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StartBusiness & ManagementDas gilt in Bayern, Berlin und Co.: Die tagesaktuellen Regeln im Überblick

Das gilt in Bayern, Berlin und Co.Die tagesaktuellen Regeln im Überblick

Die Bundesländer kündigen aufgrund sinkender Corona-Neuinfektionsraten Lockerungen im Gastgewerbe an. Öffnungen der Gastronomie und für Touristen sind in der Regel möglich. Tophotel bietet eine kompakte Übersicht über alle Bundesländer – mit tagesaktuellen Updates und Statements.
Die Bundesländer lockern nach und nach die Corona-Beschränkungen: Die unterschiedlichen Öffnungsstrategien der Bundesländer sorgen für Freude und gleichzeitig auch für Verunsicherung. Noch sind die Öffungspläne von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Tophotel hat die tagesaktuellen Regelungen aller Bundesländer zusammengefasst:

Baden-Würtemmberg

(Stand: 30.06.2021, 11:00 Uhr) Pensionen, Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze im Südwesten dürfen Gäste empfangen. Bei der Anreise ist ein Nachweis über eine Impfung, Genesung oder ein negativer Schnelltest erforderlich. Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 entfällt dies. Beherbergungsbetriebe dürfen Saunen, Bäder und Wellnessbereiche für ihre Übernachtungsgäste öffnen. Auch Restaurants und Cafés haben geöffnet. Bei Inzidenzen über 35 ist die Personenzahl beschränkt und es ist ein Impfnachweis oder Vergleichbares gefordert. Galerien, Museen und Bibliotheken können bei einer Inzidenz unter 35 ebenfalls wie in früheren Zeiten besucht werden.

Private Treffen: In Regionen mit einer stabilen Inzidenz von unter zehn Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen dürfen sich 25 Menschen aus beliebig vielen Haushalten treffen. In den beiden höheren Stufen bis zu einer Inzidenz von 35 und 50 dürfen vier Haushalte mit höchstens 15 Personen zusammenkommen. Geimpfte und Genesene zählen laut Verordnung nicht dazu.

Veranstaltungen: Bei einer Inzidenz unter zehn dürfen im Freien bis zu 1.500 Menschen zusammenkommen, in geschlossenen Räumen bis zu 500. Ist die Inzidenz höher, gelten strengere Regeln. Die Maskenpflicht besteht weiter. Der Schutz muss auch weiterhin in geschlossenen Räumen wie in Supermärkten, Museen, Theatern, Kinos, Arztpraxen oder öffentlichen Gebäuden ebenso wie in öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bussen und Straßenbahnen getragen werden.

Bayern

(Stand: 30.06.2021, 11:00 Uhr) In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer über fünf Tage hinweg stabilen Inzidenz unter 100 dürfen Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Campingplätze, Berghütten und Jugendherbergen öffnen. Jeder Gast muss ohne Rücksicht auf die 7-Tage-Inzidenz bei seiner Ankunft im Hotel einen negativen Test vorlegen. Liegt die Inzidenz zwischen 50 und 100 brauchen Gäste laut bayerischem Infektionsschutzgesetz für jede weiteren 48 Stunden einen negativen Test. Geimpfte und Genesene seien hiervon befreit. Ebenfalls geöffnet sind etwa Seilbahnen und Schifffahrt, die Gastronomie sowie Saunen, Bäder und Freizeitparks. Auch Stadt- und Bergführungen sind möglich.

Berlin

(Stand: 30.06.2021, 11:00 Uhr) In der Hauptstadt sind seit Mitte Juni wieder private Übernachtungen in Hotels, Pensionen oder Ferienwohnungen möglich. Gäste müssen keinen negativen Corona-Test oder Impfnachweis vorlegen. Wer sich in den Innenräumen von Kneipen und Restaurants bedienen lassen will, muss hingegen ein negatives Testergebnis oder den Nachweis einer vollständigen Impfung vorlegen. Ausnahmen gelten für Hotelgäste, die im Hotelrestaurant speisen oder etwas trinken. Die Außengastronomie ist schon länger geöffnet, hier gibt es keine Testpflicht mehr.

