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Start Coronakrise Ticker: Aktuelle Informationen zur Coronakrise

Ticker Aktuelle Informationen zur Coronakrise

Hier finden Sie alle relevanten aktuellen Informationen für Hotellerie und Gastronomie zum Thema Corona in der Übersicht:

+++ Sylter Hoteliers: “Wirtschaftszweig Tourismus steht auf der Kippe” +++

(05.03.2021) Einige Sylter Hoteliers sowie Vertreter des örtlichen Dehoga kritisieren die Ergebnisse der Bund-Länder-Beratungen (wir berichteten).  Sie sprechen davon, dass ein ” ganzer Wirtschaftszweig auf der Kippe steht”. Es sei unverständlich, dass erst am 22. März über die Osterfrage beraten werden solle. “Denn um Lieferketten in Gang zu setzen, Mitarbeiter zu mobilisieren und zu trainieren, die teilweise über ein halbes Jahr nicht gearbeitet haben, braucht es mehr Zeit und damit Planungssicherheit.” Sie fordern daher, sich mit einem Leben “mit dem Virus” endlich auseinander zu setzen. “Auch eine eigene Strategie der Bundesländer Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern wäre unseres Erachtens aufgrund der Bedeutung des Tourismus für diese Länder richtig und wichtig.”

+++ Für Hotelwäschereien wird die Lage immer dramatischer +++

(05.03.2021) “Die Entscheidungen vom vergangenen Mittwoch sind in keiner Weise nachzuvollziehen”, so kommentiert Andreas Schumacher, Geschäftsführer des Deutschen Textilreinigungs Verbands (DTV) die Ergebnisse des jüngsten Corona-Gipfels. Er weist darauf hin, dass Hotelwäschereien aktuell zwischen 80 und 90 Prozent Umsatzverluste haben. Daneben berichten viele DTV-Mitgliedbetriebe von Personalverlusten in zweistelligem Prozentbereich. “Wie soll diese Branche überleben? Den Hotels und auch den Hotelwäschereien rennt das Personal inzwischen in Scharen davon. Jeder Tag ohne Perspektive ist nicht nur für die Wäschereien, sondern auch für deren Mitarbeiter ein Tag ohne Zukunft”, sagt Schumacher. Hier entstehe für die Zukunft zudem ein großes Problem: Wenn Hotels irgendwann wieder öffnen können, fehlt es laut Schumacher an Personal, Zulieferern und an der Wäscheversorgung. Die Beherbergungsbranche sei gerade für den Messestandort Deutschland von enormer Bedeutung. Aber ohne Perspektive würden die Hotels und damit auch die Wäschereien bis dahin kaputt sein.

+++ Intergastra digital: Gastro Vision Talkformat zum Fachkräftemangel in der Hotellerie +++

(05.03.2021) Der Fachkräftemangel in der Hotellerie ist seit langem ein Thema. Nun stellt die Corona-Pandemie die Branche vor weitere vollkommen neue Herausforderungen. Wie können Hoteliers ihren Mitarbeitern auch in der aktuellen Situation eine größtmögliche Transparenz und Sicherheit geben, und wie wird ein Abwandern in andere Branchen nach der Krise verhindert? Das diskutiert Marco Nussbaum, Gründer der Hotelmarke Prizeotel und Herausgeber des Podcasts “So geht Hotel Heute” bei “So geht Hotel Heute@Gastro Vision” im Rahmen der Intergastra digital am 8. und 9. März 2021 mit ausgewiesenen Experten aus den Bereichen Human Resources und Hotellerie. Die Talks können online über die Plattform der Intergastra digital verfolgt werden. Die Vorträge im Überblick:

  • 8. März 2021, 16:00 bis 17:00 Uhr
    Corona – Was können Führungskräfte jetzt für ihre Mitarbeiter tun?
    Welche Auswirkungen hat die Corona Krise auf die mentale und körperliche Gesundheit der Mitarbeiter? Wie gehe ich als Führungskraft mit dieser neuen Herausforderung während und nach dem Lockdown um? Diese Fragen beleuchtet Marco Nussbaum mit der Personalexpertin und Psychologin Dr. Julia Dannath-Schuh, Vizepräsidentin Personalentwicklung und Leadership der ETH Zürich, und dem Branchenexperten Jochen Oehler, Vorstand der DEHAG Hospitality Group.
  • 9. März 2021, 15:30 bis 16:30 Uhr
    Neuer Personalmangel nach der Corona-Pandemie?
    Kommt der große Personalmangel in der Hotellerie nach dem Lockdown noch stärker zurück? Die Auslöser der Branchenflucht für die Mitarbeiter der Hotellerie – ein Gespräch über die Zukunft der Human Resources und einem Blick über den Tellerrand in andere Branchen. Marco Nussbaum im Gespräch mit Ulrike Wieduwilt, Geschäftsführerin vom weltweit agierenden Personalberatungsunternehmen Russel Reynolds.

+++ Tourismusbeauftragter hofft auf Öffnungen bis Ostern +++

(05.03.2021) Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung hofft auf Öffnungsschritte für Gastronomie und Tourismusbranche nach der nächsten Bund-Länder-Konferenz. “Ich bin jetzt ein Stück weit optimistisch, weil wir in den nächsten Tagen Schritt für Schritt öffnen”, sagte Staatssekretär Thomas Bareiß (CDU) am Freitag im ARD-“Morgenmagazin” mit Blick auf die aktuellen Beschlüsse von Bund und Ländern. Er habe die große Hoffnung, dass nach der nächsten Schalte am 22. März auch die Gastronomie und Hotels geöffnet werden könnten.

Nach wie vor sei Sicherheit jedoch das oberste Gebot. “Wir müssen einfach noch mal vorsichtig sein, um dann nach dem 22. in den Urlaub gehen zu können vielleicht, das ist wichtig, auch für Ostern oder Pfingsten.” Die Gastronomie und die Tourismusbranche seien vorbereitet und die neue Teststrategie der Bundesregierung eine gute Grundlage für Öffnungen in diesen Bereichen. Konkretere Maßnahmen, wie der Tourismus wieder in Schwung kommen kann, nannte Bareiß nicht. (dpa)

+++ Kurzarbeit hat im Februar weiter zugelegt +++

(05.03.2021) Die Kurzarbeit in Deutschland hat im Februar weiter zugenommen. Nach Schätzungen des Ifo-Instituts lag die Zahl der Kurzarbeiter bei 2,8 Millionen und damit um 100.000 höher als im Januar. Damit ist jeder zwölfte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte betroffen. Laut Ifo nahm die Kurzarbeit insbesondere in Hotels und Gaststätten sowie im Einzelhandel zu, in der Industrie war sie rückläufig. Im Gastgewerbe sind nach den ifo-Zahlen 57 Prozent der Beschäftigten von Kurzarbeit betroffen – so viele wie in keiner anderen Branche. Im Handel waren es knapp 15 Prozent, bei wirtschaftsnahen Dienstleistern 14 und in der Industrie gut sieben Prozent.

+++ Epidemische Notlage bis 30. Juni verlängert +++

(05.03.2021) Am Tag nach den Bund-Länder-Beschlüssen hat der Bundestag die wegen der Corona-Pandemie ausgerufene “epidemische Lage von nationaler Tragweite” für weitere drei Monate bis zum 30. Juni verlängert. Das berichtet der Dehoga. Die epidemische Notlage sei Grundlage für die Kontaktbeschränkungen und Schließungen in der Corona-Pandemie. 368 Abgeordnete stimmten für die Verlängerung, 293 dagegen. Eine wichtige Neuerung enthalte auch das Infektionsschutzgesetz: Die Beschränkungen müssen sich laut Dehoga künftig nicht mehr nur am Inzidenzwert orientieren, sondern können auch andere Kennzahlen berücksichtigen, wie etwa den R-Wert und den Impffortschritt.

+++ Umfrage des Dehoga zu den Ergebnissen des Bund-Länder-Treffens +++

(05.03.2021) Der Dehoga bietet eine aktuelle Umfrage zu den jüngsten politischen Beschlüssen und zur aktuellen wirtschaftlichen Situation im eigenen Betrieb an. Die Umfrage läuft bis zum 8. März 2021. Die Antworten werden laut Dehoga vertraulich behandelt und nur anonymisiert weiterverarbeitet.

+++ Kurzfristige Impftermine für Hospitality-Mitarbeiter +++

(05.03.2021) Wie der Dehoga Bayern berichtet, sollen Mitarbeiter aus der Hospitality-Branche kurzfristig Impftermine erhalten haben. Grund hierfür sei das Überangebot an Astrazeneca-Impfstoffen in manchen Regionen. Sollten Sie ebenfalls an einer Impfung interessiert sein, so empfiehlt der Dehoga Bayern, sich beim Bayerischen Impfzentrum zu registrieren und

  • beim Punkt “Ich arbeite in Einrichtungen zur Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens” ein Häkchen bei “Ernährungswirtschaft” zu setzen sowie
  • beim Punkt “Ich habe eine besondere Kontaktsituation” “Beschäftigt in der Gastronomie” anzukreuzen.

+++ Pandemie beendet Frankfurter Rekordserie bei Übernachtungszahlen +++

(04.03.2021) Die Corona-Pandemie hat für das Jahr 2020 die Frankfurter Rekordserie an Gäste- und Übernachtungszahlen beendet. Wie das Unternehmen Tourismus + Congress GmbH am Donnerstag mitteilte, erreichte die Stadt Frankfurt in den zehn Jahren zuvor jährlich einen neuen Höchststand an Gäste- und Übernachtungszahlen.

Für das Jahr 2020 verzeichnete das Unternehmen jedoch nur 4.085.447 Übernachtungen in der Stadt, das sind 61,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl an Übernachtungsgästen ist im Vergleich zum Vorjahr um 65,1 Prozent auf 2.162.595 gesunken. (dpa)

+++ Tourismus in MV fordert Luca-App +++

(04.03.2021) Der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern hat die Landesregierung aufgerufen, die Lizenz für die sogenannte Luca-App zu kaufen. Damit könne die Dokumentationspflicht der Kontakte in touristischen Bereichen, Restaurants und Kulturstätten sowie die Nachverfolgung nach einer Infektion erleichtert werden. “Die digitale Nachverfolgung gehört zur Strategie dazu”, sagte der Geschäftsführer des Landestourismusverbands, Tobias Woitendorf, am Donnerstag. Er verwies auf Thüringen. Dort hatte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) Mittwochnacht angekündigt, dass die App in Thüringen jetzt flächendeckend eingesetzt werde. Auch Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hatte sich bereits offen für solche digitalen Lösungen gezeigt – als Unterstützung der Corona-Warn-App. (dpa)

+++ Erfurt will mit Schnelltests Öffnungsexperiment wagen +++

(04.03.2021) Erfurt peilt an, Einkaufsgeschäfte in der Stadt für einen beschränkten Zeitraum für Stadtbewohner mit negativen Corona-Testergebnis zu öffnen. “Es ist ein Experiment mit kalkulierbarem Risiko“, sagte Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) am Donnerstag. Es gehe darum, Händlern Umsatz zu ermöglichen, aber auch darum, viele Einwohner zu testen. Sollte es funktionieren, könnte das Pilotprojekt auch Vorbild für andere Städte sein und verstetigt werden. Denkbar sei auch, das Konzept bei Erfolg auf die Gastronomie auszuweiten, sagte ein Stadtsprecher. (dpa)

+++ Intergastra digital: bereits mehr als 4.000 Teilnehmer +++

(04.03.2021) Mehr als 100 Fachvorträge, Talk-Runden, Trend-Touren und Live-Workshops sind für die Intergastra, die heuer wegen der Coronakrise digital stattfindet, von 8. bis 10. März 2021 geplant.  “Mit mehr 90 Ausstellern und einer stetig wachsenden Zahl von aktuell über 4.000 Teilnehmern, ist das digitale Live-Event drei Tage vor Veranstaltungsstart auf dem besten Weg, zu einem virtuellen Großereignis zu werden”, so die Verantwortlichen.

Mittlerweile habe sich zudem das Who-is-Who der Branche angekündigt. Im “Chef-Sache-Talk” mit Sternekoch Alexander Herrmann etwa geht Thomas Ruhl der Frage auf den Grund, wie der bayerischen Küche der Sprung in die Moderne gelingt. Mit Elena Arzak (Restaurant “Arzak”, beste Chefköchin der Welt) wagt Ruhl den Blick über den Tellerrand nach Spanien und analysiert die Folgen des Shutdowns für die Sterneköchin und ihr Geschäft.

Ihren Fokus auf Hotellerie legt zudem die digitale Ausgabe der Gastro Vison mit den So-geht-Hote-heute-Talkrunden, die von Marco Nußbaum geleitet werden. Mit Dr. Julia Dannath-Schuh (ETH Zürich) und Jochen Oehler (Progros Einkaufsgesellschaft) spricht er am Montag über die Auswirkungen der Coronakrise auf die mentale sowie körperliche Gesundheit der Mitarbeiter und wie Führungskräfte mit dieser neuen Herausforderung umgehen können. Am Dienstag diskutiert Nußbaum außerdem mit Branchenexpertin Ulrike Wieduwild über die Auslöser der Branchenflucht in der Hotellerie und den erwarteten Personalmangel nach dem Lockdown. Mehr Infos zum Programm finden Sie hier.

+++ Gastronomie und Handwerk zeigen sich enttäuscht von Bund-Länder-Ergebnissen +++

(04.03.2021) Die Gaststättenbranche in Brandenburg vermisst bei den Lockerungsbeschlüssen von Bund und Ländern eine Perspektive. “Unkontrollierter Picknicktourismus darf sein, aber der gesicherte Raum in Gastronomiebetrieben darf nicht sein, das geht nicht”, sagte der Präsident des Dehoga Brandenburg, Olaf Schöpe, am Donnerstag. “Ich habe wenig Perspektiven für den Tourismus gesehen.” Enttäuschend sei, dass es keine Öffnungsperspektive für Ostern gebe. Die Betriebe wollten wieder Verantwortung übernehmen. Er wünsche sich, dass die Landesverordnung “ein bisschen mutiger ausfällt”. Die Ergebnisse der Bund-Länder-Beratungen im Einzelnen sowie weitere Reaktionen aus der Branche lesen Sie hier. Was der Dehoga Bundesverband zu den Ergebnissen des Coronagipfels sagt, haben wir zudem hier zusammengefasst.

+++ Schwieriger Neustart für die Lufthansa nach Corona-Horrorjahr 2020 +++

(04.03.2021) Nach einem milliardenschweren Rekordverlust will die vom Staat gerettete Lufthansa 2021 durchstarten und Corona überwinden. “Wir sind fest entschlossen, diese einzigartige Krise als Chance für unser Unternehmen zu nutzen”, sagte Vorstandschef Carsten Spohr am Donnerstag bei der Bilanzvorlage in Frankfurt. Das Unternehmen werde nach der Krise beweglicher, digitaler und nachhaltiger sein. Notwendig seien Einsparungen beim Personal und in der Flotte.

