken. „Wir legen noch eine ordentliche Schippe drauf und können auf vielen Kanälen werben“, sagte er. So sollen Radiospots in den wichtigen Quellmärkten Nordrhein-Westfalen, Hessen, Saarland und auch in Rheinland-Pfalz selbst geschaltet werden. Dazu kommen Werbevideos in Bahnhöfen, Anzeigen in Printmedien und verstärktes Online-Marketing. Schmitt erklärte, die Landesregierung habe insgesamt 50 Millionen Euro für Marketingvorhaben sowie Investitionen in die touristische Infrastruktur und Betriebe bereitgestellt.

Getrübt wird die positive Grundstimmung in der Branche durch den vielerorts beobachteten Personalmangel in Hotellerie und Gastronomie und die coronabedingten Absage von Großveranstaltungen und Festen wie „Rhein in Flammen“ oder zuletzt dem Dürkheimer Wurstmarkt, die traditionell viel Tagestouristen und Kurzurlauber anlocken. dpa

+++ Baden-Württemberg: Ausbildungsinitiative geplant +++

(07.07.2021) Gastronomie und Hotellerie fehlen Arbeitskräfte. Beinahe jeder vierte Beschäftigte habe während der coronabedingten Schließung in Stuttgart die Branche verlassen, wie die Kreisgeschäftsstelle des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes am Mittwoch mitteilte. Es seien 3.200 der insgesamt 13.500 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze der Pandemie zum Opfer gefallen. Viele, oft langjährige Mitarbeiter aus der Gastronomie und der Hotellerie seien im Lockdown in andere Branchen abgewandert. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken soll noch vor den Sommerferien eine Ausbildungsinitiative gestartet werden, um junge Leute zu gewinnen. Obwohl die Branche mit am schwersten gebeutelt worden sei, wollten die Betriebe nicht an der Ausbildung von qualifiziertem Personal sparen. dpa

+++ Verdi für Mindestpreis bei Flugtickets – Branchenverband offen +++

(07.07.2021) Die Gewerkschaft Verdi hat sich bei Fugtickets für einen Mindestpreis von 40 Euro ausgesprochen. Fliegen müsse nachhaltiger werden, sagte Bundesvorständin Christine Behle der Deutschen Presse-Agentur. „Für 9,99 Euro am Wochenende nach Barcelona zu fliegen, um dort Party zu machen, das muss ein Ende haben. Das ist ein wahnsinniger Tourismus zu Lasten des Klimas.“ Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) pflichtete dieser Analyse grundsätzlich bei: „Billigpreise von zum Beispiel 9,99 Euro sind sicherlich wirtschaftlich und ökologisch nicht sinnvoll.“

Behle sprach sich für einen Mindestpreis für Ticketpreise von 40 Euro aus. Sie verwies auf entsprechende Pläne in Österreich und auf die Ertragslage der Fluggesellschaften. „Wir erwarten nach der Corona-Pandemie, dass der Wettbewerb noch ruinöser wird.“ Der BDL forderte von der Bundesregierung, sich für eine EU-weite Regulierung der Flugtickets einzusetzen, „indem diese nicht zu einem Preis unterhalb der anwendbaren Steuern, Zuschläge, Entgelte und Gebühren verkauft werden dürfen.“ Die Koalition habe eine Regulierung bereits im Klimaschutzpaket 2019 beschlossen, jedoch nicht umgesetzt.

Die Verdi-Bundesvorständin sagte außerdem, die Zahl von Kurzstreckenflügen solle da, wo möglich, für mehr Nachhaltigkeit verringert werden. Oft aber seien Flughäfen noch nicht gut ans Bahnnetz angebunden. dpa

+++ Umfrage: Sicherheit ist für Urlauber wichtiger als Umweltqualität +++

(07.07.2021) Bei der Auswahl ihrer Reiseziele achten die Deutschen einer neuen Umfrage zufolge ganz besonders auf die Sicherheit. Umweltaspekte verlieren dagegen an Bedeutung, wie aus den Ergebnissen der repräsentativen Studie im Auftrag der Hamburger BAT-Stiftung für Zukunftsfragen hervorgeht. Auf die Frage des Instituts GfK, was das künftige Urlaubsverhalten am besten beschreibe, sagten 89 Prozent: „Sicheren Regionen gehört die Zukunft.“ In einer ähnlichen Befragung im Jahr 2007 hatten nur 69 Prozent diese Aussage bejaht. „Pandemien, Terroranschläge und Naturkatastrophen haben ihre Spuren hinterlassen“, erklärte der wissenschaftliche Leiter der BAT-Stiftung, Prof. Ulrich Reinhardt.

An Zustimmung verlor die Aussage „Intakte Natur, hohe Umweltqualität sind wichtig“. 57 Prozent der Befragten bejahten diesen Punkt. Im Jahr 2007 hatten noch 64 Prozent dieser Aussage zugestimmt. Trotz zunehmenden Umweltbewusstseins im Alltag lasse sich ein solches Verhalten beim Urlaub bisher nicht nachweisen, sagte Reinhardt. „Zu attraktiv bleiben Flugreiseziele, zu groß die Sehnsucht nach Sonne, Strand und Meer und zu interessant fremde Länder und Kulturen, als dass die Mehrheit der Reisenden hierauf verzichten möchte.“ dpa

+++ Baden-Württemberg: Millionenhilfe für Kur- und Heilbäder im Land +++

(07.07.2021) Die baden-württembergischen Kommunen, die Träger von Kur- und Heilbädern sind, bekommen vom Land eine Finanzspritze von 30 Millionen Euro, um die Folgen der Corona-Pandemie abzumildern. Dies teilte die Heilbäder und Kurorte Marketing GmbH am Mittwoch in Stuttgart mit. Allein im vergangenen Jahr hätten die 56 Einrichtungen und Kurorte im Südwesten einen Umsatzausfall von etwa 1,2 Milliarden Euro zu verkraften gehabt. Besonders hart betroffen seien die Thermal- und Mineralbäder gewesen, weil sie zu den ersten öffentlichen Einrichtungen und Gesundheitsbereichen zählten, die schließen mussten. Im November 2020 wurden bereits 15 Millionen Euro für die Thermal- und Mineralbäder als erste finanzielle Unterstützung ausgezahlt. dpa

+++ Flugverkehr über Deutschland nimmt im vierten Monat in Folge zu +++

(07.07.2021) Über Deutschland sind nach Aufhebung von Reisebeschränkungen wieder zunehmend mehr Flugzeuge unterwegs. Im Juni nahm der Flugverkehr nach Beobachtung der Deutschen Flugsicherung (DFS) im vierten Monat in Folge zu. Dennoch erreiche das Verkehrsaufkommen im ersten Halbjahr 2021 nur ein Drittel des Niveaus von 2019.

Wie die DFS am Mittwoch mitteilte, wurden im Juni 129.073 Starts, Landungen und Überflüge im deutschen Luftraum gezählt. Das seien fast 30.000 mehr als im Mai des laufenden Jahres gewesen, aber 57,6 Prozent weniger als im Juni 2019 – also vor der Corona-Pandemie. In den ersten sechs Monaten des Jahres zählte die DFS 531.217 Flugbewegungen im deutschen Luftraum und damit zwei Drittel (67 Prozent) weniger als im ersten Halbjahr 2019.

Dennoch sieht die Flugsicherung einen stabilen Aufwärtstrend: „Die Talfahrt ist vorbei. Nach vielen Monaten Ausnahmesituation bewegen wir uns langsam wieder in Richtung Normalität“, bilanzierte DFS-Chef Arndt Schoenemann. Bis zum Ende dieses Jahres rechnet die DFS mit einem Anstieg auf 75 Prozent des ursprünglichen Verkehrs. Das Vorkrisenniveau dürfte der Flugverkehr aktuellen Prognosen zufolge erst im Jahr 2025 wieder erreichen. dpa

+++ WMF Professional Coffee Machines setzt Förderaktion fort +++

(07.07.2021) Nach dem Förderprogramm „WMF Dornröschen Wochen“ unterstützt der Premium-Kaffeemaschinenhersteller WMF Professional Coffee Machines die HoReCa-Branche ab sofort mit einer weiteren Leasing-Aktion, die bis zum 31. Dezember 2021 läuft. Über ein Einführungsangebot zur „WMF 1300 S“ können Kunden den Kaffeevollautomaten nach Unternehmensangaben ab einer monatlichen Rate von 74 Euro leasen. Darüber hinaus haben WMF-Kunden mit der zusätzlich laufenden Kampagne „Vorgezogene Neuwahlen“ laut Hersteller die Möglichkeit, weitere Kaffeemaschinenmodelle zu attraktiven Konditionen zu beziehen. „Der aktuelle Restart der gastronomischen Angebote wird bei vielen Unternehmen noch immer durch mangelnde Liquidität belastet. Hier wollen wir mit maßgeschneiderten Leasing-Angeboten weiter gezielt unterstützen“, so Axel Fähnle, Head of Trade Marketing der WMF GmbH.

+++ Bayern: Jetzt für Hoga Start-up Wettbewerb anmelden +++

(07.07.2021) Der diesjährige Hoga Start-up Wettbewerb findet unter dem Motto „Neue Wege gehen, Gastronomie neu denken“ statt. Gesucht werden innovative Ideen, die das bayerische Gastgewerbe bereichern. Start-ups, kreative Köpfe, Gastronomen, Hoteliers, Brauer, Caterer, Food-Trucker ecetera mit Lösungen für die moderne Gastronomie und Hotellerie, Neuheiten und Trends, Lösungen und Konzepten oder Produkten sind aufgerufen, sich zu bewerben. Eine Fachjury mit erfahrenen Gastronomen und Experten für Start-ups sowie einem Vertreter des Dehoga Bayern wird die beste Idee küren. Die Gewinner werden am 7. Oktober 2021 auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Der erste Platz erhält ein Marketingbudget. Zudem erhalten die ersten drei Plätze je einen Messestand auf der Hoga 2021 vom 17. bis 19. Oktober in Nürnberg. Bewerbungen können von Juli bis Ende August eingereicht werden. Bei Fragen können Sie sich an presse@hoga-messe.de wenden.

+++ Studie: Restaurants nach Lockdown beliebter denn je +++

(07.07.2021) The Fork, eine Tripadvisor Tochter und nach eigenen Angaben führende Onlineplattform für Restaurantreservierungen, zeigt einen positiven Trend für Restaurants nach dem Lockdown. So seien die Reservierungen um 77 Prozent innerhalb der ersten zwei Wochen nach der Wiedereröffnung gestiegen – verglichen mit den durchschnittlichen Reservierungen im Sommer 2020. Der Wunsch wieder Essen zu gehen und die hohe Nachfrage nach Tischen hat sich laut The Fork auch auf die Reservierungsgewohnheiten der Deutschen ausgewirkt. Während vor dem letzten Lockdown in 2020 noch circa 28,3 Stunden zwischen Reservierung und Essen lagen, sei diese Zahl 2021 auf 31,6 Stunden gestiegen. Das Wochenende sei nach wie vor die bevorzugte Zeit, um Essen zu gehen, genauer gesagt der Samstag, auf den allein 25 Prozent der wöchentlichen Reservierungen entfallen. Aber auch freitägliche Dinner-Verabredungen scheinen auf dem Vormarsch zu sein: Während 19 Prozent der über The Fork reservierten Abendessen 2020 am Freitag stattfanden, sei  dieser Anteil nun auf 23 Prozent gestiegen.

