NGG-Umfrage Im Gastgewerbe wünschen sich 62 Prozent kürzere Arbeitszeiten

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Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hat Beschäftigte aus Hotellerie und Gastronomie zu Arbeitsbedingungen und persönlichen Bedürfnissen befragt. Daraus geht unter anderem hervor, dass 45 Prozent mit den aktuellen Arbeitszeiten nicht zufrieden sind und für 81 Prozent die Arbeitsbelastung in den letzten Jahren zugenommen hat.

Die aktuelle Diskussion um eine mögliche Änderung des Arbeitszeitgesetzes hat die Gewerkschaft, Landesbezirk Südwest zum Anlass genommen, eine Umfrage unter Beschäftigten der Branche zu initiieren. 1.012 Antwortbögen wurden hierzu ausgewertet.

Die Ergebnisse:
• 45 Prozent sind mit den aktuellen Arbeitszeiten nicht zufrieden.
• Für 81 Prozent hat die Arbeitsbelastung in den letzten Jahren zugenommen.
• 75 Prozent können nach der Arbeit nicht regelmäßig abschalten.
• Bei 66 Prozent der Befragten kann man von einer in der Regel verlässlichen Dienstplangestaltung kaum noch reden.
• Bei 72 Prozent fallen regelmäßig ungeplante Überstunden an.
• 46 Prozent müssen regelmäßig in ihrer Freizeit im Betrieb einspringen.
• 62 Prozent der Befragten wünschen sich kürzere Arbeitszeiten.
• 70 Prozent lehnen eine Änderung des Arbeitszeitgesetzes „12-Stunden-Arbeitstag“ ab.
• Weitere 19 Prozent würden zwar länger am Tag arbeiten, aber nur wenn die Wochenarbeitszeit gleich bliebe.

„Um die Attraktivität der Branche zu steigern, muss die Wertschätzung der Beschäftigten deutlich mehr Gewicht bekommen. Verlässliche Arbeitszeiten, weniger Überstunden, respektierte Freizeit, … müssen Standard werden“, kommentierte Uwe Hildebrandt, NGG-Landesbezirksvorsitzender.

Das sich fast zwei Drittel der Befragten kürzere Arbeitszeiten wünschen, zeige nach Ansicht der NGG deutlich, dass die aktuelle Diskussion um längere Arbeitszeiten im Hotel- und Gaststättengewerbe völlig fehl am Platz ist. Die Argumente des Dehoga brachte in diesem Kontext unlängst Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin, auf den Punkt.