Münchner Top-Hoteliers Mit dem Minister auf Hygiene-Rundgang

In der Lobby des Westin Grand München: Munich Hotel Alliance-Sprecherin Birgit Häffner, Staatsminister Hubert Aiwanger und General Manager Paul Peters (v.l.n.r.) (Bild: Munich Hotel Alliance)

Die Munich Hotel Alliance hatte den Bayerischen Staatsminister für Wirtschaft, Hubert Aiwanger, eingeladen, sich im Westin Grand ein Bild über die Sicherheits- und Hygienekonzept zu machen. Dieser ist vom Erfolg der Maßnahmen überzeugt, wurde von anwesenden GMs wie Holger Schroth, Kay Heller oder Paul Peters aber gleichzeitig aufgefordert, weitere Lösungen, die eine Rückkehr zum bisherigen Service möglich machen, zu überdenken.

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Am 25. April 2020 hatte die Munich Hotel Alliance, ein Zusammenschluss der 27 führenden First-Class-Hotels in München, der Bayerischen Landesregierung ein umfangreiches Konzept zur Wiederaufnahme des Hotelbetriebs vorgelegt. Im Konzept beschreiben die Hoteliers, basierend auf den strengen Hygieneregeln aus dem neuen SARS-CoV-2-Arbeitsschutz-standard, wie Gästeübernachtungen, Restaurantbetrieb, Tagungen und Veranstaltungen zukünftig unter Wahrung des maximalen Gesundheitsschutzes ermöglicht werden sollen.

„Die bayerische Hotellerie kann die erhöhten Hygiene-Anforderungen erfüllen, die als Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus nötig sind. Die Gäste können sich zu Recht willkommen und sicher fühlen – und den Urlaub im Freistaat mit einem guten Gefühl genießen,“ betonte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.

Top-GMs im Dialog mit Aiwanger

„Unser Konzept bündelt die Erfahrungen und Standards, die einige Großkonzerne wie Marriott International, Hilton Hotels & Resorts oder auch Kempinski Hotels S.A. bereits in China gesammelt haben,“ so Paul Peters, General Manager des von der Arabella Hospitality betriebenen The Westin Grand.


Mit Distanz im Paulaner’s im Westin Grand München sitzend (im Uhrzeigersinn): Staatsminister Hubert Aiwanger, Paul Peters (General Manager The Westin Grand München), Anton Reichl (CFO Arabella Hospitality), Birgit Häffner (Sprecherin Munich Hotel Alliance), Holger Schroth (General Manager Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München) und Kay Heller (Direktor Hotel München Palace)

Holger Schroth, General Manager des Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München, berichtete über die Erarbeitung des Konzeptes: „Jeder Kontaktpunkt musste neu bedacht werden. Die gesamte Customer Journey wurde en Detail durchgespielt, um einen kontaktfreien Ablauf unter Einhaltung der Abstandregelung sicherzustellen.“

Die Vorführung des Konzepts zeigte dem Staatsminister, dass die Hotels die Einhaltung von Schutzmaßnahmen auf höchstem Niveau gewährleisten können. Dennoch wurde ihm von den neben Peters anwesenden Direktoren weiterer Häuser dargelegt, dass die Reduktion der Hotelkapazitäten zu hohen Umsatzverlusten führt, die langfristig gesehen, so nicht tragbar sein werden.

Kay Heller, Direktor des Hotel München Palace: „Klare und umsetzbare Regeln – egal ob für große oder kleine Häuser – sind seitens der Landesregierung für die Wiederaufnahme des Hotelbetriebs essentiell. Diese Maßnahmen sollten jedoch zulassen, dass Gäste wieder verwöhnt und aufs herzlichste willkommen geheißen werden. Je umfassender eine Rückkehr zum bisherigen Service möglich ist, desto attraktiver werden Hotelaufenthalte auch wieder für Reisende. Jede Einschränkung der gewohnten Annehmlichkeiten wird seitens der Gäste vermisst und somit eingefordert. In diesem Dilemma zwischen Service und Wirtschaftlichkeit, die durch mehr Personaleinsatz wegen der neuen Hygiene- und Abstandsregelungen gefährdet ist, befindet sich derzeit jedes offene Hotel“.

Ebenso wurde die Gewichtigkeit der Wiederaufnahme des Veranstaltungsbetriebes thematisiert. Beim Vorort-Termin wurde dem Minister ein durchdachtes Konzept für Veranstaltungen mit kontaktreduziertem Check-In, Teilnehmerregistrierung und Leitwegesystem vorgestellt. Die Mehrheit der Hotels der Munich Hotel Alliance verfügen über Tagungsräume, einige Hotels über angegliederte Konferenzzentren sowie über Ballsäle.

Birgit Häffner, Sprecherin Munich Hotel Alliance, hierzu: „Gruppenanfragen mehren sich, ebenso Anfragen, ob und wie Tagungen wieder möglich sind. Viele Veranstaltungen sind bereits seit einem Jahr geplant. Die Abstandsregeln schränken die Kapazitätsmöglichkeiten erheblich ein. Dennoch benötigen wir die Zusage der Politik, Tagungen in den Hotels ab dem 30. Mai durchführen zu können. Ohne diese wichtige Säule des Geschäftsbetriebs befürchten wir weitere empfindliche Verluste und eine Insolvenzwelle in der Hotellerie. Die Munich Hotel Alliance sieht sich verpflichtet, mit ihrem praktischen Know-how bei der Erarbeitung eines Konzeptes zu unterstützen und zu beraten. Wir sind bereit, die Ausarbeitung der neuen Regeln für die Hotellerie in Bayern Kraft unserer Erfahrung mitzugestalten.“


Alle Vorbereitungen zur Wiedereröffnung getroffen: Deutsche Hospitality-CEO Thomas Willms bei der Hände-Desinfektion im Steigenberger München.

Lese-Tipp: Ebenfalls in München präsentierte Steigenberger-CEO Thomas Willms am Donnerstag das Hygiene-Konzept seiner Gruppe.

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