+++ Rheinland-Pfalz: Tourismusbranche „mit blauem Auge“ durch Krise +++

(07.07.2021) Die Tourismusbranche in Rheinland-Pfalz ist nach Einschätzung von Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt „mit einem blauen Auge“ durch die Coronakrise gekommen. Gastronomie, Übernachtungsbetriebe, Pensionen, Hotels und Campingplätze seien von den Einschränkungen „extrem hart getroffen“ gewesen, sagte die FDP-Politikerin am Dienstag im Sender SWR2. „Deswegen freuen wir uns, dass mit den Lockerungen, die jetzt möglich sind, auch wieder Gäste beherbergt und bewirtschaftet werden können.“

In der Krise hätten Bund und Land mit umfangreichen Hilfen gegengesteuert. So seien 50 Millionen Euro im Nachtragshaushalt von Rheinland-Pfalz zur Verfügung gestellt worden. „Wir haben damit das Schlimmste abgefedert“, sagte Schmitt. Einige Betriebe hätten den Lockdown auch genutzt und zukunftsweisend investiert. „Das haben wir mit Förderprogrammen sehr stark unterstützt.“ Jetzt gelte es aber, die Weichen so zu stellen, „dass alles auch wieder möglich ist und wir wieder Umsatz ermöglichen“. dpa

+++ Hotels und Gaststätten fehlt das Personal +++

(07.07.2021) Zur Sommersaison fehlt vielerorts in Hotels und Gaststätten das Personal. Nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) haben tausende Mitarbeiter ihrer Branche in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen den Rücken gekehrt. „Die Coronakrise hat das Problem noch verstärkt“, sagte Regionalgeschäftsführer Jens Löbel. So hätten im vergangenen Jahr allein in Sachsen rund 9.000 Hotel- und Gastro-Mitarbeiter die Branche verlassen – ein Minus von zwölf Prozent. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf Zahlen der Arbeitsagentur und hat die Zahl der Beschäftigten zum Jahreswechsel 2020/21 und mit dem Vorjahreszeitpunkt verglichen – vor Ausbruch der Corona-Pandemie.

Demnach haben in Sachsen-Anhalt im vergangenen Jahr rund 4.300 Köche, Servicekräfte und Restaurantmitarbeiter den Job gewechselt, das entspricht einem Verlust von 13 Prozent. In Thüringen beschäftigte das Hotel- und Gaststättengewerbe zum Jahreswechsel rund 27.800 Mitarbeiter – 14 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor. Bundesweit hat jeder sechste Beschäftigte das Gastgewerbe verlassen. Durch Kurzarbeit und unklare Perspektive hätten sich viele umorientiert, so Löbel. Probleme wie ungeregelte Arbeitszeiten und geringe Löhne habe es aber schon vor Corona gegeben.

Mit einem besonderen Projekt versucht etwa der Branchenverband Dehoga in Sachsen umzusteuern. Rund 30 Schüler sind mit einem Schaufelraddampfer auf der Elbe bei Bad Schandau (Sächsische Schweiz) unterwegs und machen Station an verschiedenen Hotels, um in verschiedene Berufe zu schnuppern. Bis zum Mittwoch stehen etwa Bettenmachen im Hotelzimmer, Drei-Gänge-Menüs zum Selbstkochen und das Mixen von Cocktails auf dem Programm. „Wir wollen junge Menschen für die Branche begeistern. Deswegen nehmen wir sie mit auf Reisen, damit sie sehen, wie es sich anfühlt, Gastwirt zu sein“, sagte Thomas Pfenniger, Dehoga-Regionalleiter für den Bereich Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Das Werben um Nachwuchs sei nach der Coronakrise wichtiger denn je. dpa

+++ Hessen: Hunderte Corona-Klagen an den Verwaltungsgerichten +++

(07.07.2021) Bei den hessischen Verwaltungsgerichten sind in den vergangenen Monaten mehrere hundert Corona-Klagen eingegangen. Zwischen März 2020 und März 2021 seien insgesamt 721 erstinstanzliche Verfahren mit Bezug zur Pandemie angestrengt worden, teilte das Justizministerium in Wiesbaden auf eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion mit. Die Zahlen seien aber ohne Anspruch auf Vollständigkeit, da der Aspekt Corona in der Statistik nicht gesondert erfasst werde, betonte das Ministerium. Die Kläger zogen zu zahlreichen Aspekten der Pandemie vor Gericht. Die Verfahren betrafen unter anderem die Corona-Soforthilfen, Betriebsschließungen und das Verbot von Demos oder deren Auflagen.

Geklagt hatten Privatpersonen ebenso wie Unternehmer und Firmen oder Personalvertretungen – doch sie scheiterten meist: „Die Erfolgsquoten bewegten sich in den Fällen, in denen die Gerichte in der Sache entschieden haben, zwischen zwei Prozent und zehn Prozent zugunsten der Kläger beziehungsweise Antragsteller“, berichtete das Justizministerium. dpa

+++ Seit heute gelten gelockerte Reisebeschränkungen für fünf Länder +++

(07.07.2021) Die wegen der Verbreitung besonders ansteckender Corona-Varianten verhängten Einreisebeschränkungen für Portugal, Großbritannien und Nordirland, Russland, Indien und Nepal werden ab Mittwoch gelockert. Die fünf Länder werden vom Virusvariantengebiet zum Hochinzidenzgebiet zurückgestuft. Damit ist die Einreise nach Deutschland für alle Personengruppen wieder möglich. Für vollständig Geimpfte und Genesene entfällt die Quarantänepflicht ganz, für alle anderen wird sie verkürzt. Hintergrund ist, dass die Delta-Variante des Coronavirus auch in Deutschland schon weit verbreitet ist. Der eigentliche Zweck der drastischen Reisebeschränkungen – die Ausbreitung der Delta-Variante zu bremsen – hat sich damit weitgehend erledigt. Die Infektionszahlen in den fünf herabgestuften Ländern sind aber weiterhin hoch.

Mit der Herabstufung der fünf Länder sinkt die Zahl der Virusvariantengebiete weltweit am Mittwoch wieder von 16 auf elf. Die verbliebenen Länder sind Brasilien und Uruguay in Lateinamerika, sowie neun Länder in Afrika: Südafrika, Botsuana, Eswatini, Lesotho, Malawi, Mosambik, Namibia, Sambia und Simbabwe. dpa

+++ Tui will Neubuchungen für die Algarve wieder aufnehmen +++

(06.07.2021) Mit der Lockerung von Reisebeschränkungen für Portugal will der weltgrößte Tourismuskonzern Tui wieder mehr Urlauber in das Land bringen. Reisen an die Algarve würden für Neubuchungen gegen Ende der Woche wieder aufgenommen, kündigte Tui-Deutschland-Chef Marek Andryszak am Dienstag an. „Auch die Vorbereitungen für Madeira laufen auf Hochtouren.“

Portugal sei bei Deutschen ein beliebtes Reiseziel und die Neubewertung werde für eine entsprechende Entspannung sorgen, sagte Andryszak der Deutschen Presse-Agentur. „Generell warten Urlauber die aktuellen Entwicklungen ab und buchen verstärkt kurzfristig. Das erwarten wir jetzt auch für Portugal.“ Hotels eigener Marken seien für Urlauber buchbar und Flüge würden in Kürze an den Start gehen. dpa

+++ Saarland will Gastgewerbe stärken +++

(06.07.2021) Das Saarland will das Gastgewerbe für die Zeit nach dem Ende der Corona-Pandemie stärken. Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) kündigte am Dienstag an, dass ein Sonderkonjunkturprogramm mit insgesamt 4,2 Millionen Euro Hilfen von Land und Europäischer Union fortgesetzt werde. Die bislang bereitgestellten drei Millionen Landesmittel seien komplett für Modernisierungs- und Erweiterungsprojekte verplant. Insgesamt seien 52 Betriebe gefördert worden. Das Investitionsvolumen betrug sechs Millionen, wovon auch das Handwerk profitiert habe.

Zunächst sei man nicht sicher gewesen, ob die Hilfen angenommen würden und ob man Betriebe in Krisenzeiten motivieren könne, zu investieren, sagte die Ministerin. Es habe sich aber gezeigt, dass man zusammen mit der Branche „einen guten Riecher“ gehabt habe. Nach dem totalen Stillstand erlebe man gerade einen „Restart der Genuss- und Tourismusregion Saarland“. Bei der Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe gebe es eine Menge aufzuholen.

Rehlinger zeigte sich überzeugt, dass der Tourismus in Deutschland künftig eine größere Rolle spielen wird. Dass das Saarland und die Betriebe ohne Zutun einen Anteil davon bekommen werde, wäre jedoch eine „fatale Fehleinschätzung“. Die 50-prozentige Förderung soll dem Gastgewerbe nun helfen, sich zu behaupten. „Es geht darum, dass wir unsere Betriebe gut aufgestellt wissen wollen, wenn es jetzt noch mal in diese echte Konkurrenzsituation mit anderen touristischen Regionen geht.“ dpa

+++ Deutsche Urlauber erstmals wieder mit Fähre unterwegs nach Oslo +++

(06.07.2021) Nach pandemiebedingter Zwangspause sind deutsche Touristen von Kiel aus erstmals seit Monaten wieder mit einer Norwegen-Fähre in Richtung Oslo aufgebrochen. „Wir sind mit 1.250 Gästen ausgebucht„, sagte der Geschäftsführer von Color Line Deutschland, Dirk Hundertmark, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. „Gut ein Drittel sind deutsche Gäste.“ Sie sind überwiegend mit dem Auto an Bord der „Color Magic“ gefahren.

Die Einreise nach Norwegen ist für Deutsche wieder möglich. Die beiden Schiffe „Color Magic“ und „Color Fantasy“ verkehren seit Dienstag wieder im täglichen Wechsel zwischen Kiel und Oslo. Eine Mitfahrt ist mit und auch ohne Auto möglich. Wegen der Corona-Hygienevorkehrungen werden die Schiffe derzeit aber nur zur Hälfte belegt. dpa

+++ Reisebranche: Viele Urlauber halten trotz Delta-Sorgen an Plänen fest +++

(06.07.2021) Deutsche Reiseanbieter spüren nach eigenen Angaben bislang keine Folgen der Delta-Variante im Buchungsverhalten von Kunden. Veranstalter beobachten derzeit keine Stornierungen im großen Stil aus Sorge vor Corona-Ansteckungen im Urlaub, wie mehrere Unternehmen auf Anfrage berichteten. „Speziell für kurzfristigere Reisen noch in den Sommerferien 2021 verzeichnen wir weiterhin eine sehr hohe Nachfrage“, sagte Ralph Schiller, Chef des Reisekonzerns FTI. Selbst bei medial stark im Fokus stehenden Regionen wie Mallorca reagierten Gäste besonnen, „so dass wir für die Insel derzeit kein erhöhtes Stornierungsaufkommen vermelden“.

