Die Hotelgruppe zählt zu den internationalen Vorreitern in Sachen Nachhaltigkeit und Reduzierung von Emissionen. Chief Sustainability & Security Officer Inge Huijbrechts erläutert die Strategie.
Tophotel: Frau Huijbrechts, Sie bezeichnen sich selbst als Resource Detective. Was verstehen Sie darunter?
Inge Huijbrechts: Ein Resource Detective spürt Einsparpotenziale auf, die direkt vor unseren Augen liegen und trotzdem oft übersehen werden. In jedem Hotel gibt es Kosten, die im täglichen Betrieb fast unsichtbar geworden sind: Licht, das in leeren Räumen brennt, Geräte, die länger laufen als nötig, unbemerkte Wasserlecks oder Speisen, die zubereitet, aber nicht verzehrt werden. Einzeln wirken diese Verluste klein. In der Summe können sie die Wirtschaftlichkeit deutlich beeinflussen. Unsere „Move to Zero“-Kampagne nennt das „The Hidden Impact“. Jede Kilowattstunde, jede Mahlzeit und jeder Tropfen Wasser verursacht Kosten und hat zugleich eine Klimawirkung.
Ein ResourceDetective behebt, was sich sofort lösen lässt, und sorgt dafür, dass größere Probleme weitergegeben werden. So wird Nachhaltigkeit von einem abstrakten Ziel zu einem Bestandteil des täglichen Hotelmanagements: „Find it. Fix it. Save it.“ – erkennen, beheben, einsparen.
Welche Ressourcen werden in der Hotellerie am meisten verschwendet?
Die größten Einsparpotenziale liegen meist bei Energie, Lebensmitteln und Wasser. Heizung, Kühlung, Warmwasser, Beleuchtung und Küchengeräte können auch dann viel Energie verbrauchen, wenn die Nachfrage gering ist. In den Küchen summieren sich Überproduktion, Verluste bei der Zubereitung und Buffetreste schnell. Wasser geht durch Leckagen, ineffiziente Armaturen, unnötige Wäschewechsel oder schlecht gesteuerte Bewässerung verloren. Besondere Aufmerksamkeit verdient das Thema Food Waste …
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