Hidden Hospitality Ahorn Hotels & Resorts: Natürlich gewachsen

Markante Architektur: das Ahorn Panorama Hotel Oberhof inmitten des Thüringer Waldes.
Markante Architektur: das Ahorn Panorama Hotel Oberhof inmitten des Thüringer Waldes. © Ahorn Hotels & Resorts

Der Auftritt kleinerer nationaler Hotelgruppen wird oft weniger wahrgenommen, da große Ketten im Rampenlicht stehen. Das will unsere Serie ändern. Diesmal: die Ahorn Hotels & Resorts.

Mit sieben Hotels und rund 2400 Zimmern zählen die Ahorn Hotels & Resorts heute zu den 30 umsatzstärksten Hotelgruppen und zu den drei größten eigentümergeführten Ferienhotelgruppen Deutschlands. Der heute 72-jährige Unternehmer Michael Bob erwarb die Gruppe vor 22 Jahren und gestaltet ihre weitere Entwicklung inzwischen gemeinsam mit seinen Söhnen: Maxim Czarny ist bereits Geschäftsführer, Robin Bob ist ebenfalls aktiv in die Unternehmensführung eingebunden.

Dass sich sowohl die Hotelimmobilien als auch die Marke Ahorn im Familieneigentum befinden, erweist sich dabei immer wieder als Vorteil. So konnte die Owner-Operator-Gruppe beispielsweise auch während der Coronapandemie flexibler reagieren als Betriebe mit anderen Betriebs- und Eigentumsverhältnissen.

Vom Dreierverbund zur Hotelgruppe mit sieben Standorten

Seit dem Erwerb hat die Hotelgruppe trotz ihrer wechselvollen Geschichte – von der Treuhandverwaltung bis zur thailändischen Bank als Vorbesitzern – erfolgreich Stabilität und Wachstum erreicht. Anfangs zählte sie drei Ferienhotels in Templin, Friedrichroda und Oberwiesenthal. Nach der Etablierung dieser drei Häuser folgten der Erwerb des Standorts in Altenberg und des zweiten Hotels in Oberwiesenthal.

An der Spitze der Ahorn Hotels: ­­(von links) Maxim Czarny, Michael und Robin Bob.
An der Spitze der Ahorn Hotels: ­­(von links) Maxim Czarny, Michael und Robin Bob. - © Ahorn Hotels & Resorts

Bis auf Letzteres sind alle Häuser im Dreisterne-Superior-Segment angesiedelt. Das 2006 übernommene zweite Hotel in Oberwiesenthal verstärkt die Marktposition der Gruppe als Viersternehotel. Es wendet sich an Gäste ab 14 Jahren und ist als einziges zusätzlich zur Eigenmarke Ahorn der Best-Western-Gruppe angeschlossen.

Die Expansion der Ahorn Hotels führte 2018 und 2021 mit den Übernahmen in Oberhof und Braunlage weiter. Damit besetzt die Gruppe heute attraktive Standorte in den deutschen Urlaubsregionen Erzgebirge, Thüringer Wald, Uckermark sowie Harz und steht dabei für Kontinuität und familiäre Verantwortung.

Freizeitangebote für unterschiedliche Zielgruppen

Ihr Fokus liegt darauf, ihren Gästen vielseitige und bezahlbare Urlaubsangebote zu bieten. Dazu zählt auch ein abwechslungsreiches, größtenteils inkludiertes Freizeitangebot zur Erholung und für gemeinsame Aktivitäten. Darunter fallen zum Beispiel das Yoki Ahorn Tobe-Paradies für Kinder, Beachvolleyball, Minigolf, Fuß- oder Basketball, Boccia, Innen- und teils saisonale Außenpools, Saunen, hoteleigene Kinos, Bowlingbahn, saisonale Streichelgehege und vieles mehr.

Die Zielgruppen unterscheiden sich je nach Jahreszeit. Während der Schulferien stehen vor allem Familien mit Kindern im Mittelpunkt. Außerhalb der Ferien richtet sich das Angebot verstärkt an Aktiv- und Wintersporturlauber, Paare sowie Großeltern mit Enkelkindern. In der Nebensaison gewinnen zudem Bus- und Gruppenreisen sowie Geschäftskunden aus dem Mice-Segment mit Tagungen, Meetings und Veranstaltungen an Bedeutung. Grundsätzlich beobachtet die Gruppe eine anhaltende Nachfrage nach Urlaubsreisen innerhalb Deutschlands und nicht zuletzt deshalb eine positive Umsatzentwicklung.

„Unser ausgewogener Business-Mix zur jeweils richtigen Zeit ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor unserer Hotelgruppe. Er wird maßgeblich durch das Revenue Management analysiert, geplant und strategisch gesteuert, um die unterschiedlichen Zielgruppen und Nachfragezeiten optimal miteinander zu verbinden“, erklärt Maxim Czarny.

Ahorn Hotels & Resorts

  • Unternehmenssitz: Berlin
  • Gründungsjahr: 2004
  • Geschäftsführer und Eigentümer: Michael Bob
  • Geschäftsführer: Maxim Czarny
  • Mitarbeitende: rund 850
  • Angestrebter Nettoumsatz 2026: rund 94 Millionen Euro (2025: 87,6 Millionen Euro)
  • Erwartete durchschnittliche Auslastung 2026: 57 Prozent
  • Hotels: Ahorn Seehotel Templin (409 Zimmer); Ahorn Harz Hotel Braunlage (299 Zimmer); Ahorn Berghotel Friedrichroda (457 Zimmer); Ahorn Panorama Hotel Oberhof (440 Zimmer); Ahorn Waldhotel Altenberg (222 Zimmer); Ahorn Hotel Am Fichtelberg (388 Zimmer); Best Western Ahorn Hotel Oberwiesenthal (172 Zimmer)

Mehr als 850 Beschäftigte und 240 Auszubildende

In der mit rund 40 Mitarbeitenden besetzten Berliner Managementzentrale der Gruppe sind neben der Geschäftsführung und -leitung heute die Fachbereiche Marketing und Sales, Personalmarketing, Revenue Management, IT, Einkauf, Controlling sowie Buchhaltung angesiedelt. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen mehr als 850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon circa 240 Auszubildende.

Ahorn Hotels & Resorts legen großen Wert auf attraktive Arbeitsbedingungen und eine langfristige Bindung ihres Teams. Zu den Benefits für Mitarbeitende zählen unter anderem eine Antrittsprämie von bis zu 2.000 Euro, kostenloses Personalessen nach der Probezeit, kostenfreie Familienurlaube innerhalb der Hotelgruppe, unbefristete Arbeitsverträge, verschiedene Weiterbildungsangebote sowie Corporate Benefits. Je nach Standort kann zudem während der Probezeit eine Unterkunft zur Verfügung gestellt werden.

Die Ahorn Hotels & Resorts wachsen selektiv. Eine aktive Expansionsstrategie steht nicht im Vordergrund. „Priorität haben vielmehr Investitionen in die bestehenden Häuser, um unseren Gästen weiterhin einen komfortablen und vielseitigen Aufenthalt zu ermöglichen und die eigene Positionierung im Wettbewerb weiter zu stärken“, unterstreicht Robin Bob.