Anbieter DER Touristik stellt derzeit ebenfalls „keine vermehrten Stornierungen“ fest. Die Kurzfristbuchungen zeigten, dass viele Kunden jetzt ihren ausgefallenen Sommerurlaub aus 2020 nachholen möchten, sagte DER-Touristik-Chef Ingo Burmester. „Wir sehen aber an den Anfragen in unserem Servicecenter auch, dass die Diskussion in den Medien für Verunsicherung bei den Verbrauchern sorgt.“

Andreas Rüttgers, Leiter Touristik beim Veranstalter Schauinsland-Reisen, kann bis auf die jüngsten Portugal-Stornierungen bisher keinen negativen Effekt der Delta-Variante beobachten. „Da Portugal ab dem 7.7.2021 nicht mehr als Virusvariantengebiet eingestuft wird, könnte sich hier die angespannte Situation ebenfalls wieder ändern“, sagte er am Dienstag. Aktuell würden alle Buchungen sehr kurzfristig oder bereits für den kommenden Winter getätigt.

Der Deutsche Reiseverband (DRV) erklärte, es sei noch zu früh, um die Auswirkungen der Delta-Variante auf das Buchungsverhalten von Kunden zu quantifizieren. Generell sei die Lust der Menschen zu verreisen ungebrochen. Im besonders von der Delta-Variante betroffenen Portugal hätten Veranstalter aber nicht nur Reisen abgesagt, sondern nähmen vorerst keine neuen Buchungen an.

Der weltgrößte Reiseanbieter Tui wollte sich zu den Folgen der Delta-Sorgen auf das Buchungsverhalten nicht äußern. Der Veranstalter Alltours teilte mit, für eine Aussage sei es noch zu früh. dpa

+++ London bürgt für Coronahilfskredite über 80 Milliarden Pfund +++

(06.07.2021) Die britische Regierung hat in der Coronavirus-Pandemie für Hilfskredite an Unternehmen in Höhe von etwa 80 Milliarden Pfund (93,4 Milliarden Euro) gebürgt. Das geht aus einer Mitteilung des britischen Finanzministeriums vom Dienstag hervor. Insgesamt verteile sich die Summe aus verschiedenen Programmen auf rund 1,7 Millionen Einzelkredite, hieß es.

Profitiert haben davon nach Angaben der Regierung Unternehmen jeglicher Größe, von großen exportorientierten Industriekonzernen bis hin zu kleinen Firmen. Hinzu komme die Unterstützung durch das der deutschen Kurzarbeit nachempfundene „Job Retention Scheme“, die Stundung von Unternehmenssteuern, eine Reduzierung der Umsatzsteuer und ein Stopp von Zwangsräumungen kommerziell genutzter Räume.

In Deutschland wurde in der Corona-Pandemie ein Sonderkreditprogramm über die staatliche Förderbank KfW beschlossen, bei dem letztlich der Bund bis zu 100 Prozent der Ausfallrisiken übernahm. Im Jahr 2020 sagte die Förderbank Unternehmen und Selbstständigen Corona-Hilfskredite von rund 45 Milliarden Euro zu. Außerdem unterstützte die Bundesregierung belastete Firmen etwa mit milliardenschweren direkten Zuschüssen. dpa

+++ MV: Regierung startet Impf-Appell – Schutz für sich und die Gemeinschaft +++

(06.07.2021) Wegen der Ausbreitung neuer Virusvarianten stemmt sich Mecklenburg-Vorpommerns Landesregierung gegen eine drohende Impfmüdigkeit. Das Kabinett verabschiedete in seiner Sitzung am Dienstag einen Impf-Aufruf an die Bevölkerung, der von zahlreichen Verbänden und Institutionen mitgetragen wird. Darin warnt die Regierung davor, sich in falscher Sicherheit zu wiegen. dpa

+++ Rheinland-Pfalz: Situation im Tourismus bleibt angespannt +++

(06.07.2021) Die Corona-Pandemie und die staatlich verhängten Einschränkungen zu ihrer Bekämpfung haben den rheinland-pfälzischen Tourismusbetrieben auch im Mai das Geschäft vermiest. Gegenüber dem Vorjahresmonat und vor allem auch gegenüber dem Mai 2019 gab es deutliche Rückgänge bei der Zahl der Übernachtungen und der Gäste, wie das Statistische Landesamt am Dienstag mitteilte.

So verweilten nach ersten vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes im Mai nur rund 204.000 Gäste in Rheinland-Pfalz. Das waren 19 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der Übernachtungen sank gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,5 Prozent auf 661.000. Noch deutlicher fallen die Abweichungen gegenüber den Mai-Werten von 2019 aus, dem Jahr vor der Corona-Pandemie: Die Gästezahlen lagen um 78 Prozent unter diesen Ergebnissen; das Minus bei den Übernachtungen betrug 70 Prozent. dpa

+++ Hamburg Airport: Knapp 1,1 Millionen Reisende im ersten Halbjahr +++

(06.07.2021) Der Hamburger Flughafen hat im ersten Halbjahr knapp 1,1 Millionen Reisende verzeichnet. Das entspricht etwa einem Achtel der Passagierzahlen in der ersten Hälfte des Vor-Corona-Jahres 2019, als 8,24 Millionen Fluggäste gezählt wurden. „In den ersten Monaten erholte sich das Verkehrsaufkommen am Hamburg Airport nur langsam“, berichtete der fünftgrößte deutsche Airport am Dienstag. Seit Frühsommer steigen indes die Passagierzahlen spürbar an. „Die positive Trendwende kam mit dem Start der norddeutschen Sommerferien: Im Juni reisten rund 394.000 Passagiere über den Hamburger Flughafen.“ dpa

+++ Ifo: Kurzarbeit im Gastgewerbe stark zurückgegangen +++

(06.07.2021) Nach der Lockerung der Corona-Beschränkungen ist auch die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland stark zurückgegangen. Im Juni waren nach einer neuen Schätzung des Münchner Ifo-Instituts noch 1,5 Millionen Menschen in Kurzarbeit. Das war über ein Drittel weniger als im Mai mit 2,3 Millionen. Geschätzt waren damit noch 4,5 Prozent der Arbeitnehmer in Kurzarbeit, im Vormonat waren es noch 6,8 Prozent, wie das Ifo-Institut am Dienstag mitteilte.

„Vor allem in den Branchen mit Lockerungen der Corona-Maßnahmen gingen die Zahlen stark zurück“, sagte Ifo-Experte Stefan Sauer laut Mitteilung. Im Gastgewerbe sank die Zahl der Kurzarbeiter demnach um fast 200.000, im Einzelhandel um über 100.000. dpa

+++ Südwest-Kommunen investieren dank Coronahilfen 20 Prozent mehr +++

(06.07.2021) Städte und Gemeinden im Südwesten sind dank des historischen Hilfspakets von Bund und Land relativ unbeschadet durch das Corona-Jahr 2020 gekommen. Nach Daten des Kommunalen Finanzreports der Bertelsmann-Stiftung konnten die Kommunen dank der finanziellen Stabilisierung sogar ein Fünftel mehr investieren als im Jahr 2019. Dass sie vergleichsweise gut durch die Krise kamen, dürfte demnach auch daran gelegen haben, dass sie vorher Rücklagen in Höhe von zwölf Milliarden Euro angehäuft hatten. Jedenfalls habe es bei den Kassenkrediten, quasi der Dispokredit der Kommunen, keinen Anstieg gegeben, heißt es in dem Report, der am Dienstag in Gütersloh veröffentlicht wurde.

Im vergangenen Corona-Jahr hatten Bund und Land die Kommunen im Südwesten mit 4,28 Milliarden Euro gestützt. Laut dem Finanzreport war die bedeutsamste Maßnahme die Erstattung der Ausfälle der Gewerbesteuer für das Jahr 2020. Auf die Südwest-Kommunen entfielen dabei fast 1,9 Milliarden Euro, was nach Hessen und Bayern der höchste Betrag gewesen sei.

Der Ausblick des Reports ist nicht ganz so rosig. Da die Ausgaben weiter steigen und die Steuern den Vor-Krisen-Trend erst mittelfristig wieder erreichten, werden demnach einige Südwest-Kommunen in finanzielle Engpässe geraten. Das größere Problem für die Städte und Gemeinden im Land sei jedoch die globale Wettbewerbsfähigkeit der Industrie. Da habe sich die Konjunktur schon vor Corona spürbar abgekühlt. dpa

+++ Coronahilfen verschaffen Sachsens Kommunen Luft +++

(06.07.2021) Die Coronakrise hat die sächsischen Kommunen hart getroffen, aber staatliche Hilfen haben die Lage zunächst abgefedert. Wie aus dem kommunalen Finanzreport der Bertelsmann Stiftung hervorgeht, fiel der Einbruch bei Steuern und Gebühren im vergangenen Jahr mit mehr als 600 Millionen Euro höher aus als im Bundesdurchschnitt. Der erwirtschaftete Überschuss sank um rund zwei Drittel auf rund 130 Millionen Euro. Am Ende stand dennoch ein Plus bei den Kommunalfinanzen – allerdings nur bedingt durch ein umfangreiches Hilfspaket von Bund und Ländern. Dadurch hätten Haushaltskrisen vorerst abgewendet werden können, hieß es in dem am Dienstag veröffentlichten Report. Für die Kommunen ist es das achte Jahr in Folge mit einem Plus.

Auch Sachsen-Anhalt hat im vergangenen Jahr trotz der Corona-Pandemie Überschüsse erzielt. Die Kommunen im Land hätten im Jahr 2020 rund 150 Millionen Euro mehr eingenommen als ausgegeben, heißt es in den Bericht.

