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Start Coronakrise Das gilt in Bayern, Berlin und Co.: Die tagesaktuellen Regeln im Überblick

Das gilt in Bayern, Berlin und Co.Die tagesaktuellen Regeln im Überblick

Die Bundesländer kündigen aufgrund sinkender Corona-Neuinfektionsraten Lockerungen im Gastgewerbe an. Öffnungen der Gastronomie und für Touristen sind in der Regel möglich. Tophotel bietet eine kompakte Übersicht über alle Bundesländer – mit tagesaktuellen Updates und Statements.
Die Bundesländer lockern nach und nach die Corona-Beschränkungen: Die unterschiedlichen Öffnungsstrategien der Bundesländer sorgen für Freude und gleichzeitig auch für Verunsicherung. Noch sind die Öffungspläne von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Tophotel hat die tagesaktuellen Regelungen aller Bundesländer zusammengefasst:

Baden-Würtemmberg

(Stand: 18.06.2021, 18:15 Uhr) Gasthäuser, Pensionen, Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze im Südwesten dürfen unter Auflagen Gäste empfangen. Angesichts sinkender Corona-Neuinfektionszahlen will Baden-Württemberg die Auflagen in Regionen mit einer Inzidenz von unter 10 demnächst deutlich lockern. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Regierungskreisen in Stuttgart erfuhr, soll die neue Corona-Verordnung mit einem Vier-Stufen-Modell am 28. Juni in Kraft treten. Was erlaubt ist, richtet sich nach den Inzidenzen: Stufe vier gilt bei einer Inzidenz von 100 bis 50, Stufe drei von 50 bis 35, Stufe zwei von 35 bis 10 und Stufe eins für alle Kreise mit einer Inzidenz unter 10.

In Regionen, in denen weniger als 10 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in einer Woche registriert werden, soll es viele Erleichterungen für den öffentlichen Raum, für öffentliche Veranstaltungen sowie für Gastronomie, Kultur, Sport und den Handel geben. Zuletzt waren die Corona-Zahlen deutlich gesunken. Bis auf den Stadtkreis Heilbronn lagen alle 44 Stadt- und Landkreise im Südwesten bei der Inzidenz unter dem Grenzwert 35.

Mit dem Stufenmodell will die grün-schwarze Landesregierung die Regeln deutlich vereinfachen. Der Entwurf für die neue Verordnung kommt aus dem Gesundheitsministerium und soll Ende der Woche beschlossen werden. Wie die Lockerungen im Einzelnen aussehen, muss in der Regierung noch diskutiert werden. Es wird aber damit gerechnet, dass sich bei einer Inzidenz von unter 10 wieder mehr Menschen aus mehr Haushalten treffen dürfen. Bisher gilt, dass sich in Kreisen mit einer Inzidenz unter 50 bis zu zehn Menschen aus drei Haushalten treffen dürfen.

Bayern

(Stand: 16.06.2021, 16:00 Uhr) In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer über fünf Tage hinweg stabilen Inzidenz unter 100 dürfen Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Campingplätze, Berghütten und Jugendherbergen öffnen. Gäste müssen einen höchstens 24 Stunden alten negativen Corona-Test mitbringen.

Bei einer Inzidenz über 50 müssen sich Besucher zudem während des Aufenthalts mindestens alle zwei Tage erneut testen lassen. Bei Inzidenzen unter 100 ebenfalls geöffnet sind etwa Seilbahnen und Schifffahrt, die Gastronomie bis 24.00 Uhr sowie Saunen, Bäder und Freizeitparks. Grundsätzlich gilt dort zudem: Bleibt die Inzidenz unter 50, entfällt für Gäste die Testpflicht. Derzeit sind fast alle bayerischen Landkreise unter 50.

>> Weitere Informationen zu den Lockerungen finden Sie hier.

