Hotel-Überfall Was den Tätern an Haftstrafen blühen kann

Symbolbild (Bild: Fotolia)

Ein Hotelüberfall mit Schusswaffen ist längst keine Seltenheit mehr, erst vor wenigen Tagen wurde eine Mitarbeiterin in Lübeck mit vorgehaltener Waffe zur Herausgabe von Bargeld gezwungen. Wenn aber die Täter von der Polizei erfasst und vor Gericht gestellt werden, ist das Strafmaß keinesfalls gering. Das belegt ein aktueller Fall aus Frankfurt.

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Ende Juni ereignete sich folgender Überfall im Ibis Lübeck City: Nach derzeitigem Sachstand hat ein Mann gegen 01:30 Uhr das Hotel aufgesucht und an der Nachtklingel geklingelt. Nachdem die 33-jährige Hotelangestellte dem Unbekannten die Tür öffnete, zog sich dieser eine schwarze Wollmütze über den Kopf und bedrohte sie mit einem schwarzen Revolver und forderte das Bargeld aus der Hotelkasse. Mit einem geringen Bargeldbetrag flüchtete er vermutlich zu Fuß in unbekannte Richtung.

Überfälle dieser Art sind längst keine Seltenheit, allein der Öschberghof in Donaueschingen war in diesem Jahr zweimal Ziel von Überfällen. Dass eine solche Straftat von der Justiz keinesfalls als Kavaliersdelikt eingestuft wird, zeigt nun ein Gerichtsurteil aus Frankfurt. Hier erhielten die Räuber lange Haftstrafen.

Der Haupttäter (26) erhielt rund fünf Jahre, sein 24-jähriger Komplize wurde zu knapp vier Jahren Haft verurteilt. Der Grund: Das Gericht stellte einen besonders schwerem Raub samt gefährlicher Körperverletzung fest, da die Männer zusammen mit einem dritten Täter im Ende  2017 den Portier eines Frankfurter Hotels mit Pfefferspray besprüht und anschließend mit ihrer Beute (1.600 Euro) geflohen sind. Erste deutlich mildere Urteile hatte der Bundesgerichtshof nach Informationen von Hessenschau.de kassiert.

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