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StartBusiness & ManagementHoteltestHöhenflug mit Luftlöchern::Hoteltest Hilton Frankfurt Airport

Höhenflug mit LuftlöchernHoteltest Hilton Frankfurt Airport

Im The Squaire, einem futuristischen Gebäudekomplex am Frankfurter Flughafen, ist das Hilton Frankfurt Airport untergebracht. Tophotel hat das Fünfsternehaus in einem anonymen Hoteltest geprüft.

Hoteltest Hilton Frankfurt Airport: Reservierung

Kein freundlicher Mensch, nur eine Stimme vom Band beantwortet meinen Anruf im Hilton Airport Frankfurt. „Für Einzelreservierungen bis zu neun Zimmern wählen Sie bitte die Zwei!“ Und: „Ihr Gespräch kann zu Trainingszwecken aufgezeichnet werden.“ Letzteres hoffe ich fast, denn aus dem Telefonat ließe sich einiges lernen. Reservierungsmitarbeiterin A. meldet sich mit Vornamen. Zum gewünschten Zeitpunkt bietet sie mir das Doppelzimmer zur Einzelnutzung mit Frühstück zu 250 Euro pro Nacht an, als vorauszuzahlende Rate zu 226 Euro. Auf Nachfrage erfahre ich die Rate für das Executive Zimmer mit „Lounge Access“ (289 Euro). Was das Hilton denn so biete, frage ich. Ihr  Informationsstand ist leider lückenhaft, wie ich feststelle.

Hoteltest: mangelhaft

Website

Mein Zimmer buche ich online über die Website des Hotels. Diese zeigt sich im positiven Sinne übersichtlich. Die Fotos des futuristischen „Squaire“-Gebäudes und des ausdrucksstarken Hoteldesigns sprechen für sich. Ein Video vermittelt ansprechend Atmosphäre. Zwei Unterseiten sind dem Veranstaltungsbereich und der Gastronomie gewidmet. Allerdings entspricht die eingestellte Speisenkarte nicht der aktuellen des „Rise“. Die Online-Buchung funktioniert einwandfrei.

Den Preis für eine Nacht könnte ich mehr als halbieren (139,30 Euro), wenn ich „Mitglied“ würde, womit vermutlich das hauseigene Membership-Programm Hilton Honors gemeint ist. Dies ist jedoch nirgendwo erläutert. Ich buche regulär und ohne Vorkasse ein Executive Zimmer mit Queensize-Bett für 289 Euro pro Nacht einschließlich Zugang zur Executive Lounge. Die Reservierungsbestätigung erfolgt umgehend. Eine Woche vor Anreise erhalte ich per Mail nähere Informationen zu Hotel und Umgebung sowie die Möglichkeit, „Requests upon Arrival“ zu ordern – Speisen, Getränke, spezielle Kissen oder einen Reiseführer. Schöne Idee, so ein Imbiss auf dem Zimmer, gleich nach der Anreise. Ich bestelle eine kleine Käseauswahl.

Hoteltest: gut

Lage/Anreise

„Location, location, location …“. Das berühmte Zitat von Conrad Hilton könnte treffender nicht sein für das Hilton Frankfurt Airport und sein benachbartes Schwesterhotel Hilton Garden Inn. Nur 15 Minuten von der Frankfurter Innenstadt und der Messe entfernt, im The Squaire zwischen zwei Autobahnen gelegen, mit direkter Anbindung zum Frankfurter Flughafen und dazu noch direkt über einem ICE-Bahnhof erbaut, sind alle klassischen Verkehrs- und Anreisewege perfekt abgedeckt.

Das 660 Meter lange Gebäude, das an einen gestrandeten Wal, einen Luxusliner oder auch an ein Raumschiff erinnert, ist in Architektur und Design ein absoluter Eyecatcher. Und dass man darin weder etwas von den 185 täglich durchbrausenden Zügen noch von den das Gebäude überfliegenden Flugzeugen hört, ist eine Schallschutz-Meisterleistung. Doch trotz aller Superlative verfahre ich mich zunächst und parke fälschlicherweise im Parkhaus des SQUAIRE. Von dort gelangt man zwar auch zum Hotel und es kostet deutlich weniger (21 Euro pro Nacht), doch verfügen die Hilton Hotels über eine eigene Parkgarage ein Deck unterhalb ihrer Lobby.

Die Anfahrt ist umständlich und die Hotels sind erst spät ausgeschildert, aber schließlich habe ich es doch geschafft und parke in einer mit Autoklassikern bunt bemalten „Garage“ auf Ebene 4 (32 Euro pro Nacht). Wer mit dem Taxi anreist, findet auf dieser Ebene auch den offiziellen Hoteleingang, von dem aus eine Rolltreppe zur Lobby in Ebene fünf führt. Hier gibt es weder einen Wagenmeister noch Portiers oder Pagen, nur große Standascher und viele rauchende Menschen.