+++ Reisebeschränkungen für Portugal und Großbritannien werden gelockert +++

(06.07.2021) Deutschland lockert die wegen der Verbreitung besonders ansteckender Corona-Varianten verhängten Einreisebeschränkungen für Portugal, Großbritannien und Nordirland, Russland, Indien und Nepal. Am Mittwoch werden die fünf Länder vom Virusvariantengebiet zum Hochinzidenzgebiet zurückgestuft, wie das Robert Koch-Institut am Montagabend mitteilte. Damit ist die Einreise nach Deutschland für alle Personengruppen wieder möglich. Für vollständig Geimpfte und Genesene entfällt die Quarantänepflicht ganz, für alle anderen wird sie verkürzt. dpa

+++ Coronahilfen verschaffen Schleswig-Holsteins Kommunen Überschuss +++

(06.07.2021) Trotz der Belastungen durch die Coronakrise haben Schleswig-Holsteins Kommunen wegen der beispiellosen Hilfen von Bund und Ländern das vergangene Jahr mit einem Überschuss abgeschlossen. Dies geht aus dem am Dienstag veröffentlichten Finanzreport der Bertelsmann Stiftung hervor. Demnach wuchsen Investitionen, während die Hartz-IV-Ausgaben stabil blieben und die Kassenkredite weiter verringert wurden. dpa

+++ Corona beschert Bayerns Kommunen mehr Hilfen als Verluste +++

(06.07.2021) Dank der gigantischen Finanzhilfen von Bund und Freistaat hatten Bayerns Kommunen im Corona-Jahr 2020 laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung mehr Geld zur Verfügung als 2019. „Die bayerischen Gemeinden haben rund 1,5 Milliarden Euro mehr an Erstattung für die Gewerbesteuer erhalten, als sie letztlich verloren“, sagte René Geißler, Professor für öffentliche Wirtschaft der Technischen Hochschule Wildau (Brandenburg) und Mitautor des Kommunalen Finanzreports der Bertelsmann Stiftung, der an diesem Dienstag veröffentlicht wird. dpa

+++ Ungarn öffnet für europäische Besucher +++

(05.07.2021) Nachdem Ungarn bereits mehr als 5,5 Millionen Einwohner geimpft hat, tritt nun eine weitere Stufe der Wiedereröffnung in Kraft: Die Maskenpflicht wird an allen Orten im Innen- und Außenbereich – mit Ausnahme von Gesundheits- und Sozialeinrichtungen – aufgehoben und Hotels, Strände, Restaurants und Bäder sind auch ohne einen Immunitätsnachweis wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Dies gilt sowohl für alle ungarischen Staatsbürger als auch für internationale Besucher. Die internen Grenzkontrollen an seinen Schengen-Grenzen hat Ungarn seit dem 23. Juni 2021 aufgehoben. Des weiteren bietet es, so wie alle anderen EU-Länder, freie Einreise für Inhaber des Immunitätszertifikates der Europäischen Union (bekannt als „EU Digital Green Certificate“ oder „EU Green Pass“), das seit dem 1. Juli 2021 für Reisen innerhalb der EU verfügbar ist.

+++ Bildungsministerium in MV: Grünes Licht für Schulfahrten +++

(05.07.2021) Das Bildungsministerium hat auf die Forderung des Jugendherbergswerks (DJH) nach grünem Licht für Schulfahrten reagiert. Schulfahrten sind laut einer Regelung von Ende Mai ab dem kommenden Schuljahr wieder möglich, sagte ein Ministeriumssprecher. Der Vorstand des DJH-Landesverbands MV, Kai-Michael Stybel, hatte am Wochenende gesagt, dass alle Beteiligten in Schulen und Herbergen Klarheit für eine langfristige verbindliche Planung brauchten, die es aber im Gegensatz zu anderen Bundesländern nicht gebe.

Der Ministeriumssprecher verwies am Montag auf einen Brief vom 31. Mai an alle Schulleiter in Mecklenburg-Vorpommern. Darin heißt es: „Nach dem aktuellen Stand können ab dem Schuljahr 2021/2022 auch mehrtägige Schulfahrten mit Übernachtungen wieder durchgeführt werden.“ Dieses Schreiben habe den Charakter eines Erlasses. dpa

+++ ADAC rechnet mit Staus am zweiten Juli-Wochenende +++

(05.07.2021) Der ADAC rechnet am zweiten Juli-Wochenende mit Staus auf Autobahnen und Fernstraßen in ganz Deutschland. Der Grund sei, dass im Norden der Niederlande sowie in Frankreich die Sommerferien losgingen, teilte der Automobilclub am Montag in München mit. Außerdem starte Nordrhein-Westfalen am kommenden Wochenende in die zweite Ferienwoche. Somit sei das Schuljahr schon in sechs Bundesländern zu Ende.

Beliebt sind bei Urlaubern nach Einschätzung des ADAC vor allem die deutschen Küstenregionen und die Alpen. Heimat- und Campingurlaub lägen nicht zuletzt wegen der Corona-Pandemie im Trend, so die Verkehrsexperten. Deshalb seien vor allem die Zufahrtsstraßen zur Nord- und Ostsee sowie in Richtung der Berge und Seen staugefährdet. Weil manche Urlauber schon wieder die Heimreise anträten, könne es auch in den jeweiligen Gegenrichtungen zu Staus und stockendem Verkehr kommen, warnte der ADAC. dpa

+++ Maas beruhigt Spanien-Urlauber: Corona-Lage „nicht besorgniserregend“ +++

(05.07.2021) Bundesaußenminister Heiko Maas hält die Corona-Lage in Spanien trotz steigender Infektionszahlen derzeit nicht für besorgniserregend. „Es gibt keinerlei Hinweise auf Entwicklungen, die befürchten ließen, dass wir in absehbarer Zeit wieder Entscheidungen treffen müssten, die dazu führen, dass deutsche Touristen in Spanien keinen Urlaub mehr machen können„, sagte Maas am Montag bei einem Besuch in der Hauptstadt Madrid. Es bestehe weiterhin Grund zur Vorsicht. Aber er gehe derzeit nicht davon aus, dass eine Wiedereinführung der Quarantänepflicht für rückkehrende Spanien-Urlauber kurz bevorstehe.

In Spanien steigen die Zahlen seit knapp zwei Wochen wieder deutlich. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen liegt inzwischen knapp über 100 – 20 Mal so hoch wie in Deutschland. In der Europäischen Union kommen nur Zypern und Portugal auf noch höhere Werte. Die Bundesregierung hat sechs von 17 Regionen Spaniens als Risikogebiete eingestuft, darunter die sehr beliebten Urlaubsgebiete Andalusien mit der Costa del Sol und Katalonien mit Barcelona und der Costa Brava. dpa

+++ Kiez-Wirte fordern Ende des nächtlichen Alkohol-Ausschankverbotes +++

(05.07.2021) Die Wirte und Gastronomen des Hamburger Kultviertels St. Pauli sind verzweifelt und fordern in einem offenen Brief das Ende des Alkohol-Ausschankverbotes nach 23 Uhr. „Nach einem katastrophalen Jahr 2020 und sieben Monaten im zweiten Lockdown, mit null Gästen und null Einnahmen, wird Euer vorsorgliches Alkoholausschankverbot für St. Paulis bunte Gastro-Vielfalt zur Existenzfrage„, schreiben die Kiezwirte in dem am Sonntag veröffentlichten Brief an den Senat. Gerade die Sommermonate seien vor allem für die kleineren Bars, Kneipen, Hotels und Restaurants überlebenswichtig. „Jede Woche zählt. Wer weiß schon, was der Herbst bringt?“ Die Kiez-Wirte fordern Augenmaß statt Sippenhaft und ein Ende des pauschalen Verbotes auf St. Pauli.

Zu den 40 Unterzeichnern gehören Schmitt-Theater-Chef Corny Littmann, Dragqueen Olivia Jones, der Dehoga Hamburg, das Bar-Kombinat sowie die Wirte vom Silbersack, dem goldenen Handschuh und dem tanzenden Einhorn. Sie fordern zudem, dass sich der Senat stattdessen um die kümmern solle, die sich nicht an die Regeln halten. „Hört endlich auf, alle, die sich an Regeln halten und ‚betreutes Feiern‘ ermöglichen, in einen Topf mit notorischen Regelbrechern zu schmeißen. Ihr bestraft die Falschen. Ein fatales Signal!“ Zuvor hatten mehrere Medien berichtet. dpa

+++ Tourismusbeauftragter für temporäre Grenzkontrollen wegen Corona +++

(05.07.2021) Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), hat sich in der Diskussion um Anti-Corona-Maßnahmen für temporäre Grenzkontrollen ausgesprochen. Reiserückkehrer würden so keine vierte Corona-Welle auslösen, sagte Bareiß am Montag in der RTL/ntv-Sendung „Frühstart“. „Wenn die Menschen über die Landesgrenzen einreisen, gibt es derzeit relativ wenig Kontrollen. Da besteht also keine große Sicherheit, ob jeder die Einreiseverordnung einhält.“ Bareiß stellte zugleich klar: „Wir sollten keine Grenzschließungen und keine permanenten Grenzkontrollen machen.“ dpa

+++ Zypern und Katalonien seit Sonntag Risikogebiete +++

(05.07.2021) Mit Zypern und der spanischen Region Katalonien stehen seit Sonntag zwei weitere Urlaubsziele auf der Liste der Corona-Risikogebiete. Außerdem gelten nun auch drei weitere Regionen in Spanien und Norwegen als Risikogebiete, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag mitgeteilt hatte. Der Schritt hat aber kaum faktische Auswirkungen für Urlauber, da Flugreisende sich ohnehin bei Einreise testen lassen müssen und damit dann die Quarantänepflicht entfällt. Allerdings bedeutet die Einstufung als Risikogebiet, dass das Auswärtige Amt von Reisen dorthin abrät. dpa

+++ Hamburger Fischmarkt nach langer Zwangspause wieder geöffnet +++

(05.07.2021) Der berühmte Hamburger Fischmarkt hat nach langer Corona-Pause am Sonntagmorgen erstmals wieder geöffnet. Von 5 Uhr an konnten Nachtschwärmer und Frühaufsteher erstmals seit mehr als 15 Monaten wieder die beliebte Hamburger Attraktion besuchen.

Nach Angaben der Polizei kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung mit Beleidigungen zwischen mehreren jungen Leuten und Mitarbeitern des Bezirksamts. Es seien zwei Platzverweise ausgesprochen worden, eine Person kam in Gewahrsam. dpa

+++ Lufthansa wieder mit mehr Dienstreisen – Auch Bahn erwartet Zunahme +++

(05.07.2021) Aufgrund der gesunkenen Corona-Infektionszahlen wächst nach Angaben der Lufthansa die Nachfrage nach Dienstreisen – und auch die Deutsche Bahn rechnet mit mehr geschäftlichen Fahrten. „Wir erleben derzeit ein Comeback der Dienstreise. Gerade in Deutschland und Europa zieht die Nachfrage der Unternehmen nach Flugreisen wieder deutlich an“, sagte Lufthansa-Vorstand Harry Hohmeister der „Welt am Sonntag“. „Seit vier Wochen registrieren wir eine verstärkte Nachfrage nach dienstlichen Flügen für September, Oktober und November. Das ist ein deutliches Signal.“

Hohmeister erwartet, dass die Dienstflüge im dritten und vierten Quartal dieses Jahres lediglich 30 bis 40 Prozent des Vorkrisenniveaus erreichen dürften. „Das ist aber eine Vervielfachung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum“, sagte er. „Ich schätze, dass wir als Lufthansa bei den Dienstreisen am Ende wieder bei 90 Prozent des Vor-Corona-Niveaus landen werden.“

Der Personenverkehrsvorstand der Deutschen Bahn (DB), Berthold Huber, sagte dem Blatt: „Die Geschäftsreisenden werden wieder in die Züge zurückkehren.“ Die Bahn werde besonders vom Comeback der Dienstreise profitieren, weil die geschäftlichen Fahrten bei immer mehr Unternehmen möglichst klimafreundlich abgewickelt werden sollen.