>> Die Regelungen im Detail sowie Praxishilfen zu den Verordnungen hat der Dehoga Bundesverband hier zusammengefasst <<

Berlin

(Stand: 15.06.2021, 16:07 Uhr) Private Übernachtungen in Hotels und Pensionen sind möglich. Dabei müssen die Gäste alle drei Tage einen negativen Corona-Test vorlegen. Auch Außen- und Innengastronomie ist möglich. Kinos, Theater, Opern- und Konzerthäuser dürfen mit Testpflicht und Hygienekonzept wieder öffnen. Erste Museen und Gedenkstätten sind ebenfalls auf. Auch Stadtrundfahrten und Schiffsausflüge gibt es wieder.

Angesichts der zuletzt deutlich zurückgegangenen Infektionszahlen können sich die Berliner auf eine Reihe von weiteren Lockerungen bei den Corona-Maßnahmen einstellen. So ist die Maskenpflicht aufgehoben, die bisher für 35 belebte Plätze und Einkaufsstraßen wie den Kurfürstendamm oder den Alexanderplatz galt – bis auf Stellen, an denen es nicht möglich ist, den vorgeschriebenen Mindestabstand einzuhalten wie in Warteschlangen. Das beschloss der Senat am Dienstag, wie der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) nach der Sitzung mitteilte.

Die Infektionsschutzverordnung soll entsprechend geändert werden; die neuen Regeln gelten den Angaben zufolge ab Freitag (18.6.). Bei den Lockerungen müsse klar zwischen draußen und drinnen unterschieden werden. Das wurde auch beim Thema Maskenpflicht berücksichtigt.

In Bussen und Bahnen des Berliner ÖPNV müssen weiterhin FFP2-Masken getragen werden.

Für Veranstaltungen gibt es deutlich höhere Obergrenzen. Dabei sind im Freien künftig bis zu 1.000 Personen erlaubt, drinnen maximal 250. Bisher waren es draußen 500 und drinnen bis zu 100. Bei Veranstaltungen mit mehr als 20 zeitgleich anwesenden Personen muss diesen grundsätzlich ein fester Platz zugewiesen werden. Diese Regel gilt bei Veranstaltungen bis 250 Personen nicht, wenn alle Anwesenden negativ getestet sind. Bei Veranstaltungen in Innenräumen mit mehr als 20 Teilnehmern ist ein Nachweis eines negativen Coronatests verpflichtend.

Jahrmärkte und Volksfeste sind grundsätzlich wieder erlaubt. Dabei gelten die gleichen Regeln wie für andere Veranstaltungen. Tanzveranstaltungen im Freien mit bis zu 250 zeitgleich Anwesenden sind ebenfalls wieder möglich. Voraussetzung für die Teilnahme ist aber ein negativer Corona-Test. Zum Beispiel bei Hochzeits- oder Geburtstagsfeiern oder solche aus Anlass religiöser Feste sind in geschlossenen Räumen künftig bis zu 50 zeitgleich anwesende Personen erlaubt. Im Freien sind es bis zu 100.

Der Besuch von Freizeitparks, anderen Betrieben für Freizeitaktivitäten, aber auch von Spielhallen und Spielbanken ist wieder erlaubt. Wer sich dabei nicht an seinem Platz aufhält, muss eine FFP2-Maske aufsetzen. Das Verbot, alkoholische Getränke in der Zeit von 0 Uhr bis 5 Uhr auszuschenken, zu verkaufen oder abzugeben, wird aufgehoben.

Brandenburg

(Stand: 16.06.2021, 16:00 Uhr) In Diskotheken und Clubs gilt weiterhin grundsätzlich eine Testpflicht. Es darf nicht mehr als ein Gast pro zehn Quadratmeter eingelassen werden. In Gaststätten ist keine Testpflicht erforderlich für Gäste, die in den Außenbereichen bewirtet werden. Touristische Übernachtungen sind ohne Beschränkungen möglich. Für alle Beherbergungsstätten gilt: Gäste müssen vor Beginn der Beherbergung einen Test-, Impf- oder Genesenennachweis vorlegen. In Brandenburg sind auch wieder sexuelle Dienstleistungen und Prostitutionsveranstaltungen erlaubt – aber mit Testpflicht. Auch müssen die Daten der Personen erfasst werden. Solange sexuelle Dienstleistungen nicht erbracht werden, besteht Maskenpflicht.