Hoteltest: noch sehr gut

Hoteltest Hilton Frankfurt Airport: Tag1/Check-in

Als attraktives Zeugnis gelungener Hotelarchitektur präsentiert sich die Atrium-Lobby des Hotels. Ein Glasdach überwölbt die Ebenen fünf bis elf, wie zwei Flügel erstrecken sich geschwungene Holzelemente über Bar und Rezeption und reichen in den großen Raum. Das Atrium vermittelt Weitläufigkeit, Großzügigkeit und luxuriöses Understatement. Die reduzierten Designermöbel und das ausgefeilte Beleuchtungskonzept mit extravaganten Lichtobjekten erzeugen ein beeindruckendes Gesamtbild.

Mein Empfang an der Rezeption passt gut dazu. Die Mitarbeiterin hat schon von weitem Blickkontakt aufgenommen und heißt mich nicht nur herzlich willkommen, sondern bedankt sich ausdrücklich für meine Reservierung im Hilton Frankfurt Airport. Da ich zum ersten Mal zu Gast bin, bietet mir die Dame die kostenlose Teilnahme am HHonors Programm an und erklärt dessen Vorteile. Sie pusht aber nicht, als ich ablehne. Das Anmeldeformular ist korrekt vorausgefüllt, auf meiner Kreditkarte werden Logis und eine Pauschale von 50 Euro pro Tag für Nebenkosten „geblockt“. Eine unschöne, aber leider gängige Praxis in internationalen Luxushotels.

Die kompakte Information zum Hotel und seinen Einrichtungen komplettiert diesen überaus professionellen Check-in-Vorgang, den die Mitarbeiterin mit der Frage abschließt, ob ich noch Fragen habe. Dann werde ich lächelnd mit den Wünschen für einen schönen Aufenthalt verabschiedet. Einzig die Tatsache, dass ich nicht mit meinem Namen angesprochen wurde, ergibt ein kleines Minus.

Hoteltest: sehr gut

Zimmer

Mein Zimmer ist zwar nicht groß, aber so durchdacht gestaltet, dass es durchaus großzügig wirkt. Ein funktionaler Arbeitsplatz samt ergonomischem Drehstuhl, ein bequemer Ohrensessel plus rot-ledernem Fußhocker und reichlich Stauraum im geräumigen Kleiderschrank freut das Business Traveler-Herz. Die dezenten Farbtöne und das helle Holz vermitteln zeitlose Eleganz, die Beleuchtung ist da hell wo nötig wie am Schreibtisch, im Kleiderschrank und als Leselicht am Bett, ansonsten indirekt und behaglich.

Schade, dass es keine Garderobe für den nassen Wintermantel gibt – der Platz wäre vorhanden. Blickdichte Vorhänge verdunkeln den Raum, dessen geschlossene Glasfront zur Lobby zeigt. Im Schrank befinden sich neben einem Bügelbrett samt Bügeleisen ein Laptop-tauglicher Safe, Wäschebeutel mit Preisliste, ein Schuhputztuch und ein Nähset. Zehn ordentliche Holzbügel stehen dem Gast zur Verfügung, auf zwei weiteren hängen identisch große Bademäntel – Schlappen in die Taschen gesteckt.

In puncto Entertainment ist der große, wandhängende LCD-Fernseher mit Pay-TV und internationalem Filmangebot up-to-date, während der Radiowecker mit MP3-Anschluss wie von vorgestern wirkt. Die Bettwäsche ist fein (250-fädig), das „Hilton Serenity Bett“ mit Topper bequem und bis hinunter zur Matratze sauber. Das Zimmer weist nur minimale Reinigungsmängel auf.

Der Morgenmuffelgast kann sich hier kostenlos einen Kaffee zubereiten, einen Afternoon Tea gibt die kleine Station ebenfalls her. Den für amerikanische Gäste unabdingbaren Eiswürfelbereiter findet man in einem eigenen Raum auf dem Flur. Mit einem elektronischen Entnahme-/Verbuchungssystem ist die Minibar ausgestattet, was es schwierig macht, Dosen aus der hinteren Reihe zu fischen. Die Kontrolle der Haltbarkeitsdaten fällt deshalb als Zufallstest aus, aber siehe da: Die entnommene Dose Red Bull ist seit mehr als zehn Wochen abgelaufen. Keinerlei Spektakuläres bietet die Zusammenstellung aus Softdrinks, Bier und Minispirituosen. Wein und Sekt fehlen gänzlich, ebenso salzige Snacks. Die kann man sich aber als „Requests upon Arrival“ vorab bestellen.

Apropos – wo ist mein Käseteller? Eineinhalb Stunden nach Bezug des Zimmers klopft es und zwei junge Mitarbeiter stehen mit „einer Kleinigkeit für Sie“ vor der Tür. Dabei handelt es sich jedoch keineswegs um den georderten Käseteller, sondern um ein Obstarrangement, eine Flasche Wasser und eine hübsche Box mit Hilton-Schokolade. Ob das jeder Gast bekommt? Fast jeder, antworten die beiden jungen Leute ausweichend und verabschieden sich mit freundlichem Gruß.

