Der österreichische Schauspieler Harald Krassnitzer hat im Boutiquehotel Altstadt Vienna nun seine eigene Suite: Der „Harry K Room“ soll seine Persönlichkeit und die langjährige Verbindung zum Haus widerspiegeln.
Was einst mit regelmäßigen Aufenthalten während Dreharbeiten begann, ist für Schauspieler Harald Krassnitzer längst zu einer besonderen Beziehung geworden. „Wer anfängt, eigene Möbel mitzubringen, hat sich sein eigenes Zimmer verdient“, sagt eraugenzwinkernd. Tatsächlich ist die nun fertiggestellte Suite Nr. 85 Ausdruck der engen Verbundenheit zwischen Krassnitzer und der Gastgeberfamilie Wiesenthal.

Zwischen Stammgast und Gastgeberfamilie
Das Altstadt Vienna ist bekannt für seine individuell gestalteten Zimmer und Suiten, die Persönlichkeiten gewidmet sind, die das Haus geprägt haben. Mit dem „Harry K Room“ reiht sich Krassnitzer in eine Gruppe aus Künstlern, Stammgästen und Designschaffenden ein, deren Geschichten sich in den Räumen widerspiegeln. Bemerkenswert dabei: Die Suite wurde ihm gewidmet, noch bevor die konkrete Gestaltung feststand – ein ungewöhnliches Zeichen des Vertrauens.
Wiener Klassik trifft persönliche Handschrift
Gemeinsam mit Architekt Roland Nemetz hat Krassnitzer einen Raum geschaffen, der bewusst zwischen Epochen und Stilen vermittelt. Das Schlafzimmer setzt mit einer tiefroten Wand einen sinnlichen, fast theatralischen Akzent. Antike Möbel, ein Thonet-Stuhl und ein Orientteppich zitieren das Wien um 1900 und verleihen dem Raum eine literarische Atmosphäre.
Im Wohnbereich dominieren helle, großbürgerliche Elemente wie Stuckdecken, Fischgrätparkett und eine zurückhaltende Farbpalette. Designklassiker treffen dort auf zeitgenössische Kunst – darunter Werke von Xenia Hausner undJonathan Monk. Auch ungewöhnliche Details wie eine Kuh-Skulptur von Dan Walker finden ihren Platz.
Persönliche Details mit Charakter
Die Suite erzählt zugleich von den Gewohnheiten und persönlichen Vorlieben ihres Namensgebers. Eine Sprossenwand im Flur verweist auf Krassnitzers Trainingsroutine, ein Kofferradio sorgt für vertraute Klänge. Die Kitchenette wurde bewusst an den hellsten Bereich des Raums verlegt, während das gepolsterte violette Betthaupt vor allem Komfort beim Lesen bieten soll.
Krassnitzer selbst beschreibt die Suite als „Zweitwohnung – nur mit Zimmerservice“. Mit dem „Harry K Room“ zeigt das Altstadt Vienna, wie individuell Hotellerie heute interpretiert werden kann: nicht als reine Unterkunft, sondern als persönlicher, gelebter Raum mit Charakter. red/mz