Nach Angaben des Hauptgeschäftsführers des Verbands Deutsches Reisemanagement (VDR), Hans-Ingo Biehl, schicken kleine mittelständische Unternehmen eher Mitarbeiter auf Dienstreisen als Großkonzerne, die weiter sehr vorsichtig seien. Auch Biehl bestätigt, dass der Wunsch nach mehr persönlichem Austausch bei vielen Unternehmen wieder da sei: „Fraglich ist jedoch, ob das Infektionsgeschehen das zulässt.“ Entsprechend vorsichtig ist die Prognose: Möglich sei, dass bis Ende des Jahres die Dienstreisen wieder 50 Prozent oder mehr des Vorkrisenniveaus erreichten. dpa

+++ Igeho 2021 kann nicht stattfinden +++

(05.07.2021) Trotz sinkender Fallzahlen, einer fortschreitenden Impfkampagne und weiteren Lockerungsschritten des Bundes wird die Messe Igeho nicht stattfinden. „Die MCH Messe Schweiz hat in Absprache mit dem Beirat und den Ausstellern entschieden, die Igeho und die Parallelveranstaltung Lefa, vom 20. bis 24. November 2021 in Basel, abzusagen„, heißt es in einer Mitteilung.

+++ FDP fordert von Regierung Vorbereitung auf mögliche neue Corona-Welle +++

(05.07.2021) Angesichts der sich schnell ausbreitenden Delta-Variante des Corona-Virus fordert die FDP-Bundestagsfraktion die Regierung zum Handeln auf. „Die Bundesregierung darf die Sommermonate auf keinen Fall ungenutzt lassen, um sich auf den Herbst und eine mögliche vierte Welle vorzubereiten“, sagte die Parlamentarische Geschäftsführerin Bettina Stark-Watzinger der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Es geht dabei nicht um Alarmismus, aber die Warnungen der Wissenschaftler müssen ernst genommen werden“, betonte sie. Es dürfe nicht passieren, „dass wir in ein paar Monaten der pandemischen Entwicklung erneut hinterherlaufen“.  dpa

+++ BaWü: Kommunen wollen Coronahilfen vom Land – Erstes Treffen seit der Wahl +++

(05.07.2021) Die Coronakrise hat nicht nur riesige Löcher in den Haushalt des Landes Baden-Württemberg, sondern auch in die kommunalen Kassen gerissen. Nun hoffen Städte und Gemeinden, dass die grün-schwarze Landesregierung wie schon im vergangenen Jahr den Kommunen finanziell kräftig unter die Arme greift. Am Montagabend (19 Uhr) kommen Vertreter der Regierung und der kommunalen Spitzenverbände erstmals in der neuen Wahlperiode zur Gemeinsamen Finanzkommission zusammen – im Stuttgarter Finanzministerium. dpa

+++ NRW startet in die Sommerferien – Warteschlangen an Flughäfen +++

(05.07.2021) Am ersten Wochenende der Sommerferien sind in Nordrhein-Westfalen viele Menschen in den Urlaub aufgebrochen. An den Flughäfen schnellten die Passagierzahlen wieder in die Höhe. Vor allem am Samstag kam es am Flughafen Düsseldorf zu teils langen Wartezeiten, weil die Fluggesellschaft Pegasus eine Reihe geplanter Flüge in die Türkei kurzfristig storniert hatte. Am Sonntag war die Lage dort dann wieder entspannter.

Der größte Flughafen in NRW erwartete am Wochenende insgesamt rund 120.000 Passagiere. Der Airport Köln/Bonn rechnete von Freitag bis Sonntag mit etwa 70.000 Fluggästen. Wegen der erhöhten Passagierzahlen und der Dokumentenkontrollen sollten Reisende Wartezeiten einplanen, teilte eine Sprecherin mit. dpa

+++ Deutschland und russischer Ural wieder per Direktfluglinie verbunden +++

(05.07.2021) Ungeachtet aktueller Corona-Reisebeschränkungen ist erstmals seit Jahren wieder eine direkte Flugverbindung zwischen Deutschland und der russischen Ural-Region eingerichtet worden. Die Lufthansa-Tochter Eurowings werde künftig einmal pro Woche von Düsseldorf in die Millionen-Metropole Jekaterinburg und zurück fliegen, teilte die deutsch-russische Auslandshandelskammer (AHK) am Sonntag mit. Es handele sich um die erste Direktverbindung zwischen dem Ural – „einer industriellen Herzregion Russlands“ – und Deutschland seit sieben Jahren. dpa

+++ Städte: Nachfrage nach Reisepässen in NRW zieht wieder an +++

(05.07.2021) Niedrige Inzidenzen, Lockerungen und Fernweh: In den Wochen vor den Sommerferien haben viele Menschen in Nordrhein-Westfalen neue Reisepässe beantragt. Die Zahl der Anträge liegt nach einem deutlichen Rückgang im vergangenen Jahr nun wieder fast auf demselben Niveau wie vor Corona, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

„Erfahrungsgemäß steigt in der Zeit vor den Sommerferien auch immer die Nachfrage nach Reisedokumenten – so auch in diesem Jahr“, teilte die Stadt Essen mit. Aufgrund der fallenden Inzidenzen und den damit verbundenen Lockerungen sei dies nicht verwunderlich. „Lediglich das Jahr 2020 fiel aus dem Rahmen, da in der Anfangszeit von Corona fühlbar weniger Reisedokumente nachgefragt wurden.“ dpa

+++ Bericht: Schadenersatz-Klagen wegen Quarantäne – neue Einreiseregeln +++

(05.07.2021) Ein Ehepaar und ein Mann aus Niedersachsen empfinden pauschale Corona-Quarantäneregeln nach Auslandsaufenthalten als rechtswidrig und verlangen Schadenersatz. Wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (Samstag/online) berichtete, begann vor dem Landgericht Hannover bereits am Freitag ein entsprechendes Verfahren. Die Klagen richten sich demnach gegen das Land Niedersachsen sowie im Fall des Mannes darüber hinaus auch gegen die Region Hannover.

Das aus Cloppenburg stammende Paar kritisiere die verpflichtende Quarantäne, in die es nach der Rückkehr aus einem Anfang Juni angetretenen Schweden-Urlaub geschickt worden sei, so das Blatt. „Wir wohnen in einer Doppelhaushälfte und fühlten uns 14 Tage wie im Knast“, wurden die beiden zitiert. Das Herumlungern habe belastet.

Sie hätten erst während der Reise von der Hochstufung des Landes zum Risikogebiet erfahren. Zurück zu Hause habe es wegen der strikten Absonderungsregeln aus dem schriftlichen Bescheid dann auch Probleme mit den Arbeitgebern gegeben. Die Klage des weiteren Mannes ziele zudem auf den Umstand, dass er allein deshalb in Quarantäne haben gehen müssen, weil er Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatte.

Die Urteile der zuständigen Zivilkammer des Gerichts könnten am 20. August folgen. Laut dem letzten Stand vom Freitag wies das Robert Koch-Institut seit dem 6. Juni nur drei schwedische Provinzen als einfache Risikogebiete aus: Kronoberg, Norrbotten und Värmland.

Die aktuellen Regeln für Niedersachsen sehen vor, dass eine zehntägige Quarantäne nach Einreise mit dem Flugzeug aus normalen Risikogebieten nur dann erforderlich ist, wenn zur Rückreise kein höchstens zwei Tage alter Corona-Negativtest vorliegt oder wenn der vollständige Impfschutz – alternativ die Genesung nach einer Covid-19-Erkrankung – nicht nachgewiesen werden kann. Sobald ein Negativ-Testresultat oder nachgeholter Immunnachweis übermittelt ist, kann die anschließende Quarantäne daheim aber aufgehoben werden. Es gibt in der Regel außerdem keinen Anspruch auf die Erstattung von Verdienstausfällen.

Pauschale Pflichten zur Quarantäne bestehen jetzt nur nach Einreise aus einem Hochinzidenz- (10 Tage) oder aus einem Virusvariantengebiet (14 Tage). Im ersten Fall lässt sich die Absonderung ab fünf Tagen nach der Ankunft beenden, falls ein ergänzender Negativtest vorliegt.

+++ Urlaub auf dem Campingplatz auch in diesem Sommer ein Renner +++

(05.07.2021) Campingkocher im Märkischen statt Strandurlaub am Mittelmeer: Urlaub auf Campingplätzen in Brandenburg ist auch im zweiten Sommer der Corona-Pandemie sehr beliebt. Die Plätze seien sehr gut gebucht, zum Teil sogar ausgebucht, berichtete der Vizepräsident des Verbands der Campingwirtschaft in Brandenburg (BVCD), Jörg Klofski am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Vor allem in den Hot-Spots Spreewald, Lausitzer Seenland und Potsdam gehe nicht mehr viel. In anderen Regionen gebe es noch den einen oder anderen Stellplatz. „Camping hat einen Boom erlebt, wie wir ihn nicht kennen“. Das sehe man auch bei den Verkaufszahlen von Wohnmobilen und Campingwagen, sagte Klofski. dpa

+++ Modellprojekt im Südwesten: Tanzen ohne Maske und Abstand +++

(05.07.2021) Es ist 23.15 Uhr, der DJ im Ravensburger Club „Kantine“ schiebt die Lautstärkeregler nach oben – und die Menge drängt mit Jubelschreien auf die Tanzfläche. Mehr als eine Stunde hat es gedauert, bis ein Großteil der Besucher in diesem Moment wagt, was im Land monatelang verboten war: Tanzen ohne Abstand und ohne Maske. Doch am Freitagabend ist das ausdrücklich erlaubt – die „Kantine“ ist Teil eines von Baden-Württembergs Landesregierung genehmigten Modellprojekts zur Öffnung von Clubs im Südwesten.

„Man weiß gar nicht, wie man sich da am besten verhalten soll – nach eineinhalb Jahren“, sagt Besucherin Jasmine. So wie ihr scheint es zunächst auch vielen anderen Club-Gästen zu gehen: Die meisten versammeln sich am Freitagabend erst einmal um die Stehtische im Außenbereich der Diskothek statt auf der Tanzfläche.

Club-Betreiber René Minner überrascht das nicht. „Ich glaube schon, dass die Leute ein bisschen zögern, da muss man sich rantesten“, sagt der 38-Jährige. Doch das Interesse am Feiern ist groß: Alle 450 Tickets für den Auftakt am Freitagabend sind verkauft. Auch beim Ravensburger Rave-Club „Douala“, ebenfalls Teil des Modellprojekts, sind alle 250 Online-Karten vergriffen.

Wie lang das Experiment in Ravensburg laufen darf, hängt vor allem davon ab, wie viele der Gäste sich an die Pflicht zum Nachtest halten. Die Quote müsse bei mindestens 80 Prozent liegen, sagt Club-Betreiber Minner. Sonst werde das bis 24. Juli angesetzte Modellprojekt vorzeitig abgebrochen. Als zusätzlichen Anreiz müssen die Gäste deshalb ein „Testpfand“ von 30 Euro auf den Eintrittspreis drauflegen, das Geld bekommen sie nur bei einem Nachtest zurück.

