Deutsche Reisende sind in vielen europäischen Ländern die größte ausländische Gästegruppe. Wie stark ihr Anteil je nach Land variiert, zeigen aktuelle Eurostat-Daten.
Deutsche Urlauber prägen die Gästestruktur in Österreich stärker als jede andere Herkunftsgruppe – einschließlich der Österreicher selbst. 35,9 Prozent aller Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben entfielen 2024 auf Gäste aus Deutschland, wie das Statistische Bundesamt auf Grundlage von Eurostat-Daten mitteilt. Der Anteil inländischer Gäste lag mit 28,3 Prozent darunter. Ein ähnliches Bild zeigt sich in Kroatien: Dort kamen 22,5 Prozent aller Übernachtungen von deutschen Reisenden, während der Inlandsanteil nur 9,3 Prozent betrug. Auf Rang drei folgen die Niederlande mit einem deutschen Gästeanteil von 19,2 Prozent.
Am geringsten war der deutsche Gästeanteil in Rumänien mit 1,6 Prozent, gefolgt von der Slowakei (2,5 Prozent) und Finnland (3,1 Prozent). Auch in Schweden (4,3 Prozent) und Frankreich (4,7 Prozent) machten deutsche Reisende einen vergleichsweise kleinen Teil der Gesamtübernachtungen aus. In Spanien lag der Anteil mit 10,9 Prozent ebenfalls leicht unter dem EU-Durchschnitt. Im EU-Ausland insgesamt entfielen 2024 laut Destatis 11,6 Prozent aller Übernachtungen auf Reisende aus Deutschland.
Italien führt bei absoluten Übernachtungszahlen
Während Österreich beim prozentualen Anteil vorne liegt, führt Italien die Statistik in absoluten Zahlen an. 65,3 Millionen Übernachtungen von Gästen aus Deutschland verzeichnete das Land 2024, gefolgt von Spanien mit 54,9 Millionen, Österreich mit 47,1 Millionen, den Niederlanden mit 27,9 Millionen und Frankreich mit 21,3 Millionen.
Außerhalb der EU liegen Eurostat nur für ausgewählte Länder Daten vor. In der Türkei entfielen demnach 14,9 Prozent aller Übernachtungen auf deutsche Gäste, in der Schweiz 9,9 Prozent und in Norwegen 6,3 Prozent. Auch in diesen drei Ländern waren Reisende aus Deutschland die jeweils größte ausländische Gästegruppe. red/sar