Interior Umfrage unter Designern: Welten von Ruhe bis Wow

The Dry Gin & Beef Club in Berlin ist von der Ippolito Fleitz Group als Spannungsbogen zwischen ‚Gin-Labor‘ und archaischer ‚Beef‘-Welt konzipiert.
The Dry Gin & Beef Club in Berlin ist von der Ippolito Fleitz Group als Spannungsbogen zwischen ‚Gin-Labor‘ und archaischer ‚Beef‘-Welt konzipiert. © Philip Kottlorz

Zeitdruck, Kosten, Identität: Wie verändert sich die Innenarchitektur im Hospitality-Bereich? Namhafte Designer über Trends, Materialien und Nachhaltigkeit.

Natalie Ziesemer, Leitende Innenarchitektin, Buerohauser.

Balance zwischen Leise und laut

„Da wir fast ausschließlich im Bestand arbeiten, liefert das Gebäude selbst die spannendsten Impulse. Wir treffen auf Substanz in allen Zuständen. Die Kernfrage lautet dabei immer: Was retten, was sanieren, wo neu denken? Wir verfolgen einen zirkulären Ansatz: prüfen, was vorhanden ist und wiederverwertet werden kann. Second-Life-Elemente stiften Identität und verleihen Räumen Seele. Farbe ist eines unserer wichtigsten Werkzeuge. Das heißt aber nicht, dass es zwangsläufig ‚knallen‘ muss. Wir suchen die Balance zwischen leise und laut: Eine ruhige Basis aus Puder-, Sand- oder Vanilletönen, ergänzt durch gezielte Highlights. Spannend sind Naturmaterialien wie Hanf, Kork, Schafwolle, Leinen oder Lehmputz. Die echte Kunst im Horeca-Bereich ist der Spagat: Das Material soll nachhaltig und zirkulär sein, muss aber die harten Anforderungen an Brandschutz, Hygiene und Schallschutz erfüllen.“

Natalie Ziesemer, Leitende Innenarchitektin, Buerohauser

Bild: Patricia Haas

>> Mehr dazu erfahren Sie in der neuen Tophotel Ausgabe 3-4/2026.