Allgemeine Kontaktbeschränkungen gelten nur noch in geschlossenen Räumen. Für private Treffen im Freien ist dennoch eine Maximalzahl von 100 Anwesenden als „Orientierungsgröße“ vorgegeben. Bisher galt die Regelung, dass sich generell höchstens zehn Menschen aus maximal fünf Haushalten begegnen dürfen. Sie hat für private Treffen in Innenräumen weiter Bestand. Eigene Kinder bis 14 Jahren sowie vollständig Geimpfte und Genesene werden jeweils nicht mitgezählt.

Veranstaltungen im Freien sind nun mit bis zu 2.000 zeitgleich anwesenden Menschen erlaubt. Die Obergrenze für drinnen liegt bei 500 Personen. Bisher waren maximal 1.000 Teilnehmer draußen und 250 drinnen erlaubt. Bei Veranstaltungen unter freiem Himmel ist ab 500 Personen der Nachweis eines negativen Corona-Tests oder einer vollständigen Impfung Pflicht.

In Einkaufszentren und Geschäften entfällt die Pflicht zur Anwesenheitsdokumentation. Damit müssen Kontaktdaten der Kunden nicht mehr per App oder schriftlich auf Papier erfasst werden. Diese neue Regelung auch für Museen, Gedenkstätten, Bibliotheken und Archive.

In Fitness- und Tanzstudios, aber auch in Musikschulen oder bei Kursen und Veranstaltungen der Volkshochschule sind keine FFP2-Masken mehr vorgeschrieben. Es reicht eine medizinische Gesichtsmaske. Die Pflicht, beim Einkaufen oder in Bussen und Bahnen eine FFP2-Maske zu tragen, bleibt.

Brandenburg

(Stand: 30.06.2021, 11:00 Uhr) Hotels und Ferienwohnungen sind für touristische Übernachtungen wieder offen – nötig ist ein negativer Corona-Test oder der Nachweis für Impfung oder Genesung. Die Testpflicht entfällt aber bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 20 – das gilt derzeit für alle Landkreise und kreisfreie Städte. Auch der Besuch von Gaststätten drinnen ist dann ohne Test möglich. In Diskotheken und Clubs gilt weiterhin grundsätzlich eine Testpflicht. Es darf nicht mehr als ein Gast pro zehn Quadratmeter eingelassen werden.

Bremen

(Stand: 30.06.2021, 11:00 Uhr) Gastronomiebetriebe dürfen außen und innen öffnen, wenn ein Hygienekonzept vorliegt und Kontaktdaten der Gäste erhoben werden. Derzeit sind keine Tests nötig, weil die Infektionsrate in Bremen und Bremerhaven niedrig ist. Eine Testpflicht würde innen bei einer Inzidenz über 35 wieder greifen, außen über 50. Hotelübernachtungen zu touristischen Zwecken sind mit aktuellem Negativ-Test gestattet. Genesene und Gäste mit vollem Impfschutz müssen keinen Test vorlegen. Die Maskenpflicht gilt in Außenbereichen nur noch an Haltestellen und in Bahnhöfen. Im Nahverkehr und in Innenräumen besteht sie weiterhin. Bis auf Clubs und Diskotheken sind Freizeit- und Kultureinrichtungen geöffnet. In Museen ist kein Termin mehr erforderlich.

Hamburg

(Stand: 30.06.2021, 11:00 Uhr) Seit Juni können Touristen wieder in der Hansestadt übernachten. Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen privat reisende Gäste empfangen. Voraussetzung sind auch hier die Einhaltung strenger Hygiene-Auflagen und die Vorlage eines negativen Corona-Tests. Unter den üblichen Hygieneauflagen sind auch Hafen- und Stadtrundfahrten zulässig, in offenen Fahrzeugen auch ohne Maske. Museen und Bibliotheken sind ebenso geöffnet wie zoologische und botanische Gärten, Theater, Opern und Kinos. Nur die Clubs bleiben vorerst geschlossen. Ab Freitag dürfen jedoch bis zu 250 Menschen im Freien tanzen, sofern sie getestet, geimpft oder genesen sind.

