Die Dehag Hospitality Group hat 2025 den höchsten Umsatz ihrer Unternehmensgeschichte erzielt. Trotz anhaltend hoher Kosten setzte sich der Wachstumskurs fort.
Im vergangenen Jahr hat die Hotel- und Dienstleistungsgesellschaft Dehag einen Rekordumsatz verzeichnet. Wie das Unternehmen auf seiner Jahreshauptversammlung im österreichischen Feldkirch bekanntgab, stieg der Umsatz auf 37,74 Millionen Euro und lag damit 6,1 Prozent über dem Vorjahreswert von 35,58 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 585.931 Euro. Damit dauert die positive Entwicklung der vergangenen Jahre an, auch wenn der Gewinn leicht unter dem Niveau von 2023 und 2024 lag. Das Eigenkapital erhöhte sich auf 4,27 Millionen Euro.
Nachfrage entwickelt sich stabil
Nach Angaben der Hotelgruppe konnten sowohl die Belegungszahlen als auch die Durchschnittsraten im vergangenen Jahr leicht gesteigert werden. Lediglich im Tagungsgeschäft habe sich im vierten Quartal eine gewisse Zurückhaltung von Unternehmenskunden gezeigt. Die Nachfrage nach Hotelübernachtungen habe sich insgesamt positiv entwickelt.
„Erfreulicherweise sind Buchungsaufkommen für die Hotellerie auch 2025 positiv verlaufen. Die Umsätze haben sich in fast allen Segmenten stabil entwickelt und leicht gesteigert“, sagt Marcus Smola, Vorstandsvorsitzender der Dehag.
Kosten bleiben Herausforderung
Trotz steigender Umsätze sieht die Gruppe die wirtschaftliche Lage vieler Betriebe weiterhin unter Druck. Alexander Kühnlein, Chief Financial Officer, verweist auf steigende Personal-, Energie- und Investitionskosten sowie höhere Ausgaben für Dienstleistungen und Verbrauchsgüter. Diese Belastungen könnten vielerorts nicht vollständig an Gäste weitergegeben werden. Entsprechend bleibe die Ertragssituation in der Branche angespannt. Zudem wirkten sich laut Kühnlein weiterhin pandemiebedingte Nachwirkungen aus. Betriebe müssten Kredite tilgen und Investitionen nachholen, die in den vergangenen Jahren verschoben worden seien.
Hotelkooperation setzt auf langfristiges Wachstum
Die Dehag sieht sich angesichts der aktuellen Marktlage gut aufgestellt und will ihren organisch geprägten Wachstumskurs fortsetzen. „Gerät die Branche unter Druck, zeigt sich die Resilienz unseres über fünf Jahrzehnte gewachsenen Dienstleistungsspektrums“, sagt Jochen Oehler, CMO.
Aktuell beschäftigt die Hotelgruppe 165 Mitarbeitende. An der Gruppe sind zudem 160 Aktionäre über vinkulierte Namensaktien beteiligt. Deren Übertragung ist an die Zustimmung der Gesellschaft gebunden und gilt als wichtiger Baustein für die langfristige Stabilität des Unternehmens. Die Hotelgruppe blickt dieses Jahr auf ihr 50-jähriges Bestehen zurück und sieht ihre breit aufgestellten Kooperations- und Dienstleistungsstrukturen als wesentlichen Erfolgsfaktor für die Zukunft. red/ik