Kurzfristig traut sich der MDax-Konzern aber keine konkrete Geschäftsprognose zu und hat seine Kapazitätsplanung gekappt. Im laufenden Jahr rechnet der Vorstand nach schwachem Jahresbeginn nur noch mit einem Flugangebot zwischen 40 bis 50 Prozent des Niveaus aus dem Vorkrisenjahr 2019. Bisher waren noch bis zu 60 Prozent für möglich gehalten worden, kurzfristig könne auch auf 70 Prozent erweitert werden.

Der Einbruch in der Corona-Krise hat der Lufthansa für 2020 einen Rekordverlust von 6,7 Milliarden Euro eingebracht nach einem Gewinn von 1,2 Milliarden ein Jahr zuvor. Der Umsatz brach um fast zwei Drittel auf 13,6 Milliarden Euro ein. Eine Dividende für die Aktionäre wird es erneut nicht geben. 2020 bot der Konzern nur noch ein Drittel der Flüge an und erreichte ein Viertel der vorherigen Passagierzahl. Einzige Ertragsperle war die Frachttochter Lufthansa Cargo, die einen Betriebsgewinn von 772 Millionen Euro beisteuerte. Auch für 2021 rechnet Spohr konzernweit mit einem operativen Verlust, der aber geringer als 2020 ausfallen werde. (dpa)

+++ Gastronomie-Beschäftigte protestieren vor NRW-Landtag +++

(03.03.2021) Zahlreiche Gastronomie-Beschäftigte haben topfschlagend vor dem nordrhein-westfälischen Landtag in Düsseldorf für eine Öffnungsperspektive und ein höheres Kurzarbeitergeld demonstriert. Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG), Mohamed Boudih, drängte auf der Kundgebung am Mittwoch auf ein rasches Handeln der Politik. “Die soziale und finanzielle Not der Beschäftigten ist unerträglich geworden”, sagte er. Viele Gastronomie-Mitarbeiter seien seit Monaten in Kurzarbeit und müssten massive Einkommenseinbußen hinnehmen. Auf eine Öffnungsperspektive für ihre Branche warteten sie bislang vergeblich. (dpa)

+++ Bundeswirtschaftsministerium: Neue Überbrückungshilfen jetzt auch für große Unternehmen +++

(03.03.2021) Große vom Corona-Lockdown betroffene Unternehmen können jetzt neue staatliche Hilfen beantragen. Die bislang geltende Umsatzhöchstgrenze für die Überbrückungshilfe III falle weg, teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Mittwoch mit. Das gelte für den Einzelhandel, für die Veranstaltungs- und Kulturbranche, die Hotellerie, Gastronomie und die Pyrotechnikbranche, die von Schließungen betroffen sind, zudem für den Großhandel und die Reisebranche.

Viele große Mittelständler könnten nun Hilfe bekommen, sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). “Gerade große mittelständische Betriebe im Handel, in der Gastronomie oder im Hotelbereich leiden stark unter der aktuellen Krise.”

Die Überbrückungshilfe III ist für die Zeit bis Ende Juni vorgesehen. Unternehmen, die vom Lockdown stark betroffen sind, können im Monat bis zu 1,5 Millionen Euro vom Staat bekommen. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden. Unternehmen mit weniger als 750 Millionen Euro Umsatz konnten die Hilfe schon seit dem 10. Februar beantragen. Bisher gibt es allerdings lediglich Abschlagszahlungen, also eine Art Vorschuss auf den Förderbetrag. (dpa)

+++ Lufthansa zieht Corona-Bilanz für Horror-Jahr 2020 +++

(03.03.2021) Mitten im Lockdown-Winter mit sehr wenig Flugverkehr zieht der Lufthansa-Konzern an diesem Donnerstag (7 Uhr) seine Bilanz für das von der Corona-Pandemie geprägte Horror-Jahr 2020. Wegen der zahlreichen Flugabsagen und andauernden Reisebeschränkungen werden deutlich gesunkene Umsätze und Verluste in Milliardenhöhe erwartet.

Bereits nach neun Monaten hatte der staatlich gestützte M-Dax-Konzern einen Verlust von 5,6 Milliarden Euro bei einem Umsatz von elf Milliarden Euro angehäuft. Mit dem ebenfalls schwierigen Schlussquartal erwarten die Analysten nun Gesamterlöse um die 13,8 Milliarden Euro nach 36,4 Milliarden Euro im Jahr zuvor.

Mit Spannung werden Aussagen von Konzernchef Carsten Spohr und dem neuen Finanzchef Remco Steenbergen zur Personal- und Finanzsituation erwartet. Zuletzt hatte sich Lufthansa am privaten Kapitalmarkt Geld besorgen können, um hochverzinsliche Staatskredite abzulösen. Die Bundesrepublik Deutschland, Belgien, Österreich und die Schweiz hatten dem Konzern mit insgesamt neun Milliarden Euro unter die Flügel gegriffen. Seitdem ist der Bund größter Einzelaktionär der Lufthansa. Der zweitwichtigste Anteilseigner, der Milliardär Heinz Hermann Thiele, ist am 23. Februar gestorben. (dpa)

+++ Ischgl hakt Wintersaison endgültig ab +++

(03.03.2021) Der österreichische Wintersportort Ischgl wird seine Lifte in dieser Wintersaison nicht mehr in Betrieb nehmen. “Diesen Winter haken wir ab”, sagte Tourismuschef Andreas Steibl am Mittwoch.

Angesichts des nach wie vor beunruhigenden Infektionsgeschehens, der verschärften Reiserestriktionen und der noch immer fehlenden Perspektiven für Öffnungsschritte in Gastronomie und Hotellerie sei eine Aufnahme des Skibetriebes weniger denn je vertretbar, teilte die Silvrettaseilbahn AG mit. Ischgl war im Frühjahr 2020 als Hotspot bei der Verbreitung des Coronavirus international in den Schlagzeilen. In der Wintersaison setzt der Tiroler Ort normalerweise 300 Millionen Euro um. (dpa)

+++ Deutschland verlängert Grenzkontrollen bis zum 17. März +++

(03.03.2021) Deutschland hat seine stationären Kontrollen an der Grenze zu Tschechien und dem österreichischen Bundesland Tirol bis zum 17. März verlängert. Das teilte der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Steve Alter, am Mittwoch in Berlin mit. Grund dafür seien eine “verschlechterte Corona-Infektionslage in Tschechien” und eine “nicht verbesserte Infektionslage in Tirol”.

Deutschland hatte Tschechien, die Slowakei und weite Teile Tirols Mitte Februar zu sogenannten Virusvariantengebieten erklärt. Von dort sowie aus anderen Gebieten, in denen ansteckendere und ersten Studien zufolge häufiger schwere Verläufe verursachende Varianten des Coronavirus stark verbreitet sind, dürfen aktuell nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen. Ausnahmen gibt es etwa für Lastwagenfahrer und Grenzgänger mit systemrelevanten Berufen. (dpa)

+++ Niedersachsen: Land erhöht Investitionshilfe für Gastro auf 75 Millionen Euro +++

(03.03.2021) Niedersachsen erhöht die Investitionshilfe für die Gastronomie in der Coronakrise um weitere 19 Millionen auf insgesamt 75 Millionen Euro. Grund sei das anhaltend hohe Interesse an den Zuschüssen, teilte das Wirtschaftsministerium in Hannover am Mittwoch mit. “Die Gaststättenbranche leidet nach wie vor schwer unter den Folgen der Corona-Pandemie”, sagte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU). “Wir bieten den Betrieben zeitnahe Hilfe, damit Niedersachsen mit seinem attraktiven Tourismusangebot gut aus der Krise hervorgeht.”

Das Förderprogramm ermöglicht Investitionen in Umbauten, Erweiterungen oder sonstige Modernisierungen, die einen Bezug zur Corona-Epidemie haben. Dazu zählen beispielsweise neue Lüftungs-, Hygiene- oder Spültechnik, Heizkonzepte für den Außenbereich oder Trennwände. Die Zuschüsse betragen bis zu 80 Prozent der Ausgaben, maximal jedoch 100.000 Euro. (dpa)

+++ Scholz plant Nachtragshaushalt wegen Lockdown-Kosten +++

(03.03.2021) Die Corona-Pandemie kommt den Staat noch teurer zu stehen als gedacht. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) plant angesichts der Kosten für den langen Corona-Lockdown, für Unternehmenshilfen, Tests und Bonuszahlungen für Familien einen Nachtragshaushalt. Darüber informierte der Vizekanzler nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch die Haushälter von Union und SPD. Die geplante Größenordnung ist demnach noch offen. Zuletzt war zu hören, dass das Ministerium von einem Mehrbedarf von etwa 50 Milliarden Euro ausgeht.

Bisher sieht der Bundeshaushalt für 2021 eine Neuverschuldung von rund 180 Milliarden Euro vor. Damals ging Scholz allerdings noch nicht von einem so umfassenden Lockdown aus, wie er wegen hoher Infektionszahlen zu Jahresbeginn verhängt wurde. Das Finanzministerium arbeitet derzeit parallel bereits am Etat für 2022, den Scholz Ende März dem Kabinett vorlegen will. (dpa)

+++ Mann bezieht unbemerkt geschlossenes Hotel in Nürnberg +++

(03.03.2021) Ein Mann in Nürnberg hat offenbar heimlich ein coronabedingt weitestgehend geschlossenes Hotel bezogen. Passanten zufolge sei aus einem der Zimmer am Dienstagmittag ein Glas geworfen worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Mitarbeiter entdeckten daraufhin den ungebetenen Gast. “Wie lange sich der 40-Jährige dort aufhielt, konnte bislang nicht geklärt werden”, hieß es in der Mitteilung der Polizei. Der Mann wurde festgenommen. Auf seinem Zimmer wurden mutmaßlich geklaute Handys und Parfümtester gefunden. (dpa)

+++ DRV: Reisebuchungen ziehen langsam an dennoch hartes Jahr erwartet +++

(03.03.2021) Noch ist es kein eindeutiger Trend, aber seit Mitte Februar gibt es Anzeichen für ein Anziehen der Reisebuchungen: Die Umsätze für Reisen, die in stationären Reisebüros und auf Online-Portalen gebucht werden, sind in der zweiten Februarwoche gegenüber den Vorwochen merklich angestiegen. Das teilte der Deutsche Reiseverband (DRV) auf Basis der Auswertungen von Travel Data + Analytics (TDA) mit. “Mit der Aussicht auf Impfungen und mehr Möglichkeiten für Tests steigt auch die Zuversicht, bald wieder verreisen zu können. Zudem rechnen wir mit einem Nachholeffekt, da viele Menschen im vergangenen Jahr keinen Urlaub machen konnten und diesen auf 2021 verschoben haben”, so Norbert Fiebig, Präsident des DRV.

In den vergangenen Wochen verharrte das Neubuchungsaufkommen auf einem Niveau von etwa 20 Prozent des Vorjahresvolumens. Die meisten Kunden buchen derzeit für Reisen in diesem Sommer oder später im Jahr – zum Teil sogar erst für Reisen im nächsten Jahr: Rund 60 Prozent der Buchungsumsätze gehen in diesen Tagen für die Sommersaison ein, ein Viertel der Umsätze werden für die Zeit nach Oktober eingebucht. Auf die jetzt noch bis Ende April laufende Wintersaison – und damit auch die Osterferien – entfallen nur 13 Prozent der Neubuchungen, die Mitte Februar eingegangen sind. Fehlende Öffnungsstrategien der Politik und große Unsicherheit über Reisemöglichkeiten in den Osterferien lassen viele Kunden bei der Reiseentscheidung zögern. Es ist zu erwarten, dass für April und auch Mai kurzfristig gebucht wird, sobald Lockerungen absehbar sind.

Für den Sommer sind derzeit besonders Flugpauschalreisen für Ziele im östlichen Mittelmeer – etwa Griechenland und Türkei – gefragt. Die griechischen Inseln liegen derzeit bei der Nachfrage an der Spitze. Noch verhalten gehen die Buchungen für spanische Ziele wie zum Beispiel die Balearen ein. Dagegen steigt die Zahl der Buchungen für Kreuzfahrten und Fernreiseziele überproportional an. Dabei bezieht sich die Nachfrage bei den Kreuzfahrten mehrheitlich bereits auf den Sommer 2022.

Dennoch erwarte man ein hartes Jahr. “Es wäre schon als Erfolg zu werten, wenn wir für den Markt der Reisebüros und Reiseveranstalter rund 50 Prozent des Umsatzvolumens von 2019 erreichen würden”, so DRV-Präsident Fiebig. “Umfragen aus den vergangenen Wochen zeigen: Die Bundesbürger möchten verreisen und stehen in den Startlöchern.” Dabei setzen die Kunden bei den derzeitigen Buchungen auf bestmögliche Absicherung, wie sie zum Beispiel die Pauschalreise biete.

+++ Tourismusverband MV schlägt Modellregion mit Schleswig-Holstein vor +++

(03.03.2021) Der Geschäftsführer des Landestourismusverbands Mecklenburg-Vorpommern, Tobias Woitendorf, hat einen norddeutschen Sonderweg vorgeschlagen, falls die Interessen des Tourismus bei den Beratungen von Bund und Ländern am heutigen Mittwoch nicht ausreichend beachtet werden. Hintergrund ist die Passage im Entwurf der Konferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten, in der Öffnungsschritte beispielsweise für Gastronomie, Kultur oder Hotels auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden sollen. (dpa)

+++ Blitzumfrage des DRV: Branche attestiert Politik schlechtes Zeugnis +++

(03.03.2021) Eine Blitz-Umfrage des Deutschen Reiseverbandes (DRV) rund um das Thema Restart führt zu schlechten Noten für die Politik. Kritisiert werden insbesondere der zu langsame Impffortschritt, Quarantäne für Reiserückkehrer sowie nicht enden wollende Appelle der Politik, auf das Reisen zu verzichten. Rund 600 Mitgliedsunternehmen – Reisebüros, Reiseveranstalter und touristische Dienstleister – haben an der Umfrage Ende Februar teilgenommen.

Mit einem Anlaufen des Geschäfts zu Pfingsten respektive zum Sommer rechnet jeweils etwa ein Drittel aller Unternehmen. Einen Restart zu Ostern sehen nur wenige der teilnehmenden Unternehmen. Zehn Prozent der befragten Reisebüros und knapp neun Prozent der Reiseveranstalter sehen in diesem Jahr überhaupt keine Chance auf ein Anlaufen des Geschäfts.

