Digitalisierung Profitize sichert sich 1,4 Millionen Euro Kapital

Gründerteam: (von links) Simon Falkensteiner, Mark Nardi und Michael Gorfer.
Gründerteam: (von links) Simon Falkensteiner, Mark Nardi und Michael Gorfer. © Mirco Zancanella

Das Südtiroler Start-up treibt mit frischem Kapital den Ausbau seiner KI-gestützten Finanzplattform voran. Was konkret geplant ist.

Rund ein Jahr nach dem Markteintritt baut das Südtiroler Start-up Profitize seine Wachstumsstrategie weiter aus: Das Unternehmen hat eine Seed-Finanzierung in Höhe von 1,4 Millionen Euro abgeschlossen. Zu den Investoren zählen der Alpine Fund (Redstone & Euregio⁺), der österreichische AWS Gründungsfonds sowie mehrere Business Angels mit Branchenhintergrund.

Die Finanzierung soll in drei Bereiche fließen: in den technologischen Ausbau der Plattform – darunter ein anonymisiertes Branchenbenchmarking und erweiterte Produktivitätsanalysen –, in die Expansion in Italien, Österreich und weitere europäische Märkte sowie in den Aufbau der Technologie- und Customer-Success-Teams.

Gründerteam mit Branchenhistorie

Hinter Profitize stehen Co-Founder Michael Gorfer, Chief Technology Officer Mark Nardi sowie Simon Falkensteiner. Letzterer gründete bereits 2015 das Revenue-Management-System Rate Board, das 2020 an die italienische Zucchetti-Gruppe verkauft wurde.

Mit Profitize wollen die Gründer eine Antwort auf den steigenden wirtschaftlichen Druck liefern. „Die Hospitality-Branche arbeitet mit enormen Datenmengen, aber oft ohne die Möglichkeit, daraus fundierte Entscheidungen abzuleiten“, so Falkensteiner, der aus einer Hoteliersfamilie stammt.

Profitize setze genau dort an, indem Daten aus PMS, Personalplanung, Finanzbuchhaltung und Energieverbrauch zusammengeführt und für operative Entscheidungen nutzbar gemacht werden. Gastgeber sollen von Forecasts, Budgetplanung, Cashflow-Analyse und KI-gestützten Handlungsempfehlungen profitieren. Die KI-gestützte Finanzplattform werde bereits von rund 150 Hotels und Gastronomiebetrieben in Europa genutzt. red/sar