Hoteltest: sehr gut

Bad

Wie das Zimmer ist auch das Bad geräumig und sehr komfortabel. Badewanne plus bodentiefe Dusche sind ein seltener Luxus, eine so optimale Beleuchtung ein noch seltenerer. Großzügigkeit zeigt sich in der Größe der kuscheligen Badetücher und der Tatsache, dass drei Handtuchsets im Bad bereitgehalten werden. Wer noch mehr benötigt, kann diese vorab kostenlos bestellen. Sehr gut ist auch das wertige Hair & Skincare Set von Peter Thomas Roth mit frisch duftendem Duschgel, Shampoo, Bodylotion, Conditioner und einer Seife, die sich auch fürs Gesicht eignet.

Es gibt reichlich Ablagefläche, der Föhn ist lose in einem an der Wand hängenden Beutel verstaut, der Kosmetikspiegel ist beleuchtet, wenngleich nicht höhenverstellbar. Was mir zum Glück noch fehlt, wären lediglich ein Handtuchwärmer und Badezusatz für die Wanne. Aber auch so ist dieses Bad ein kleines Prachtstück und bis auf drei kurze schwarze Haare auf dem Boden sauber.

Hoteltest: sehr gut

Housekeeping – Bügelservice

Ich drücke den Kurzwahlknopf „Wäscherei«“, worauf sich Steve vom Guest Service auf Englisch meldet. Ob man mir kurzfristig eine Bluse aufbügeln kann? Da muss er erst nachfragen. Nach einer kurzen Pause ist Steve wieder dran und will wissen, aus welchem Material die Bluse sei. „Ein Baumwollgemisch“ sage ich und höre dann: „Baumwolle ist gut. Seide hätten wir nicht machen können.“ Warum das so ist, kann er mir nicht erklären.

Die von ihm angekündigte Kollegin, eine Mitarbeiterin im Kostüm, kommt erst nach 25 Minuten und nimmt die Bluse mit – ohne Wäschereiauftrag und ohne Beutel. Ich erbitte sicherheitshalber die Rückgabe bis 20 Uhr. Um 19.40 Uhr, also nach vier Stunden, klopft es. Eine nett und tüchtig wirkende Housekeeping-Mitarbeiterin hat meine Bluse auf dem Bügel unter Zellophan dabei. Sie schaut etwas zerknirscht und meint, die Bluse sei ihrer Meinung nach nicht besonders gut gebügelt, ob sie sie nicht lieber noch einmal mitnehmen und sich selbst der Sache annehmen solle? Normalerweise werde auch die Bügelwäsche außer Haus gegeben, aber das sei jetzt wohl doch im Haus erledigt worden. Ich lehne dankend ab, da ich die Bluse zum Abendessen tragen möchte. „Dann berechnen wir Ihnen aber wenigstens nichts dafür“, strahlt die junge Frau.

Hoteltest: befriedigend

Fitnessraum / Sauna

Seine Strecke auf dem Laufband zu laufen und dabei Flugzeugen beim Starten und Landen zuzusehen, das hat schon was. Oder besser: hätte. Denn die Laufbänder des Gym im elften Stock des Hilton Frankfurt Airport stehen mit dem „Gesicht“ nach innen. So können nur wenige Fahrradfahrer den Blick auf den Airport genießen. Ansonsten befinden sich an der verglasten Front die Muskeltrainingsgeräte. Das ist das Einzige, was man an diesem großen, lichten Raum bemängeln kann.

Sehr gute Geräte, Handtücher, Wasser, Verhaltensregeln, Anleitungen – alles da, alles schick, alles großzügig, alles funktionsfähig. Dagegen hat man den winzigen Saunabereich nebenan geradezu stiefmütterlich ausgestattet. Hier gibt es weder Fenster noch Blick. Von einem Platz zum Nachruhen ganz zu schweigen. Eine kleine Sauna und ein kleines Dampfbad – für jeweils maximal vier Personen – gruppieren sich samt einer begehbaren Dusche um ein gefliestes Räumlein mit ebenfalls gefliester Wärmebank. Nun haben nicht nur die Gäste aus den 249 Zimmern des eigenen Hauses Zutritt zu Fitness und Sauna, sondern auch die Gäste des 334 Zimmer fassenden benachbarten Hilton Garden Inn.

Wenn man denn einen Saunabereich anbietet, hätte man diesen auch ein bisschen geräumiger ausfallen lassen können. Aber es gibt genügend Saunatücher, einen Wasserspender und – eine schöne Idee – gerollte, feuchte, kleine Handtücher aus einem Kühlschrank. Allerdings läuft Wasser aus dem Dampfbad in den Vorraum, das Holz an der Saunatür ist abgesplittert und die Armaturen des kleinen Duschtempels lassen Duschen-ohne-Haare-nass-machen zu einem Vabanquespiel werden. Kalte Füße kann man hier nicht bekommen, aber ganz schön heiße, denn in der Sauna fehlt ein Bodenrost. „Nudity permitted“ steht auf dem Schild am Eingang des Saunabereichs. Anscheinend nicht für alle Gäste selbstverständlich.