Ab sofort können sich wieder zehn Menschen aus verschiedenen Haushalten in Innenräumen treffen. Private Feiern mit mehr als zehn Personen werden wie Veranstaltungen behandelt. Im Innenbereich gelten Abstandsgebot sowie Masken- und Testpflicht. Hochzeiten und andere private Feierlichkeiten gelten als Veranstaltungen ohne feste Sitzplätze. Das heißt den Angaben zufolge, dass im Freien 250 Menschen zusammen feiern dürfen, in geschlossenen Räumen bis zu 50.

Für Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen gilt eine Obergrenze von 500 im Freien und 100 in geschlossenen Räumen. Demonstrationszüge mit mehr als 500 Teilnehmern und ortsgebundene Kundgebungen mit mehr als 1.000 Menschen im Freien oder 300 Teilnehmern in Innenräumen können im Ausnahmefall genehmigt werden, wenn die Infektionslage es zulässt.

Außengastronomie ist erlaubt, drinnen dürfen Gäste nur mit negativem Test sitzen. In Restaurants und Kneipen dürfen Gäste Getränke und Speisen auch wieder im Stehen konsumieren. Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche können einen Kunden je 10 Quadratmeter einlassen; bislang war nur ein Kunde je 20 Quadratmeter erlaubt.

Hessen

(Stand: 30.06.2021, 11:00 Uhr) Hotels, Ferienhäuser, Jugendherbergen und Campingplätze sind unter Auflagen geöffnet. Gäste müssen bei der Anreise einen negativen Corona-Test vorlegen, unter anderem gilt bei Betrieben mit Gemeinschaftseinrichtungen eine Testpflicht einmal pro Woche bei längeren Aufenthalten. Für die Innengastronomie muss unter anderem ein tagesaktueller, negativer Test vorgelegt werden, Gäste und Bedienung müssen eine medizinische Maske tragen. In der Außengastronomie gilt keine Maskenpflicht mehr. Tanzen im Außenbereich von Diskotheken und Clubs ist wieder erlaubt. Schwimmbäder können unter Auflagen wieder öffnen, ebenso Zoos, Museen und Freizeitparks.

Mecklenburg-Vorpommern

(Stand: 30.06.2021, 11:00 Uhr) Das Urlaubsland im Nordosten hat seine Hotels, Pensionen und Campingplätze seit Anfang Juni auch wieder für Gäste aus anderen Bundesländern geöffnet. Sie müssen bei Anreise allerdings einen negativen Corona-Test vorlegen, vollständig geimpft oder genesen sein. Die lange verwaisten Ostseestrände füllen sich zu Beginn der Ferienzeit zusehends. Seit dem 11. Juni dürfen auch Tagesgäste wieder anreisen. Gaststätten sind seit Ende Mai geöffnet. Zoos und Museen können wieder besucht werden, die Theater und die Klassik-Festspiele sind in die Sommersaison gestartet – mit Zuschauerlimits sowie Maskenpflicht. Die Vorlage negativer Corona-Tests wird bei Restaurant- oder Veranstaltungsbesuchen nicht mehr verlangt. Eine Testpflicht besteht aber weiterhin für Touristen bei der Anreise nach Mecklenburg-Vorpommern – nur dann nicht, wenn jemand seit mindestens 14 Tagen komplett geimpft ist oder von einer Covid-Erkrankung genesen ist. Clubs und Diskotheken dürfen mit einer Testpflicht wieder für Tanzveranstaltungen öffnen.

Niedersachsen

(Stand: 30.06.2021, 11:00 Uhr) Tourismus und Gastronomie sind bei der gegenwärtig niedrigen Inzidenz in Niedersachsen mit einem Hygienekonzept ohne große Einschränkungen möglich. In der Gastronomie gilt drinnen eine Maskenpflicht, solange man noch nicht sitzt. Übernachtungsgäste müssen bei der Anreise einen negativen Corona-Test vorlegen. Zoologische und botanische Gärten haben mit Hygienekonzept geöffnet. Der Besuch von Museen und anderen Kultureinrichtungen ist bis zu einer Inzidenz von zehn mit Hygienekonzept und Maske ohne weitere Einschränkungen möglich.

Nach Angaben der Staatskanzlei dürfen bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz bis einschließlich zehn wieder mehr Menschen zusammenkommen: Bis zu 25 in Innenräumen und bis zu 50 draußen. Nicht mit eingerechnet werden Kinder bis zu einem Alter von einschließlich 14 Jahren, vollständig Geimpfte und Genesene. Haben alle Erwachsenen außerdem einen negativen Testnachweis, sind geimpft oder genesen, können sich noch mehr Menschen treffen. Eine Masken- und Abstandspflicht bei privaten Treffen gibt es nicht.

