Anzeige
Anzeige
Anzeige
Start Coronakrise Preispolitik: Corona-Aufschlag, Preisdumping und der fehlende Aufschwung

Preispolitik Corona-Aufschlag, Preisdumping und der fehlende Aufschwung

Die richtige Preisstrategie zum Re-Start beschäftigt derzeit zahlreiche Hoteliers von der Nordsee bis nach München. Soll ein Aufschlag für die aufwendigen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen genommen werden? Wie ist auf Kampfpreise der Mitbewerber zu reagieren? Und wie ist es um die derzeitige Nachfragesituation bestellt?

  • „Jene, die jetzt auf Dumpingpreise setzen, werden sterben. Das ist Suizid!“ (Jürgen Krenzer, Rhönschaf-Hotel)
  • „Wenn wir auf gestiegene Kosten und sinkende Nachfrage mit geringeren Preisen reagieren, sind wir tot.” (Wilhelm Weber, Kempinski).
  • „In Berlin werden jetzt die ersten Luxushotels ab 110 Euro angeboten. Für die Hotellerie kommt es mehr denn je darauf an, ein realistisches Yielding zu machen.“ (Zeev Rosenberg, i31 Berlin)

Deutliche Worte wurden beim heutigen „1. Zukunftstag“ gewählt, den die HSMA gemeinsam mit „Tourismuszukunft“ veranstaltet hat. Speziell der Preispolitik in der Phase kurz vor oder nach dem Lockdown kam hohe Beachtung zu. So argumentierte nicht nur Deniel Frey von den H-Hotels, dass Preisstabilität bez. Preiserhöhungen ein Muss ist bzw. sind, auch aufgrund der steigenden Kosten. „Wir müssen mit den Preisen anziehen und haben das auch gemacht, allerdings blieb der Nachfrage-Effekt aus“, so Frey. Aktuell beobachtet der Revenue Manager in verschiedenen Märkten Nervosität bei den Mitbewerbern, da viele Überkapazitäten auf dem Markt sind, die Grundbelegung aber fehlt.

Gemeinsamer Tenor der Teilnehmer des Zukunftstags: Die Hotellerie muss gemeinsam nach außen gehen und sich solidarisch zeigen (siehe untenstehendes Video). Zudem sei der Preis ist nicht das entscheidende Argument ein Hotel auszuwählen, da Sicherheit ein entscheidender Punkt bei der Buchung ist. Ob ein Corona-Aufschlag erhoben werden soll oder nicht, darüber war kein Konsens in den Sessions auszumachen. Fest steht, dass für Sicherheits- und Hygienemaßnahmen bis zu zehn Euro Mehrkosten entstehen, wie es auch Steigenberger-Chef Thomas Willms jüngst für seine Gruppe festgestellt hat.

HSMA-Umfrage zur Veränderung der Nachfragesituation

In einer kurzen Umfrage hat die HSMA unter ihren Mitgliedern jüngst die Entwicklung der Nachfrage abgefragt. Ergebnis: Wenngleich die Umfrage auf Grund der geringen Teilnehmerzahl nur als grober Trend zu bewerten ist, so zeigt sie sehr deutlich, dass der erhoffte Aufschwung noch nicht messbar ist.

“Allen Regionen gemein ist der Fakt, dass der Pickup auch nach den Ankündigungen der Bundesregierungen bezogen auf die Wiedereröffnung der Hotel- und Gastronomiebetriebe immer noch sehr verhalten ist. Den höchsten Anstieg an Nachfrage und entsprechenden Buchungen über alle Hotels hinweg sehen wir im vierten Quartal 2020”, heißt es in einem Statement.

Das unmittelbar vor uns liegende dritte Quartal, welches auch die Sommermonate inklusiver der großen Ferien beinhaltet, wurde von den meisten Hotels als noch zurückhaltend bewertet. Hierbei werden erste Unterschiede zwischen Urlaubsregionen und Metropolregionen deutlich. Im Vergleich der letzten 14 Tage haben 25 Prozent der ländlichen Hotels im Kernland einen Anstieg von bis zu 100% im Vergleich zu den vorhergegangenen 14 Tagen wahrgenommen.

Insgesamt geben die Zahlen nach Aussage der HSMA Grund zur Annahme, dass sich auch der inländische Tourismus nicht wie erhofft schnell erholen könnte. Selbst die deutschen Ferienregionen zeigen hier eher einen getrübten Optimismus an.

Die kompletten Ergebnisse gibt es HIER

 

 

Anzeige

Folgen Sie uns auf Instagram

Anzeige

Newsletter-Registrierung

Topaktuell auf den Punkt gebracht!
Werktäglich berichtet der kostenlose Tophotel-Newsletter über aktuelle Ereignisse in der nationalen und internationalen Hotelwelt. Profitieren Sie von journalistisch hochwertiger Information und Inspiration für das tägliche Business.
ANMELDEN
Sie interessieren sich für Produktnews und technische Innovationen in der Hotellerie? Testen Sie auch unseren kostenfreien HOTEL+TECHNIK-Newsletter​
close-link