Hoteliers und ihr Lieblingsplatz Ingo C. Peters, Vier Jahreszeiten Hamburg

Die Jahreszeiten Bar hat einen hohen sentimentalen Stellenwert für Hoteldirektor Ingo C. Peters. (Bild: Mareike Knewitz)

Ob zum Runterkommen, als Inspiration oder als Rückzugsort: Jenseits der klassischen Büroräume gibt es in jedem Hotel besondere Winkel und ­Nischen, die zu Lieblingsplätzen avancieren können – wo auch immer, wann auch immer. Ingo C. Peters, geschäftsführender Direktor im Hotel Vier Jahreszeiten Hamburg, über seinen Ort der Erinnerungen.

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Versteckt hinter einer antiken Holztür, direkt neben dem Eingang des Vier Jahreszeiten in Hamburg, liegt dieser besondere Ort des Hotels am Jungfernstieg. Wer aus der hellen Lobby die Jahreszeiten Bar betritt, befindet sich sofort in einer anderen Welt. Hier ist der Lieblingsplatz von Hoteldirektor Ingo C. Peters. Auch tagsüber stört nur wenig Licht die geheimnisvolle Atmosphäre der in dunklen Tönen gehaltenen Bar. Über den Köpfen der Gäste beeindruckt eine Decke aus dem 15. Jahrhundert, die ehemals eine venezianische Kirche zierte. Die Sitzgelegenheiten im hinteren Teil der Bar sind Rückbänke aus einem Rolls-Royce. „Die Elemente des Interiors erzählen jedes für sich eine eigene Geschichte“, betont Ingo C. Peters.

Für Peters hat die Bar vor allem sentimentalen Wert. Denn bis 1975 war sie das Büro des Eigentümers Fritz Haerlin: „Hier habe ich meine ersten Gehversuche im Cocktailmixing und Bartending gemacht.“ Bevor die Bar öffnet, trifft er sich dort gern, um vertrauliche Gespräche zu führen. „Dann sitze ich meist auf der gemütlichen Rolls-Royce-Rückbank.“ Auch mit den heutigen Eigentümern Kurt und Klaus Dohle trifft er sich gern an diesem Ort jenseits der Zeit auf ein Glas Ruinart Rosé, seinen Lieblingschampagner – zum Beispiel, wenn es einen guten Quartalsabschluss zu feiern gibt.

„Am liebsten würde ich hier noch einmal mit Sophia Loren sitzen. Sie war bei uns Stammgast, kommt aber nicht mehr so häufig“, bedauert Ingo C. Peters. Einmal wurde extra für sie ein Badezimmer in eine Küche umgebaut, damit sie für Carlo Ponti Spaghetti kochen konnte. „Ich habe vor vielen Jahren mit ihr in dieser Bar gesessen. Das war eine ganz tolle Begegnung“, erinnert er sich. „Wenn ich das noch einmal wiederholen könnte, würde ich mich sehr freuen.“

Mareike Knewitz


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