Anders bei Veranstaltungen: Kommen dort mehr als 25 Menschen drinnen beziehungsweise mehr als 50 draußen zusammen, gilt die Abstandspflicht – und drinnen auch die Maskenpflicht, solange man nicht an seinem Platz sitzt. Beides entfällt nur, wenn alle nicht vollständig Geimpften oder Getesteten einen negativen Testnachweis vorlegen.

In Restaurants, Lokalen und Cafés entfallen die Begrenzungen bei privaten Feiern, wenn die Inzidenz fünf Werktage lang nicht mehr als zehn beträgt. Ab 25 Personen drinnen und 50 draußen müssen aber alle nicht vollständig Geimpften oder Genesenen in der Gastronomie ebenfalls ein Negativ-Testergebnis vorweisen.

Ähnliches gilt für Besucher von Clubs und Diskotheken: Sie brauchen beim Tanzen keine Maske mehr zu tragen, sollen jedoch einen negativen Test oder Nachweis über vollständige Impfung oder Genesung vorlegen. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist auch auf Wochenmärkten nicht mehr nötig.

Und das „Übernachten zu touristischen Zwecken“ in Wohnmobilen oder Autos ist nun auch wieder auf öffentlichen Flächen erlaubt – dabei soll die konkrete örtliche Inzidenz keine Rolle mehr spielen.

Nordrhein-Westfalen

(Stand: 30.06.2021, 11:00 Uhr) Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 – also überall in NRW – dürfen Hotels ohne Kapazitätsbegrenzung für Übernachtungen sowie das komplette gastronomische Angebot öffnen. Gäste müssen geimpft oder genesen sein oder bei der Anreise einen Test vorlegen. Das gilt auch für Ferienwohnungen und Campingplätze. Die Gastronomie darf man in ganz NRW inzwischen innen und außen ohne Test besuchen. Der Branchenverband Dehoga hat bereits den generellen Wegfall der Testpflicht für Gäste in Hotels und Gaststätten als eine mögliche große Erleichterung gefordert.

Angesichts der weiter sinkenden Corona-Zahlen wurde die Maskenpflicht im Freien  weitgehend aufgehoben. In geschlossenen Räumen bleibt die Maskenpflicht zwar grundsätzlich bestehen. Bei ausreichender Lüftung darf die Maske an festen Sitz- oder Stehplätzen bei Bildungs-, Kultur-, Sport- und anderen Veranstaltungen abgenommen werden. Tests, Abstand und Rückverfolgbarkeit sind dafür nötig.

NRW lockert zudem die Corona-Regeln für Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche. Abgesichert durch Corona-Schnelltests soll im ganzen Land bei Sommerferienaktionen der Jugendverbände und Jugendhilfeträger „weitgehende Normalität“ möglich gemacht werden, wie Familien- und Gesundheitsministerium am Dienstag, 29. Juni 2021, gemeinsam mitteilten.

So dürfen nun bei Kinder- und Jugendreisen auch Gruppen mit mehr als 25 Menschen gemeinsam betreut werden und unterwegs sein. Neben einer Sieben-Tage-Inzidenz von höchstens 35 sind dafür zwei Coronatests pro Woche sowie ein gemeinsamer Test am Ende der Reise vorgesehen.

Auch bei Ferienangeboten ohne Übernachtung gibt es Lockerungen: Im Freien dürfen ab sofort 50 und in Innenräumen 30 junge Menschen gemeinsam betreut werden. Hier sei zu Beginn und am Anfang jeder neuen Woche ein Test erforderlich. Bei größeren oder täglich wechselnden Gruppen müsse alle drei Tage getestet werden.