Hoteltest: noch gut

Executive Lounge

39 Euro mehr kostet mich das Executive Zimmer im Vergleich zum normalen Zimmer. Dafür habe ich Zugang zur Executive Lounge im zehnten Stock, einer Art Aufenthaltsraum mit Speisen- und Getränkeangebot. Die „exklusive Rückzugsmöglichkeit“ (Hotelbeschreibung) verfügt über eine Fensterfront zum Atrium und teilt sich in Speise-, Lounge- und Businessbereiche.

Mehr gewollt als gekonnt wirkt hier die Innengestaltung: Zwei mit waagerechten Holzlamellen verkleidete, eiförmige Gebilde erinnern an Bienenkörbe, beinhalten aber gänzlich unbequeme Sitzbänke. Die sonst in den meisten Teilen  des Hotels gelungene Lichtplanung hat hier versagt – in den Sitzbereichen ist es entweder zu hell oder zu dunkel. Allerdings gibt es hier kostenlosen Internetzugang, verschiedene internationale Zeitungen und von 6.30 bis 20 Uhr jede Menge zu essen und zu trinken. A

Am Nachmittag beispielsweise Kuchenstückchen und Muffins, Wraps und Sandwiches sowie frisches Obst. Gegen 18 Uhr ergänzen zwei Köche das Angebot um weitere Snacks und kleinere warme Speisen, alles durch die Bank schmackhaft und frisch. Von 18 bis 20 Uhr lohnt auch das Getränkeangebot den Besuch, mit Rheingauer Rotwein, Whisky, Martini und Gin, die sich mit alkoholfreien Getränken aus dem Kühlschrank zu Long Drinks verarbeiten lassen. So lässt sich der Aufpreis für das Executive Zimmer schnell wieder „reinholen“.

Hoteltest: noch sehr gut

Hoteltest Frankfurt Airport: Restaurant

Mit meinem Gast verbringe ich einen angenehmen Abend im „Rise“, was am recht guten Essen, vor allem aber an der sympathischen Frau G. liegt, die uns zwei Stunden lang aufmerksam und liebevoll betreut. Das Ambiente des Restaurants, das den Anspruch stylish zu sein, nicht wirklich erfüllt, und auch nicht besonders gemütlich daherkommt, trägt dazu sicherlich am wenigsten bei. Vor allem das Lichtkonzept lässt zu wünschen übrig. Warum muss ich mich im hellen Licht eines Deckenspotlights wie auf einer Bühne fühlen? Und die drei trockenen Ähren in der roten Vase würden eher in eine rustikale Bauernstube aus den 1970-ern passen, wenn überhaupt.

Doch wir werden überaus herzlich begrüßt, zum Tisch geleitet und erhalten die Karten. Gut, eine Aperitif-Offerte gibt es nicht sofort, sondern erst wenige Minuten später. Doch das ist Frau G.s einziger kleiner Fauxpas. Oder war es auch ihre Entscheidung, den Champagner im einfachen Sektglas zu kredenzen? Das wertet das gute Stöffchen dann doch ein wenig ab. Während wir daran nippen, wird Brot eingesetzt: ein Körbchen mit schlichtem Graubrot, ebenso schlichtem Baguette und gesalzener Butter.

Dass sich das Restaurant dem Thema Brot verschrieben hat, wie auf der Internetseite zu lesen ist, spiegelt sich in dieser Offerte nicht wieder. In der Speisekarte sind zwar Speisenbestandteile, die mit Brot zu tun haben, farbig hervorgehoben, eine Erklärung dazu findet man jedoch nicht. Überhaupt fehlt der Karte eine Einleitung zur Philosophie der Küche. Wir vertrauen der Beratung durch Frau G. und entscheiden uns für eine Hummersuppe (14,00 Euro) und ein Duett von Kalb und Thunfisch (24,50 Euro) zur Vorspeise. Als Hauptgang bestellen wir Coq au Vin vom Stubenküken (27,50 Euro) und den „lokalen Geheimtipp, passend zu unserem ›Rise‹ Brotkonzept“, das Apfel-Schweinefilet (29,50 Euro).

Auf ein Amuse geule wird im „Rise“ verzichtet, was bei den für Speisen und Getränke aufgerufenen Preisen kleinlich wirkt. Doch meine Begleitung ist mit der originell in einem „zerknitterten“ Porzellanbecher servierten Hummersuppe mehr als zufrieden und auch ich genieße das rosa gebratene Kalbsfilet, das auf einem Bett aus Kürbispüree angerichtet ist, den würzigen Kapernschaum dazu und das wirklich köstliche Thunfischtatar, auf dem ein Wachtelspiegelei thront. Ob drei grüne und ein rötliches Blättchen schon als „Wiesenkräutersalat“ durchgehen, ist Interpretationssache.