Die Hochschule Ravensburg-Weingarten befragt die Gäste zudem online unter anderem dazu, wie sicher sie sich mit den Vorsichtsmaßnahmen fühlten und wie überzeugt sie von dieser Art von Cluböffnung sind. Und eine Privatfirma soll künftig messen, wie sich Aerosole beim abstandslosen Feiern in Clubs verteilen, sagt „Kantine“-Betreiber Minner. dpa

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+++ Jugendherbergen warten dringend auf Signale der Bildungsministerien +++

(05.07.2021) Nach dem rund eineinhalbjährigen coronabedingten Verbot von Schulfahrten warten die Jugendherbergen in Mecklenburg-Vorpommern dringend auf Signale aus den Bildungsministerien der Länder. Der Vorstand des Landesverbands MV des Deutschen Jugendherbergswerks, Kai-Michael Stybel, verwies auf Länder wie Berlin, Brandenburg oder Sachsen-Anhalt, die wieder grünes Licht für Schulfahrten gegeben haben. Dort könnten die Schulen, Lehrer und auch Eltern verbindlich für das kommende Schuljahr planen. dpa

+++ Harz, Heide und Küste melden gute Buchungslage bei Sommerurlaubern +++

(05.07.2021) Nach monatelanger coronabedingter Schließung blicken Gastgewerbe und Tourismus in den niedersächsischen Urlaubsregionen mit Zuversicht auf die bevorstehende Hauptsaison. „Deutschland ist im Urlaubsfieber. Das merken wir auch auf den Ostfriesischen Inseln. Wir freuen uns über eine durchweg positive Buchungslage über den Sommer“, sagte der Marketingleiter der Ostfriesische Inseln GmbH, Marc Klinke, der Deutschen Presse-Agentur. Mit dem Start der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen an diesem Wochenende beginnt an der Küste, in der Heide und im Harz nun die Hauptsaison.

Viele Unterkünfte auf den Ostfriesischen Inseln sind für den Sommer schon nahezu ausgebucht. Wangerooge etwa verzeichnet für Juli und August eine Auslastung bei den Übernachtungsmöglichkeiten zwischen 90 und 100 Prozent. Eine ordentliche Buchungslage melden auch die Lüneburger Heide und der Harz. „Wir sind ganz zufrieden. Auffällig ist, dass es sehr viel kurzfristige Buchungen gibt“, sagte Ulrich von dem Bruch, Geschäftsführer der Lüneburger Heide GmbH. Vielerorts finden sich für Spontanurlauber allerdings auch noch Lücken, wie von den Tourismusverbänden zu erfahren war. dpa

+++ Polizeigewerkschaft: Vorerst keine stationären Grenzkontrollen +++

(05.07.2021) Die Bundespolizei wird trotz der Urlaubssaison und der raschen Verbreitung der hoch ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus vorerst keine stationären Grenzkontrollen durchführen. „Im Moment gibt es keine Anweisung für Kontrollen an den Grenzen“, sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) für die Bundespolizei, Andreas Roßkopf, dem Redaktions Netzwerk Deutschland (RND/Samstag). „Bleibt es so wie jetzt, ist damit auch nicht zu rechnen.“ dpa

+++ Neue Corona-Lockerungen in Berlin in Kraft +++

(05.07.2021) Angesichts deutlich gesunkener Corona-Infektionszahlen sind in Berlin nun wieder größere Veranstaltungen und private Treffen mit mehr Menschen im Freien erlaubt. Regelungen, die der Senat am 22. Juni beschlossen hatte, sind seit diesem Samstag in Kraft.

KONTAKTBESCHRÄNKUNGEN: Allgemeine Kontaktbeschränkungen gelten nur noch in geschlossenen Räumen. Für private Treffen im Freien ist dennoch eine Maximalzahl von 100 Anwesenden als „Orientierungsgröße“ vorgegeben. Bisher galt die Regelung, dass sich generell höchstens zehn Menschen aus maximal fünf Haushalten begegnen dürfen. Sie hat für private Treffen in Innenräumen weiter Bestand. Eigene Kinder bis 14 Jahren sowie vollständig Geimpfte und Genesene werden jeweils nicht mitgezählt.

VERANSTALTUNGEN: Veranstaltungen im Freien sind nun mit bis zu 2.000 zeitgleich anwesenden Menschen erlaubt. Die Obergrenze für drinnen liegt bei 500 Personen. Bisher waren maximal 1.000 Teilnehmer draußen und 250 drinnen erlaubt. Bei Veranstaltungen unter freiem Himmel ist ab 500 Personen der Nachweis eines negativen Corona-Tests oder einer vollständigen Impfung Pflicht. dpa

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+++ Testpflicht für Helgoland wird für Tagesgäste aufgehoben +++

(05.07.2021) Auch Helgoland lockert die Corona-Regeln weiter: Die Testpflicht für die Einreise wird am heutigen Montag für Tagesgäste aufgehoben. Das teilte der zuständige Kreis Pinneberg am Freitag mit. Die aktuellen Rahmenbedingung ließen diese Lockerung zu. Urlauber, die auf der Hochseeinsel übernachten möchten, müssen aber auch weiterhin einen Nachweis über einen negativen Test haben. Er muss vor Reiseantritt gemacht werden und darf beim Einchecken nicht älter als 48 Stunden sein. Auch wer in einer Gaststätte im Innenbereich speisen möchte, muss ein negatives Testergebnis vorlegen. Vollständig Geimpfte oder Genesene brauchen dies nicht. Bereits vor wenigen Tagen war die Maskenpflicht im Hafen der Insel aufgehoben worden. dpa

+++ Tschechien plant Verschärfung der Einreisebestimmungen +++

(05.07.2021) Aus Sorge vor der Delta-Variante des Coronavirus verschärft Tschechien seine Einreisebestimmungen. Nach den Plänen der Regierung müssen vom 9. Juli an alle Reisenden ein Online-Meldeformular ausfüllen, wie ein Sprecher am Freitag bestätigte. Wer nicht vollständig geimpft sei, müsse zudem einen negativen PCR-Test vorlegen, unabhängig davon, aus welchem Land er komme. Die Einzelheiten der neuen Regelung waren noch nicht bekannt. dpa

+++ Bundesregierung stuft Zypern und Katalonien als Risikogebiete ein +++

(02.07.2021) Mit Zypern und der spanischen Region Katalonien setzt die Bundesregierung am Sonntag zwei weitere Urlaubsgebiete auf die Liste der Corona-Risikogebiete. Außerdem werden drei weitere Regionen in Spanien und Norwegen zu Risikogebieten erklärt, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag mitteilte. Das hat aber kaum faktische Auswirkungen für Urlauber, da Flugreisende sich ohnehin bei Einreise testen lassen müssen und damit dann die Quarantänepflicht entfällt. Allerdings bedeutet die Einstufung als Risikogebiet, dass das Auswärtige Amt von Reisen dorthin abrät.

Als Risikogebiete werden Länder und Regionen eingestuft, in denen die Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen (7-Tage-Inzidenz) über 50 liegen. Es ist die niedrigste Risikostufe. In die beiden höheren Kategorien der Hochinzidenz- und Virusvariantengebiete werden am Sonntag keine zusätzlichen Länder oder Regionen eingestuft. Von der Risikoliste gestrichen wird in Europa nur eine Region in Kroatien, außerdem Katar und die Karibikinseln Guadeloupe und Aruba. dpa

+++ Gastronomie in Hessen fordert Ende der Testpflicht für Innenräume +++

(02.07.2021) Angesichts niedriger Corona-Neuinfektionen fordert die hessische Gastronomie ein Ende der Testpflicht für Innenräume. Die Vorschrift eines negativen Nachweises sei für Wirte und Hoteliers schwer nachzuvollziehen, monierte der Branchenverband Dehoga Hessen am Freitag. „Das ist angesichts einer landesweiten Inzidenz von 7,0 (in einigen Kreisen längst 0,0) und den intensiven Schutzkonzepten, Abstandsregelungen und der Kontaktdatenerfassung überhaupt nicht mehr vermittelbar“, erklärte Verbandspräsident Gerald Kink in Wiesbaden.

Nachbarländer hätten die Testpflicht für Innenräume in der Gastronomie schon abgeschafft. Er sprach von einem Wettbewerbsnachteil für die Branche in Hessen, die Gastronomen gerade in Grenzregionen treffe. Ausnahmen von der Testpflicht für Innenräume gelten allerdings für vollständig Geimpfte und Genesene.

Die jüngsten Lockerungen in der Außengastronomie würden Wirten und Hoteliers zwar helfen, doch dazu seien Betriebe auf gutes Wetter und nennenswerte Außenflächen angewiesen, meint der Dehoga Hessen. Die Mehrheit aller Betriebe könne hingegen nachweislich nicht annähernd wirtschaftlich allein über außen liegende Flächen betrieben werden. Der Verband forderte von der Landesregierung weitere Lockerungen. dpa

+++ Gesetzlicher Mindeslohn zum 1. Juli gestiegen +++

(02.07.2021) Seit Anfang Juli beträgt der gesetzliche Mindestlohn 9,60 Euro brutto je Zeitstunde, wie unter anderem der Dehoga Bayern berichtet. Der gesetzliche Mindestlohn wurde und wird 2021 und 2022 in vier Schritten erhöht: Zum 1. Januar 2021 auf brutto 9,50 Euro, zum 1. Juli 2021 auf brutto 9,60 Euro, zum 1. Januar 2022 auf brutto 9,82 Euro und zum 1. Juli 2022 auf brutto 10,45 Euro.

„Die von der Mindestlohnkommission vorgeschlagene Anpassung orientiert sich an der Tarifentwicklung, berücksichtigt aber zugleich auch die wirtschaftlichen Unsicherheiten der Corona-Pandemie„, sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil. „Die vierstufige Erhöhung trägt dazu bei, die daraus resultierenden Lohnkostensteigerungen für die Unternehmen tragfähig zu verteilen und zugleich den Mindestschutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den nächsten zwei Jahren konstant zu verbessern.“

+++ Booking gewährt zehn Prozent Reiseguthaben, um Markt anzukurbeln +++

(02.07.2021) Eine aktuelle Studie von Booking.com zeigt, dass das Verlangen danach, die Welt zu erkunden, nach Monaten der Einschränkungen ungebrochen ist: Mehr als 53 Prozent der deutschen Reisenden (weltweit 66 Prozent – insgesamt wurden 28.042 Menschen aus 28 Ländern und Territorien befragt) sagen, dass die Covid-19-Impfungen sie hoffnungsvoller und optimistischer für das Reisen im Jahr 2021 stimmen. 54 Prozent der deutschen Reisenden (weltweit 60 Prozent) geben an, dass sie die Bedeutung des Reisens in ihrem Leben jetzt wichtiger einschätzen, als vor Beginn der Pandemie und damit ihre Reiseambitionen für eine neue Zeit des Reisens neu definieren.

Um den deutschen Markt auf seinem Weg zurück zum Reisen zu stärken, sobald es wieder sicher ist zu reisen, können Nutzer der Booking.com App in Deutschland das Booking.com-Reiseguthaben in der App bis zum 31. Juli 2021 aktivieren und dann einen Aufenthalt bis zum 31. August 2021 für einen Check-in bis zum 31. Dezember 2021 buchen, um zehn Prozent des Reiseguthabens nach dem Aufenthalt zurückzuerhalten – bis zu 200 Euro.

