Der neue Marktbericht der Schollen Hotelberatung zeigt ein stabiles Bild für Nordrhein-Westfalen: Die Top-Standorte bündeln den Großteil des Marktes, während sich Investitionen und Projektentwicklungen verhalten zeigen.
Die Schollen Hotelberatung hat ihren „Hotelmarkt Report NRW 2026“ vorgelegt. Die Untersuchung betrachtet die zwölf wichtigsten Hotelstandorte des Bundeslandes und analysiert Angebot und Nachfrage, Hotelkennzahlen, Marken- und Betreiberstrukturen, die Projektpipeline, Neueröffnungen, Transaktionen sowie Investmentperspektiven.
Top-Märkte dominieren das Marktgeschehen
Auf die zwölf untersuchten Städte entfallen laut Schollen Hotelberatung rund 20,8 Millionen Hotelübernachtungen. Damit bündeln diese Standorte etwa 60 Prozent des klassischen Hotelmarktes in Nordrhein-Westfalen. Das Bettenangebot in den Top-12-Märkten liegt bei rund 128.000 Hotelbetten.
Besonders Köln und Düsseldorf prägen den Markt und gelten als führende Hotelinvestmentmärkte im Bundesland. Im Schollen Hotelmarkt-Scoring erreicht Köln mit 8,7 von zehn möglichen Punkten den ersten Rang. Begründet wird die Spitzenposition mit der Marktgröße, starken Kennzahlen, hoher Nachfrage und positiven Perspektiven. Düsseldorf folgt mit acht Punkten auf Rang zwei. Die Landeshauptstadt befinde sich nach der deutlichen Angebotsausweitung der vergangenen Jahre weiterhin in einer Konsolidierungsphase, zeige aber eine positive Entwicklung.
Sekundärmärkte gewinnen an Profil
Als attraktive Sekundärmärkte bewertet die Schollen Hotelberatung Münster, Bonn und Aachen. Münster wird im Report mit hoher Auslastung bei gleichzeitig begrenztem Angebot beschrieben. Bonn überzeuge durch stabile Kennzahlen sowie durch seine Rolle als Bundesstadt und UN-Standort. Aachen profitiere von internationaler Nachfrage, der Universität und seinem Technologieprofil.
Dortmund, Essen und Bochum ordnet das Beratungshaus als solide Businessmärkte ein. Bielefeld, Duisburg, Wuppertal und Oberhausen werden hingegen als kleinere Märkte mit teils begrenzter Investitionsdynamik eingestuft, die sich in unterschiedlichen Konsolidierungsphasen befinden.
Zurückhaltende Entwicklung bei Projekten
Die Projektpipeline in den Top-12-Städten umfasst aktuell rund 5.700 geplante Zimmer, mit einem Schwerpunkt in Köln und Düsseldorf. Insgesamt ist der Markt laut Report von einer gewissen Zurückhaltung bei Neuentwicklungen und Transaktionen geprägt. Gleichzeitig könnten begrenzte Angebotszuwächse in vielen Märkten zu stabileren Auslastungen führen. red/sar
Über die Schollen Hotelberatung
2003 hat Christian Schollen die „Schollen Hotelentwicklung“ gegründet, die 2022 zur „Schollen Hotelberatung“ wurde. Das Leistungsspektrum umfasst alle Phasen des Hotelimmobilien-Lebenszyklus und richtet sich an Investoren, Eigentümer, Fonds, Banken, Versicherungen sowie Städte und Kommunen.