Bremen

(Stand: 16.06.2021, 16:00 Uhr) Gastronomiebetriebe dürfen außen und innen bis 1.00 Uhr nachts öffnen, wenn ein Hygienekonzept vorliegt und Kontaktdaten der Gäste erhoben werden. Derzeit sind keine Tests nötig, weil die Infektionsrate in Bremen und Bremerhaven niedrig ist. Eine Testpflicht würde innen bei einer Inzidenz über 35 wieder greifen, außen bei über 50. Hotelübernachtungen zu touristischen Zwecken sind mit Hygienekonzept und aktuellem Negativ-Test gestattet. Genesene und Gäste mit vollem Impfschutz müssen keinen Test vorlegen.

Bei Treffen und Freizeitaktivitäten sollen die Menschen in Bremen bald wieder mehr Freiheiten haben. Lockerungen seien bei den Kontaktbeschränkungen, Veranstaltungen, beim Sport und bei der Maskenpflicht in Schulen geplant, teilte der Bremer Senat am Dienstag mit. Demnach soll die neue Corona-Verordnung am kommenden Montag (21. Juni) in Kraft treten. Statt bis zu zu fünf Personen dürfen sich dann bis zu zehn Menschen treffen. “Alternativ sind weiterhin Treffen von zwei Haushalten ohne Beschränkung der Personenzahl möglich”, hieß es.

Die Maskenpflicht gilt demnach im Freien nur noch an Haltestellen des Personennahverkehrs sowie an Bahnhöfen. Im Nahverkehr und in Innenräumen müssen Menschen weiter einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Für Beschäftigte in Kitas, Schülerinnen, Schüler und Beschäftigte der weiterführenden Schulen wird die Maskenpflicht aufgehoben. Auf den Gängen und in Treppenhäusern der allgemein- und berufsbildenden Schulen müssen die Menschen aber weiter Maske tragen, ausgenommen sind Grundschülerinnen und -schüler.

Hamburg

(Stand: 21.06.2021, 11:51 Uhr) Seit Anfang Juni können Touristen wieder in der Hansestadt übernachten. Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen privat reisende Gäste empfangen. Voraussetzung sind auch hier die Einhaltung strenger Hygiene-Auflagen und die Vorlage eines negativen Corona-Tests.

Angesichts einer stabilen Infektionslage lockert der Hamburger Senat die Corona-Kontaktbeschränkungen weiter. Ab Dienstag können sich wieder zehn Menschen aus verschiedenen Haushalten auch in Innenräumen treffen, wie der Senat am Montag mitteilte. Bislang waren nur fünf Personen erlaubt. Genesene und Geimpfte sowie Kinder werden dabei nicht mitgezählt.

Private Feiern mit mehr als zehn Personen werden wie Veranstaltungen behandelt. Im Innenbereich gelten Abstandsgebot sowie Masken- und Testpflicht. Hochzeiten und andere private Feierlichkeiten gelten als Veranstaltungen ohne feste Sitzplätze. Das heißt den Angaben zufolge, dass im Freien 250 Menschen zusammen feiern dürfen, in geschlossenen Räumen bis zu 50.

Für Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen gilt ab Dienstag eine Obergrenze von 500 im Freien und 100 in geschlossenen Räumen. Demonstrationszüge mit mehr als 500 Teilnehmern und ortsgebundene Kundgebungen mit mehr als 1.000 Menschen im Freien oder 300 Teilnehmern in Innenräumen können im Ausnahmefall genehmigt werden, wenn die Infektionslage es zulässt.

In Restaurants und Kneipen dürfen Gäste Getränke und Speisen auch wieder im Stehen konsumieren. Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche können einen Kunden je 10 Quadratmeter einlassen; bislang war nur ein Kunde je 20 Quadratmeter erlaubt.

