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StartBusiness & ManagementSmartphone-App "CovPass": Digitaler Impfnachweis in Deutschland soll auch Testergebnisse anzeigen

Smartphone-App "CovPass"Digitaler Impfnachweis in Deutschland soll auch Testergebnisse anzeigen

Der geplante digitale Impfnachweis „CovPass“, der in Deutschland künftig als Bescheinigung eines vollständigen Impfschutzes dienen soll, soll auch offizielle negative Corona-Testergebnisse anzeigen können. Doch das ist nicht alles. 

(Stand: 12.05.2021, 13.50 Uhr) Wie am Mittwoch aus Regierungskreisen verlautete, soll die Smartphone-App auch für Genesene zum Nachweis einer überstandenen Corona-Erkrankung dienen.

Das Projekt unter der Führung des amerikanischen Technologiekonzerns IBM liegt dem Vernehmen nach zeitlich im Plan. „CovPass“ soll demnach noch vor den Sommerferien der Bevölkerung zur Verfügung stehen. Beteiligt sind auch das Kölner Start-up Ubirch, der schwäbische IT-Dienstleister Bechtle und Govdigital, ein genossenschaftlicher Zusammenschluss von zehn IT-Dienstleistern der öffentlichen Hand.

„CovPass“ soll auch bei Urlaubsreisen einsetzbar sein

„CovPass“ soll den Betroffenen die Möglichkeit geben, schnell und fälschungssicher nachzuweisen, dass sie wieder bestimmte Grundrechte in Anspruch nehmen können, etwa bei Urlaubsreisen. Der Nachweis soll aber auch über andere Apps angezeigt werden können, unter anderem durch die Corona-Warn-App des Bundes, die bereits 27,5 Millionen Mal heruntergeladen wurde. Hier soll ein künftiges Update für eine entsprechende Erweiterung sorgen.

Nachweis digital und auf Papier

Die „CovPass“-App wird dem Vernehmen nach auch auf älteren Smartphones laufen. Bei den iPhones wird das Betriebssystem iOS 12 oder ein neueres vorausgesetzt, so dass alle Apple-Smartphones ab dem iPhone 5s kompatibel sind. Bei den Android-Smartphones läuft die Anwendung ab Version 6 (Marshmellow), die im Herbst 2015 auf den Markt kam. Für Menschen, die kein Smartphone besitzen, gibt es einen Nachweis auf Papier mit einem QR-Code, der an Prüfstellen digital eingelesen werden kann.

Die App soll nicht nur den Nachweis des Smartphone-Besitzers speichern können, sondern von mehreren Personen. Ähnlich wie bei digitalen Boarding-Pässen im Flugverkehr könne beispielsweise ein Elternteil die Nachweise für die gesamte Familie von einem Smartphone aus vorlegen. Bei der Überprüfung des Status wird der Prüfstelle nur ein Signal grün oder rot mit dem dazugehörigen Namen und Geburtsdatum angezeigt. Ob die Freischaltung durch eine vollständige Impfung, einen negativen Corona-Test oder eine überstandene Corona-Erkrankung erfolgt, sieht die Prüfstelle nicht.

Sachsen nutzt Corona-Warn-App für Kontaktnachverfolgung

Die Verbraucherzentrale Sachsen sieht in der Corona-Warn-App eine verbraucherfreundlichere Lösung zur Nachverfolgung von Kontakten. Sachsen gehe mit seiner Verordnung einen anderen Weg als andere Bundesländer und nutze vorrangig die Corona-Warn-App zur digitalisierten Kontaktnachverfolgung, hieß es in einer Mitteilung vom Mittwoch.

„Die Koalition hat sich für mehr Datenschutz und -sparsamkeit entschieden“, sagte der Referent Digitales der Verbraucherzentrale, Lorenz Bücklein. Er empfahl den Download und Einsatz der Corona-Warn-App. So werde mit der neuen Funktion einer pseudonymisierten Kontaktnachverfolgung die Privatsphäre der Verbraucher besser geschützt als etwa bei der Luca-App der kommerziellen Anbieter.

Nachbesserungsbedarf sieht die Verbraucherzentrale hingegen bei der Check-In-Funktion der Corona-Warn-App. Eine Systemlücke ermögliche es derzeit, sich auch aus der Ferne bei einer Veranstaltung oder im Restaurant einzuloggen, sofern der QR-Code des Anbieters bekannt sei. dpa

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