Rund 90 Prozent der Reisebüros und Reiseveranstalter rechnen in diesem Jahr mit maximal 50 Prozent des Umsatzes aus dem Vor-Corona-Jahr 2019; bei den touristischen Dienstleistern sind dies zwei Drittel. Die meisten Unternehmen erwarten Umsätze zwischen 25 und 50 Prozent im Vergleich zu 2019 – bei den Reisebüros knapp über 49 Prozent, bei den Reiseveranstaltern knapp 45 Prozent und bei den sonstigen 48 Prozent. Nur rund zwei Prozent aller Befragten erwarten für das laufende Jahr mehr als 75 Prozent des Umsatzes von 2019.

Die meisten der Befragten begrüßen, dass geimpfte Personen uneingeschränkt reisen könnten. Bei den Reisebüros, die an der Befragung teilgenommen haben, sind es mit 41 Prozent weniger als bei Reiseveranstaltern (51 Prozent) und den sonstigen Unternehmen (52 Prozent). Über drei Viertel der Befragten nannten eine mögliche Quarantäne bei der Rückreise nach Deutschland als vorrangigsten Grund, keine Reise zu buchen – bei Reisebüros sogar 82 Prozent.

Die Beschleunigung des Impfens ist für die Mehrheit der Befragten besonders wichtig, wenn es um eine Restart-Strategie des Tourismus geht – sowohl bei Reisebüros als auch bei Reiseveranstaltern und den übrigen Unternehmen der Branche jeweils knapp 80 Prozent der Nennungen. “Die Ergebnisse unserer Blitz-Umfrage zeigen, dass im Mittelpunkt der politischen Überlegungen jetzt Strategien stehen müssen, die internationale Mobilität schrittweise wieder zu ermöglichen. Dazu zählt die Beschleunigung des Impfens ebenso wie eine schlüssige Teststrategie”, so der DRV.

+++ Bundesregierung will Ausbildungsprämie auf 4.000 Euro verdoppeln +++

(03.03.2021) Um zu verhindern, dass immer mehr Ausbildungsplätze wegfallen, will die Regierung die Unternehmen mit einer höheren Prämie unterstützen, wie unter anderem das “Handelsblatt” berichtet. Sie will die Prämien für Betriebe, die trotz ihrer Einbußen in der Pandemie die Lehrstellen im Ausbildungsjahr 2021/2022 nicht abbauen, von 2.000 auf 4.000 Euro verdoppeln. Firmen, die ihre Ausbildungskapazitäten sogar erhöhen, sollen einen Zuschuss von 6.000 Euro erhalten.

+++ Österreich öffnet Außengastronomie +++

(03.03.2021) In Österreich darf die Außengastronomie ab 27. März unter bestimmten Regeln wie Corona-Tests und Abstandhalten wieder öffnen. Das sagte Bundeskanzler Kurz, wie unter anderem der “BR” berichtet. Kultureinrichtungen dürfen zudem ab April wieder öffnen. In Vorarlberg, wo die Inzidenzen landesweit am niedrigsten sind, soll es bereits ab dem 15. März Öffnungsschritte im Bereich Gastro, Sport und Kultur geben.

+++ Ostseeresort Olpenitz wächst weiter – Nachfrage auch in Pandemie +++

(03.03.2021) Jahrzehntelang war das Areal an der Schleimündung bei Kappeln Marinestützpunkt. Seit einigen Jahren werden in Olpenitz Ferienwohnungen und -häuser direkt am Wasser gebaut. Insgesamt sollen hier rund 1.400 Wohneinheiten entstehen, wie der Geschäftsführer von Helma Ferienimmobilien, Per Barlag Arnholm, sagte. Knapp die Hälfte davon sei bereits errichtet oder kurz vor der Fertigstellung.

Kappelns Bürgermeister Heiko Traulsen sieht die Entwicklung des Areals nach der Insolvenz der damaligen Betreibergesellschaft vor rund zehn Jahren positiv. Die Stadt profitiere ganz deutlich von dem Feriendorf, sagte Traulsen. So seien etwa neue Gastronomiebetriebe am Hafen dazu gekommen und auch der Einzelhandel mache mehr Umsatz. Das Projekt werde nicht mehr als Bedrohung wahrgenommen, sondern man erkenne das Potenzial.

Die Corona-Pandemie habe keine negativen Auswirkungen auf das Projekt: “Gerade wegen der Pandemie und der Angst um das Spargeld, sowie der Tatsache, dass Ferien im eigenen Land sicher über Jahre hinweg deutlich steigen, ist die Nachfrage seit Anfang der Pandemie deutlich gestiegen”, sagte Arnholm. Die Auslastung liegt durchschnittlich bei 180 bis 220 Tagen. Viele Einheiten kommen auch deutlich an die 300 Vermietungstage ran. (dpa)

+++ Sachsen: Zwei Kommunen als Modellstädte für Öffnungsschritte vorgesehen +++

(03.03.2021) In der neuen Coronaverordnung für Sachsen sollen Augustusburg und Oberwiesenthal als Modellstädte für vorsichtige Öffnungsschritte im Tourismus festgelegt werden. Das kündigte die zuständige Ministerin Barbara Klepsch (CDU) am Mittwoch bei einer Pressekonferenz anlässlich der Internationalen Tourismusbörse (ITB) an. Sachsen wird auf der digitalen Reisemesse vom 9. bis 12. März als “Offizielle Kultur-Destination” auftreten.

Wie Klepsch weiter sagte, werden auch in Chemnitz und Dresden Konzepte erarbeitet, die eine schrittweise Öffnung von Kultur- und Freizeitstätten ermöglichen sollen. Gebraucht würden Öffnungsstrategien, die sowohl das jeweilige Infektionsgeschehen in den Blick nähmen als auch die Fortschritte bei Impfungen, bei Tests und weiteren Hygienemaßnahmen beachteten. Es werde vor allem darum gehen, sichere Kontakte zu ermöglichen. (dpa)

+++ Unternehmen und Verbände befürworten Schnelltests +++

(03.03.2021) In einer Sache sind sich vor allem aufseiten der von der Coronakrise besonders betroffenen Wirtschaftszweige viele einig: Öffnungen und Lockerungen müssen her – so schnell wie möglich. Am heutigen Mittwoch um 14 Uhr kommen Bund und Länder erneut zusammen und beraten darüber, wie das angesichts der derzeit wieder steigenden Neuinfektions- und Inzidenzzahlen möglich sein soll. Schnell- und Selbsttests spielen dabei eine zentrale Rolle. Doch es bleiben Bedenken und Befürchtungen, auch auf Wirtschaftsseite. “Schnell- und Selbsttests sind mit guter Genauigkeit in der Lage festzustellen, ob jemand aufgrund einer akuten Covid-19-Infektion aktuell ansteckend ist”, heißt es in einem Entwurf vom Dienstag für die Bund-Länder-Gespräche.

Die Hauptgeschäftsführerin des Hotel- und Gastronomieverbands Dehoga, Ingrid Hartges, forderte auf Anfrage eine rasche Klärung der Rechtsfragen rund um die Tests. “Schnelltests sollten möglichst schnell, flächendeckend und kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Das muss professionell organisiert werden.” (dpa)

+++ Staatskanzleichef sieht derzeit keine Öffnungen in Gastronomie +++

(03.03.2021) Staatskanzleichef Axel Wintermeyer (CDU) hat Hoffnungen auf größere Lockerungen der Corona-Regeln gedämpft. “Wir gehen kleine Schritte mit Bedacht, anstelle, dass wir Riesen-Schritte machen und stolpern”, sagte Wintermeyer in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit RTL Hessen. Geöffnete Außenbereiche von Restaurants und Cafés gäben die derzeitigen Zahlen nicht her. “Letztes Jahr sind wir aus dem Lockdown ausgestiegen, da waren wir unter einer Zehner-Inzidenz gewesen und wir sind momentan bei 65”, sagte Wintermeyer. “Wir dürfen im April keine dritte große Welle bekommen.” (dpa)

+++ Dehoga NRW erwägt Klage gegen Lockdown-Verlängerung +++

(02.03.2021) Der nordrheinische Hotel- und Gaststättenverband droht vor den Corona-Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch ab 14 Uhr mit einer Klage gegen fortdauernde Schließungen von Hotels und Gaststätten vorzugehen. Der bekanntgewordene Beschlussvorschlag aus dem Kanzleramt zum Gastgewerbe sei inakzeptabel, teilte der Dehoga Nordrhein am Dienstag mit  (wir berichteten). Zahlreiche Mitgliedsunternehmen hätten den Verband aufgefordert, rechtlich gegen Verordnungen auf dieser Basis vorzugehen. Man wolle eine Kanzlei mit einer entsprechenden Klage beauftragen.

Es brauche konkrete Strategien, die eine dauerhafte Öffnung aller gastgewerblichen Betriebe ermöglichen, teilte der Verband in seiner Kritik an dem Entwurf mit. 45.000 Unternehmen allein in NRW würden weiter vertröstet. Die Politik unternehme “offensichtlich nichts, was Hotellerie und Gastronomie irgendeine Form von Hoffnung und Perspektiven gibt.” Das Infektionsrisiko in vielen Branchenbereichen sei niedrig. Dies gelte für den Außenbereich, für Hotels, aber ähnlich auch für Restaurants mit Schutzkonzepten. “Deshalb ist ein konkretes Szenario innerhalb einer Öffnungsstrategie das Mindeste, was wir erwarten.”

Ein vorläufiges Beschlusspapier für die Bund-Länder-Runde am Mittwoch sieht unter anderem vor, dass Außenbereiche von Restaurants erst öffnen sollen, wenn die Inzidenz 14 Tage stabil bei unter 35 bleibt (wir berichteten). Ab einem Wert, der noch festgelegt werden muss, könnte man aber zumindest mit Terminbuchung Essen gehen. Tests wären vorgeschrieben, wenn an einem Tisch Personen aus mehrere Hausständen sitzen. Über weitere Lockerungen etwa für Innenbereiche von Restaurants und die Hotellerie soll dem Beschlussentwurf zufolge erst bei der nächsten Bund-Länder-Runde am 24. März beraten werden. (dpa)

+++ Tourismusverband Schleswig-Holstein dringt auf Öffnungen und Tests +++

(02.03.2021) Der Tourismusverband Schleswig-Holstein verlangt Öffnungen für die Branche bei weniger als 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Der Verband berief sich am Dienstag auf das Robert Koch-Institut (RKI). Demnach seien Unterkunftsbetriebe ein niedriges Infektionsrisiko und sollten bei einer Inzidenz unter 50 mit den bestehenden Hygienekonzepten noch vor der Gastronomie geöffnet werden können.

“Die Aussagen des RKI sollten Anlass für die Landesregierung sein, ihren Stufenplan anzupassen”, erklärte Verbandsvize Peter Douven. Mit zuletzt 49,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen hat Schleswig-Holstein die zweitniedrigste Inzidenz in Deutschland. Zehn von 15 Kreisen und kreisfreien Städten sind unter 50. (dpa)

+++ Corona halbiert Umsatz des Berliner Gastgewerbes +++

(02.03.2021) Einen trinken gehen oder ins Restaurant – das kam für die Berliner im Corona-Jahr 2020 deutlich seltener in Frage als üblich. Weil zudem kaum Urlauber kamen, erlebte das Gastgewerbe einen starken Einbruch. Verglichen mit dem Vorjahr ging die Hälfte des Umsatzes verloren, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Dienstag mitteilte. Verordnete Schließungen und Infektionssorgen hielten die Kunden fern, besonders von Hotels, die fast zwei Drittel schwächer abschnitten als 2019. Restaurants, Gaststätten und Caterer verloren rund 40 Prozent ihres Geschäfts. Unterm Strich stand für das Gastgewerbe ein Umsatzminus von 48,1 Prozent. Bereinigt um Preissteigerungen waren es 49,9 Prozent. (dpa)

+++ Helgoländer Wirtschaft legt Fahrplan für Öffnungen vor +++

(02.03.2021) Die Wirtschaft auf Helgoland hat vor dem Bund-Länder-Treffen am Mittwoch ein Konzept zum langsamen Wiederanfahren des Tourismus auf der Insel ab Mitte März vorgelegt. Demnach soll nach Vorstellungen der Unternehmen bereits am 15. März mit einer Warm-Up-Phase gestartet werden, wie das Wirtschaftsforum Helgoland am Dienstag mitteilte. Dann sollen Gastronomie, Handel und sonstige Dienstleister auf der Insel zunächst nur für die Helgoländer öffnen, um Hygienekonzepte und angepasste Betriebsabläufe zu testen.

Eine Woche später sollen dem Plan zufolge auch Urlauber und Tagesgäste mit einer coronakonformen Schiffskapazität wieder Helgoland ansteuern. Auch Beherbergungsbetriebe, Gastronomie und Handel auf der Insel sollen dann für alle öffnen. (dpa)

+++ Digitalisierungsberatung für Gastwirte in Hessen +++

(02.03.2021) Mehr als 1.200 Gastwirte in Hessen können sich bis Ende nächsten Jahres kostenlos über Digitalisierungsmöglichkeiten beraten lassen. Für dieses neue Angebot stelle die Landesregierung 2,5 Millionen Euro zur Verfügung, teilte das Umweltministerium in Wiesbaden am Dienstag mit. Beraten wird etwa in Sachen Internetauftritt, Online-Buchungen für die Gäste sowie interne Abläufe wie Personalplanung und Kalkulation. “Gerade für die Gastronomie im ländlichen Raum ist die Digitalisierung entscheidend, um langfristig bestehen zu können”, sagte die Ministerin Priska Hinz (Grüne). Beraten werden soll überwiegend in den Betrieben. (dpa)

+++ Scholz fordert von Spahn konkrete Zahlen zur Teststrategie +++

(02.03.2021) Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) erwartet von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine besser ausgearbeitete Strategie für Schnelltests auf das Coronavirus. “Man kann keine Teststrategie auf Hoffnungen ausbauen”, sagte Scholz nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag in einer Sitzung der SPD-Bundestagsfraktion. “Wir brauchen konkrete Zahlen, die der zuständige Minister liefern muss”, forderte er demnach.