Als weitere Lockerung beschloss der Senat, Kontaktsport im Innenbereich mit zehn Teilnehmern zuzulassen. In Gottesdiensten darf wieder gesungen werden, für Hafen- und Stadtrundfahrten entfällt die Testpflicht -eine medizinische Maske reicht als Schutz aus. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nach Angaben der Robert Koch-Instituts in Hamburg derzeit bei 11,9.

Hessen

(Stand: 16.06.2021, 16:00 Uhr) Derzeit gilt in allen hessischen Kreisen und kreisfreien Städten Stufe 2 der Lockerungen, denn überall liegt die Inzidenz seit mindestens 14 Tagen unter 100 oder 5 Tage unter 50. Hotels, Ferienhäuser, Jugendherbergen und Campingplätze sind unter Auflagen geöffnet, Betriebe mit Gemeinschaftseinrichtungen dürfen zu maximal 75 Prozent ausgelastet sein. Ein Corona-Schnelltest der Gäste bei der Anreise ist vorgeschrieben, anschließend muss zweimal pro Woche getestet werden.

Für die Innengastronomie muss ein tagesaktueller, negativer Test vorgelegt werden, für Außenplätze gilt eine Testempfehlung. Auch von Freizeitparks können Innenbereiche mit Testempfehlung wieder öffnen. Sollte die Sieben-Tage-Inzidenz regional wieder über 100 steigen, gelten schärfere Regeln: Dann dürfte nur die Außengastronomie mit Testpflicht öffnen. Beherbergungsbetriebe dürften zu maximal 60 Prozent ausgelastet sein.

Mecklenburg-Vorpommern

(Stand: 17.06.2021, 5:00 Uhr) Das Urlaubsland im Nordosten hat seine Hotels, Pensionen und Campingplätze seit Anfang Juni auch wieder für Gäste aus anderen Bundesländern geöffnet. Die lange Zeit verwaisten Ostsee-Strände füllen sich zusehends. Seit dem 11. Juni dürfen auch Tagesgäste wieder anreisen. Gaststätten im Land sind seit Ende Mai geöffnet. Wer drinnen Platz nehmen will, benötigt aber noch einen negativen Corona-Test. Zoos und Museen sind geöffnet, die Theater und die Klassik-Festspiele in Mecklenburg-Vorpommern sind in die Sommersaison gestartet – mit Zuschauerlimits sowie Test- und Maskenpflicht für Besucher.

Die Testpflicht für Touristen nach der Einreise nach Mecklenburg-Vorpommern ist seit Donnerstag nicht mehr notwendig. Zuvor mussten sich Touristen jeden dritten Tag im Nordosten testen lassen, sofern sie nicht zweimal geimpft oder von einer Corona-Infektion genesen waren. Die Testpflicht bei der Einreise bleibt hingegen zunächst bestehen. Wer zum Urlaub machen in den Nordosten kommt, muss weiterhin einen maximal 24 Stunden alten Test vorweisen, sofern er nicht zweimal geimpft oder von einer Corona-Infektion genesen ist.

Für manche Dienstleistungen wie die Gastronomie im Innenbereich soll die Testpflicht ebenfalls zunächst bestehen bleiben. Wer in einem Hotel übernachtet, soll dort jedoch seit Donnerstag Gastronomieangebote auch ohne Test in Anspruch nehmen können.

Die Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Freien soll laut Schwesig  in der kommenden Woche weitestgehend abgeschafft werden. Dies werde endgültig in der kommenden Woche geregelt. Außerdem kündigte die Regierungschefin ein neues Corona-Ampelsystem an, anhand dessen weitere Maßnahmen oder Lockerungen abgeleitet werden sollen.

Die strikten Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum wurden aufgehoben. Verboten bleiben jedoch Gruppenfeiern in der Öffentlichkeit, zum Beispiel in Parks oder am Seeufer.  Bei Veranstaltungen im Freien fällt am Sitzplatz die Maskenpflicht ebenfalls weg. Der Corona-Abstand muss weiter eingehalten werden.

