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StartBusiness & ManagementHotel Affairs Consulting::Verhilft "Revenge Travel" zur baldigen Markterholung?

Hotel Affairs ConsultingVerhilft "Revenge Travel" zur baldigen Markterholung?

Wann kommt endlich die Markterholung in der deutschen Tourismusbranche? Das Licht am Horizont ist immerhin schon zu sehen, so die Experten des Beratungsunternehmens Hotel Affairs Consulting. Auch das Phänomen „Revenge Travel“ soll dabei eine große Rolle spielen: die sogenannten Rachereisen.

Nach einem jahrelangen „höher, schneller, weiter“ mit alljährlichen neuen Rekordergebnissen ist der deutsche Hotelmarkt mit einer nie dagewesenen Krise konfrontiert. Die eingeführten Reise- und Beherbergungsbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ließen die Übernachtungszahlen seit April 2020 rapide sinken.

Zunehmende Zahl der Geimpften macht Hoffnung

Auch 2021 zeige bis dato aufgrund von „Endloslockdowns“ noch keine konkrete Perspektive, so die Experten von Hotel Affairs Consulting. Die Zahlen im ersten Quartal 2021 lägen bis zu 85 Prozent unter den Vorjahreszahlen. Etwas Licht am Horizont bringe die nun stark zunehmende Zahl der Geimpften, die zaghaft aufkommenden Öffnungsperspektiven (mehr dazu lesen Sie hier) sowie die Entwicklung des digitalen Impfpasses mit den entsprechenden Freiheiten für Geimpfte und Genesene.

Schnelle Markterholung steht bevor

Nach Einschätzung von Hotel Affairs Consulting wird es allerdings zu einer schnellen Markterholung kommen, sobald ein Großteil der Bevölkerung geimpft ist. „Der Mensch ist ein soziales Wesen und sucht Kontakte zu anderen Menschen. Hotellerie und Gastronomie sind ein wesentlicher Baustein des Wohlbefindens und der Geselligkeit in unserem Land. Neben Events, Kunst und Kultur gehört die Hotellerie und Gastronomie zu den Bereichen unseres Lebens, die die Qualität und die Lebensfreude maßgeblich beeinflussen. Die Bevölkerung lechzt nach Normalität, nach gemeinsamen Treffen und nach Nähe zu anderen Menschen. Wir möchten nicht mehr ausschließlich über Videokonferenzen miteinander in Kontakt stehen, bei denen nahezu jede Möglichkeit des persönlichen Netzwerkens verloren geht. Der gemeinsam Tagesausklang im Restaurant oder an der Bar, bei dem auch ein persönliches Wort gesprochen wird, fehlt.“

„Revenge Travel“ als maßgeblicher Treiber

Zu dieser Einschätzung komme man nicht zuletzt aufgrund der ersten Untersuchung des Kompetenzzentrums Tourismus des Bundes zum Thema „Revenge Travel“, den so genannten Rachereisen. Das Phänomen konnte bereits im Kleinen im Januar in der verschneiten Eifel sowie im Sauerland beobachtet werden, „als auf einmal Menschenmassen dorthin pilgerten. Ein ähnliches Szenario zeigte sich nach Aufheben der Reisewarnung für Mallorca. Die Menschen möchten gerne die entgangenen Reisen nachholen, sobald die Möglichkeit besteht.“ Der Begriff wurde erstmals in den sozialen Medien, vor allen in den USA verwendet, als im Sommer 2020 die dortigen Reiseeinschränkungen immer weiter verschärft wurden.

Umsatz in der Hotellerie nicht nachholbar

„Nachholen wird allerdings für die Branche unmöglich, die Nichtlagerfähigkeit eines Hotelbettes bedeutet, dass ein heute nicht verkauftes Bett im Hotel unwiederbringlich verloren ist, der Umsatz kann definitiv nicht mehr nachgeholt werden“, so Stefanie Zimmermanns von Hotel Affairs Consulting. „Dennoch zeigt uns diese erste Untersuchung in Kombination mit zahlreichen positiven weiteren Abfragen des künftigen Reiseverhaltens eine absehbare Markterholung auf.“

Erholung in den Städten dauert länger

Und weiter: „Unserer Einschätzung nach wird jedoch die Erholung innerhalb der sehr messe-, event- und kongressabhängigen Städte etwas länger andauern. Auch wenn Deutschland hier weltweit unter den Top-Ten Destinationen platziert ist, wird es dauern, bis wieder entsprechend große Veranstaltungen stattfinden können. Erschwerend kommt hinzu, dass innerhalb dieser Destinationen der Anteil ausländischer Übernachtungen bei mindestens 40 Prozent und darüber liegt. In national geprägten Destinationen wird die Erholung schneller und deutlicher spürbar sein, wie auch die Statistik des vergangenen Sommers aufzeigt.“

Als so genannte „Krisengewinner“, soweit dieser Begriff überhaupt gewählt werden könne, könnten nicht zuletzt aufgrund des „Revenge Travel“ die innerdeutschen Ferienregionen genannt werden. Wobei auch hier klar sein müsse, dass es einer schnellen, nachhaltigen und verlässlichen Öffnungsperspektive bedürfe, so die Verantwortichen des Unternehmens.

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