Das Gesundheitsministerium hatte ein Diskussionspapier zu den Schnelltests formuliert, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Darin wird eine monatliche Kostenbelastung von 540 bis 810 Millionen Euro geschätzt. Grundlage für die Angaben sind unter anderem Erfahrungen aus Bayern, wo es bereits kostenlose Tests für Bürger gibt. Es wird angenommen, dass pro Tag 2 bis 2,5 Prozent der Bevölkerung ein Testangebot nutzen würden. (dpa)

+++ Fortschritt übers Wochenende: Gut 70 Prozent der Novemberhilfen in Berlin ausgezahlt +++

(02.03.2021) Die Investitionsbank Berlin (IBB) ist bei der Auszahlung der Novemberhilfen für Unternehmen übers Wochenende vorangekommen: Inzwischen sind rund 275 Millionen Euro ausgezahlt worden und damit mehr als 70 Prozent des gesamten Antragsvolumens, wie die IBB am Montag mitteilte. Am Freitag waren es noch 227 Millionen Euro gewesen. Insgesamt wurden demnach bislang rund 25.200 Anträge abgearbeitet und damit etwa 88 Prozent des Bestands. Zu den Dezemberhilfen nannte die IBB weiter keine Beträge. Hier seien bislang 77 Prozent der rund 24.200 eingegangenen Anträge bearbeitet

Bund und Länder waren bei den November- und Dezemberhilfen wegen der schleppenden Auszahlung in die Kritik geraten. Die Hilfsanträge mussten betroffene Unternehmen in der Corona-Krise beim Bund einreichen. Die Investitionsbank konnte eigenen Angaben zufolge erst elf Wochen später auf die Daten zugreifen. Sie betonte, nun innerhalb von rund sechs Wochen einen Großteil der Anträge abgebarbeitet zu haben. (dpa)

+++ Appell an Kretschmann: 16 Bürgermeister aus Baden-Württemberg fordern neue Corona-Strategie +++

(02.03.2021) 16 Bürgermeister haben in einem offenen Brief an Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) eindringlich appelliert, trotz der angespannten Corona-Lage Öffnungen zuzulassen – etwa in Handel und Gastronomie. “Wir fordern eine Abkehr von der reinen Politik der Beschränkung und Verbote zu einer Politik der möglichst großen Freiheit mit bestmöglicher Begleitung von Hygienemaßnahmen”, schreiben sie.

Nach einer solch langen Zeit in der Pandemie erscheine ihnen die aktuelle Ausrichtung des politischen Handelns nicht mehr weitblickend genug. “Das Coronavirus gehört zwischenzeitlich zu uns. Wir werden es für lange Zeit nicht schaffen, alle daraus resultierenden Risiken auszuschalten. Deshalb muss das Motto für die kommenden Wochen heißen: Zulassen, statt zu lassen!”, heißt es. Vor allem Hotellerie und Gastronomie hätten sich im vergangenen Jahr mit ausgezeichneten Hygienekonzepten fit für den sorgfältigen Umgang mit der Pandemie gemacht – und fänden sich dennoch derzeit “in der vollkommenen Perspektivlosigkeit wieder.”

Der Brief wurde von den Bürgermeistern folgender Orte unterschrieben: Blumberg, Bräunlingen, Ettenheim, Friesenheim, Grenzach-Wyhlen, Kandern, Kappel-Grafenhausen, Mahlberg, Markdorf, Meersburg, Meißenheim, Oberndorf, Neuried, Schönau, Schuttertal, Steinen. (dpa)

+++ SPD-Chef: Merkel und Unionsminister werden Aufgabe nicht gerecht +++

(02.03.2021) Der SPD-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans hat die Arbeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Unionsminister in der Corona-Krise scharf kritisiert. “Wir haben eine Regierungschefin, die in der Koordinierung in dieser Krise einiges vermissen lässt”, sagte Walter-Borjans der “Augsburger Allgemeinen” über den Koalitionspartner. Die derzeit besonders geforderten Verantwortungsträger in der Union würden “ihrer Aufgabe nicht gerecht”. Er bezog sich damit besonders auf Wirtschaftsminister Peter Altmaier und Gesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU). Bei beiden sei, “vorsichtig formuliert, eine Menge Luft nach oben.”

So scharfe Worte eines Parteivorsitzenden über seinen Koalitionspartner sind eher ungewöhnlich – allerdings hat der Wahlkampf begonnen, am 26. September wird ein neuer Bundestag gewählt. Vieles werde derzeit von Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) und den SPD-Ministern ausgebügelt, führte Walter-Borjans weiter aus. “Je näher wir der Wahl kommen, desto mehr spürt man, dass es nicht nur auf das Wollen ankommt, sondern auch auf das Können.” Und: “Die Leistung der Kabinettsmitglieder von CDU und CSU in dieser Regierung liegt nun wirklich erkennbar hinter der der SPD.” (dpa)

+++ Alltours will nach Krise neue Mitarbeiter einstellen +++

(02.03.2021) Trotz der Pandemie will der Düsseldorfer Tourismuskonzern Alltours nach eigenen Angaben kein Personal abbauen und nach der Krise weitere Mitarbeiter einstellen. Das sagte der Alleininhaber Willi Verhuven der “Rheinischen Post”. “Die meisten unserer Mitarbeiter sind derzeit in Kurzarbeit, aber ab Juni streben wir wieder Vollbeschäftigung an. Entlassungen sind bei uns nicht erforderlich”, berichtete Verhuven. Stattdessen werde durch das erwartete folgende Wachstum “weiterer Personalaufbau erforderlich werden”.

Der Firmenchef rechnet damit, dass das Geschäft im Juni/Juli stark anziehen wird, auch weil sich Tests und Impfungen immer mehr durchsetzten. Zu den Trends sagte er: “Wir merken jetzt schon an den Buchungen, dass die vielen schönen Ecken Deutschland wie Bayern, die Nordsee- und Ostseeregion und andere Ziele sehr beliebt sein werden. So war es bereits im Jahr 2020.” Die Kunden zeigten auch “viel Interesse an Griechenland sowie an der Türkei”. (dpa)

+++ Kur- und Heilbäder in Niedersachsen wollen zu Ostern öffnen – Urlaubsbauernhöfe auch +++

(02.03.2021) Die Kur- und Heilbäder in Niedersachsen stehen zu Ostern in den Startlöchern. “Die Menschen lechzen nach Erholung und Gesundung in einer intakten Natur und die Kur- und Heilbäder in Niedersachsen brauchen die Gäste, um zu überleben”, sagte der Vorsitzende des Heilbäderverbandes Niedersachsen, Norbert Hemken.

Hemken plädiert für die Öffnung der Bäder Anfang April zu Ostern – in Anlehnung an den vom Landeskabinett beschlossenen Stufenplan und mit möglichen Schnelltests. Gemeinsam mit kommunalen Vertretern, dem Gaststättenverband Dehoga und der Handelskammer seien Gespräche mit der Landesregierung geplant. Dabei soll es um Testnachweise, Kontrollen und Kostenerstattungen gehen. Sollte es Vorbehalte gegen eine landesweite Regelung geben, wären auch regionale Pilotlösungen denkbar, heißt es beim Bäderverband.

Die Urlaubsbauernhöfe würden ebenfalls gern zu Ostern öffnen. Umfangreiche Hygienekonzepte, die auf den Höfen mit Ferienwohnungen und der Anreise mit dem eigenen Auto gut umgesetzt werden könnten, ermöglichten einen sorglosen Urlaub in diesen Zeiten. “Den Komplettausfall der Beherbergung können wir mit der Landwirtschaft nicht auffangen”, sagt Warnken, Vorsitzende des Verbandes Landtouristik Niedersachsen. In den staatlichen Corona-Hilfsprogrammen würden die Bauernhöfe nicht berücksichtigt. (dpa)

+++ CDU Rheinland-Pfalz: Corona-Erleichterungen bei negativem Schnelltest +++

(01.03.2021) Wer einen negativen Corona-Schnelltest vorweisen kann, soll nach Ansicht der rheinland-pfälzischen CDU unter bestimmten Bedingungen bislang noch nicht geöffnete Einrichtungen in der Gastronomie oder dem Freizeit- und Kulturbereich nutzen können. Als Beispiel nannte Fraktionschef Christian Baldauf am Montag Besuche in einem Restaurant oder einem Fitnessstudio innerhalb von 24 Stunden nach dem Testergebnis. Allerdings müssten Faktoren wie der Inzidenzwert und das Angebot an verfügbaren Intensivbetten sowie regionale und bauliche Gegebenheiten beachtet werden, bevor es zu einem solchen Schritt kommen könne, sagte er. Zudem müssten die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden. (dpa)

+++ Preisauftrieb beschleunigt sich – Inflation bei 1,3 Prozent +++

(01.03.2021) Nach dem Auslaufen der Mehrwertsteuersenkung zieht die Teuerung in Deutschland weiter an. Die Verbraucherpreise stiegen im Februar gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Montag anhand vorläufiger Daten mitteilte. Es war der stärkste Anstieg seit März 2020 mit damals 1,4 Prozent. Im Januar war eine Jahresinflationsrate von 1,0 Prozent und im Dezember von minus 0,3 Prozent gemessen worden. Gegenüber dem Vormonat legten die Verbraucherpreise im Februar 2021 um 0,7 Prozent zu.

Ein Teil des Anstiegs ist nach Einschätzung von Commerzbank-Experte Ralph Solveen auf den höheren Ölpreis und damit verbunden teureres Benzin und Heizöl zurückzuführen. Verbraucher mussten im Februar für Haushaltsenergie und Kraftstoffe erstmals seit Monaten wieder mehr zahlen als ein Jahr zuvor (plus 0,3 Prozent). Nahrungsmittel und Dienstleistungen verteuerten sich gegenüber dem Vorjahresmonat um jeweils 1,4 Prozent.

Nach dem Auslaufen der Mehrwertsteuersenkung hatte die Inflation bereits im Januar einen Sprung gemacht. Die für ein halbes Jahr eingeführten niedrigeren Steuersätze von 16 beziehungsweise fünf Prozent zur Ankurbelung des Konsums in der Coronakrise waren Ende vergangenen Jahres ausgelaufen. Zudem wurde Anfang 2021 eine CO2-Abgabe von 25 Euro je Tonne ausgestoßenem Kohlendioxid (CO2) eingeführt worden, das beim Verbrennen von Diesel, Benzin, Heizöl und Erdgas entsteht. (dpa)

+++ Gastwirte in Niedersachsen fordern Öffnung der Branche spätestens zu Ostern +++

(01.02.2021) Niedersachsens Gastwirte fordern eine möglichst schnelle Öffnung von Hotels und Restaurants – spätestens zu Ostern. Nach insgesamt fast 25 Wochen im Lockdown sei das Gastgewerbe “wirtschaftlich am Ende”, sagte der Präsident des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) Niedersachsen, Detlef Schröder, am Montag nach einem Treffen mit Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) am Landtag in Hannover. Die Unterstützung des Staates sei aufgebraucht, sodass es jetzt um das wirtschaftliche Überleben der Betriebe und der Mitarbeiter gehe. (dpa)

+++ 79 Prozent der Novemberhilfen in Brandenburg ausgezahlt +++

(01.03.2021)  In Brandenburg sind knapp 79 Prozent der Novemberhilfen durch die Investitionsbank des Landes (ILB) ausgezahlt worden. Das seien etwa 78,9 Millionen Euro, teilte die ILB am Montag mit. Etwa 8.800 Anträge seien erledigt – 88 Prozent des Eingangs. Bei der Dezemberhilfe seien 80 Prozent aller Anträge bearbeitet und 74,3 Millionen Euro ausgezahlt worden. Bei den November- und Dezemberhilfen steuert die Bundesregierung Unternehmen etwa aus der Gastronomie in der Coronakrise bis zu 75 Prozent des jeweiligen Vorjahresumsatzes bei.

Insgesamt rund 225 Millionen Euro wurden demnach bei den Überbrückungshilfen I bis III sowie der Dezember- und Novemberhilfen in Brandenburg ausgezahlt. Verzögerungen gebe es bei Rückfragen der Banken bei den Steuerberatern, so die ILB-Sprecherin. (dpa)

+++ Große Mehrheit der Deutschen für Lockerung des Corona-Lockdowns +++

(01.03.2021) Zweieinhalb Monate nach Beginn des harten Corona-Lockdowns ist es nach Auffassung einer großen Mehrheit der Deutschen Zeit für Lockerungen. Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur zufolge sind nur noch gut ein Drittel für eine Beibehaltung (26 Prozent) oder Verschärfung (neun Prozent) der geltenden Einschränkungen. 43 Prozent meinen dagegen, der Lockdown sollte bei den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder an diesem Mittwoch weiter gelockert werden. 17 Prozent sind sogar für eine komplette Rückkehr zur Normalität. Fünf Prozent machten keine Angaben.

Zum ersten Mal seit Beginn des harten Lockdowns Mitte Dezember gibt es damit in den alle zwei bis vier Wochen durchgeführten Yougov-Umfragen eine Mehrheit für Lockerungen. Anfangs standen noch fast drei Viertel (73 Prozent) hinter den Maßnahmen von Bund und Ländern, zu denen die Schließung von Geschäften, Schulen, Restaurants und Hotels sowie das Verbot von Kultur- und Sportveranstaltungen mit Zuschauern gehören. Anfang Januar waren noch fast zwei Drittel (65 Prozent) für eine Beibehaltung oder Verschärfung der Maßnahmen. Vor der letzten Bund-Länder-Konferenz am 10. Februar war es dann nur noch die Hälfte der Befragten, inzwischen liegt der Anteil bei 35 Prozent. (dpa)

+++ Bulgarien öffnet Gastronomie +++

(01.03.2021) In Bulgarien haben Cafés und Restaurants nach dem drei Monate andauernden Corona-Lockdown unter Auflagen wieder geöffnet. An einem Tisch dürfen, wie unter anderem die “Tagesschau” berichtet, höchstens sechs Kunden Platz nehmen. Das Personal muss zudem Mund-Nasen-Schutz tragen.

+++ CDU-Minister wollen Öffnungsschritte für Einzelhandel und Gastronomie +++

(01.03.2021) Baden-Württembergs CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann fordert eine konkrete Öffnungsperspektive für den Einzelhandel, weitere körpernahe Dienstleistungen und die Gastronomie im Freien. Kurz vor der Bund-Länder-Runde zur Coronakrise sagte die Kultusministerin der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart: “Es ist klar, dass wir nicht alles auf einmal öffnen können. Aber wir brauchen Perspektiven.” Begleitet werden sollen die Öffnungen durch den Ausbau von Test- und Impfmöglichkeiten.

Susanne Eisenmann und Tourismusminister Guido Wolf (CDU) machen sich auch für eine Öffnung der Außengastronomie und weitere Angebote an der frischen Luft wie Zoos, Gärten und Freilichtmuseen stark. Zudem müsse kontaktlose Sportausübung wie etwa Tennis spielen wieder möglich sein. “Mit Hilfe flächendeckender Schnelltests könnten Außengastronomie, Parks, Zoos oder Freilichtmuseen eine konkrete Perspektive bekommen, wenn es nach mir geht bereits für die dort wichtigen Ostertage.” (dpa)

+++ Österreich entscheidet über weitere Schritte in der Coronakrise +++

(01.03.2021) In der Europäischen Union gehen die Staaten in der Coronakrise weiter sehr unterschiedliche Wege. Während in Dänemark Lockerungen anstehen, werden die Maßnahmen in Tschechien und Norwegens Hauptstadt Oslo wieder verschärft. In Italien gibt es je nach Region sowohl Verschärfungen wie Erleichterungen. In Österreich entscheidet die Regierung drei Wochen nach der Öffnung aller Geschäfte, wie es nun weitergeht. Im Raum stand zuletzt der Neustart der Gastronomie und Hotellerie noch vor Ostern.