Private Feiern sind in Gaststätten in einem abgetrennten Bereich mit bis zu 100 Personen möglich, im privaten Bereich mit bis zu 30 Personen. Vollständig geimpfte und genesene Personen zählen jeweils nicht mit. Im Rahmen privater Feiern in Gaststätten darf getanzt werden. Weiterhin nicht möglich sind Tanzveranstaltungen in Clubs, Diskotheken und anderen gastronomischen Einrichtungen.

Die zugelassene Personenzahl bei Trauungen und Trauerfeiern wird auf bis zu 50 Personen in geschlossenen Räumen und bei Trauungen und Beisetzungen im Freien auf 100 Personen erhöht.

An Veranstaltungen dürfen im Freien 600 Personen und im Innenberich 200 Personen teilnehmen, jeweils mit Sitzplatz. Drinnen sind zusätzlich Maske und Test nötig. Bei kleineren Veranstaltungen mit bis zu 250 Personen im Außenbereich gilt keine Sitzplatz-, aber Maskenpflicht, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten wird. Größere Veranstaltungen können mit Ausnahmegenehmigung durch das Gesunmdheitsamt drinnen bis zu 1.250 Teilnehmer haben, draußen bis zu 2.500. Bei Veranstaltungen im Freien fällt die Testpflicht weg.

Mehr Informationen: >> Mecklenburg-Vorpommer: Testpflicht für Urlauber gelockert <<

Niedersachsen

(Stand: 20.06.2021, 19:10 Uhr) Das Land Niedersachsen lockert angesichts der entspannteren Infektionslage weitere Corona-Beschränkungen. Nachdem es bereits am Samstag Lockerungen bei privaten Treffen gegeben hatte, folgen am Montag eine Reihe zusätzlicher Erleichterungen – auch hier vor allem zu Kontaktregeln. Grundsätzlich wären damit Geburtstags-, Hochzeits-, Grill-, Sport- oder Einschulungsfeiern möglich. So dürfen nach Angaben der Staatskanzlei bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz bis einschließlich 10 wieder mehr Menschen zusammenkommen: Bis zu 25 in Innenräumen und bis zu 50 draußen.

Nicht mit eingerechnet werden Kinder bis zu einem Alter von einschließlich 14 Jahren, vollständig Geimpfte und Genesene. Haben alle Erwachsenen außerdem einen negativen Testnachweis, sind geimpft oder genesen, können sich noch mehr Menschen treffen. Eine Masken- und Abstandspflicht bei privaten Treffen gibt es nicht.

Anders bei Veranstaltungen: Kommen dort mehr als 25 Menschen drinnen beziehungsweise mehr als 50 draußen zusammen, gilt die Abstandspflicht – und drinnen auch die Maskenpflicht, solange man nicht an seinem Platz sitzt. Beides entfällt nur, wenn alle nicht vollständig Geimpften oder Getesteten einen negativen Testnachweis vorlegen.

In Restaurants, Lokalen und Cafés entfallen die Begrenzungen bei privaten Feiern, wenn die Inzidenz fünf Werktage lang nicht mehr als 10 beträgt. Ab 25 Personen drinnen und 50 draußen müssen aber alle nicht vollständig Geimpften oder Genesenen in der Gastronomie ebenfalls ein Negativ-Testergebnis vorweisen.

Ähnliches gilt für Besucher von Clubs und Diskotheken: Sie brauchen beim Tanzen keine Maske mehr zu tragen, sollen jedoch einen negativen Test oder Nachweis über vollständige Impfung oder Genesung vorlegen. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist auch auf Wochenmärkten nicht mehr nötig.

In Hotels oder Pensionen reicht es für die Gäste künftig aus, einen Negativtest nur noch einmal bei der Anreise vorzuzeigen. Und das “Übernachten zu touristischen Zwecken” in Wohnmobilen oder Autos ist ab der neuen Woche auch wieder auf öffentlichen Flächen erlaubt – dabei soll die konkrete örtliche Inzidenz keine Rolle mehr spielen. Führungen durch Städte oder die Natur sind nun breiter möglich, für Bus- oder Schiffsfahrten wurden weitere Regeln angepasst.