Rheinland-Pfalz

(Stand: 30.06.2021, 11:00 Uhr) Ab diesem Freitag, 2. Juli, werden die Corona-Regeln in Rheinland-Pfalz gelockert. Ein Überblick:

  • Kontaktbeschränkungen: Bis zu 25 Menschen aus verschiedenen Haushalten können sich wieder treffen. Ob Geburtstag, Hochzeit oder einfach so: Private Feiern sind mit bis zu 100 Gästen möglich. Dabei gilt innen die 3-G-Regel, also Zutritt nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete.
  • Veranstaltungen: Konzerte, Festivals, Sportevents, Kulturveranstaltungen, Volks- und Weinfeste sind wieder möglich. Innen mit bis zu 350 Menschen, draußen mit bis zu 500. Dabei gilt Innen die 3-G-Regel oder Maskenpflicht.
  • Großveranstaltungen sind auch wieder möglich, aber nur, wenn die Inzidenz unter 35 liegt und es feste Plätze gibt. Dabei kann drinnen und draußen maximal die halbe Kapazität der Stätte genutzt werden. Maximal 5.000 Zuschauer gilt dabei als Limit für Außenveranstaltungen ohne feste Plätze – also etwa auf Festplätzen oder in Parks. Veranstaltungen mit mehr als 5.000 Teilnehmern können in Abstimmung mit örtlichen Behörden zugelassen werden.
  • Clubs und Diskotheken: Nach vielen Monaten dürfen sie wieder öffnen. Voraussetzung sind gute Lüftungsanlagen und die 3-G-Regel. Bis zu 350 Besucher sind erlaubt.
  • Servicemitarbeiter in Gastronomie, Hotellerie, im Handel und bei Friseuren können auf die Maske verzichten, wenn ein tagesaktueller negativer Test vorliegt.
  • Gastronomie: In der Innengastronomie entfällt jetzt auch die Testpflicht und die Reservierungspflicht. In Hotels ist die Vorlage eines negativen Tests nur noch bei der Anreise nötig und nicht mehr alle 48 Stunden.
  • Hotelgäste müssen einen Negativ-Test nur noch bei der Anreise, aber nicht mehr alle 48 Stunden vorweisen.

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga ist mit den an diesem Freitag in Kraft getretenen Lockerungen der Corona-Regeln „sehr zufrieden“. „Wir sind auch eins der ersten Bundesländer, dass die Bars und Diskotheken wieder aufsperrt“, sagte der rheinland-pfälzische Dehoga-Präsident Gereon Haumann der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Und mit der 3-G-Regel (geimpft, genesen oder getestet) könnten sogar bis zu 350 Menschen eingelassen werden. Die auf den ersten Blick kompliziert anmutenden Regeln ließen sich auf die einfache Formel reduzieren: GGG (3 G) oder Maske.

Saarland

(Stand: 30.06.2021, 11:00 Uhr) Gäste dürfen im Café oder Restaurant draußen ohne Testpflicht Platz nehmen. Drinnen gilt nach wie vor, dass ein negativer Test oder ein vollständiger Impf- oder Genesungsnachweis vorgelegt werden muss, außerdem sind Gruppen von maximal zehn Personen erlaubt. Das gilt auch für Touristen bei der Ankunft in Hotels oder anderen Beherbergungsbetrieben. Alle zwei Tage muss dann erneut getestet werden. Schwimmbäder, Thermen und Saunen sind unter Auflagen wieder geöffnet, ebenso Restaurants, Zoos und Freizeitparks.

Die Maskenpflicht wird an weiteren Orten aufgehoben: So müssen Gäste im Außenbereich von Gastronomiebetrieben auch abseits ihrer Plätze keine Maske mehr tragen. Auch an Bushaltestellen und Bahnhöfen kann auf die Maske verzichtet werden, wenn genug Abstand gehalten wird. Keine Maske ist mehr in privaten Fahrzeugen notwendig.

Unter freiem Himmel sind Veranstaltungen mit bis zu 500 Menschen wieder erlaubt sind. In geschlossenen Räumen dürfen bis zu 250 Personen zusammenkommen. Hier gibt es eine Testpflicht ab elf Menschen. Jugend- und Kinderfreizeiten sind mit maximal 50 statt bisher 30 Teilnehmern wieder möglich.