Allerdings hat Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Sonntag die Entwicklung bei der Zahl der Neuinfektionen als “besorgniserregende Trendwende” bezeichnet. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Österreich aktuell bei etwa 160. Zuletzt war gerade die Zahl der Neuinfektionen unter den Jüngeren deutlich gestiegen. Am Wochenende wurde in Wien unter anderem eine Party mit 100 Gästen in einem Studentenwohnheim von der Polizei aufgelöst. Eine baldige Öffnung der Gastronomie scheint auf Grund dieser Faktenlage nun eher fraglich. (dpa)

+++ Gästezahlen in Brandenburg eingebrochen +++

(01.03.2021) Beherbergungsverbote und Infektionssorgen haben im Corona-Jahr 2020 auch in Brandenburg viele Touristen ferngehalten. Etwa 3,3 Millionen Menschen kamen zum Urlaub ins Land, rund 38 Prozent weniger als im Vorjahr, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Montag mitteilte. Die Zahl der Übernachtungen ging demnach um rund 28 Prozent zurück auf etwa 10,1 Millionen, die niedrigste Zahl seit 2008.

Weil es kaum Klassenfahrten und Gruppenreisen gab, büßten Jugendherbergen, Erholungs- und Ferienheime am stärksten ein, gefolgt von Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen. Einzig Campingplätze zogen mehr Besucher an: 466.500 Gäste entsprachen einem Zuwachs um gut vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr; bei den Übernachtungen ging es zehn Prozent nach oben. Das war der stärkste Andrang seit der Wiedervereinigung. (dpa)

+++ Corona-Verstöße – Verstärkte Polizei-Präsenz an der Ostseeküste +++

(01.03.2021) Nachdem es in den vergangenen Wochen zu größeren Menschenansammlungen in der Lübecker Bucht gekommen war, hat die Polizei an diesem Wochenende verstärkt kontrolliert. Es seien mehrere Streifenwagen an den Küstenorten unterwegs gewesen, sagte ein Sprecher der Regionalleitstelle Süd am Sonntag. Dabei seien aber keine größeren Corona-Verstöße beobachtet worden.

Die Polizei habe am Wochenende ein Präsenz-Konzept verfolgt, wie ein Sprecher der Polizeileitstelle sagte. Sonderstreifen seien am Samstag von Scharbeutz und Timmendorfer Strand über Neustadt bis Fehmarn unterwegs gewesen, um auf die Einhaltung der Corona-Regeln zu achten. Bei Verstößen spreche man die Menschen an. “Eine richtige Kontrollaktion ist das aber nicht”, sagte der Polizeisprecher am Samstag. Aufgrund des wieder kälter werdenden Wetters seien dieses Wochenende weniger Menschen an den Promenaden unterwegs. (dpa)

+++ Hotels an der Müritz befürchten Einschränkungen bis Juni +++

(01.03.2021) Die Hotelbetreiber an der Müritz befürchten, dass sie frühestens im Juni ihre Häuser wieder so auslasten können, dass es sich finanziell wirklich lohnt. Darauf deuten die derzeitigen Überbrückungshilfen und andere Maßnahmen der Bundesregierung hin, wie Katja Jedwillat von der Hotelgemeinschaft Waren an der Müritz am Montag erklärte. Auch die Gäste seien angesichts der unklaren Corona-Lage sehr zurückhaltend: “Für April und Mai gibt es kaum Buchungen, erst ab Juni.”

Die Hilfen seien bis Mitte Juni angelegt, sagte Jedwillat. Wenn man die Stufenregelungen wie 2020 umsetzt, dann dürften zuerst nur Gäste aus MV kommen. Danach durften Hotels nur 60 Prozent ihrer Betten auslasten und erst später mehr. So könne man im Juni landen. Ähnlich wie Jedwillat äußerte sich die Betreiberin des Hotels Kleines Meer, Kati Strasen. Sie forderte andere Kriterien als nur Corona-Inzidenzzahlen. “Wir müssen wissen, wie sind Krankenhäuser ausgelastet, wie hoch ist der Anteil der schweren Verläufe”. Man habe im November bei Schließung der Häuser zudem große Hoffnungen in Impfungen gesetzt. (dpa)

+++ Ministerin in Brandenburg: Große Risiken bei Öffnung von Gaststätten-Innenbereich +++

(01.03.2021) Eine Öffnung der Innenräume von Gaststätten in Brandenburg ist nach Ansicht der Landesregierung wegen der Corona-Lage noch nicht möglich. “Gastronomie im Innenbereich ist ein sehr, sehr schwieriges Thema mit hohem Ansteckungsrisiko“, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Montag in einer Sondersitzung des Landtags-Gesundheitsausschusses. Es gebe keine Möglichkeit, Masken beim Essen und Trinken zu tragen, dazu kämen die räumliche Nähe und die lange Verweildauer. “Gastronomie im Außenbereich ist anders zu betrachten.” Bund und Länder beraten am Mittwoch über mögliche einheitliche Öffnungsperspektiven. (dpa)

+++ Aus für Hotel Bristol in Bonn +++

(01.03.2021) Das Hotel Bristol in Bonn wird seine Türen auch nach dem Lockdown nicht wieder öffnen. Das hat ein Sprecher der Centro Hotel Group auf Tophotel-Nachfrage bestätigt. Der Sprecher betont jedoch, dass Hintergrund ausdrücklich nicht eine Insolvenz ist. Der Pachtvertrag, der noch bis 2024 hätte laufen sollen, wird wegen baulicher Mängel aufgelöst. Die Immobilie von 1971 werde nicht mehr in Stand gesetzt, so der Sprecher.

+++ Bundestag verlängert Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen bis Ende 2022 +++

(01.03.2021) Seit Monaten sind die Restaurants wieder zu und können ihre Verluste auch kaum durch das Liefergeschäft auffangen. Die Bundesregierung will ihnen steuerlich unter die Arme greifen: Auf Speisen in der Gastronomie soll auch weiterhin der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben statt 19 Prozent anfallen, wie der Bundestag beschlossen hat. Das kann allerdings erst wirken, wenn die Gastronomie wieder öffnen darf – deshalb soll die Steuersenkung auch bis Ende 2022 gelten. Bisher war sie bis zum Sommer befristet. Die Bundesregierung rechnet damit, dass die Restaurants und Bars so im Jahr Steuern in Höhe von 3,4 Milliarden Euro sparen. (dpa)

+++ Sachsen: Gastgewerbe hofft auf Ostergeschäft – Sorge um Fachkräftenachwuchs +++

(26.02.2021) Das sächsische Gastgewerbe hofft trotz skeptischer Haltung in der Staatskanzlei auf das Ostergeschäft. Auf Initiative des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) komme nun “Bewegung in die Osterfrage”, teilte der Verband am Freitag in Dresden mit. Bei einem Gespräch mit Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) habe man die dramatische Lage der Branche nochmals dargestellt und die Forderung nach Stufenplänen für die Wiederöffnung der Betriebe bekräftigt. Feldversuche zu Test- und Öffnungsstrategien könnten der Branche nun eher als erwartet zu Lockerungen verhelfen. Kretschmer hatte bisher keine Chancen für einen Osterurlaub gesehen.

Laut Dehoga soll es nun Feldversuche in Oberwiesenthal und Augustusburg geben. Sie sollen zeigen, dass es möglich ist, nur Gäste und Mitarbeiter mit einem negativen Testergebnis zusammenzubringen. Sorgen hat der Verband auch beim Personal. Der Gastro-Lockdown drohe die ohnehin angespannte Fachkräftesituation in Hotellerie und Gastronomie noch zu verschärfen. Den Auszubildenden fehle die Praxis. (dpa)

+++ Aiwanger zu Gast beim Dehoga Bayern +++

(26.02.2021) Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger informiert sich bei der Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, Angela Inselkammer, über die Forderungen der Branche nach Öffnungsperspektiven. Anlass ist die deutschlandweite Aktion „Gedeckter Tisch und gemachtes Bett“ (wir berichteten), bei der Gastronomen und Hoteliers einen gedeckten Tisch oder ein gemachtes Bett auf einen zentralen Platz in ihrem Ort stellen, um auf die Lage des Gastgewerbes hinzuweisen. Das Treffen findet statt am Montag, 1. März, in Aying.

+++ Ab April: Hansestadt Rostock gibt Außenflächen für Gastronomie frei +++

(26.02.2021) Die Hansestadt Rostock gibt vom 1. April an Außenflächen für Gastronomiebetriebe frei. Diese könnten dort im sogenannten Verkehrsraum Tische, Stühle und gastliches Zubehör aufstellen, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Ziel sei es, dass die Unternehmen den Betrieb wieder aufnehmen und dann die Vorgaben der Corona-Maßnahmen leichter umsetzen können. Voraussetzung sei die grundsätzlich mögliche Wiederaufnahme des Gastronomiebetriebs im Jahr 2021. Flächen würden in der Stadtmitte, der Kröpeliner-Tor-Vorstadt sowie in Warnemünde freigegeben. Nach der Einzelfallprüfung werde die Stadtverwaltung entsprechende Anordnungen treffen. “Ein Rechtsanspruch besteht nicht”, hieß es. Die Freigabe sei bis 31. Oktober befristet. (dpa)

+++ Umfrage: Mehrheit der Deutschen möchte Lockerungen +++

(26.02.2021) Die Mehrheit der Deutschen möchte einer ZDF-Umfrage zufolge umgehend Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Nach dem am Freitag veröffentlichten ZDF-“Politbarometer” finden 56 Prozent der Befragten, dass jetzt gelockert werden sollte. 41 Prozent sind dagegen, drei Prozent antworteten mit “weiß nicht”. Vor allem mit Blick auf Läden und Geschäfte sehnen sich die Befragten nach Öffnungen – mit 40 Prozent steht dieser Bereich an der Spitze; mit 15 Prozent sind Restaurants das Schlusslicht. (dpa)

+++ Verwaltungsgericht: Eilantrag gegen Verweilverbot in Düsseldorf +++

(26.02.2021) Gegen das Verweilverbot in der Düsseldorfer Altstadt und am nahen Rheinufer ist am Verwaltungsgericht ein Eilantrag eingegangen. Die zuständige Kammer will laut einem Gerichtssprecher eventuell noch am Freitag über den Antrag entscheiden. In Düsseldorf soll um 15 Uhr erstmals das Verweilverbot in Kraft treten, wonach man in einer bestimmten Zone nicht mehr länger stehen bleiben, sich hinsetzen oder auf eine Wiese legen darf (sh unten). (dpa)

+++ Dialogreihe “Tourismus neu denken” +++

(26.02.2021) Das Bayerische Zentrum für Tourismus (BZT) veranstaltet 2021 eine Dialogreihe mit acht Fachgesprächen, die unter dem Leitgedanken „Tourismus neu denken – Bleibt alles anders?“ stehen. Gemeinsam mit Referenten aus Tourismuswirtschaft und -wissenschaft gehen die Experten der Frage nach, ob die Tourismusbranche vor einem Restart im Sinne eines Business as usual oder einem Neuanfang steht. Mehr Infos finden Sie hier.

+++ Baden-Württemberg mit Öffnungsimpulsen +++

(26.02.2021) Das Bundesland Baden-Württemberg hat in einem sogenannten Impulspapier für die Bund-Länder-Runde vorgeschlagen, mit Hilfe von Schnelltests unter anderem Teile des Einzelhandels und der Gastronomie sowie Museen zu öffnen. Das berichtet unter anderem die “Tagesschau“. Veranstalter müssten demnach dafür sogen, dass nur getestete Personen Zutritt zu dem jeweiligen Event erhalten. Bayerns Ministerpräsiden Markus Söder warnte derweil vor voreiligen Öffnungsschritten: “Eine generelle Öffnungshektik hilft niemandem.”

+++ Kaum mehr Fluggäste am Airport Hamburg zum Ferienbeginn erwartet +++

(26.02.2021) Die aktuell niedrigen Passagierzahlen am Hamburger Flughafen werden sich zum Beginn der Ferien an diesem Wochenende nur leicht erhöhen. Das sagte eine Sprecherin des Airports auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. “Aktuell haben wir pro Tag nach wie vor nur 2.000 bis 4.000 an- und abreisende Passagiere, das sind fünf bis acht Prozent des Vorjahres.” Durchschnittlich seien es 20 Starts und 20 Landungen pro Tag. Das werde sich aufgrund der weiter bestehenden Reisebeschränkungen auch zum Ferienbeginn nicht signifikant ändern. “Das Niveau wird nach dem jetzigen Planungsstand in den ersten beiden Märzwochen nur leicht ansteigen auf durchschnittlich 23 Starts und 23 Landungen.”

Der Airport betonte, in der derzeitigen Lage könnten die Fluggesellschaften nur sehr vorsichtig planen. Trotzdem werde ab Hamburg ein Angebot mit rund 55 Direktzielen sichergestellt. Die von den Airlines ursprünglich für den März geplante deutlichere Aufstockung des Angebots verschiebe sich. (dpa)

+++ Kette DER Reisebüro schließt Filialen – Rivale Tui verhandelt weiter +++

(26.02.2021) Bei den deutschen Reisebüro-Betreibern schlagen die Corona-Folgen zunehmend durch. DER Touristik setzt angesichts anhaltender Beschränkungen nun auch bei den Filialen den Rotstift an – beim Tourismus-Branchenprimus Tui ringen Betriebsrat und Management weiter um einen umstrittenen Kürzungsplan.

Die Kette DER Reisebüro schließt 40 ihrer rund 500 Filialen, wie das Unternehmen am Donnerstag auf Anfrage mitteilte. Die Zahl der Vollzeitstellen soll dabei um rund sechs Prozent verringert werden. Ziel sei ein sozialverträglicher Abbau über ein Freiwilligenprogramm. Zudem würden den betroffenen Beschäftigten freie Stellen in anderen Niederlassungen angeboten. Die Entscheidung sei aufgrund des Buchungseinbruches in der Corona-Krise unumgänglich, hieß es. Zuvor hatte das Fachblatt “Touristik Aktuell” darüber berichtet. (dpa)

+++ Kurz will nationalen Alleingang bei Scheitern von Impfpass +++

(25.02.2021) Österreichs Kanzler Sebastian Kurz hat seine Forderung nach einem Corona-Impfpass unterstrichen. “Wenn es keine europäische Lösung gibt, dann müssen wir dieses Projekt national umsetzen”, sagte Kurz unmittelbar vor einem EU-Gipfel am Donnerstag. Abkommen mit anderen Ländern würden in diesem Fall angestrebt. Ein digitaler grüner Pass für Geimpfte, Getestete und Genesene wäre der richtige Schritt, ein großes Stück Normalität zurückzugewinnen, so Kurz.