Frau G. freut sich, dass es uns schmeckt und verrät uns nach Rückfrage in der Küche das „Geheimnis“ des Thunfischtatars: Limettenabrieb, Schnittlauch, Koriander, Olivenöl und Schalotten – also nichts wirklich Geheimnisvolles. Aber wie immer macht es die gekonnte Mischung. Beim Hauptgang hat meine Begleitung das größere Los gezogen: Ihr Coq au Vin vom Stubenküken wurde mit Frankfurter Apfelwein zubereitet, was dem zarten Geflügel in Kombination mit einer Thymiannote sehr gut bekommt. Kräftig grün ist das Frankfurter Kräuterkartoffelpüree, ein knuspriger Brotchip lässt es im Mund richtig schön krachen.

Mein Apfelschwein musste wohl auf das Küken warten, denn das Fleisch ist nicht mehr richtig heiß und schon etwas angetrocknet. Gleiches gilt für die beiden kleinen Brotknödel. Der wunderbar rahmige Wirsing reißt das Ganze wieder etwas heraus – und Frau G., die mir auf meine Reklamation hin eine ganze Sauciere heißer Kümmeljus bringt, in der ich Knödel und Filet wieder „erhitze“. Zu meinem Hauptgang hat mir Restaurantleiterin S. mehrere Weißweine empfohlen und mich zwei sehr unterschiedliche Sauvignon Blancs probieren lassen. Mein Gast bleibt beim Wasser.

Noch ein Nachtisch? Frau G. steht lächelnd mit der Dessertkarte vor uns. Wer kann da schon nein sagen. Wir bestellen Apfel-Tarte-Tatin und Crème brûlée mit Butterstreuseln und Karamelleis. Erneut hat mein Gast mehr Glück als ich: Die warme Tarte ist ein richtiger Mäulchenfüller und in Kombination mit Karamellsauce und Walnusseis ein Aromenspektakel. Meine Crème hingegen ist nicht frisch überflammt und daher kalt. Die Butterstreusel erweisen sich als geschmacklos und überflüssig, das Karamelleis von Häagen-Dazs als viel zu mächtig und dem Geschmack der Crème zu ähnlich. Hier hätte etwas Fruchtiges einen Kontrapunkt gesetzt. Aber wir sind trotzdem satt und im Großen und Ganzen zufrieden. Leider hat Frau G. scheinbar bereits Schluss, als wir zahlen und uns bedanken wollen, und ringsum wird schon fleißig fürs Frühstück eingedeckt. Frau K. erbarmt sich schließlich und nimmt 173,50 Euro plus Trinkgeld entgegen. Beim Hinausgehen werden wir von allen anwesenden Servicemitgliedern fröhlich verabschiedet.

Hoteltest: noch gut

Die erste Nacht

Zugegeben: Es grenzt an ein Wunder, dass trotz des Verkehrsgetöses, das rings ums Hotel tobt, im Zimmer Totenstille herrscht. Die Schallisolierung funktioniert fabelhaft. Für einen Frischluftfanatiker wie mich ist jedoch eine Übernachtung in einem Zimmer, das kein zu öffnendes Fenster hat, eine echte Herausforderung. Zwar arbeitet die Klimaanlage einwandfrei und recht geräuscharm, doch auch das leise Brummen muss ich irgendwann in der Nacht abschalten, weil es mich stört. Nur um etwas später schweißgebadet aufzuwachen, weil ich im Traum das Zimmer „leer geatmet“ habe. Doch wer hier übernachtet, weiß im Vorhinein, dass er auf Parkblick, Vogelgezwitscher und Frischluftzufuhr verzichten muss. Insofern ist das kein Bewertungskriterium.

Weckruf

Der laut Guest Directory »einfach zu bedienendende« Radiowecker weigert sich, auf jedweden Tastendruck meinerseits zu reagieren. »Seven hours, this is your alarm call!« Das ist die richtige Bezeichnung für den pünktlichen Weckruf per Telefon-Automatik, die durchdringend schrillt. Welche Wohltat, wenig später den mir bereits bekannten Steve zu hören, der mich mit Namen anspricht, die Uhrzeit durchgibt, mich fragt, ob er in zehn Minuten noch einmal anrufen solle und mir schließlich einen guten Tag wünscht. Siehe da, ein persönlicher und freundlicher Weckruf geht also auch.

Hoteltest: sehr gut

Housekeeping – Wäscheservice

Bis 9.00 Uhr muss die Wäsche abgegeben sein, wenn man sie bis zum gleichen Abend zurückhaben möchte. Mein neuer Freund Steve schickt mir ein strahlendes, blond-bezopftes Housekeeping-Mädchen zur Abholung des Wäschebeutels, die ich auf den Rückgabe-Termin anspreche. „Ich frage sicherheitshalber noch einmal nach und melde mich bei Ihnen“, verspricht mir die sympathische Mitarbeiterin. Wenig später erhalte ich ihre Zusage per Telefon. Am frühen Abend finde ich das ordnungsgemäß gereinigte Kleidungsstück in Zellophan verpackt auf dem Bett vor. Doch es ist nicht alleine – drei weitere gereinigte Kleidungsstücke eines mir fremden Herrn liegen dort ebenfalls. Ich gebe telefonisch Bescheid und hänge, als es mir mit der Abholung zu lange dauert, die drei Bügel im Flur an die Lampe.

