Interview mit Cord Glantz von GeplanHerausforderungen beim H4-Hotel

Cord Glantz, Inhaber und Geschäftsführer von Geplan Design. (Bild: Geplan)

In Gladbach ist für die Fußballfans der Fohlen-Elf ein neues Hotel entstanden. Für das Interior Design zeichnet Geplan verantwortlich. Cord Glantz über das Projekt und ob sich auch Fans anderer Mannschaften dort wohlfühlen können.

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Hotel+Technik: Herr Glantz, was waren die Vorgaben seitens der Auftraggeber des H4-Hotels in Gladbach?

Cord Glantz: Es gab von Borussia keine konkreten Vorgaben. Es sollte ein Hotel werden, mit dem sich Fußballfans identifizieren können. Wir haben uns dann intensiv mit dem Verein, der Geschichte und dem Thema Fußball beschäftigt.

Welche besonderen Herausforderungen galt es zu bewältigen?

Das gesamte Gebäude ist um acht Grad geneigt. Damit liegen die Installationsschächte nicht mehr übereinander. Wir mussten also in den Bädern die Entwässerung so verziehen, dass wir das eben jeweils nicht direkt darunterliegende Bad getroffen haben. Das ist uns über ein Fertigteil gelungen, das die Toleranzen ausgleichen kann. Es ist aus Kunststein und trennt das Bett vom Bad. Auch die Verdunkelung musste an den geneigten Fassaden besonders gelöst werden. Die eingebauten Rollo-Anlagen sind über vier Meter breit und werden seitlich geführt.

Fühlen sich Anhänger anderer Vereine in dem Hotel auch wohl?

Ja, auch andere Fans kommen auf ihre Kosten, weil wir ein Fußballhotel gestaltet haben. Die gesamte Einrichtung ist zwar an die Logofarben von Borussia Mönchengladbach angelehnt, und selbstverständlich erscheinen an vielen Stellen das Logo und Bilder der Spieler; die Zimmer greifen jedoch insgesamt klassische Fußballthemen auf: die gelbe und rote Karte als Lichtfarben in den Bettseitenleuchten, Umkleidebänke, die als Garderobe und Kofferbock dienen, Betonwände, die  Stadionatmosphäre aufkommen lassen und eine großzügige offene Dusche, die an eine Mannschaftsdusche erinnert.

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