Die Änderungen der Corona-Regeln gelten zunächst bis zum 16. Juli. Auch in den Schulen gibt es Lockerungen, wie Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) schon am Freitag erklärt hatte. Schülerinnen und Schüler müssen in Außenbereichen wie dem Pausenhof keine Masken mehr tragen – anders als auf Fluren, in Treppenhäusern oder auf Toiletten.

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) nannte die Corona-Entwicklung im Land ermutigend: “Die Infektionszahlen in Niedersachsen befinden sich in einem deutlichen Abwärtstrend.” Gleichzeitig mahnte er jedoch: “Bei aller Freude müssen wir vorsichtig bleiben. (…) Die Delta-Variante breitet sich in Europa aus und wird auch an uns nicht vorbeigehen.”

Nordrhein-Westfalen

(Stand: 20.06.2021, 11:24 Uhr) Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 – und damit fast überall in NRW – dürfen Hotels ohne Kapazitätsbegrenzung für Übernachtungen und das komplette gastronomische Angebot öffnen. Gäste müssen geimpft oder genesen sein oder bei der Anreise einen Test vorlegen. Das gilt auch für Ferienwohnungen und Campingplätze. Die Gastronomie darf man in fast ganz NRW inzwischen innen und außen ohne Test besuchen.

Angesichts der weiter sinkenden Corona-Zahlen wird die Maskenpflicht im Freien in Nordrhein-Westfalen ab Montag weitgehend aufgehoben. Eine Ausnahme ist die Millionenstadt Köln. Dort hat der Krisenstab die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in festgelegten öffentlichen Bereichen bis einschließlich 28. Juni verlängert.

Die stabilen Werte unter 35 auf kommunaler und landesweiter Ebene bedeuten auch, das nun in allen Regionen keine Test- oder Impfnachweise mehr für den Besuch der Innengastronomie erforderlich sind. In Hotels, Pensionen, Jugendherbergen ist bei Anreise ein Negativtest weiter nötig. Der Branchenverband Dehoga hat bereits den generellen Wegfall der Testpflicht für Gäste in Hotels und Gaststätten als eine mögliche große Erleichterung gefordert.

Die Maskenpflicht gilt im Freien weiter in Warteschlangen und bei Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern außerhalb des Sitz- oder Stehplatzes und dort, wo Kommunen sie anordnen.

In geschlossenen Räumen bleibt die Maskenpflicht zwar grundsätzlich bestehen. Bei ausreichender Lüftung darf die Maske an festen Sitz- oder Stehplätzen bei Bildungs-, Kultur-, Sport- und anderen Veranstaltungen abgenommen werden. Tests, Abstand und Rückverfolgbarkeit sind dafür nötig.

Saarland

(Stand: 16.06.2021, 16:00 Uhr) Seit dem 11. Juni dürfen draußen im Café oder Restaurant Gäste wieder ohne Testpflicht Platz nehmen. Die Pflicht zum vorherigen Corona-Test gibt es seitdem auch nicht mehr bei privaten Treffen im Freien und auch bei körpernahen Dienstleistungen wie beim Friseur oder der Kosmetikerin. Privat darf man sich wieder mit bis zu zehn Personen treffen. Der Alkoholausschank ist bis 1.00 Uhr erlaubt.

Die Landesregierung kündigte an, dass sie bei gleichbleibend niedrigem Infektionsgeschehen nach und nach weitere Öffnungsschritte im sogenannten Saarland-Modell sowie die Rücknahme von Beschränkungen vornehmen werde.

Sachsen

(Stand: 13.06.2021, 10:06 Uhr) Sachsen setzt mit seiner neuen Corona-Schutzverordnung auf stufenweise Lockerungen der Beschränkungen. Ab dem 14. Juni bis zunächst Ende des Monats gelten neue Regeln. Danach muss Sachsen wieder eigene Maßnahmen für den Fall steigender Inzidenzen beschließen, weil dann die Bundes-Notbremse ausläuft.

