Inklusion Embrace Verbund und Green Sign kooperieren

Hotel_Alexianer
Kooperation: Hoteldirektor Bernd Kerkhoff, der das Inklusionshotel Alexianer leitet, bekommt das Green Sign überreicht. © GreenSign Institut GmbH

Das Thema Inklusion ist auch in der Hospitality relevant. Um Aufklärung zu schaffen, starten die Embrace Hotels und das Institut eine Zusammenarbeit.

Der Embrace Verbund und das Green Sign Institut wollen mit einer gemeinsamen Kampagne zum Thema Inklusion zur Aufklärung und Inspiration in der Hotellerie beitragen. Die Verbände wollen zeigen, dass Inklusionshotellerie genauso gut funktioniert wie andere Hotelbetriebe. "Viele Menschen haben heute noch Berührungsängste mit und großen Respekt vor dem Thema Inklusion", heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung. In der Hotellerie fehle noch an Guidelines, Erfahrungsberichten und Lösungswegen. Das ist der Grund, warum der Embrace Verbund und das Green Sign Institut das Thema forcieren und verstärkt in die öffentliche Kommunikation einfließen lassen möchten.

>> Lesetipp: Christian Etl über Inklusion in der Hotellerie

Darüber hinaus wollen sich die Embrace Hotels nicht nur auf dem Thema Soziales ausruhen, sondern auch den anderen Nachhaltigkeits-Elementen größere Beachtung schenken. Neben den fünf bereits vorab mit Green Sign zertifizierten Hotels des Verbands, werden sich weitere Hotels dem ganzheitlichen nachhaltigen Zertifizierungsprozess unterziehen.

Was ist der Embrace Verbund?

Unter dem Motto ‚ein Hotel für alle‘ bietet der Embrace Verbund nicht nur barrierefreies Reisen, sondern unterstützt die mittlerweile rund 50 Inklusionshotels auch dabei, Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung zu schaffen sowie zu erhalten.

Eines der Mitgliedshotels ist das Alexianer Hotel am Wasserturm. Hoteldirektor Bernd Kerkhoff kommt ursprünglich aus der Kettenhotellerie und begann 2015 mit der Neueröffnung des Hauses als Inklusionshotel ein für ihn neuartiges Projekt. Im Hotel sind mehr als 40 Prozent der Arbeitsplätze mit Schwerbehinderten besetzt. "Der Übergang zu einem Inklusionshotel war anfangs für mich ein komplettes Neuland. Die spannende Aufgabe, eine Neueröffnung und gleichzeitig ein Inklusionsbetrieb zu haben, hat mich sehr gereizt." Er habe auch schnell festgestellt, dass viele Dinge, die er sich vorher überlegt hatte, nicht zum Tragen gekommen sind.

"Bis das Thema richtig greifbar für mich war, hat es tatsächlich zwei bis drei Jahre gedauert. Diese Zeit mit Höhen und Tiefen braucht es einfach, um Abläufe und Produktivität zu entwickeln. Es ist ein Prozess, der noch immer andauert, aber nach wie vor sehr spannend ist." sar