“Das Ziel dessen ist, dass wir nicht im Dauerlockdown verharren wollen (…) Wir wollen, dass Menschen wieder Veranstaltungen, Gastronomie, Kultur, Sport und vieles andere mehr genießen und erleben können.” Vorbild für die Lösung sei Israel, wo Personen mit Impf-Nachweis zum Beispiel wieder Fitness-Studios nutzen dürften. Er erwarte sich zumindest eine Verpflichtung der EU, eine solche Lösung zu entwickeln, sagte Kurz. Im Frühling müsse das dann umgesetzt werden. (dpa)

+++ Öffnung von Gastronomie noch unsicher, Campingboom erwartet +++

(25.02.2021) Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hofft auf eine bundesweit einheitliche Regelung zur vorsichtigen Öffnung der Gastronomie und des Tourismus. “Thüringen wird keinen Sonderweg gehen”, sagte Tiefensee am Donnerstag in Erfurt. Am 3. März ist die nächste Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zur weiteren Corona-Strategie geplant. Es sollten bei Öffnungsentscheidungen nicht nur die Infektionszahlen, sondern auch die bessere Verfügbarkeit von Schnelltests und Fortschritte beim Impfen eine Rolle spielen, so Tiefensee. (dpa)

+++ Althusmann setzt auf vorsichtige Öffnung des Tourismus zu Ostern +++

(25.02.2021) Niedersachsens Wirtschaftsminister und Vize-Regierungschef Bernd Althusmann (CDU) setzt auf eine vorsichtige Öffnung des Tourismus zu Ostern. Zwar könne es bei der aktuellen Corona-Lage keine Entwarnung geben, sagte Althusmann am Donnerstag in Hannover. “Aber die Strategie des Impfens und Testens wird uns in die Normalität führen können.” Mit Blick auf die Osterferien gehe es darum, eine vorsichtige, gestaffelte Perspektive für den Tourismus zu entwickeln. Dies halte er im Moment für denkbar. Wichtig sei bei den nächsten Bund-Länder-Beratungen zum Corona-Kurs am kommenden Mittwoch eine starke Abstimmung der Länder untereinander.

Er wolle den Osterurlaub noch nicht aufgeben, sagte Althusmann auch der “Hannoverschen Allgemeinen Zeitung”. Er gehe davon aus, dass mit einer klugen Strategie und einem deutlichen Ausbau der Testungen und Impfungen manches möglich sein werde – für Gastronomie, Einzelhandel und Wirtschaft. Althusmann forderte, die Impfzentren auch als Testzentren auszurüsten. (dpa)

+++ Finanzminister Scholz: Im Sommer wieder im Biergarten sitzen +++

(25.02.2021) Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat in der Corona-Pandemie Hoffnungen auf Biergartenbesuche im Sommer gemacht. “Ich gehe davon aus, dass wir im Sommer wieder im Biergarten sitzen können und die nächste Bundesliga-Saison auch wieder im Stadion verfolgen werden”, sagte der Kanzlerkandidat der SPD der “Rheinischen Post”. “Für niemanden ist die aktuelle Situation einfach, deshalb ist mir eines ganz wichtig zu sagen: Wir haben allen Grund zur Hoffnung.” (dpa)

+++ Jugendherbergen in Bayern ziehen Bilanz: Umsatzverluste von 60 Prozent +++

(25.02.2021) Die Jugendherbergen in Bayern mussten im Corona-Jahr 2020 massive wirtschaftliche Einbußen verkraften, die den Landesverband an den Rand der Zahlungsunfähigkeit gebracht hatten. Das berichtet der DJH Landesverband Bayern. Die ersten Daten der Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr bestätigen dies: Demnach wurden in 2020 im Vergleich zum Vorjahr über 61 Prozent weniger Übernachtungen gezählt, der Umsatz brach im gleichen Zeitraum ebenfalls um 60 Prozent ein. Insbesondere der Rückgang bei den Buchungen von Schulklassen um 80 Prozent habe dem Jugendherbergswerk Bayern schwer geschadet.

+++ Tourismusbeauftragter rechnet mit Sommerferien im Ausland+++

(25.02.2021) Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, erwartet, dass trotz Corona-Pandemie in diesem Jahr relativ problemlos Sommerferien im Ausland möglich sein werden. “Ich hoffe, dass bis Sommer die meisten Deutschen geimpft sind und auch ins Ausland verreisen können”, sagte der CDU-Abgeordnete der “Bild”-Zeitung. Er sehe keinen Grund, warum man beispielsweise nicht auf Mittelmeer-Inseln reisen könne, wenn der Sieben-Tage-Inzidenzwert dort unter 35 liege. Bareiß warnte davor, Reisen unnötig schwer zu machen. “Wir können die Menschen ja nicht dauerhaft zu Hause festhalten.”

Auf den spanischen Balearen – zu denen auch die von Deutschen besonders geschätzte Insel Mallorca gehört – war der Sieben-Tage-Inzidenzwert zu Beginn der Woche unter die Marke von 50 gefallen. Dies bedeutet, dass binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner weniger als 50 neue Infektionen gemeldet wurden. Die 50er-Marke ist eines der Kriterien für die Einstufung als Risikogebiet durch das Robert Koch-Institut. Seit Mitte August vergangenen Jahres gilt auf dieser Grundlage für Spanien mit den Balearen eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts. In Deutschland lag der Sieben-Tage-Wert am Mittwoch knapp unter 60. (dpa)

+++ Härtefallfonds: Finanzministerium rechnet “zeitnah” mit Konzept +++

(25.02.2021) Wie der Dehoga berichtet, liegen bislang noch keine Details zum von der Bundesregierung avisierten Härtefallfonds vor, der jenen Unternehmen und Selbstständigen helfen soll, die bisher durch das Raster anderer Hilfsprogramme fallen. Eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums erklärte nun dazu, dass man “zeitnah” mit einem abgestimmten Vorschlag rechne. Momentan gebe es dazu konstruktive Gespräche innerhalb der Regierung. Noch sei unter anderem umstritten, ob und zu welchem Anteil sich die Bundesländer beteiligen sollen.

+++ Neue Zahlen: Antrags- und Auszahlungsvolumen der verschiedenen Hilfsprogramme +++

(25.02.2021) Das Bundeswirtschaftsministerium hat nach Medienberichten des Dehoga erneut Zahlen zum Antrags- und Auszahlungsvolumen der verschiedenen Hilfsprogramme veröffentlicht. Bis zum 23. Februar wurden danach:

  • 339.939 Anträge auf Novemberhilfe mit einem Volumen von 5,14 Milliarden Euro gestellt. Ausgezahlt wurden davon bislang 3,92 Milliarden Euro.
  • In Sachen Dezemberhilfe wurden 307.749 Anträge mit einem Volumen von 4,88 Milliarden Euro gestellt. Das bereits ausgezahlte Volumen beträgt 2,98 Milliarden Euro.
  • Zudem sind bislang 17.108 Anträge auf Überbrückungshilfe mit einem Volumen von 0,88 Milliarden Euro eingegangen. 0,23 Milliarden Euro wurden bereits in Form von Abschlagszahlungen ausgezahlt.

+++ Aktualisierte FAQ der Bundesregierung zu den Hilfsprogrammen +++

(25.02.2021) Die Bundesregierung hat die FAQs zu den Beihilferegeln sowie zur Überbrückungshilfe, in denen unter anderem die erhöhte Kleinbeihilfengrenze berücksichtigt wird, aktualisiert. Das berichtet der Dehoga. Nun sind darin auch qualifizierte Informationen für größere Unternehmen zu finden, wie der Schadensausgleich vorgenommen wird. Auch wenn noch keine Anträge gestellt werden können, so können die Unternehmen jetzt bereits die Vorbereitungen für die Antragstellung starten. Der Dehoga rechnet in wenigen Tagen mit der Freischaltung, spätestens soll sie laut BMWi bis zum 15. März erfolgen. Die geänderten Fragen/Passagen sind jeweils gelb markiert:

+++ Hessen plant Lockerungen für Gastronomie ab 1. April +++

(24.02.2021) Hessen plant, wie unter anderem die Tagesschau berichtet, weitere Schritte zur Lockerung der Corona-Maßnahmen. Demnach kündigte Ministerpräsident Volker Bouffier auf einer CDU-Veranstaltung an, einen Vier-Stufen-Plan vorstellen zu wollen. Medienberichten zufolge beinhaltet dieser Fahrplan auch eine Öffnung der Außenbewirtschaftung von Restaurants, Gaststätten und Cafés in Hessen ab dem 1. April. Falls dies funktioniere, könne man auch über eine komplette Öffnung reden, heißt es unter anderem in der “Hessenschau“. Details zu dem Perspektivplan der Landesregierung will der Regierungschef am Donnerstag vorstellen.

+++ Gericht lehnt Corona-Entschädigung für Gastronom ab +++

(24.02.2021) Das Land Brandenburg muss einem Gastronomen keine Entschädigung wegen der pandemiebedingten Schließung seines Betriebes zahlen. Das Landgericht Potsdam wies eine entsprechende Klage des Mannes am Mittwoch ab. “Es gibt keine Grundlage, die ihm den geltend gemachten Anspruch zusprechen würde – insbesondere nicht aus dem Infektionsschutzgesetz”, sagte Sprecherin Sabine Dießelhorst nach der Verkündung des Urteils.

Der Betreiber des Hotels und Lokals Schloss Diedersdorf (Teltow-Fläming) musste seinen Betrieb – wie auch andere Betriebe im Gastgewerbe – wegen der Eindämmungsverordnung fast komplett einstellen, nur der Verkauf von Speisen außer Haus und ein eingeschränkter Betrieb des Hotels waren möglich. Dafür hatte er das Land auf rund 27.000 Euro verklagt. Der Anwalt des Gastronomen kündigte an, Berufung gegen die Entscheidung vor dem Brandenburgischen Oberlandesgericht einzulegen. (dpa)

+++ Brandenburg: Gaststättenbranche zeigt sich enttäuscht von Öffnungsplan +++

(24.02.2021) Die Gaststättenbranche in Brandenburg dringt auf eine Öffnungsperspektive der Corona-Beschränkungen zu Ostern. “Man kann den Gastronomen das nicht länger verwehren”, sagte der Hauptgeschäftsführer des örtlichen Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga, Olaf Lücke, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Er zeigte sich enttäuscht darüber, dass der Stufenplan der Landesregierung die ersten Öffnungen der Gastronomie erst in der dritten Stufe vorsieht.

Die erste Stufe ist derzeit bereits in Kraft mit Wechselunterricht an Grundschulen und grundsätzlich offenen Kitas. In der zweiten Stufe wird die Öffnung des Einzelhandels, der Veranstaltungen im Freien und der Museen genannt. In der vierten Stufe folgt die Öffnung von Hotels und Ferienwohnungen. Konkrete Termine und Kriterien sind bisher noch nicht bekannt. Weitere Lockerungen hängen auch von der Entwicklung der Infektionszahlen und vom Fortschritt bei den Impfungen ab. (dpa)

+++ Dänemark verlängert Reisebeschränkungen bis einschließlich Ostern +++

(24.02.2021) Dänemark verlängert seine coronabedingten Einreisebeschränkungen bis einschließlich Ostern. Das Außenministerium in Kopenhagen rät damit wie bereits seit dem 8. Januar und vorläufig bis zum 5. April weiter von Reisen in und aus allen Ländern der Erde ab. Zugleich müssen die meisten Ausländer mit Ausnahme von Menschen aus dem Grenzgebiet einen anerkennungswürdigen Einreisegrund und einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen können, um ins Land gelassen zu werden. (dpa)

+++ Lufthansa verteidigt Kündigung der Kooperation mit Condor +++

(24.02.2021) Der Lufthansa-Konzern wirbt um Verständnis für seinen harten Kurs gegen den Konkurrenten Condor. Die Wettbewerbsbeschwerde des Ferienfliegers beim Bundeskartellamt habe “keine Berechtigung”, erklärte Vorstandsmitglied Michael Niggemann in dem am Mittwoch in Berlin erschienenen “Lufthansa-Politikbrief”. Man könne der Lufthansa nicht den Vorwurf machen, dass sie in Konkurrenz zu Condor-Strecken trete, da es im Wettbewerb keine Streckenmonopole gebe. Lufthansa will selbst stärker in das Touristikgeschäft einsteigen, dem nach der Coronakrise eine schnellere Erholung zugetraut wird als den Geschäftsreisen. Es gehe darum, eigene Arbeitsplätze zu sichern.  (dpa)

+++ Mecklenburg-Vorpommern: Alkoholverbot in der Öffentlichkeit vorläufig außer Kraft gesetzt +++

(24.02.2021) Das Oberverwaltungsgericht in Greifswald hat das Alkoholverbot in der Öffentlichkeit Mecklenburg-Vorpommerns vorläufig außer Kraft gesetzt. Eine Privatperson habe dagegen geklagt, sagte eine Gerichtssprecherin der dpa am Mittwoch. Das Gericht hat in seinem Beschluss demnach ausgeführt, dass die entsprechende Regelung in der Corona-Landesverordnung nicht im Einklang mit dem Infektionsschutzgesetz steht.

Der Kläger habe argumentiert, dass diese Regelung unverhältnismäßig und somit mit höherrangigem Recht nicht vereinbar sei. Nach Angaben der Sprecherin kann die Landesregierung den Paragrafen neu erlassen, das Verbot sei jedoch zunächst vorläufig außer Kraft gesetzt. (dpa)

+++ Sachsen-Anhalt: Konkrete Öffnungsperspektive für Einzelhandel, Kultur und Gastronomie +++

(24.02.2021) Einzelhändler, Kulturschaffende, Gastronomen und weitere Dienstleister in Sachsen-Anhalt haben nach Monaten der coronabedingten Schließungen erstmals eine konkrete Aussicht auf Öffnung. In vier an bestimmte Infektionszahlen gekoppelten Schritten will die Landesregierung das tägliche Leben in fast allen Bereichen wieder hochfahren, wie der Chef der Staatskanzlei, Rainer Robra, nach einer Kabinettssitzung am Dienstag ankündigte. Der Öffnungsplan, den das Kabinett nächste Woche endgültig beschließen soll, sieht auch eine schrittweise Lockerung der Kontaktbeschränkungen vor.

Der erste Schritt soll demnach greifen, sobald die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungen in Sachsen-Anhalt pro Woche und 100.000 Einwohner fünf Tage lang unter 50 liegt. Dann sollen etwa Treffen mit bis zu fünf weiteren Personen erlaubt werden, statt wie derzeit mit nur einer. Im Einzelhandel dürfen Verkäufer sich dann nach vorheriger Terminvereinbarung mit bis zu zwei Kunden zur Verkaufsberatung treffen. Auch Übernachtungen auf Campingplätzen sollen dann wieder erlaubt sein.