Sachsen

(Stand: 11.06.2021, 11:00 Uhr) 35 und 50 – diese Inzidenzen spielen in der neuen Landesverordnung eine entscheidende Rolle. Liegt die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner darunter, sind Lockerungen möglich. Dabei gilt die 5+2 Regel: Der Grenzwert gilt in einer Region als unterschritten, wenn die Inzidenz an fünf aufeinander folgenden Tagen darunterliegt. Lockerungen sind dann am übernächsten Tag möglich. Das funktioniert auch umgekehrt. Liegt die Inzidenz an fünf Tagen darüber, gelten ab dem übernächsten Tag Verschärfungen. Zusätzlich zur Bettenbelegung (1.300 Covid-Patienten auf Normalstationen) gibt es neues Kriterium: Liegen mehr als 420 Corona-Erkrankte auf den Intensivstationen, werden die Regeln verschärft.

Kontaktbeschränkungen werden mit der neuen Landesverordnung gelockert: Bei einer stabilen Inzidenz unter 35 sind private Feiern oder Vereinsfeiern mit bis zu 50 Menschen möglich, ein Test ist nicht notwendig. Kinder, Genesene und Geimpfte werden nicht mitgezählt. Bei Inzidenzwerten unter 50 können zehn Personen ohne Einschränkungen zusammenkommen – egal aus wie vielen Hausständen. Erleichterungen auch für Familienfeiern: Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz unter 35, sind bei Eheschließungen und Beerdigungen bis zu 50 Personen ohne Testpflicht erlaubt. In diesem Fall sind Familien-, Vereins- und Firmenfeiern im Restaurant, zu Hause oder in angemieteten Räumen mit bis zu 50 Personen erlaubt. Kinder und Jugendliche sowie Geimpfte und Genesene zählen nicht mit.

In Sachsen darf wieder groß gefeiert werden – wenn die Fallzahlen entsprechend niedrig sind: Veranstaltungen mit gleichzeitig mehr als 1.000 Besuchern dürfen unter einem Inzidenz-Wert von 50 stattfinden. Voraussetzung: Terminbuchung und Kontakterfassung sowie Negativ-Tests. Für die Besucherzahl gibt es nach oben keine Grenze, allerdings müssen Veranstalter über ein genehmigtes Hygienekonzept verfügen und der Mindestabstand eingehalten werden. Unterschreitet die Sieben-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 35, sind öffentliche Festivitäten sowie Feiern auf öffentlichen Plätzen und Anlagen mit Hygienekonzept zulässig. Auch Messen, Tagungen und Kongresse sind unter Auflagen wieder möglich.

Wer einen Besuch im Café oder im Restaurant plant, braucht für den Innenbereich keinen Test mehr, wenn die Inzidenz unter 35 liegt. Unter 50 hingegen ist ein Test fällig, wenn verschiedene Hausstände an einem Tisch sitzen. Für den Außenbereich ist keine Kontakterfassung nötig. Hotels und Pensionen dürfen mit Test und Kontakterfassung öffnen, unter einer Inzidenz von 35 entfallen die Auflagen.

Hallen- und Spaßbäder, Wellness-Tempel und Therme dürfen bei einer stabilen Ansteckungsquote unter 50 öffnen, unter der Grenze von 35 dann auch Saunen. Zu den Auflagen gehören in diesem Bereich allerdings Kontakterfassung, Negativ-Test und Termin. Auch Diskotheken und Musikclubs dürfen nach monatelanger Schließung wieder Feiernde empfangen – aber auch hier ist Test nötig.

Sachsen-Anhalt

(Stand: 30.06.2021, 11:00 Uhr) In Sachsen-Anhalt dürfen Hotels, Pensionen und andere Beherbergungsbetriebe wieder öffnen. Übernachtungsgäste brauchen einen aktuellen Test bei der Anreise und danach alle 72 Stunden. Auf Campingplätzen und in Ferienwohnungen gilt die Testpflicht nur bei der Ankunft. Auch Reisebustouren, Flusskreuzfahrten, Stadtrundfahrten und vergleichbare touristische Angebote sind wieder möglich. Geschäftsreisende, Dauercamper sowie generell Minderjährige, Genesene und Geimpfte sind von der Testpflicht ausgenommen. Auf Bus- oder Schiffsreisen müssen die Reisenden einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen. Restaurants dürfen drinnen und im Außenbereich Gäste ohne Tests bewirten, auch bei Kulturveranstaltungen sind derzeit keine Tests erforderlich.