„Diese Pandemie hat so viele Aspekte unseres Lebens und unserer Gesellschaft in Mitleidenschaft gezogen, einschließlich der Reisebranche und der unzähligen betroffenen Unternehmen. Es war wirklich großartig, die Entschlossenheit des deutschen Marktes zu sehen, sich in Richtung einer besseren, helleren Zukunft für alle zu bewegen“, sagte Glenn Fogel, CEO von Booking.com.

+++ Sommerurlaub in Sachsen-Anhalt: Tourismusverbände sind zuversichtlich +++

(02.07.2021) Die Tourismusverbände in Sachsen-Anhalt blicken hoffnungsvoll auf die bevorstehende Urlaubssaison. „Der Sommer scheint wirklich gut anzulaufen“, sagte eine Sprecherin der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt. Urlaub im eigenen Land stehe wie im Vorjahr hoch im Kurs. Besonders gefragt seien analog zum vergangenen Jahr Aktiv- und Natururlaubsangebote in Kombination mit Camping oder Aufenthalten in Ferienhäusern. dpa

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+++ Rheinland-Pfalz: Restaurantbesuch ohne Test möglich +++

(02.07.2021) Restaurantbesuch ohne Test, private Feiern mit bis zu 100 Menschen und Servicepersonal ohne Masken: Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga ist mit den an diesem Freitag in Kraft getretenen Lockerungen der Corona-Regeln „sehr zufrieden“. „Wir sind auch eins der ersten Bundesländer, dass die Bars und Diskotheken wieder aufsperrt„, sagte der rheinland-pfälzische Dehoga-Präsident Gereon Haumann der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Und mit der 3-G-Regel (geimpft, genesen oder getestet) könnten sogar bis zu 350 Menschen eingelassen werden. Die auf den ersten Blick kompliziert anmutenden Regeln ließen sich auf die einfache Formel reduzieren: GGG (3 G) oder Maske.

Dehoga-Präsident Haumann fordert die Rheinland-Pfälzer auf, anstatt in fernen Ländern Urlaub zu machen auch mit Blick auf die Delta-Variante im Heimatbundesland die Gastronomie zu unterstützen oder in einem der vielen Hotels abzusteigen. Kein einziger signifikanter Corona-Fall sei auf die Branche zurückzuführen, die gute Schutzkonzepte erarbeitet habe, dafür habe sie nun Solidarität verdient. „Urlaub ist 2021 in Rheinland-Pfalz angesagt“, betonte Haumann.  dpa

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+++ Umfrage des Dehoga gestartet – jetzt teilnehmen! +++

(02.07.2021) Die bundesweit unsere neue Umfrage des Dehoga ist gestartet. Abgefragt werden die Einschätzungen zur aktuellen Situation, zu konkreten Herausforderungen für die Betriebe und wünschenswerte Erleichterungen. Die Ergebnisse dieser Umfragen schlagen sich stets maßgeblich in der politischen wie medialen Kommunikation des Dehoga nieder. Zur Umfrage geht’s hier.

+++ Color Line nimmt wieder deutsche Touristen mit nach Oslo +++

(02.07.2021) Die norwegische Reederei Color Line nimmt ab Dienstag wieder deutsche Touristen mit nach Oslo. Die Einreise nach Norwegen ist für Deutsche dann wieder möglich, wie die Reederei am Donnerstag mitteilte. Die beiden Schiffe sollen ab 6. Juli wieder im täglichen Wechsel zwischen Kiel und Oslo verkehren. Die Mitfahrt ist mit und auch ohne Auto möglich. Bereits am Donnerstag ist Color Line zwischen dem dänischen Hirtshals und den norwegischen Häfen Kristiansand und Larvik wieder nach dem regulären Fahrplan unterwegs. dpa

+++ Zu Ferienbeginn mehr Betrieb an den Flughäfen in NRW +++

(02.07.2021) Mit den Sommerferien schnellen am Flughafen Düsseldorf die Passagierzahlen wieder in die Höhe. Nach aktuellem Stand rechnet der größte Flughafen von Nordrhein-Westfalen im Juli mit mehr als einer Million Passagiere. „Bereits am ersten Ferienwochenende erwarten wir von Freitag bis Sonntag rund 1.000 Flugbewegungen und 120.000 Fluggäste“, erklärte Flughafenchef Thomas Schnalke am Donnerstag. Damit werden in den Sommerferien 2021 voraussichtlich mehr als 50 Prozent der Passagierzahlen des Jahres 2019 erreicht. dpa

+++ Sachsen: Abwanderung von Fachkräften bremst Neustart im Gastgewerbe +++

(01.07.2021) Der Neustart im Gastgewerbe nach monatelangem Corona-Lockdown wird nach Einschätzung der IHK Chemnitz von einem verschärften Fachkräftemangel gebremst. Es gebe viele Meldungen von Unternehmen, dass Küchenpersonal und Servicekräfte in andere Branchen abgewandert seien, sagte am Donnerstag IHK-Geschäftsführer Christoph Neuberg. Hinzu komme, dass in der Grenzregion tschechische Arbeitskräfte weggebrochen seien. Auch die Suche nach Lehrlingen sei erschwert: Arbeits- und Ausbildungsplätze in der Branche würden von Schülern und Eltern zunehmend als unsicher wahrgenommen.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) kritisierte, dass es insgesamt in den vergangenen eineinhalb Jahren an einem „stringenten und nachvollziehbaren Plan“ zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gefehlt habe. Zwar hätten die Hilfsprogramme Unternehmenspleiten verhindert. Es habe aber an Planungssicherheit und Koordinierung auf europäischer Ebene gefehlt. Nun müsse die Zeit des niedrigen Infektionsgeschehens dringend genutzt werden, um Notstandsstrategien mit Blick auf eine mögliche vierte Infektionswelle zu entwickeln. Erneute großflächige Schließungen müssten unbedingt verhindert werden, betonte Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Wunderlich.

Nach Ansicht der Kammer hat die Pandemie erhebliche Defizite bei der Digitalisierung von Verwaltung und Bildung gezeigt. Dazu wurde etwa auf mangelnde digitale Ausstattung von Schulen sowie fehlende Standards und Erfahrungen im Digitalunterricht verwiesen. Die entstandenen Bildungsdefizite müssten durch Zusatzangebote etwa in Form von Nachhilfeprogrammen – auch für die Lehrer – rasch behoben werden. Die Digitalisierung an den Schulen müsse diesen Sommer zu einer zentralen Aufgabe gemacht werden, hieß es. dpa

+++ Österreich hebt weltweite Reisewarnung auf +++

(01.07.2021) Österreich hat eine vor 15 Monaten verhängte globale Corona-Reisewarnung aufgehoben. Ab sofort sind nur noch einige Virusvariantengebiete wie Brasilien, Südafrika, Indien oder Großbritannien auf der „roten Liste“, wie Außenminister Alexander Schallenberg am Donnerstag in Wien bekanntgab.

„Wir alle haben uns diese Sommerpause verdient“, sagte Schallenberg bei einer Pressekonferenz. Er schloss jedoch eine neuerliche Verschärfung der Reiseregeln nicht aus und verwies zum Beispiel auf die steigenden Infektionszahlen in Russland.

Die meisten außereuropäischen Länder wurden von „rot“ auf „orange“ geschaltet. Reisende aus diesen Ländern dürfen nur nach Österreich, wenn sie vollen Impfschutz haben oder von Covid-19 genesen sind. Für Länder auf der „grünen“ Liste reicht alternativ auch ein negatives Testergebnis für die Einreise. Dazu gehören neben den EU-Ländern die USA und viele asiatische Länder. Schallenberg zeigte sich optimistisch, dass auch Balkanstaaten noch im Juli auf „grün“ geschalten werden. dpa

+++ Finanzminister Boddenberg: Corona-Sondervermögen in Hessen hat sich bewährt +++

(01.07.2021) 275 Hilfen mit einer Summe von mehr als 4,2 Milliarden Euro sind bislang aus dem Corona-Sondervermögen der hessischen Landesregierung auf den Weg gebracht worden. „Diese Coronahilfe des Landes hat sich bewährt“, sagte Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) am Donnerstag in Wiesbaden anlässlich der Jahresbilanz des Sondervermögens. Es stehe dafür, dass die hessische Landesregierung nicht nur kurzfristig denke, sondern die Coronakrise langfristig und planvoll bewältigen wolle.

Das kreditfinanzierte Sondervermögen des Landes hat insgesamt ein Volumen von zwölf Milliarden Euro. Mit dem Geld sollen bis Ende 2023 vor allem Steuerverluste des Landes und der Kommunen wegen der Coronakrise ausgeglichen werden. Der hessische Landtag hatte das Sondervermögen vor rund einem Jahr mit den Stimmen der Regierungsfraktionen von CDU und Grünen und gegen die massive Kritik der Opposition verabschiedet. dpa

+++ Curevac-Chef Haas geht von Impfstoff-Zulassung in der EU aus +++

(01.07.2021) Das Tübinger Biotechunternehmen Curevac geht weiterhin davon aus, dass die Europäische Arzneimittel-Agentur Ema seinen Impfstoff ungeachtet der geringen Wirksamkeit zulassen wird. „Die Population der 18- bis 60-Jährigen ist besonders begünstigt von unserem Impfstoff. Darüber haben wir mit der EMA gesprochen“, sagte Vorstandschef Franz-Werner Haas am Donnerstag bei einer Online-Pressekonferenz. dpa

+++ Digitaler Impfnachweis: Neues Portal zeigt teilnehmende Apotheken +++

(01.07.2021) In vielen Fällen erhalten vollständig Geimpfte ihre Zertifikate für den digitalen Nachweis im Impfzentrum oder in der Arztpraxis. Doch nicht alle Praxen können die Zertifikate ausstellen und auch in manchen Impfzentren klappt das nicht immer zuverlässig. Wer unversorgt bleibt, kann sich das Zertifikat jederzeit in teilnehmenden Apotheken besorgen. Welche Apotheke am eigenen Wohnort den Nachweis ausstellt, verrät das Informationsportal www.mein-apothekenmanager.de nach Eingabe der Postleitzahl. Geimpfte brauchen für die Ausstellung den Impfbescheid oder ihren gelben Impfpass und einen gültigen amtlichen Lichtbildausweis. Die Ausstellung des Zertifikats ist für Geimpfte kostenlos, der Bund trägt die Kosten. Den QR-Code auf dem Zertifikat-Ausdruck importiert man anschließend per Smartphone-Kamera in die Corona-Warn-App oder die CovPass-App. Sie sind für Android- und Ios-Smartphones kostenlos in den jeweiligen App Stores verfügbar. Wer kein Smartphone hat, kann den EU-weit gültigen Nachweis über eine Covid-19-Impfung auch in Papierform mitführen. dpa

+++ „Hamburger Originale“ starten Imagekampagne für die Hansestadt +++

(01.07.2021) Mit einer Multimedia-Kampagne wollen Hamburger Künstler, Medienmacher und Unternehmer dem Tourismus in der Hansestadt unter die Arme greifen. Ziel ist es, Hamburgern und Hamburg-Reisenden durch kreative Botschaften sowie Angebote und Anlässe die Vielfalt der Elbmetropole zu vermitteln. „Hamburg braucht uns. Und zwar jetzt„, sagte Mitinitiator Marcus van Riesen vom Künstlerhotel St. Annen am Dienstag bei der Präsentation der Kampagne. Die Kampagne will Menschen mit Überschriften wie „Kannst in Hamburg bleiben für“ und „Musst nach Hamburg kommen für“ dazu bewegen, in die Hansestadt zu reisen – oder aber dort zu bleiben, statt in die Ferne zu schweifen.

