Bessere Kostenkontrolle und ein modernisiertes Portfolio: Damit macht die NH Hotel Group 2023 nicht nur mehr Umsatz, sondern auch mehr Gewinn. 2024 rechnet sie ebenfalls mit einer günstigen Branchendynamik.
Die NH Hotel Group mit Marken wie Marken Anantara, Avani, nhow und NH Collection meldet einen Rekordgewinn für 2023. Demnach verzeichnet das Unternehmen, das zu den thailändischen Minor Hotels gehört, einen Umsatz von 2,16 Milliarden Euro und Nettogewinn von 128 Millionen Euro. Das entspricht einem Umsatzwachstum von 23 Prozent gegenüber 2022 (1,76 Mrd. Euro). Der ausgewiesene Nettogewinn steigerte sich um 27,7 Prozent.
Das Unternehmen gibt an, dass das Rekordwachstum auf das modernisierte Portfolio und eine bessere Kostenkontrolle zurückzuführen sei. Ebenfalls dazu beigetragen habe der Anstieg der durchschnittlichen Tagesrate um 13 Prozent auf 138 Euro und der Anstieg der Belegung um sieben Punkte auf 68 Prozent.
Laut Bilanzmeldung lag der Umsatz pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) bei der NH Hotel Group im vergangenen Jahr bei durchschnittlich 94 Euro pro Nacht. Das entspricht einem Wachstum von 26 Prozent gegenüber 2022 (RevPAR: 74 Euro). Allein im vierten Quartal 2023 erwirtschaftete das Hotelunternehmen einen Umsatz von 551 Millionen Euro, was einem Wachstum von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
113 Millionen Euro in neue Projekte investiert
Das EBITDA belief sich 2023 auf 596 Millionen Euro, was wiederum einen Anstieg von 15 Prozent gegenüber 2022 entspricht. Zum Jahresende lag die Nettofinanzverschuldung der Gruppe bei 264 Millionen Euro, verglichen mit 308 Millionen Euro im Vorjahr. Diese Verringerung ist das Ergebnis eines robusten operativen Cashflows, der es der Gruppe ermöglichte, im vergangenen Jahr 113 Millionen Euro in neue Projekte zu investieren. Weitere 123 Millionen Euro wurden in den Erwerb von Vermögenswerten der Minor Hotels in Portugal investiert. Die NH Hotel Group beendete das Jahr 2023 mit 216 Millionen Euro an Barmitteln.
Argentinien schmälert Ergebnis
Zugleich hat die argentinische Wirtschaft, die von der Hyperinflation und der Währungsabwertung betroffen ist, die Einnahmen, den Gewinn und das Bruttobetriebsergebnis der NH Hotel Group im Jahr 2023 leicht geschmälert. Ohne diese Einflüsse hätte die Gruppe einen Umsatz von 2,18 Milliarden Euro, ein EBITDA von 604 Millionen Euro, einen wiederkehrenden Nettogewinn von 132 Millionen Euro und einen Gesamtnettogewinn von 134 Millionen Euro erzielt.
Für 2024 prognostiziert die NH Hotel Group eine günstige Branchendynamik: Die Nachfrage bleibe in allen Segmenten stark und die Zahl der internationale und Geschäftsreisenden nehme weiter zu.
NH in Deutschland: Düsseldorf, München und Frankfurt stark
Aufgeschlüsselt nach Geschäftsbereichen stieg der Umsatz in Mitteleuropa um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wobei Düsseldorf, München und Frankfurt die besten Ergebnisse erzielten. Die durchschnittliche Tagesrate“ (Average Daily Rate, ADR) in der Region lag bei 116 Euro, während die Auslastung im Durchschnitt 66 Prozent betrug, was sieben Punkte unter dem Niveau von 2019 liegt.
Die Belegung in Südeuropa hat sich laut dem Unternehmen verbessert. In Spanien, Portugal und Frankreich seien die Umsätze um 17 Prozent im Vergleich zu 2022 gestiegen. Dies sei auf eine solide Leistung sowohl in Primär- als auch in Sekundärstädten zurückzuführen. Die durchschnittliche Auslastung lag in Spanien bei 73 Prozent und damit einen Prozentpunkt unter dem Wert von 2019, während die durchschnittliche Tagesrate bei 138 Euro lag.
In Italien sei der Umsatz um 19 Prozent im Vergleich zu 2022 gestiegen, wobei Rom und Mailand deutlich besser abschnitten. Die italienische ADR liegt bei 181 Euro. Die Auslastung lag im Durchschnitt bei 67 Prozent und damit wieder auf dem Niveau von 2019.
In Benelux stiegen die Umsätze um 25 Prozent gegenüber 2022. Amsterdam, Brüssel und die Hotels in den Konferenzzentren verzeichneten höhere Wachstumsraten. In dieser Region lag die ADR bei 155 Euro, während die Auslastung im Durchschnitt 66 Prozent betrug.
Argentinien im Griff der Hyperinflation
In Lateinamerika lag der Umsatz um 12 Prozent höher als im Jahr 2022 – einschließlich der Auswirkungen von Argentinien. Am stärksten war das Wachstum in Mexiko und Argentinien, wobei letzteres von der Hyperinflation und der Währungsentwicklung geprägt war.
Die NH Hotel Group gilt als multinationales Hotelunternehmen und städtischer Akteur in Europa, Amerika und Asien, wo sie über 350 Hotels betreibt. Sie gehört zu den thailändischen Minor Hotels mit Sitz in Bangkok und arbeitet seit 2019 gemeinsam mit Minor an der Integration aller ihrer Hotelmarken unter einer einzigen Dachmarke mit einer Präsenz in über 50 Ländern weltweit. Gemeinsam wurde ein Portfolio von mehr als 540 Hotels entwickelt, die unter den acht Marken Anantara Hotels, Resorts & Spas, Avani Hotels & Resorts, Elewana Collection, Oaks Hotels, Resorts & Suites, NH Hotels & Resorts, NH Collection Hotels & Resorts, nhow Hotels & Resorts und Tivoli Hotels & Resorts betrieben werden. red/brg