Schleswig-Holstein

(Stand: 30.06.2021, 11:00 Uhr) Schleswig-Holstein steht Touristen aus ganz Deutschland offen. Übernachtungsgäste müssen einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test mitbringen. 72 Stunden nach der Anreise ist dann einmalig nur noch ein weiterer Test nötig. Außengastronomie ist im Norden bereits seit längerem erlaubt, mittlerweile auch die Innengastronomie. Dort müssen Gäste einen negativen Test vorlegen, ausgenommen Übernachtungsgäste im jeweiligen Hotel. Auch die Clubs und Diskotheken dürfen wieder öffnen: für maximal 125 Personen und mit Hygienekonzept, Kontaktdatenerhebung, Masken- und Testpflicht. Auch deutlich größere Veranstaltungen sind wieder möglich. Drinnen sind 1.250 Personen erlaubt, draußen 2.500. Das gilt für Konzerte, das Theater oder Kino sowie Gottesdienste, Flohmärkte und auch Messen. Außerdem besteht keine Testpflicht mehr für „Veranstaltungen mit Sitzungscharakter“. Das betrifft beispielsweise Kinos. Im Kinosaal selbst dürfen die Hälfte aller Plätze belegt werden. Am Platz können Besucher den Mund-Nasen-Schutz wieder ablegen. Draußen gibt es keine Maskenpflicht mehr. Auf Wochenmärkten beispielsweise sind Abstände aber weiter einzuhalten.

Thüringen

(Stand: 30.06.2021, 16:02 Uhr) In Thüringen lag die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt im einstelligen Bereich, so dass es im Tourismus kaum noch Einschränkungen gibt. Campingplätze und Ferienwohnungen dürfen ab einer stabilen Inzidenz von unter 100 gebucht werden. Reisebusveranstaltungen sind dann für tagestouristische Angebote erlaubt, bei einer Inzidenz unter 50 auch mehrtägige Reisen, ab einer Inzidenz unter 35 entfällt zudem die Testpflicht, die Verpflichtung zum Tragen einer Maske bleibt aber. Hotels und Pensionen dürfen bei einer Inzidenz unter 35 Gäste beherbergen – also fast überall. Es entfallen zudem Testpflicht und Auslastungsgrenze von 60 Prozent. Eine Kontaktnachverfolgung muss weiterhin möglich sein. In der Gastronomie gibt es bei Inzidenzen unter 35 auch in Innenräumen keine Testpflicht mehr für die Gäste. Am Donnerstag (1. Juni) sollen neue Regeln in Kraft treten, die nach einem Entwurf Öffnungen in allen Bereichen und keine Unterscheidung mehr bei Inzidenzen von 35 und 50 vorsieht. Stattdessen sollen die Kommunen dann selbst gegebenenfalls Regeln verschärfen.

Öffentliche Veranstaltungen müssen der jeweils zuständigen Behörde – in der Regel dem Gesundheitsamt – angezeigt werden. Ausdrücklich soll es möglich bleiben, Veranstaltungen zu verbieten, wenn damit gerechnet werden muss, dass dadurch die Ausbreitung der Corona-Pandemie gefördert werden könnte. Außerdem soll nach Größe der Veranstaltungen entschieden werden. Kommen draußen mehr als 1.000 Teilnehmer zusammen, soll ein Antrag nötig werden, der genehmigt werden müsste. Nicht öffentliche Veranstaltungen im Freien müssen angezeigt werden, wenn mehr als 70 Menschen zusammenkommen, in geschlossen Räumen bei mehr als 30 Menschen. Nach den geplanten Regelungen sollen auch Abibälle und Abschlussfeiern möglich sein. Je nach Größe und Art der Feier kann es dafür aber nötig sein, das jeweilige Gesundheitsamt zu informieren.

Die Thüringer Landesregierung plant angesichts niedriger Inzidenzwerte weitere Lockerungen von Corona-Maßnahmen. Das geht aus einem Verordnungsentwurf hervor, der dpa vorliegt. Demnach sollen unter anderem die Kontaktbeschränkungen komplett wegfallen und nur noch als Empfehlung gelten. Nach bisherigen Plänen soll die Verordnung am 1. Juli in Kraft treten. Bis dahin sind noch Änderungen möglich. dpa

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