Sobald der Wert fünf Tage lang unter 35 liegt, soll der zweite Schritt folgen. Dann sollen der Einzelhandel und Restaurants unter strengen Hygiene- und Abstandsregeln wieder öffnen dürfen. Auch Theater, Kinos und Konzerthäuser sollen dann für bis zu 250 Gäste wieder öffnen dürfen. Privat sollen im zweiten Öffnungsschritt Treffen mit bis zu zehn weiteren Menschen möglich sein.

Verharrt der Sieben-Tage-Wert über drei Wochen unter 35, sollen im dritten Schritt Treffen mit 15 weiteren Personen erlaubt sein, außerdem auch Bars aufmachen dürfen und Busreisen und Wettkämpfe im Amateursport erlaubt werden. Bleibt der Wert dann weitere drei Wochen unter 35, sollen im vierten Schritt die Kontaktbeschränkungen gänzlich wegfallen. Auch Sportveranstaltungen sollen dann wieder gestattet werden, mit bis zu 500 Besuchern drinnen und bis zu 1.000 bei Veranstaltungen unter freiem Himmel. (dpa)

+++ Gastro- und Reisebranche plant “1000-Personen-Polittalk” in Dresden +++

(24.02.2021) Die Initiative “Leere Stühle” plant einen “Polittalk” mit 1.000 Teilnehmern unter freiem Himmel in Dresden, um auf die Lage der seit Monaten geschlossenen Unternehmen aufmerksam zu machen. In der Initiative sind unter anderem Vertreter der Gastro- und Reisebranche, von Fitnessstudios und des Einzelhandels zusammengeschlossen. Sie fordern eine wirtschaftliche Perspektive und einen Plan für Öffnungen – und das möglichst schnell.

Für den “Polittalk” am 1. März auf dem Neumarkt in Dresden habe neben anderen Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) zugesagt, teilte die Initiative am Dienstag mit. Es solle eine Fragerunde werden. Die 1000-Personen-Grenze gibt derzeit die sächsische Corona-Schutzverordnung vor. Größere Versammlungen sind nicht zugelassen.  (dpa)

+++ Petition an Weil überreicht: “Öffnet die Hotels für Obdachlose”

(24.02.2021) Obdachlose sollen in der Corona-Pandemie geschützt in Hotels übernachten dürfen – dieser Forderung haben sich rund 118.000 Menschen angeschlossen. Die frühere evangelische Landesbischöfin Margot Käßmann übergab die Ergebnisse einer bundesweiten Online-Petition am Dienstag stellvertretend an Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) in Hannover.

Die Pandemie erhöhe die Gefahr für die Obdachlosen auf der Straße oder in Gemeinschaftsunterkünften, sagte Käßmann. “Deshalb ist es eine Frage der Solidarität in unserem Land, ich würde sagen auch der Christenpflicht und Nächstenliebe, Menschen in Einzelunterkünften unterzubringen”. Eine Öffnung der Hotels rechne sich auch. Die Kommunen könnten den Aufenthalt dieser Gäste bezahlen statt Überbrückungshilfen für die Schließung zahlen zu müssen. (dpa)

+++ Thüringen: Corona lässt Übernachtungszahlen schmelzen +++

(24.02.2021) Im Corona-Jahr 2020 mit seinen Reiseeinschränkungen haben Touristen deutlich seltener in Thüringen übernachtet: Rund 6,7 Millionen mal verbrachten Besucher laut Daten des Statistischen Bundesamts von Januar bis Dezember die Nacht etwa in Thüringer Hotels. Das waren demnach 35 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Heftig fiel vor allem der Rückgang bei Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland aus. Diese gingen um gut 60 Prozent auf rund 250.000 zurück. Bei den Besuchern, die aus anderen Bundesländern nach Thüringen kamen, war der Rückgang mit rund 34 Prozent auf rund 6,4 Millionen zwar geringer, in der Summe aber immer noch drastisch.

Vor allem in den Städten Eisenach, Erfurt, Jena und Weimar blieben die Betten häufig leer: Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der Übernachtungen dort um rund 47 Prozent auf etwa 1,37 Millionen zurück. Regional am geringsten verlief der Einbruch in der Thüringer Rhön. Dort übernachteten Besucher im vergangenen Jahr rund 371.000 Mal – rund 25 Prozent weniger als 2019. (dpa)

+++ Rheinland-Pfalz: Tourismus stark eingebrochen +++

(24.02.2021) Die Corona-Pandemie hat im vergangenen Jahr zu einem historischen Einbruch bei den Gäste- und Übernachtungszahlen in Rheinland-Pfalz geführt. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes ging im Vergleich zu 2019 die Zahl der Gäste um knapp 40 Prozent auf 6,05 Millionen zurück. Die Übernachtungszahlen sanken um rund 33 Prozent auf 17,43 Millionen. Die am Mittwoch vorgelegte Jahresstatistik bestätigt weitgehend die vor zwei Wochen veröffentlichten vorläufigen Zahlen.

Auch wenn ausnahmslos alle Tourismusregionen in Rheinland-Pfalz Rückgänge zu verbuchen haben, sind diese doch unterschiedlich stark. Am härtesten getroffen wurde Rheinhessen, wo die Übernachtungs- und Gästezahlen um rund 42 beziehungsweise 49 Prozent einbrachen. Die geringsten Abnahmen gab es im Gebiet Mosel-Saar mit einem Minus von rund 26 beziehungsweise 31 Prozent.

Von den einzelnen Betrieben waren Erholungs-, Ferien- und Schulungsheime sowie Jugendherbergen mit Abnahmen von 58 bis 61 Prozent bei den Gäste- und Übernachtungszahlen am stärksten betroffen. Überdurchschnittlich waren die Rückgänge auch bei den Hotels mit einem Minus von 46 beziehungsweise 42 Prozent. Auch der Campingtourismus, der sich in den Monaten nach dem ersten Lockdown im April über einen kräftigen Zuwachs freuen konnte, verzeichnete aufs gesamte Jahr gesehen einen Rückgang bei den Gästen um 7,4 und bei den Übernachtungen um sechs Prozent. (dpa)

+++ Sachsen-Anhalt: Starker Umsatzeinbruch in Gastgewerbe 2020 – Weniger Beschäftigte +++

(24.02.2021) Angesichts der Corona-Pandemie sind die Umsätze im Gastgewerbe in Sachsen-Anhalt nach vorläufigen Daten 2020 um etwa ein Drittel eingebrochen. Die Zahl der Beschäftigten in der Branche verringerte sich im Vergleich zu 2019 um rund zehn Prozent, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch in Halle mitteilte. Hintergrund ist, dass zur Eindämmung der Pandemie mit zweimaligem Lockdown die Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe im Land geschlossen wurden.

Wie das Landesamt mitteilte, waren die Umsätze im Gastgewerbe von Januar bis Dezember 2020 real und damit unter Berücksichtigung der Preisentwicklung um 31,9 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum. Während die monatlichem Umsätze im Januar und Februar 2020 noch leicht über dem Wert des jeweiligen Vormonats lagen, brachen sie zu Beginn des ersten Lockdowns um knapp die Hälfte ein. Die Umsätze der Branche lagen im April real um 76,4 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat, wie das Amt mitteilte. Die Pandemie war in Sachsen-Anhalt etwa ab März angekommen. (dpa)

+++ Briten wollen in die Sonne: Run auf Tickets und Pauschalreisen +++

(23.02.2021) Kaum stand der Termin für das Ende des Corona-Lockdowns in Großbritannien fest, haben sich viele Briten Flüge und Urlaubsreisen in den Süden Europas gesichert. In den Stunden nach der Rede von Premierminister Boris Johnson seien die Buchungen um 337 Prozent im Vergleich zur Vorwoche und Urlaubsbuchungen sogar um 630 Prozent gestiegen, teilte die Fluggesellschaft Easyjet am Dienstag in Luton mit. Der größte britische Reiseanbieter Tui UK verzeichnete ebenfalls eine Versechsfachung der Buchungen. Auf dem Kontinent hoffen die Anbieter auf einen ähnlichen Boom, doch das Signal bleibt zunächst noch aus.

In Deutschland wollen Anbieter wie der weltgrößte Touristik-Konzern Tui oder die Lufthansa-Tochter Eurowings im kommenden Sommer rund 80 Prozent ihres Vorkrisen-Niveaus vermarkten. “Je länger die Krise dauert, umso stärker wächst die Sehnsucht der Menschen zu reisen und zu fliegen. Sobald Reisebeschränkungen fallen, werden wir in der Touristik enorme Nachholeffekte sehen”, hatte Eurowings-Chef Jens Bischof schon vor Wochen als Parole ausgegeben. “Es wird insbesondere in den Sommermonaten einen starken Nachholeffekt geben, so dass es in den Ferien im Juli und August durchaus wahrscheinlich ist, dass die Jets auf vielen Strecken im Mittelmeerraum und auf die Kanaren schnell ausgebucht sein werden”, ist auch Tui-Deutschland-Chef Marek Andryszak überzeugt. (dpa)

+++ Altmaier will mit Länderkollegen über Öffnungsstrategie beraten +++

(23.02.2021) Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will an diesem Freitag mit seinen Amtskollegen aus den Ländern über eine Corona-Öffnungsstrategie beraten. Das sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Über 40 Verbände seien dem Angebot von Altmaier gefolgt und hätten ihre Anregungen für eine gemeinsame Öffnungsstrategie der Wirtschaft übersandt. Altmaier werde diese mit den Wirtschaftsministern der Länder am Freitagvormittag diskutieren und in die weiteren Verhandlungen bezüglich einer Öffnungsstrategie einbringen.

Der wochenlange Lockdown mit der Schließung etwa der Gastronomie und vieler Einzelhandelsgeschäfte war zuletzt von Bund und Ländern noch einmal bis zum 7. März verlängert worden. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder wollen am 3. März beraten, wie es weitergeht. (dpa)

+++ Übernachtungszahlen in Berlin auf Niveau von 2001 +++

(23.02.2021) Wegen der Coronakrise sind die Touristenzahlen in Berlin im vergangenen Jahr eingebrochen: Rund 4,95 Millionen Gäste kamen 2020 in die Hauptstadt und damit so viele wie zuletzt im Jahr 2001, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Dienstag mitteilte. Im Vergleich zum Rekordjahr 2019 ging die Zahl der Besucher um fast 65 Prozent zurück. Damals zählten die Statistiker noch mehr als 14 Millionen Touristen in Berlin. Die Übernachtungszahlen gingen von knapp 35 Millionen im Jahr 2019 auf 12,3 Millionen im ersten Jahr der Coronakrise zurück.

Über einen Zeitraum von fünf Monaten blieben laut den Statistikern Vermietungen und gewerbliche Übernachtungen zu touristischen Zwecken in der Hauptstadt verboten. Hinzu kam die Absage zahlreicher Großveranstaltungen. Getragen wurden die Besucherzahlen vor allem von Gästen aus dem Inland. Mehr als drei Viertel der Berliner Touristen kam im vergangenen Jahr aus Deutschland.

“Corona hat Tourismus, Gastronomie, Messen und Kongresse in Berlin stark mitgenommen und gleichzeitig gezeigt, wie wichtig die Branche für die Wirtschaft und die Kultur unserer Stadt ist”, teilte Burkhard Kieker, Geschäftsführer der Berliner Tourismusgesellschaft Visit Berlin am Dienstag mit. “Wir rechnen mit Nachholeffekten für Berlin, wenn das Reisen wieder möglich ist. Diese Phase bereiten wir, gemeinsam mit dem Senat und der Branche, schon jetzt vor.” (dpa)

+++ Kreditkarten-Beträge neu geblockt: Tui entschuldigt sich für IT-Panne +++

(23.02.2021) Tui hat in der vergangenen Woche bei etlichen Kunden irrtümlich Beträge für längst abgeschlossene oder stornierte Reisen über Kreditkarten-Firmen blocken lassen – der Konzern entschuldigte sich jetzt für die zugrundeliegende IT-Panne. Ein fehlerhaftes Software-Update habe dazu geführt, dass auf manchen Konten Vorab-Autorisierungen für Zahlungen auftauchten, obwohl es keinen aktuellen Anlass gab. “Wir haben mit vielen Kunden schon darüber gesprochen”, hieß es am Dienstag. Die Betroffenen würden auch noch schriftlich kontaktiert und sollen als Entschuldigung etwa Gutscheine bekommen. Zuvor hatten unter anderem die “Hannoversche Allgemeine Zeitung”, RTL und der Kölner “Express” darüber berichtet.

Tui erklärte, offenbar seien nach der Aktivierung einer neuen Programmversion einige gespeicherte Datensätze zu abgearbeiteten Buchungen noch einmal ins System gelangt, woraufhin dann wieder eine Reservierung von Beträgen auf Kundenkonten angestoßen wurde. “Wir haben das nun getrennt und arbeiten das zusammen mit den Kreditkarten-Unternehmen auf.” Den Finanzdienstleistern würden die entsprechenden Listen zur Verfügung gestellt, die Daten der Kunden blieben dabei in vollem Umfang geschützt. Konkrete Abbuchungen von den mit den Karten gekoppelten Konten habe es nicht gegeben. (dpa)

+++ Brandenburg: Fraktionen fordern längerfristige Corona-Öffnungsperspektiven +++

(23.02.2021) Die Brandenburger Landtagsfraktionen fordern Perspektiven für weitere Lockerungen in der Coronakrise. “Es muss einen bundeseinheitlichen Öffnungsplan geben, um eben diesen Einkaufstourismus oder sonstige größere Bewegungen zwischen den Bundesländern (…) zu verhindern”, sagte SPD-Fraktionschef Erik Stohn am Dienstag in Potsdam. Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Benjamin Raschke sagte, er erwarte von den Regierungschefs von Bund und Ländern, dass sie bei ihrer Beratung am 3. März einen konkreten Stufenplan vorlegen. CDU-Fraktionschef Jan Redmann sagte, wenn im März Corona-Selbsttests zugelassen seien, sollten auch wieder mehr Aktivitäten in geschlossenen Räumen ermöglicht werden. (dpa)

+++ Stadt Düsseldorf plant “Verweilverbot” in Altstadt +++

(23.02.2021) Nach einem unerwartet hohen Besucheraufkommen in der Düsseldorfer Altstadt am Samstag und Sonntag plant die Landeshauptstadt für das kommende Wochenende deutliche Einschränkungen. So soll die Maskenpflicht in der Altstadt ausgeweitet werden. Im Geltungsbereich der Maskenpflicht soll es außerdem ein sogenanntes Verweilverbot geben, wie Ordnungsdezernent Christian Zaum am Montag mitteilte. Es soll dann nicht mehr erlaubt sein, sich etwa für ein Picknick hinzusetzen oder ein Eis zu essen. Die Besucher müssten sich bewegen, so Zaum. Eine am Wochenende stark frequentierte Freitreppe solle bis auf weiteres gesperrt bleiben. Die Stadt will außerdem die Zufahrt für Autos beschränken.

