Immobilien Hotelinvestments bleiben gefragt

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Die Umfrage zeigt: Hotelimmobilien werden von Marktteilnehmern inzwischen als fester Bestandteil diversifizierter Immobilienportfolios betrachtet. © Tanya Andreyeva - stock.adobe.com

Trotz hoher Finanzierungs- und Baukosten bewerten Investoren Hotelimmobilien weiterhin positiv. Das zeigt eine aktuelle Trendumfrage von MRP Hotels.

Hotelimmobilien gelten auch in einem wirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld als attraktive Assetklasse. Das geht aus einer neuen Trendumfrage des Beratungsunternehmens MRP Hotels hervor. Für die Erhebung wurden 42 Marktteilnehmer aus der Immobilienbranche befragt, darunter Investoren, Asset- und Investmentmanager sowie Berater.

Rund 69 Prozent der Befragten messen Hotelinvestments derzeit eine hohe oder sehr hohe Bedeutung bei. Knapp 45 Prozent gehen zudem davon aus, dass der Anteil von Hotelimmobilien in den Portfolios in den kommenden drei Jahren weiter steigen wird.

„Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass Hotelimmobilien trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten als resilienter und zukunftsfähiger Bestandteil institutioneller Portfolios wahrgenommen werden“, sagt Martin Schaffer, Geschäftsführer von MRP Hotels.

Hotels vor Büro- und Einzelhandelsimmobilien

Im Vergleich zu anderen Nutzungsarten schneiden Hotels in der Umfrage ebenfalls gut ab. Zwar gelten Wohnimmobilien weiterhin als attraktivste Assetklasse, Hotels rangieren jedoch gemeinsam mit Logistikimmobilien deutlich vor Büro- und Einzelhandelsobjekten. Mehr als 90 Prozent der Befragten halten Hotels im Vergleich zu anderen Assetklassen für mindestens ebenso attraktiv oder attraktiver.

Spanien im Fokus

Die größte Investmentdynamik erwarten die Teilnehmer der Umfrage in Spanien. 55 Prozent nennen das Land als besonders aussichtsreichen Markt für die kommenden zwei Jahre. Es folgen Deutschland mit 40 Prozent, Italien mit 33 Prozent sowie die skandinavischen Länder mit 29 Prozent. Bei den bevorzugten Standorten dominieren weiterhin urbane Toplagen. Mehr als 80 Prozent der Befragten stufen Metropolen als besonders attraktiv ein. Gleichzeitig gewinnen Ferienregionen und Resorts wieder an Bedeutung.

Finanzierungskosten bremsen Investitionen

Als wichtigste Herausforderungen nennen die Marktteilnehmer das aktuelle Zins- und Finanzierungsumfeld. Mehr als 80 Prozent sehen darin den größten Belastungsfaktor für neue Investments. Auch steigende Baukosten und Betreiber-Risiken beeinflussen Investitionsentscheidungen. Als wichtigste Wachstumstreiber gelten dagegen die touristische Nachfrageentwicklung sowie eine stabile Betreiberperformance.

Mit Potenzial: Budget-Hotels und Serviced Apartments

Besonders hohe Wachstumschancen sehen die Befragten bei Budget-Hotels und Serviced Apartments. Beide Segmente profitieren nach Einschätzung der Marktteilnehmer vom steigenden Preisbewusstsein der Reisenden sowie der Nachfrage nach flexiblen Aufenthaltsformen. „Der Markt entwickelt sich weg vom klassischen Standardprodukt hin zu spezialisierten Konzepten mit hoher Betreiberkompetenz und klarer Zielgruppenansprache“, sagt Schaffer. Genau darin sieht Schaffer die größten Chancen für Investoren. red/ik