35 und 50 – diese Inzidenzen spielen in der neuen Landesverordnung eine entscheidende Rolle. Liegt die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner darunter, sind Lockerungen möglich. Dabei gilt die 5+2 Regel: Der Grenzwert gilt in einer Region als unterschritten, wenn die Inzidenz an fünf aufeinander folgenden Tagen darunterliegt. Lockerungen sind dann am übernächsten Tag möglich. Das funktioniert auch umgekehrt. Liegt die Inzidenz an fünf Tagen darüber, gelten ab dem übernächsten Tag Verschärfungen. Zusätzlich zur Bettenbelegung (1.300 Covid-Patienten auf Normalstationen) gibt es neues Kriterium: Liegen mehr als 420 Corona-Erkrankte auf den Intensivstationen, werden die Regeln verschärft.

Kontaktbeschränkungen werden mit der neuen Landesverordnung gelockert: Bei einer stabilen Inzidenz unter 35 sind private Feiern oder Vereinsfeiern mit bis zu 50 Menschen möglich, ein Test ist nicht notwendig. Kinder, Genesene und Geimpfte werden nicht mitgezählt. Bei Inzidenzwerten unter 50 können zehn Personen ohne Einschränkungen zusammenkommen – egal aus wie vielen Hausständen. Erleichterungen auch für Familienfeiern: Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz unter 35, sind bei Eheschließungen und Beerdigungen bis zu 50 Personen ohne Testpflicht erlaubt. In diesem Fall sind Familien-, Vereins- und Firmenfeiern im Restaurant, zu Hause oder in angemieteten Räumen mit bis zu 50 Personen erlaubt. Kinder und Jugendliche sowie Geimpfte und Genesene zählen nicht mit.

In Sachsen darf wieder groß gefeiert werden – wenn die Fallzahlen entsprechend niedrig sind: Veranstaltungen mit gleichzeitig mehr als 1.000 Besuchern dürfen unter einem Inzidenz-Wert von 50 stattfinden. Voraussetzung: Terminbuchung und Kontakterfassung sowie Negativ-Tests. Für die Besucherzahl gibt es nach oben keine Grenze, allerdings müssen Veranstalter über ein genehmigtes Hygienekonzept verfügen und der Mindestabstand eingehalten werden. Unterschreitet die Sieben-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 35, sind öffentliche Festivitäten sowie Feiern auf öffentlichen Plätzen und Anlagen mit Hygienekonzept zulässig. Auch Messen, Tagungen und Kongresse sind unter Auflagen wieder möglich.

Wer einen Besuch im Café oder im Restaurant plant, braucht für den Innenbereich keinen Test mehr, wenn die Inzidenz unter 35 liegt. Unter 50 hingegen ist ein Test fällig, wenn verschiedene Hausstände an einem Tisch sitzen. Für den Außenbereich ist keine Kontakterfassung nötig. Hotels und Pensionen dürfen mit Test und Kontakterfassung öffnen, unter einer Inzidenz von 35 entfallen die Auflagen.

Hallen- und Spaßbäder, Wellness-Tempel und Therme dürfen bei einer stabilen Ansteckungsquote unter 50 öffnen, unter der Grenze von 35 dann auch Saunen. Zu den Auflagen gehören in diesem Bereich allerdings Kontakterfassung, Negativ-Test und Termin. Auch Diskotheken und Musikclubs dürfen nach monatelanger Schließung wieder Feiernde empfangen – aber auch hier ist Test nötig.

Sachsen-Anhalt

(Stand: 16.06.2021, 16:00 Uhr) In Sachsen-Anhalt dürfen Hotels, Pensionen und andere Behergungsbetriebe wieder öffnen. Anwesenheitsnachweise sind notwendig. Übernachtungsgäste müssen einen aktuellen Test vorweisen, wenn sie anreisen und danach alle 48 Stunden. Bei autarkem Tourismus wie auf Campingplätzen oder in Ferienhäusern und -wohnungen gilt die Testpflicht nur einmalig bei der Ankunft. Bei einer stabilen Inzidenz (fünf Tage am Stück) von unter 35 je 100.000 Einwohner sind Reisebustouren, Stadtrundfahrten und vergleichbare touristische Angebote wieder möglich. Besuche der Außengastronomie sind wieder ohne Test erlaubt. Drinnen gilt die Testpflicht weiter – außer für Geimpfte und Genesene. Die Sperrstunde in der Gastro entfällt.