Zaum gab die Zahl der am vergangenen Wochenende festgestellten Ordnungswidrigkeiten mit “weit über 300” an. Die Stadt will die verschärften Regeln über eine Allgemeinverfügung in Kraft setzen. Das Gesundheitsministerium habe bereits zugestimmt, so Zaum. Mit den Neuregelungen will die Stadt nach Zaums Angaben schärfere Maßnahmen wie Zugangsbeschränkungen oder Alkoholverkaufsverbote verhindern. (dpa)

+++ Niedersachsen und Bremen: Deutlicher Rückgang bei Gästezahlen +++

(23.02.2021) Die Einschränkungen in der Corona-Pandemie haben im vergangenen Jahr zu einem massiven Einbruch im Tourismus in Niedersachsen und Bremen geführt. Wie aus Daten des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hervorgeht, registrierten Niedersachsen und Bremen etwa nur halb so viele Gästeankünfte wie noch 2019. Auch die Zahl der Übernachtungen brach deutlich ein – in Niedersachsen um mehr als ein Drittel, in Bremen um fast die Hälfte. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) nahm die Zahlen zum Anlass, um auf die Nöte der Beschäftigten im Gastgewerbe hinzuweisen. “Wegen niedriger Löhne und monatelanger Kurzarbeit kämpfen viele von ihnen mit existenziellen Problemen”, sagte der Vorsitzende des Landesbezirks Nord, Finn Petersen, der Deutschen Presse-Agentur.

In Niedersachsen ging die Gästezahl 2020 um 43 Prozent auf 8,7 Millionen zurück. Vor der Corona-Pandemie lag sie zuletzt bei 15,4 Millionen. In Bremen fiel der Rückgang im Vergleich zu 2019 noch deutlicher aus. Der Stadtstaat registrierte zuletzt noch 710.000 Gäste in Hotels, Pensionen und anderen Gastbetrieben – das sind 53 Prozent weniger als noch 2019. Bei den Übernachtungen meldete Niedersachsen ein Minus von 35 Prozent – zuletzt wurden noch etwas mehr als 30 Millionen gezählt. 2019 waren es noch mehr als 46,2 Millionen. Bremen hatte mit minus 47 Prozent 2020 fast nur noch halb so viele Übernachtungen wie zuvor, nämlich 1,49 Millionen. (dpa)

+++ Berlin: Senat berät über weitere Coronahilfen für kleine Betriebe +++

(23.02.2021) Hauptthema auf der Tagesordnung des Senats für seine Sitzung am heutigen Dienstag um 10 Uhr sind weitere Hilfen für Berliner Betriebe, die stark unter der Corona-Pandemie leiden. Dabei geht es zum einen um ein Landesprogramm mit einem Gesamtvolumen von 150 Millionen Euro. Es soll die vom Bund angekündigte sogenannte Neustarthilfe ergänzen und gerade Soloselbstständigen und kleineren Betrieben aus dem Handwerk und der Dienstleistungsbranche helfen, die pandemiebedingt nicht öffnen können.

Gedacht ist dabei, die Neustarthilfe vom Bund für Soloselbstständige durch einen Landeszuschuss zu erhöhen und Kleinstunternehmen mit maximal fünf Mitarbeitern einen Zuschuss zu zahlen. Ein weiteres Programm soll helfen, die Zeit zu überbrücken, bis zugesagte Bundeshilfen tatsächlich ausgezahlt werden. Diese Zwischenfinanzierung soll dann zurückgezahlt werden, wenn die Bundesmittel da sind. Außerdem will der Senat über Hilfen für Kultureinrichtungen wie Theater und Konzerthäuser beraten, die vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie in Luftreinigungssysteme investieren.

Ein weiteres Thema ist ein Gesetzentwurf aus der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz. Es soll mehr Transparenz mit Blick auf Hygienestandards etwa in Restaurants, Cafés oder Kantinen sicherstellen. Dabei sollen die Ergebnisse der Lebensmittelkontrolleure in Form eines Balkendiagramms dargestellt werden, das betreffende Betriebe aushängen müssen (dazu lesen Sie hier mehr). (dpa)

+++ Bundesregierung spricht mit Frankreich über neue Grenz-Regelung +++

Die Regeln für den grenzüberschreitenden Verkehr mit Frankreich könnten möglicherweise demnächst aus Infektionsschutzgründen geändert werden. Ob es dann eine verschärfte Test-Pflicht geben könnte oder auch stationäre Kontrollen wie derzeit an den Grenzen zu Österreich und Tschechien, war am Montag aber noch offen.

Regierungssprecher Steffen Seibert sagte in Berlin, Deutschland und Frankreich würden zu diesen Fragen “sehr zeitnah Beratungen aufnehmen“. Ziel sei es, hier auch unter Beteiligung der grenznahen Bundesländer “zu kooperativen Lösungen zu kommen”. Im französischen Département Moselle an der deutschen Grenze hatten sich zuletzt die südafrikanische und die brasilianische Corona-Variante massiv ausgebreitet. (dpa)

+++ Justizminister von Rheinland-Pfalz zu Lockerungen für Geimpfte +++

(22.02.2021) Der rheinland-pfälzische Justizminister Herbert Mertin (FDP) hält Lockerungen der Corona-Beschränkungen für Geimpfte unter bestimmten Voraussetzungen für möglich. “Wenn wissenschaftlich klar ist, dass Geimpfte sich und andere nicht mehr gefährden, müssen die Einschränkungen der Grundrechte für sie auch wieder zurückgenommen werden”, erklärt Mertin.

Mertin bezieht sich auf Berichte vom Wochenende, wonach der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer einer unveröffentlichten Publikation zufolge auch vor einer Infektion mit dem Erreger schützen kann. Bislang gab es nur Erkenntnisse, inwiefern das Mittel vor Erkrankungen schützt. (dpa)

+++ Bundesregierung: Zunahme der britischen Coronavirus-Variante bei Lockdown-Öffnungen berücksichtigen +++

ansteckenderen Coronavirus-Variante in Deutschland weiter ausbreitet. Der Anteil der zuerst in Großbritannien aufgetretenen Variante betrage 20 bis 25 Prozent, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. “Man muss sicher davon ausgehen, dass dieser Anteil noch weiter zunimmt“, sagte Seibert. Dies sei bei vorsichtigen Öffnungsschritten zu berücksichtigen. “Natürlich ist es auch durch das Vordringen der Mutationen viel komplizierter geworden.”

Seibert mahnte zu Geduld. Bereits durch die Teilöffnungen der Schulen in den meisten Bundesländern an diesem Montag gebe es “ein erhebliches Mehr an Kontakten und damit auch an Übertragungsrisiken”. Niemand wolle Öffnungen wieder zurücknehmen. “Was wir aufmachen, das wollen wir dann auch durchhalten.” Wichtig sei es nun aber, zunächst ganz genau zu schauen, in welchem Umfang die Schulöffnungen Veränderungen im Infektionsgeschehen mit sich bringen. Am 3. März wollen Bund und Länder erneut über die Lage beraten. (dpa)

+++ Söder kündigt Perspektive für Ostern an +++

(22.02.2021) Bayerns Ministerpräsident Markus Söder betonte nach der Konferenz mit 96 Landräten und Oberbürgermeistern aus dem Freistaat sowie Kanzlerin Angela Merkel am Freitag, dass er trotz der aktuell unklaren Perspektiven wegen besonders aggressiver Virusmutationen noch Chancen für einen Osterurlaub in diesem Jahr sehe: “Ostern ist noch völlig offen. Der Osterurlaub entscheidet sich in den nächsten drei Wochen.” Er betonte jedoch, dass überstürzte Öffnungen den Urlaub gefährden. Bei der Konferenz von Bund und Ländern am 3. März könne dies besser eingeschätzt werden. (dpa)

+++ Dehoga: Inselurlaub zu Ostern mit Schnelltests ermöglichen +++

(22.02.2021) Schnelltests sollen nach einer Forderung des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga einen Osterurlaub auf den ostfriesischen Inseln ermöglichen. Der Tourimus auf den sieben Inseln solle öffnen dürfen, aber jeder Besucher solle einen negativen Corona-Test vorweisen, sagte die Dehoga-Landesvize Birgit Kolb-Binder der “Ostfriesen-Zeitung” vom Montag. Das könnten auch Speicheltests sein, wie sie ab März für jedermann erhältlich sein sollen.

“Sprechen müssen wir jetzt über logistische und juristische Probleme”, sagte Kolb-Binder, die selbst mehrere Hotels auf Langeoog betreibt. So müsse geklärt werden, wo und wann Tests gemacht würden: Wenn auf einem Schiff mehr als 1.000 Menschen mitfahren wollten, sei schwer vorstellbar, alle nacheinander vor Ort zu testen.

Am Dienstag wollen die Landräte der Region, Juristen, Vertreter von IHK, Reedereien und der Dehoga in einer Online-Konferenz über das Thema beraten. Auf Helgoland (Schleswig-Holstein) gilt seit Monaten die Regel, dass die Insel nur mit einem nachweislich negativen Corona-Test betreten werden darf. Zugelassen sind aber nur Einheimische oder Handwerker, für Touristen ist Helgoland gesperrt. (dpa)

+++ Intergastra digital mit Schwerpunkt zum Thema Lüftung +++

(22.02.2021) Die Veranstalter der Intergastra digital haben das virtuelle Event um einen Schwerpunkt zu Lüftungskonzepten ergänzt. Beim Forum Lüftung stellen Experten ihre Lösungen zur Be- und Entlüftung sowie zur Klimatisierung in Hotellerie und Gastronomie vor. Sie beantworten unter anderem auch die Frage, was beim Kauf eines Klima- und Luftreinigungsgeräts zu beachten ist.

Nach monatelanger Schließung des Gastronomie- oder Hotelbetriebes sollten Klima- und Lüftungsgeräte bereits vor der Wiedereröffnung gewartet und bei Bedarf überholt werden, wie die Messe Stuttgart als Veranstalter des Events hervorhebt. Speziell in der Restaurant- oder Großküche, solle man darüber hinaus Ventilatoren und Ablufthauben inspizieren lassen. Fettablagerungen könnten zu Lager- und Motorschäden führen. Sie würden zudem das Brandrisiko in einer Abluftanlage erhöhen.

+++ Hilfe für Absolventen der Tourismusbranche im Südwesten +++

(22.02.2021) Um Absolventen von Tourismus-Studiengängen einen Berufseinstieg zu vermitteln, unterstützt das Wissenschaftsministerium 24 Forschungsprojekte. Ressortchefin Theresia Bauer (Grüne) sagte in Stuttgart, dass mit einer Million Euro ausgestattete Programm solle junge Leute in befristete Beschäftigungsverhältnisse bringen und der Branche helfen, wieder auf die Beine zu kommen. Insgesamt geht es um 24 Stellen.

Die Pandemie treffe den Tourismus hart. So habe etwa von Januar bis September 2020 die Zahl der Übernachtungen im Südwesten um 36 Prozent unter den Zahlen des Vorjahreszeitraums gelegen.

Die nun geförderten Forschungsprojekte befassen sich den Angaben zufolge mit den unterschiedlichsten Aspekten in der Touristik. Sie reichen von alternativen Nutzungskonzepten für Hotels während des Lockdowns und gehen über die Entwicklung neuer Tourismusangebote wie Tierbeobachtungsreisen, Wander- oder Erholungsreisen bis hin zu digitalen und interaktiven Reisen für Menschen mit Sinneseinschränkungen oder die Entwicklung von Marketingstrategien für Kommunen und Verbände. (dpa)

+++ IAB: Mehr Insolvenzen und Betriebsschließungen erwartet +++

(22.02.2021) Der Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Bernd Fitzenberger, hat vor den Auswirkungen einer möglichen Verlängerung des Corona-Lockdowns gewarnt. “Wäre eine weitere Verlängerung des Lockdowns aus epidemiologischer Sicht notwendig, würde dies die wirtschaftliche Erholung verzögern”, sagte der Leiter des Forschungsinstituts der Bundesagentur für Arbeit den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Online Sonntag/Print Montag).

Fitzenberger verwies auf eine neue Betriebsbefragung seines Instituts, der zufolge nach IAB-Angaben neun Prozent der Betriebe angaben, dass ihre liquiden Mittel noch bis zu vier Wochen reichen und bei 21 Prozent für bis zu zwei Monate. Im Gastgewerbe gaben dies demnach sogar jeweils ein Viertel an. “Umso wichtiger ist, dass sie nicht im Regen stehen müssen und die staatlichen Hilfen auch vor Ort ankommen und greifen.” (Mehr dazu lesen Sie hier). (dpa)

+++ Spanien kein Corona-Hochrisikogebiet mehr +++

(22.02.2021) Wegen sinkender Corona-Neuinfektionszahlen ist Spanien seit Sonntag von der Bundesregierung nicht mehr als Hochrisikogebiet angesehen. Das Robert Koch-Institut gab am Freitag im Internet bekannt, dass das beliebteste Urlaubsland der Deutschen dann nur noch “normales” Risikogebiet ist. Das bedeutet, dass bei der Einreise aus Spanien kein negativer Test mehr vorgezeigt werden muss. Man muss sich allerdings 48 Stunden nach Einreise testen lassen. Die Pflicht zu einer zehntägigen Quarantäne, von der man sich erst nach fünf Tagen durch einen weiteren Test befreien kann, bleibt.

Die praktischen Auswirkungen für Spanien-Urlauber halten sich also noch in Grenzen. Allerdings dürfte die Entscheidung der Bundesregierung mit Blick auf den Osterurlaub Hoffnungen bei Fans der Ferieninsel Mallorca oder der Kanaren wecken. (dpa)

+++ Debatte über Corona-Lockdown – Heil warnt vor “On-Off-Strategie” +++

(22.02.2021) Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat angesichts der Gefahren durch die Virusmutationen vor einer vorschnellen Lockerung der Corona-Auflagen in Deutschland gewarnt. “Bund und Länder müssen gemeinsam ein vernünftiges Öffnungskonzept entwickeln”, sagte Heil dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstag). “Das muss so sicher sein, dass wir nicht nach ein paar Wochen wieder alles schließen müssen, was wir gerade erst geöffnet haben.”

Heil räumte ein, dass es alles andere als leicht sei, einen verlässlichen Stufenplan für Öffnungen aufzustellen. “Ich kann nur davor warnen, dass es, ähnlich wie in Österreich, zu einer On-Off-Strategie kommt. Das würde vielen, die wirtschaftlich tätig sind, endgültig den Boden unter den Füßen wegziehen.” Ein Blick über die tschechische Grenze und auch in Teile Österreichs zeige: “Wir können keine Entwarnung geben.” (dpa)

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