Nach jahrelangem Streit muss das Hotel in Berlin sein Wahrzeichen nun doch nicht überstreichen. Darauf hat sich der Hauseigentümer mit den Behörden geeinigt.
Zwischen der Bezirksbürgermeisterin von Charlottenburg-Wilmersdorf, Kirstin Bauch (Bündnis 90/Die Grünen), dem Gebäudeeigentümer Alexander Skora und dem Eigentümer des Gemäldes auf der Hausfassade, Alan Wolan, hat es ein Gespräch gegeben. Wie eine Pressesprecherin des Hotels mitteilte, wird Hauseigentümer Skora künftig die Kosten für Nacharbeiten an dem Kunstwerk übernehmen.
Damit kann das Hotel sein bekanntes Wahrzeichen behalten. Das Kunstwerk mit dem Schriftzug "Happy go lucky hearts" hatte der irische Künstlers Dom Browne gemalt. Es ist mittlerweile über die Hauptstadt hinaus bekannt und beliebtes Fotomotiv bei vielen Berlin-Besuchern. Das Kunstwerk stehe für Freiheit, Weltoffenheit und Toleranz.
Der lange Streit begann 2016
Erst im Mai hatte das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg entschieden, dass die bunte Fassade beige oder grau überstrichen werden muss. Das Gericht hatte damit ein Urteil des Verwaltungsgerichts Berlin vom März bestätigt. Der Rechtsstreit hatte schon 2016 begonnen. Zuvor hatte Skora die Hausfassade teilweise bemalen lassen, weil dort noch der Name des früheren Hotels zu sehen war.
Daraufhin stuften die Behörden den Schriftzug als nicht genehmigte Werbung ein. Das Amt forderte Skora auf, die Fassade neu zu gestalten. Daraufhin bemalte Browne die Fassade großflächig. Der Rechtsstreit begann erneut. Inzwischen hat der amerikanische Geschäftsmann Alan Wolan die Rechte an dem Kunstwerk gekauft. Dieser drohte mit einer Schadensersatzklage, sollte die Fassade überstrichen werden.
Hotelbetreiber wollen Kunstwettbewerb ausrufen
Die Betreiber des Hotels, das Ehepaar Dirk und Nicole Jochheim, wollen zusammen einem Künstlerkollektiv einen Kunstwettbewerb ausrufen, bei dem sich Berliner Künstler und Künstlerinnen, Kunststudenten und Kunstschüler bewerben können. Im Herbst dürfen die Sieger und Siegerinnen ihre Werke dann im Hotel ausstellen. Die Erstplatzierten dürften künftig bei der Gestaltung des Hauses mitwirken. red/sr