Hoteltest: sehr gut

Hoteltest Frankfurt Airport: Tag 2/Frühstück

Später Gast: Die Dame am Eingang zum Restaurant „Rise“ informiert mich – noch freundlich –, dass es Frühstück nur bis 10.00 Uhr gebe und dann auch das Buffet abgeräumt werde. „Wenn Ihnen das reicht …?“ Sie offeriert mir einen Kaffee und einen Orangensaft und bleibt bei der Wahrheit, als sie auf Nachfrage sagt, dass es sich dabei um einen Direktsaft handelt. Anspruchsvoller Gast: Ich bitte um einen frisch gepressten Orangensaft. „Da muss ich nachfragen“, kommt es stirnrunzelnd zurück. Doch es klappt.

Aber als ich es gar wage – nerviger Gast! – um 10:07 Uhr noch nach einem Spiegelei zu fragen, bewahrt die Mitarbeiterin nur mühsam die Contenance. „Najaaaaaaaa“ – Blick auf die Uhr – „also … also gut.“ Auch dieser Wunsch wird mir trotz zweifelsfreien Missfallens gewährt. Zuvor habe ich mich mit Tellern und Schüsseln bewaffnet und mir am Buffet ein Frühstück zusammengestellt. Das Angebot ist in Ordnung, aber nicht auf Fünf-Sterne-Niveau.

Räucherlachs, Salami, Kochschinken, Aufschnitt und Schnittkäse finden sich auch in jedem Dreisternehotel. Es gibt weder einen guten rohen Schinken noch Roastbeef oder ähnliches, auch keine besonderen Weichkäseofferten. Frischobst und Gemüse sind ebenfalls gängig, beim geschnittenen Obst erfreut eine reife Papaya. Joghurt wird überwiegend in Bechern angeboten, das Birchermüsli schmeckt sehr gut und exakt wie das in der Deutschen Bahn. Auffällig ist das große Sortiment an Kuchen und süßen Teilchen; das probierte Kürbiskern-Karotten-Brot schmeckt hervorragend. Die Brötchen kommen über Durchschnitt allerdings nicht hinaus.

Positiv fallen drei aromatisierte Wasser auf (Wassermelone/Rosmarin, Heidelbeer/Ingwer/Minze und Zitrone/Gurke), ebenso wie eine »Fruit of the Month« (Mango) samt entsprechender Creme im Gläschen, ein ganzes Salatbuffet und die außergewöhnlichen Konfitüren der Goethe-Schokoladen-Manufaktur. In Warmhaltebehältern gibt es Rührei, dreierlei Würstchen, überbackene Tomaten und Rösti, außerdem French Toast, zu dem Vanillesauce, rote Grütze, Zucker und Zimt bereitgehalten werden. Eine Karte, aus der weitere Speisen bestellt werden könnten, gibt es nicht. Als unrühmlich empfinde ich die vielen Portionspackungen, als kärglich die Beschriftung (»Käse«). Das Brotsortiment ist nicht beschildert.

Ich frage einen Mitarbeiter nach dem „Rise“ Brotkonzept. Er nickt stolz und überreicht mir nach kurzem Suchen eine Mini-Faltbroschüre, die fünf Brotsorten beschreibt, sonst nichts. Verschiedene internationale Zeitungen liegen aus, aber der im Internet gepriesene Blick auf den Stadtwald ist mir durch blickdichte Vorhänge verwehrt. Als die Mitarbeiter anfangen, die schmucklosen Frühstückstische fürs Mittagessen einzudecken und die roten Vasen wieder ins Spiel kommen, verlasse ich das Restaurant.

Hoteltest: befriedigend

Housekeeping – Remake

Als wollten sie möglichst unsichtbar bleiben, huschen die Männer des Housekeepings über die Gänge. Ihr Gruß wirkt nahezu unterwürfig. Für das Remake ist offenbar zu wenig Zeit angesetzt, anders will ich es nicht deuten, dass die Reinigungskraft weder im Zimmer noch im Bad aufgeräumt, sondern um Kleidung und Gastutensilien herum sauber gemacht hat. Und auch das nicht wirklich, denn Glas und Kaffeebecher wurden nur notdürftig gespült, eine Ablage nur flüchtig abgewischt, der Fettfleck auf dem Kosmetikspiegel übersehen. Das zum Verbleib über die Handtuch-Reling geworfene Badetuch hingegen hat der Housekeeper ausgetauscht. Er hat zwar das auf dem Nachttisch abgelegte Kleingeld nicht angerührt, den unters Bett gerutschten Fünf-Euro-Schein aber eingesteckt. Das geht leider überhaupt nicht.

