Hotelprojekt Hotel auf Hochbunker St. Pauli startet im April 2024

Außenansicht BUNKER
Er soll eine neue Landmark für Hamburg werden: der Hamburger Bunker im Stadtteil St. Pauli. © Planungsbüro Bunker

Rund zehn Jahre lang wurde die Aufstockung des Weltkriegsbunkers im Hamburger Stadtteil St. Pauli geplant und schließlich umgesetzt. Nun steht der Zeitplan zum Start.

Nach etwa zehn Jahren Planungs- und Bauzeit für die Begrünung und die Aufstockung des Bunkers am Heiligengeistfeld in Hamburg sind die Arbeiten nun weitgehend abgeschlossen. Im Frühjahr 2024 sollen nun Hotel, Gastronomie und Dachgarten eröffnet werden, wie die Betreiber in Hamburg sagten. "Es geht im April los. Es wird sehr bunt, sehr kreativ. Musik wird ein Riesenthema", sagte Marek N. Riegger, Geschäftsführer der RIMC Hotels & Resorts bei einer Führung durch den Bunker. Der Start sei für die erste April-Woche geplant.

Was steckt hinter dem Hotel-Konzept?

Der 38 Meter hohe Flakbunker war in den vergangenen Jahren um fünf weitere Etagen erhöht worden. Dort bietet das Hotel Reverb by Hard Rock Hotel dann 134 Zimmer mit Ausblick über die Hansestadt. Im September 2021 hatte die RIMC Gruppe die Ausschreibung für den Betrieb eines Hotels gewonnen und bringt nun erstmalig das Reverb-Konzept nach Europa.

Neben regulären Hotelzimmern wartet das Hotel mit einer Besonderheit auf: Einige der Zimmer werden als Unterkünfte für Stipendiaten und Künstler zur Verfügung gestellt. Das Designkonzept der Zimmer vereint die „grüne Seele“ des Dachgartens mit smarter Technologie: Über intelligente Sprachassistenten in jedem Zimmer können Gäste Ausgehtipps abrufen, die Lichtstimmung im Zimmer regulieren, Playlists und Entertainment-Programme ansteuern oder frische Handtücher ordern. Von Fans inspirierte Kunstwerke und übergroße Smart-TVs sollen den Rock´n´Roll-Lifestyle in jeden Raum bringen.

Neben dem Hotelbetrieb sind fünf weitere Outlets auf dem Bunker St. Pauli geplant, die sowohl für Hotelgäste als auch für andere Besucher zugänglich sein werden: ein Hauptrestaurant, eine Bar mit Restaurant- und Private-Dining-Bereich, ein Coffeeshop, ein Pop-up-Gastroangebot auf dem Dach sowie ein Rock Shop.

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    Zimmer im Bunkerhotel
    © RIMC
    Die RIMC holt das in Atlanta/USA bereits sehr erfolgreiche Konzept damit nun erstmalig nach Europa.
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    Check-In Terminals im Bunkerhotel
    © RIMC
    Der Check-in Bereich im Hotel.
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    Rock Shop im Bunkerhotel
    © RIMC
    Der etwas andere Rock Shop – dort gibt es Souvenirs für alle.
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    La Sala im Bunkerhotel
    © RIMC
    Das Hauptrestaurant La Sala soll ein großes Wohnzimmer für Hamburg werden.
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    Karo&Paul im Bunkerhotel
    © RIMC
    Chillige Atmosphäre in den Gastro-Outlets.
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    Karo&Paul im Bunkerhotel
    © RIMC
    Buntes Design im Karo & Paul.
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    Das Karo & Paul im Bunker Hotel
    © RIMC
    Das Restaurant Karo & Paul: Der Name ist eine Hommage an die benachbarten Stadtteile Karoviertel und St. Pauli.
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    Karo&Paul im Bunker Hotel
    © RIMC
    Karo & Paul – Baratmosphäre auf drei Ebenen.
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    Constant Grind im Bunker Hotel
    © RIMC
    Constant Grind – der Coffeeshop über den Dächern der Stadt.
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    Zimmer Bunkerhotel
    © RIMC
    Das Hotel wird 134 Zimmer und Suiten umfassen.

Bergpfad führt um den Bunker

Der Bunker hat vor allem als "grüner Bunker" national und international Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Rund um den viereckigen Koloss ist ein sogenannter Bergpfad gebaut und begrünt worden. Auch auf dem Dach gibt es einen großen, 1.400 Quadratmeter großen Garten für alle. Die Dach- und Fassadenbegrünung des Weltkriegsgebäudes gilt als natürliche Klimaanlage. Das landschaftsarchitektonische Pionierprojekt wird auch wissenschaftlich betreut. Außerdem ist Platz für einen Gedenk- und Informationsort rund um die Geschichte des Bunkers geschaffen worden.

Rund 60 Millionen Euro sollen die Aufstockung auf 58 Meter und die Begrünung des Kolosses gekostet haben, wie der private Bauherr zuletzt mitteilte. sar/dpa