Die Unternehmensgruppe hat im Jahr 2022 einen Transformationsprozess eingeleitet und blickt auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr zurück. Im Hotelbereich steht für 2023 ein besonderes Projekt an.
Die aggregierten Umsatzerlöse sind im vergangenen Jahr um 19,7 Prozent auf 1,51 Milliarden Euro gewachsen, wie die Schörghuber-Gruppe in einem Bericht mitteilte. Der Bereich Hotel (Arabella Hospitality SE) konnte demzufolge nach der Pandemie deutlich Boden gutmachen und ist auf einem guten Weg, bereits im laufenden Geschäftsjahr wieder das Umsatzniveau vor der Pandemie zu erreichen.
Die Arabella Hospitality baut die Zahl der unter den Marriott-Brands St. Regis, The Luxury Collection, Westin, Residence, Sheraton und Four Points by Sheraton geführten Hotels in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Spanien weiter aus. Zeitgleich steigt sie über die Kooperation mit der Ultra-Luxury-Marke Rosewood in einen weiteren Markt ein. Mit der Eröffnung des Rosewood Munich im Herbst, bei dem die Bayerische Hausbau GmbH und die Arabella Hospitality zusammenarbeiten, realisiert die Gruppe "eine der ambitioniertesten Hoteleröffnungen in ganz Deutschland".
Das Rosewood Munich befindet sich in der Kardinal-Faulhaber-Straße im Zentrum der bayerischen Landeshauptstadt und ist in zwei historischen Gebäuden untergebracht: dem ehemaligen Hauptsitz der Bayerischen Staatsbank und dem angrenzenden Palais Neuhaus-Preysing, einer einstigen Adelsresidenz. Das Haus verfügt über 73 Zimmer sowie 59 Suiten, darunter fünf besondere Houses, mit exklusiven Ausstattungen und Angeboten.
Gesellschaften der Gruppe behaupten sich
Den Grundstein für die positive Entwicklung habe der in München ansässige Unternehmensverbund mit dem im vergangenen Jahr erfolgreich auf den Weg gebrachten Transformationsprozess gelegt. Er sieht eine dezentralere Organisation der operativen Gesellschaften vor, die agiler und unabhängiger agieren sollen, während sich die Holding auf die strategische Steuerung der Gruppe fokussiert. Mit der Berufung von Florian Schörghuber zum Co-CEO der Schörghuber Stiftung & Co. Holding KG läutete das Unternehmen im vergangenen Jahr zugleich den Übergang in die nächste Generation der Familie Schörghuber ein.
Einen erheblichen Anteil am Umsatzergebnis von 2022 hatte der Bereich Getränke (Paulaner Brauerei Gruppe GmbH & Co. KGaA), der als Joint Venture mit der Heineken International B.V geführt und mit einem Anteil von 70 Prozent at equity konsolidiert wird. Der Bereich Seafood (Productos del Mar Ventisqueros S. A) erwirtschaftete durch Investitionen, den Ausbau der Produktionskapazitäten und eine steigende Nachfrage aus den USA und Asien ein spürbares Umsatzwachstum. Einzig der Bereich Bauen & Immobilien (Bayerische Hausbau GmbH & Co. KG), der zum 01.09.2023 in zwei selbstständige Gesellschaften für Real Estate und für Development entflochten wird, folgte einer insgesamt rückläufigen Entwicklung des Immobiliensektors und konnte den Kurs der ertragreichen Vorjahre nicht fortsetzen.
Positiver Ausblick
Für das laufende Jahr ist die Schörghuber Gruppe optimistisch, ihre Wachstumsziele in allen ihren Unternehmensbereichen zu erreichen. Das erste Quartal 2023 habe gezeigt, dass sich die Erholung der Gastronomie und der Touristik und damit das Wachstum in den Bereichen Getränke und Hotel weiter fortsetzen. "Wir haben im vergangenen Jahr die organisatorischen Grundlagen geschaffen. Jetzt gehen wir mit viel Schwung daran, die Wachstumsziele in den Unternehmensbereichen umzusetzen und das Handeln noch stärker auf die Familienwerte Qualität, Innovation und Nachhaltigkeit auszurichten", sagt Florian Schörgburger. sar