Mit der neuen Landesverordnung, die in den kommenden Tagen in Kraft treten soll, fällt die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske im ÖPNV, es reicht dann ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz wie etwa eine OP-Maske. Zudem können zu privaten Feiern im Familien- und Freundeskreis 59 Personen zusammenkommen, ohne dass sie getestet sein müssen. Es fällt auch die Kontaktbeschränkung, nach der sich bislang maximal zehn Personen treffen dürfen. Stattdessen gilt eine Empfehlung, größere Ansammlungen möglichst zu vermeiden und sich mit einem konstanten Personenkreis und vor allem im Freien zu treffen.

Schleswig-Holstein

(Stand: 16.06.2021, 16:00 Uhr) Schleswig-Holstein steht Touristen aus ganz Deutschland offen. Übernachtungsgäste müssen einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test mitbringen und diesen alle drei Tage erneuern. Außengastronomie ist im Norden bereits seit längerem erlaubt, mittlerweile auch die Innengastronomie. Dort müssen Gäste einen negativen Corona-Test vorlegen, ausgenommen sind Übernachtungsgäste in ihrem jeweiligen Hotel.

Rheinland-Pfalz

(Stand: 16.06.2021, 16:00 Uhr) In Rheinland-Pfalz treten zusätzlich zu den bereits gelockerten Bestimmungen für die Hotellerie und Gastronomie zwei weitere Stufen am 18. Juni und 2. Juli in Kraft. Von 18. Juni an dürfen bei einer Inzidenz von unter 50 Sport- und Kulturveranstaltungen innen von bis zu 250, außen von bis zu 500 Menschen mit Negativtest besucht werden. Indoor-Freizeiteinrichtungen dürfen mit Test und Personenbeschränkung wieder öffnen. Auch Hallen- und Spaßbäder sowie Thermen werden wieder ihren Betrieb aufnehmen. Campingplätze und deren Gemeinschaftseinrichtungen sind wieder für alle nutzbar, Jugendfreizeiten mit Übernachtung können wieder stattfinden. Vom 2. Juli an sind zudem Fachmessen, Spezial- und Flohmärkte mit Auflagen wieder möglich. Bus- und Schiffsreisen werden mit Maske, Test und maximal halber Belegung wieder erlaubt.

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie vor mehr als einem Jahr hat die Landesregierung weitgehende Lockerungen der Maskenpflicht beschlossen. So müssen Schüler ab Montag keine Maske mehr im Unterricht tragen. Und in der Landesverordnung fällt ab Freitag die Grundlage für die in mehreren Städten verhängte Maskenpflicht auf Straßen und Plätzen mit vielen Passanten.

Thüringen

(Stand: 16.06.2021, 16:00 Uhr) Campingplätze und Ferienwohnungen dürfen ab einer stabilen Inzidenz von unter 100 gebucht werden. Reisebusveranstaltungen sind dann für tagestouristische Angebote erlaubt, bei einer Inzidenz unter 50 auch mehrtägige Reisen, ab einer Inzidenz von unter 35 entfällt zudem die Testpflicht, die Verpflichtung zum Tragen einer Maske bleibt aber bestehen.

Hotels und Pensionen dürfen Gäste beherbergen – bei einer Inzidenz von unter 35, die inzwischen in fast allen Landkreisen erreicht ist. Es entfallen zudem die Testpflicht und die Auslastungsgrenze von 60 Prozent. Eine Kontaktnachverfolgung muss allerdings weiterhin möglich sein. In der Gastronomie gibt es bei Inzidenzen von unter 35 auch in Innenräumen keine Testpflicht mehr für die Gäste. aro/dpa

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