Wertung: ungenügend

Front Office / Concierge

Die Mitarbeiter am Hotelempfang sind wirklich ausnehmend freundlich und hilfsbereit. Dass mir jedoch ein Botengang mit der Begründung verwehrt wird, dieser sei aus „versicherungstechnischen Gründen“ nicht möglich, die Mitarbeiter dürften das Hotelgelände nicht verlassen, macht mich stutzig. Weder ein Versicherungsspezialist aus der Branche noch die Berufsgenossenschaft, bei denen ich diesbezüglich nachfrage, können diese Aussage nachvollziehen. Ob es sich nicht vielleicht doch eher um eine betriebsinterne Anweisung handelt, weil man keinen Mitarbeiter so lange entbehren mag? Oder weil man vielleicht gar keine entsprechenden Mitarbeiter hat? Ich sehe jedenfalls während meines zweitägigen Aufenthalts keinen einzigen Pagen. Das ist für ein Luxushotel dürftig.

Hoteltest: ungenügend

Bankettanfrage

„Da schicke ich Ihnen mal unseren Olli, der kann Sie bestens beraten.“ Der so bezeichnete Business Development Coordinator macht tatsächlich einen tollen Job, zeigt mir, soweit möglich, Konferenzräume und Ballsaal, erfragt Details zu der von mir vage ins Feld geführten Veranstaltung, überreicht Unterlagen und Visitenkarte, ist eloquent, kompetent und noch dazu sympathisch. „Das habe ich extra für Sie bestellt“ lacht er, als er mir die schon sehr besondere Aussicht am Ende des Squaire Gebäudes zeigt. Hunderte von Autos strömen auf den Autobahnen zu beiden Seiten des Hotels vorbei, ein ICE braust gerade unter uns in den Fernbahnhof, und tatsächlich überquert gerade auch noch ein Flieger in gefühlter Anfassnähe das Glasdach über unseren Köpfen. Alles lautlos wohlgemerkt. Ich bin beeindruckt.

Hoteltest: ausgezeichnet

Message-Transfer

Eine telefonisch am Empfang hinterlassene Nachricht liegt 30 Minuten später korrekt formuliert und unter Angabe aller notwendigen Informationen in einen Umschlag auf dem Zimmer. Auch das Nachrichtenlicht am Telefon blinkt – die Anruferin hat mir zusätzlich auf die Mailbox gesprochen. Gerade als ich den Hörer wieder auflegen will, muss ich doch lachen: „This message was sent Sunday, September 3rd, 1984, at twenty hours and forty-five minutes.“ Da war das Hotel noch nicht einmal in der Planung.

Hoteltest: sehr gut

Sicherheit

Sicherheit ist in einem Airport-Hotel mit internationaler Klientel ein besonders wichtiges Thema. Das Hilton widmet ihm sowohl im Internet als auch im Guest Directory viel Aufmerksamkeit. Von der doppelten Türverriegelung im Zimmer und dem Türspion mit extra großem Blickfeld über die Aufzüge, die sich nur mit Zimmerkarte bedienen lassen, bis hin zu einer Vorgehensweise, die mir so noch nicht begegnet ist: Im Guest Directory lese ich, dass das an die Tür gehängte „Bitte-nicht-stören-Schild“ zwar respektiert wird, aber: „Zu Ihrer eigenen Sicherheit werden wir trotz des Schildes nach 18 Uhr bei Ihnen vorbeisehen, es sei denn, Sie bitten uns ausdrücklich darum, dies nicht zu tun.“ Mein Selbstversuch scheitert insofern, als mein Wunsch nach Ungestörtheit auch nach 18 Uhr respektiert wird. Was ich eigentlich selbstverständlich finde. Ein herber Schlag und ein absolutes No-Go hingegen ist, dass mein zweimal betätigter Notruf in der Sauna keine Reaktion von Seiten des Hotels zeigt. So etwas kann schlimme Folgen haben.

Hoteltest: ungenügend

Spa-Treatment

Die über einen externen Spa-Dienstleister angebotene Massage ist richtig teuer – 60 Minuten kosten im Hilton Airport 105 Euro. Das sind zehn Euro mehr als in den Frankfurter City Hotels, „weil das Hotel uns nicht kostenlos parken lässt“, wie mir Masseurin A. erklärt. Für die im Zimmer durchgeführte Massage hatte ich ausdrücklich um eine Fachkraft gebeten, die sich mit Migräne und Spannungskopfschmerzen auskennt.

Doch A. ist keine Physiotherapeutin, sondern Kosmetikerin und ihre Massage kommt über ein Streicheltreatment nicht hinaus. Meine während der Behandlung vorgebrachte diesbezügliche Beschwerde kontert sie damit, dass 60 Minuten für eine richtige Kopfschmerztherapie nicht ausreichten, dafür müsse ich schon verlängern. Das ist genauso unverschämt wie mir nach der Behandlung zwar das Geld in bar abzuknöpfen, aber keine richtige Quittung ausstellen zu können. Mit einem solchen Angebot tut sich das Hotel keinen Gefallen.

Hoteltest: mangelhaft

Room Service

Der Room Service funktioniert ziemlich prima. Herr I. nimmt meine Bestellung formvollendet auf. Bereits nach 14 Minuten wird sie ebenso formvollendet serviert. Das Wiener Schnitzel mit Bratkartoffeln und Salat schmeckt bestens. Punktabzug gibt es dafür, dass das Eisdessert zeitgleich »geliefert« wird. Aber es schmilzt zum Glück nur langsam.

