Vertrieb Booking.com "erwartet" von Hotelpartnern kostenfreie Stornierungen

In einer Mitteilung an angeschlossene Hotelbetriebe fordert die Buchungsplattform sehr kulantes Verhalten der Hoteliers ein. Dies betrifft Stornierungen sowie Rückerstattung von Vorauszahlungen. Seinerseits will Booking.com die Kommission für diese Reservierungen zurückerstatten. 

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Man erwarte, dass die Hotelbetreiber die Kosten für Vorauszahlungen und Stornierungen für alle Reservierungen erstatten, die innerhalb der ‘Forced Circumstances Period’ – quasi der Zeit höherer Gewalt – storniert wurden bzw. werden. “Booking.com wird in diesen Fällen auf Provisionen verzichten.” Diese Nachricht verschickt das Buchungsportal an seine Hotelpartner, die durch die Coronakrise ohnehin stark unter Druck stehen. Entsprechend verärgert haben sich auf den Sozialen Medien bereits einige Hoteliers zu Wort gemeldet: “Statt kostenfreie Stornierungen sowie Rückerstattung von Vorauszahlungen für seine “Partner” zu verlangen, sollte das Portal doch lieber einmal darüber nachdenken, in diesen schweren Zeiten, seine anderen Partner, die Hotels, zu unterstützen und die Kommissionen zu senken”, schreibt Marco Nussbaum von prizeotel auf Facebook.

Hinweis: Strategien zum Storno-Handling haben wir von Experten der HSMA hier zusammengefasst.

Börse: Booking Holdings Inc. nimmt Finanzprognose zurück

Dass das amerikanische Buchungsportal selbst unter Druck steht, zeigt ein Blick an die Börse: Die Aktie von Booking Holdings Inc. (NASDAQ: BKNG) hat in jüngster Vergangenheit deutlich an Wert verloren. Darüber hinaus gab das Unternehmen gestern bekannt, dass die zuvor angekündigten Finanzprognosen für das erste Quartal 2020 aufgrund der sich verschlechternden Situation durch den Ausbruch des COVID-19-Virus zurückgezogen werden.

Hinweis: Sie sehen einen fortlaufenden Chart über alle US-Handelsplätze, bereitgestellt von www.ariva.de

In einem entsprechenden Pressestatement heißt es: “Wie wir bei der Bekanntgabe der Ergebnisse für das vierte Quartal am 26. Februar 2020 erklärt haben, ändern sich die Umstände des COVID-19-Ausbruchs rapide […] Da sich die Situation verschlechtert hat und die negativen Auswirkungen auf die Nachfrage nach Reisen insbesondere in ganz Europa und in Nordamerika zugenommen haben, seit wir den Ausblick bereitgestellt haben, haben wir beschlossen, den Ausblick zurückzuziehen.”

 

 

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