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StartAufmacherNoch vor erneuten Bund-Länder-Beratungen::Dehoga Bundesverband mit Leitlinien für den Re-Start des Gastgewerbes

Noch vor erneuten Bund-Länder-BeratungenDehoga Bundesverband mit Leitlinien für den Re-Start des Gastgewerbes

Nachdem bereits mehrere Bundesländer sowie örtliche Vertreter des Dehoga Stufenpläne zum Hochfahren des öffentlichen Lebens und des Gastgewerbes vorgelegt hatten, meldet sich der Dehoga Bundesverband mit einem umfassenden Leitfaden. Dieser wurde der Politik noch vor den anstehenden Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch vorgelegt.

„Der Dehoga begrüßt den Beschluss der letzten Ministerpräsidentenkonferenz zur Einrichtung einer Arbeitsgruppe, die ein Konzept für den Weg aus dem Lockdown erarbeiten soll“, heißt es in dem Papier.  „Dass aus mehreren Bundesländern (wie etwa aus Niedersachsen, mehr dazu lesen Sie in unserem Ticker) aktuell konkrete Öffnungsstrategien vorgelegt wurden, die auch Perspektiven für das vom zweiten Lockdown besonders hart getroffene Gastgewerbe enthalten, findet unsere ausdrückliche Zustimmung.“ Wichtig sei jetzt, dass sich die Arbeitsgruppe von Bund und Ländern auf einen abgestimmten Plan verständige, in dem auch die Gastronomie und Hotellerie berücksichtigt würden. Denn der seit über drei Monaten geltende erneute Lockdown verursache monatlich Umsatzeinbußen von mehr als 75 Prozent.

Das Papier sieht folgende Punkte vor:

  1. Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung intensivieren:
    Dazu gehört laut Dehoga die Umsetzung der Impfstrategie und der Ausbau der Corona-Teststrategie. Die Beschäftigten in Gastronomie und Hotellerie sollen in den Zeitplan der Umsetzung der Impfstrategie aufgenommen werden. Tests, darunter etwa auch neue Spucktestst, sollen möglichst flächendecken und kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Die Gesundheitsämter müssten personell sowie digital besser ausgestattet werden, damit die Kontaktverfolgung besser möglich sei. Es sei zu prüfen, welche weiteren Faktoren und Kennziffern neben dem Inzidenzwert von Relevanz sind.
  2. Gastgewerbe in einem Stufenplan zum Re-Start berücksichtigen:
    „Es müssen klare Kriterien definiert werden, die einen Re-Start für die Betriebe planbar und nachvollziehbar machen, und es müssen Perspektiven für alle Betriebstypen geschaffen werden“, so der Dehoga. „Betriebe, in denen durch Sitzplätze und Wegführung der Mindestabstand verlässlich eingehalten werden kann, müssen in einer frühen Öffnungsstufe berücksichtigt werden. Dazu gehören Hotels, gastronomische Betriebe, Betriebsrestaurants sowie Verpflegungseinrichtungen in Kitas, Schulen und Universitäten.“ Auch für Betriebe mit hoher Kontaktintensivität wie zum Beispiel Diskotheken ohne Sitzplatzpflicht müssten Perspektiven geschaffen werden.
  3. Anforderungen an Wiedereröffnungsszenarien definieren: Notwendig seien staatliche Re-Start-Konzepte mit nachvollziehbaren, widerspruchsfreien, praxistauglichen und verständlichen Regeln für Gäste wie Gastgeber. Ein bundesweit einheitliches Vorgehen müsse angestrebt werden; dies erhöhe die Akzeptanz. Die Stufenpläne müssten inzidenzbasiert und logisch sein. Dabei seien die Inzidenzen je Bundesland zu betrachten. Zudem benötige das Gastgewerbe angemessene Vorlaufzeiten, auch mit Blick auf die Veröffentlichung der Verordnungen. Spätestens dann, wenn das Infektionsgeschehen auf einen Inzidenzwert von unter 50 gemäß Infektionsschutzgesetz sinkt, erwarte man konkrete Lockerungen und die Öffnung der Betriebe.
  4. Re-Start konkret: Was ergibt Sinn? Was ist nicht hilfreich?:
    Die Einhaltung der AHA+L-Regeln sei Grundvoraussetzung. Zudem solle vor allem die Einhaltung des Mindestabstands maßgebliches Kriterium sein. Die Regelungen zur Maskenpflicht für Mitarbeiter und Gäste solle in den Bundesländern einheitlich, klar und verständlich sein. Bei Mindestabstand und Maskenpflicht sollen pragmatische Lösungen, wie Plexiglasscheiben als Alternative zugelassen sein, eine begrenzte Gästezahl pro Tisch solle im Idealfall nicht gelten. Die Gäste-Registrierung solle weiter digitalisiert werden. Doch eine Öffnungszeitenbegrenzungen hält der Dehoga für nicht sinnvoll. Zudem habe sich gezeigt, dass das Verbot von Alkoholausschank in der Gastronomie die Verlagerung von Kontakten in Privatwohnungen und auf öffentliche Plätze begünstigt.

Der ausführliche Leitfaden als PDF:

Den gesamten Leitfaden als PDF finden Sie hier.

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