Hoteltest: noch sehr gut

„Fifth“ Bar

Die Bar „The Fifth“ wirkt von außen attraktiver als von innen. Das offene Konzept zur Lobby hin macht zwar Spaß, weil man als alleinreisender Gast immer etwas zu schauen hat, aber der intime Charakter, der eine gute Bar auch ausmacht, fehlt gänzlich. Zudem hat man es auch in der Bar fast überall zu gut mit dem Licht gemeint. Aber die Barkeeperin in ihrem figurbetonten roten Kleid ist ein Hingucker und wie ihre schwarz gewandete Servicekollegin freundlich und aufmerksam. Das Speisen- und Getränkeangebot geht allerdings über Standards kaum hinaus. Als Specials gibt es hausgemachten Eistee und Limonade, »Ebbelwoi« im »Bembel« und bei den Cocktails zwei Eigenkreationen, die mir trotz entsprechender Nachfrage nicht angeboten werden. Planter’s Punch und Mojito sind in Ordnung, und die Nussmischung, im Glas mit Löffel serviert, schmeckt auch.

Hoteltest: gut

Öffentliche Bereiche

Lobby, Toiletten, Flure – die öffentlichen Bereiche werden regelmäßig überprüft und gereinigt. Nur an der Aufzugverglasung im neunten Stock prangen Fingerabdrücke über 40 Stunden lang. Die Hotelvorfahrt wirkt vernachlässigt.

Hoteltest: gut

Frühstück Executive Lounge

Dass das normale Frühstück auch in meiner Rate inkludiert ist, ging aus der Reservierungsbestätigung nicht eindeutig hervor. Ich dachte, das träfe nur auf das Frühstück in der Executive Lounge zu. Aber eigentlich erhalte ich hier auch alles, was ich für mein Wohl am Morgen brauche, und das eine halbe Stunde länger als „unten“. Kaffeespezialitäten aus der Maschine, eine gute Teeauswahl, Kaltgetränke und Säfte, Eierspeisen, Würstchen und Speck, Käse, Wurst und Fisch, Obst und Müsli, Kuchen und Nutella-Muffins. Dazu eine große Auswahl an Tageszeitungen und jede Menge Platz.

Hoteltest: sehr gut

Check-out

Während eine Rezeptionistin meine Rechnung fertig macht, erkundigt sich eine zweite sehr nett danach, ob es mir heute besser gehe. Ich bejahe, erzähle aber auch von der wenig überzeugenden Massage. Beide Damen sind bestürzt, lassen sich den Namen der Masseurin geben und kündigen an, mit dem Spa-Anbieter zu sprechen, denn: „Das fällt ja auch auf uns als Hotel zurück, wenn die Gäste nicht mit der Massage zufrieden sind!“ Richtig. Die beiden Mitarbeiterinnen erledigen nicht nur den Check-out kompetent, sondern geben mir mit ihrer herzlichen Art auch das Gefühl, als Gast sehr willkommen gewesen zu sein. Ich finde das durchaus angebracht bei einem Hotelumsatz von 942,90 Euro in zwei Nächten – ohne Massage.

Hoteltest: sehr gut

Lost & Found

Beide „vergessenen“ Gegenstände wurden gefunden. Meine Freude schrumpft, als Steve mir telefonisch das Versand-Procedere erklärt: Sein Supervisor würde mir ein Formular für eine Kostenübernahmeerklärung zuschicken. Auf meine Bitte hin erkundigt sich Steve, ob man einem Gast, der gerade knapp 1.000 Euro Umsatz gemacht hat, nicht einfach für vier Euro die Sachen zuschicken könne. Doch nein, bedauert Steve, und ich lasse das Liegengebliebene von einem Freund abholen.

Hoteltest: trotzdem sehr gut

Hoteltest Hilton Frankfurt Airport: Gesamteindruck

Wer vorhat, einmal auf einer Raumstation zu leben, sollte vorab das The Squaire durchwandern. Weitgehend abgeschnitten von Tageslicht, keinerlei Frischluft, kaum Grün – das muss man mögen. Ähnlich verhält es sich im Hotel. Doch für die hier buchenden Reisenden sind solche Dinge zweitrangig. Sie schätzen das hochwertige Produkt und die Zuvorkommenheit und Servicebereitschaft der Mitarbeiter. Nicht umsonst ist das Hilton zweimal in Folge als »Europe’s Leading Airport Hotel« ausgezeichnet worden. Auch beim Tophotel Test wäre ein »Sehr gut« im Rahmen des Möglichen gewesen, hätten der Klau im Zimmer und die quasi unterlassene Hilfeleistung in der Sauna das Ergebnis nicht stark nach unten gedrückt. Das Große und Ganze im Hilton ist stimmig – Vorkommnisse wie die beschriebenen darf es jedoch nicht geben.


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