Nachhaltigkeit Premier Inn will 2050 klimaneutral sein

Die Hotelkette Premier Inn soll bis 2050 komplett klimaneutral sein.
Die Hotelkette Premier Inn soll bis 2050 komplett klimaneutral sein. © Kalawin-stock.adobe.com

Die Hotelkette verpflichtet sich gemeinsam mit dem Mutterkonzern Whitbread, in den nächsten Jahren sämtliche Emissionen auf Null zu senken.

Bis 2040 will Premier Inn die eigenen Kohlenstoffdioxid-Emissionen auf Netto Null senken. Dazu gehören klimaschädliche Gase, die im eigenen Unternehmen freigesetzt werden und indirekte Emissionen aus Strom und Fernwärme von Versorgern. Zehn Jahre später - 2050 - sollen dann alle Emissionen, einschließlich die der Lieferketten, auf Netto Null sinken.

Die Ziele des Mutterkonzerns Whitbreads zur kompletten Dekarbonisierung sind nach Angaben des Unternehmens inzwischen von der weltweit anerkannten Science-Based Targets Initiative (SBTi) anhand neuer klimawissenschaftlicher Erkenntnisse geprüft und bestätigt worden.

Mitarbeiter binden und sich von Wettbewerbern abheben

Dominic Paul, CEO von Whitbread betont: "Unser Netto-Null-Plan ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Business-Plans." Das Ziel, den Kohlenstoffdioxidausstoß bei Whitbread und Premier Inn zu verringern, fördere die Einstellung und Bindung der Mitarbeitenden, ziehe mehr Gäste an und wirke sich positiv auf lokale Gemeinschaften und Lieferanten aus. Mit seinem "Net Zero Transition Plan" verpflichtet sich Whitbread seinen Beitrag zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu leisten. Das Hospitality-Unternehmen will sich so auch von seinen Mitbewerbern in der Budget-Hotellerie abheben.

Schritt für Schritt aus der Gasversorgung aussteigen

Whitbreads Nachhaltigkeitsprogramm trägt den Namen „Force for Good“ („Kraft zum Guten“) und umfasst die Leitlinien Umwelt, soziale Gerechtigkeit und gute Unternehmensführung (Environmental, Social and Governance, ESG). Bereits jetzt werden alle Premier Inn Hotels in Deutschland zu hundert Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt. Konzernweit soll die Umstellung auf grünen Strom nach Möglichkeit bis 2026 vollzogen worden sein. Zum Plan gehört auch, aus der Gasversorgung schrittweise auszusteigen und stattdessen Luftwärmepumpen, Photovoltaikanlagen und energieeffiziente Küchengeräte zu installieren.

Auch beim Bau neuer Hotels setzt Premier Inn Deutschland auf Nachhaltigkeit: So strebt das Hospitality-Unternehmen an, dass alle Neubauten mindestens eine DGNB (Silber)-, BREEAM (Very Good)- oder LEED-Zertifizierung vorweisen können, um in das Hotelportfolio von Premier Inn aufgenommen zu werden – unabhängig davon, ob sie später im Eigentum oder in einem Pachtverhältnis betrieben werden. Sämtliche Bestandsbauten von Premier Inn sollen mit dem Siegel BREEAM In-use zertifiziert werden.

Zur Nachhaltigkeitsstrategie gehört auch Barrierefreiheit

Im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie intensiviert Premier Inn zudem seine Anstrengungen in puncto Barrierefreiheit. In allen neu gebauten Häusern des Unternehmens werden Qualitätskriterien für eine „Reisen für Alle“-Zertifizierung berücksichtigt, bei Bestandsgebäuden je nach Ausstattung. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderte Label bescheinigt den Hotels eine großzügige Bewegungsfläche und spezielle Möbel für Rollstuhlfahrende sowie Vorrichtungen für Menschen mit einer Hör- oder Sehbehinderung (beispielsweise durch einen taktil wahrnehmbaren Bodenbelagswechsel). Aktuell haben 13 der insgesamt 53 PI-Hotels die Zertifizierung „Reisen für Alle“ erhalten. Um die eigene Expertise in Sachen Barrierefreiheit weiter auszubauen, ist Premier Inn seit kurzem Fördermitglied von Embrace, einem Verbund inklusiver Hotelbetriebe. red/sr