Zurzeit fehlen immer noch viele Anlässe, wie Messen, Musicals oder andere Events, deretwegen vor der Pandemie Gäste nach Hamburg reisten. „Diese Anziehungspunkte fallen auch im Jahr 2021 vermutlich noch für eine Weile weg„, hieß es unlängst in einer Studie des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) zum Tourismus in der Hansestadt. „Solange bleibt Hamburgs Attraktivität als touristisches Ziel – ob für private oder geschäftliche Reisen – weiter eingeschränkt.“ Die Kampagne der „Hamburger Originale“ soll indes „auf eine augenzwinkernde Art und Weise zeigen, wie gut es sich in Hamburg selbst bei Reisebeschränkungen tatsächlich leben lässt“.

Beteiligt haben sich daran unter anderem die Hamburger Fußball-Legende Uwe Seeler, die Schauspieler Marek Erhardt und Nils Julius, Otto-Chef Alexander Birken, der Koch Tim Mälzer und die Köchin Cornelia Poletto. dpa

+++ Mehr Quarantäne- und Einreisekontrollen zur Ferienzeit +++

(01.07.2021) Bundesinnenminister Horst Seehofer will in den Sommermonaten keine stationären Grenzkontrollen zur Eindämmung der Corona-Pandemie einführen. Die Kontrollen an Flughäfen durch die Bundespolizei und die Überwachung von Quarantäne-Verpflichtungen durch die Gesundheitsämter sollen seinen Angaben zufolge jedoch verstärkt werden. Wer mit dem Auto einreist, sollte sich laut Seehofer auf Stichproben-Kontrollen im Grenzraum einstellen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wies darauf hin, dass die Gesundheitsämter nun aufgrund gesunkener Infektionszahlen mehr Kapazitäten hätten, um die Einhaltung der Quarantäne von Reiserückkehrern engmaschiger zu kontrollieren. Seehofer sagte, die Behörden in Bund, Ländern und Kommunen müssten sicherstellen, dass die Corona-Regeln überall beachtet werden. Es gehe darum, den bislang erreichten Erfolg bei der Bekämpfung der Pandemie nicht zu gefährden.

Aktuell ist kein Nachbarland Deutschlands als Risikogebiet eingestuft. Bei den Stichprobenkontrollen von Autofahrern in der Nähe der Grenze gehe es beispielsweise um Reisende, die mit dem Auto aus der Türkei oder aus Großbritannien kommen. Reisende, die sich in den zurückliegenden zehn Tagen in einem Risikogebiet, Hochinzidenzgebiet oder Virusvariantengebiet aufgehalten haben, müssen vor ihrer Ankunft in Deutschland eine elektronische Einreiseanmeldung ausfüllen. dpa

+++ Spahn: Portugal und Großbritannien werden bald wieder heruntergestuft +++

(01.07.2021) Die Bundesregierung will Portugal und Großbritannien für Reisende bald wieder von Virusvarianten- zu Hochinzidenzgebieten herunterstufen. Das kündigte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin an. Dies werde dann der Fall sein, wenn die Anteile der ansteckenderen Delta-Variante vergleichbar seien, also voraussichtlich 70 bis 80 Prozent. In der laufenden Woche geht in Deutschland nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) jede zweite Corona-Ansteckung auf die Delta-Variante zurück. Entscheidend für die in den kommenden Tagen zu erwartende Entscheidung werde sein, dass der relative Anteil der Variante in Deutschland steigt und diese dominierend werde, sagte Spahn. Gleichzeitig sei zentral, dass die doppelten Impfungen gegen Delta schützten und diese in Deutschland zunähmen. Der Schritt werde „nicht in ferner Ferne liegen“. Die derzeitige Einstufung als Virusvariantengebiet hat strikte Quarantäneregeln selbst für geimpfte Einreisende zur Folge. dpa

+++ Erstes Kreuzfahrtschiff der Saison 2021 in Warnemünde angekommen +++

(01.07.2021) Bei heftigem Schmuddelwetter und voll im Zeitplan hat das Kreuzfahrtschiff „Aidasol“ am Donnerstag in Warnemünde angelegt. Auf dem Schiff waren vereinzelt Passagiere zu sehen, Schaulustige am Ufer gab es dagegen kaum. Die „Aidasol“ hatte in Kiel eine Ostseereise mit Aufenthalten in Visby auf der Insel Gotland und Stockholm begonnen. Am Donnerstagabend sollte es in Richtung Göteborg gehen. Mit dem Anlauf hat am Passagierkai in Warnemünde die Kreuzfahrtsaison 2021 begonnen. Zuvor war die Stadt zuletzt im Oktober 2020 das Ziel eines Kreuzfahrtschiffes. Die „Europa“ war nicht nur das letzte, sondern auch das erste und einzige Kreuzfahrtschiff der vergangenen Saison. Alle anderen Anläufe mit Passagieren an Bord mussten wegen der Pandemie abgesagt werden. 2021 sind bislang 17 Anläufe bis Mitte September geplant. dpa

+++ Dehoga Bayern: Änderung Hygienekonzept Kureinrichtungen und Bäder +++

(01.07.2021) Am Dienstag, 29. Juni 2021, wurde ein aktualisiertes Rahmenkonzept zur Wiedereröffnung von Kureinrichtungen zur Verabreichung ortsgebundener Heilmittel, Hallen- und Freibädern sowie Wellnesseinrichtungen in Thermen und Hotels veröffentlicht. Das berichtet der Dehoga Bayern. Statt der verschärften bisherigen Regelung, dass ein Mindestabstand von 1,5 Metern jederzeit einzuhalten ist, wird nun auf die allgemeinen Kontaktbeschränkungen wie folgt verwiesen: „Das Schutz- und Hygienekonzept muss jeweils sicherstellen, dass zwischen allen Gästen, für die die Kontaktbeschränkung gilt, ein Mindestabstand von 1,5 Metern jederzeit einzuhalten ist. Es darf nicht mehr als ein Besucher je zehn Quadratmeter zugänglicher Fläche gleichzeitig zugelassen werden.“

+++ Rheinland-Pfalz: Tourismus leidet im April noch unter Corona – Lichtblick für Zukunft +++

(01.07.2021) Corona hat auch im April 2021 den Tourismus in Rheinland-Pfalz gedämpft, wenn auch nicht mehr so stark wie im Frühling 2020. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems vom Mittwoch übernachteten im April 2021 lediglich rund 82.000 Gäste im Land. Möglich war dies in der Regel nur noch für Geschäftsleute. 345.000 Übernachtungen wurden im April 2021 gezählt.

Im Vergleich zum Vor-Corona-Monat April 2019 sank die Zahl der Gäste damit um 89 Prozent und die Zahl der Übernachtungen um 82 Prozent. Im April 2020 allerdings waren die Einbrüche noch größer gewesen. Im April 2021 lagen die Gästezahlen somit um 95 Prozent und die der Übernachtungen um 58 Prozent über denen des Vorjahresmonats. Hotels und Gasthöfe in Rheinland-Pfalz dürfen erst seit kurzem auch wieder Nicht-Geschäftsleute beherbergen. dpa

+++ Kassenarzt-Chef warnt vor Panikmache wegen Delta-Variante +++

(01.07.2021) Der Vorstandschef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, hat angesichts der Delta-Variante des Coronavirus vor Panikmache gewarnt. „Ich halte die Debatte derzeit für in Teilen fast schon hysterisch„, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag). „Es ist unverantwortlich, immer wieder mit Endzeitszenarien zu operieren.“

Die Delta-Variante dürfte bereits Ende Juli hierzulande die dominierende Mutante werden, sagte Gassen. „Aber deshalb müssen wir nicht in Panik verfallen. Delta ist ansteckender, aber nach heutigen Erkenntnissen wohl nicht wesentlich gefährlicher als die bisherigen Varianten.“ Es könne durchaus sein, dass die Infektionszahlen wieder hochgingen. „Aber es gibt bisher keine fundierten Hinweise darauf, dass dadurch auch der Anteil der schweren Erkrankungen wieder steigt, zumal Geimpfte zuverlässig geschützt sind.“ Alarmismus sei völlig fehl am Platz.

Kritik übte Gassen etwa an den Reiseregeln. „Portugal mit seinen harten Lockdowns wird lange als Musterland der Corona-Bekämpfung dargestellt, für das Reisen wird mit großem Brimborium der digitale Impfpass eingeführt. Doch dann wird über Nacht der Urlaub in Portugal quasi unmöglich gemacht, weil alle Rückreisenden – ob geimpft oder nicht – in 14-tägige Quarantäne geschickt werden.“ Gassen forderte, die Quarantäne für vollständig geimpfte Reiserückkehrer aus sogenannten Virusvariantengebieten zu streichen. „Wir wissen, dass vollständig Geimpfte auch gegen Delta hervorragend geschützt sind.“ dpa

+++ WWF-Ratgeber: Wie sich Plastikmüll auf Reisen vermeiden lässt +++

(01.07.2021) Selbst an den schönsten Stränden wird Urlaubern die weltweite Verschmutzung der Meere mit Plastikmüll vor Augen geführt. Reisende können einen kleinen Teil dazu beitragen, das Problem nicht noch größer zu machen – indem sie selbst auf alle Arten von Plastikverpackungen verzichten. Wie das genau geht, erklärt der WWF in einem kleinen Ratgeber für Touristen. Demzufolgen stehen wichtige Schritte schon vor dem Urlaub an: So könnten Urlauber eine Trinkflasche oder einen Thermobecher von zu Hause mitnehmen, um vor Ort keine Wasserflaschen aus Plastik kaufen zu müssen. Mehrwegflaschen für unterwegs gibt es dem WWF zufolge auch mit integriertem Filter für verunreinigtes Wasser.

Lunchboxes und wiederverwendbares Reisebesteck lassen sich ebenfalls von zu Hause aus mitnehmen, ebenso eine eigene Tasche zum Einkaufen. Wer es ganz genau nehme, soll auf Kosmetika und Sonnencreme, die Mikroplastik enthalten, verzichten. Eine als nachhaltig zertifizierte Unterkunft zu buchen, können ebenfalls dabei helfen, Plastik zu vermeiden. Am Urlaubsort sollen sich Reisende dann nach der Qualität des Leitungswassers erkundigen. Im Süden Europas stehe das Wasser aus dem Hahn oft in Verdacht, nicht trinkbar zu sein, so der WWF. Das sei aber meist nicht richtig. Unterwegs lasse sich die eigene Flasche häufig an öffentlichen Trinkbrunnen füllen. dpa

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