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StartPeople & BrandsBrandsTraube Tonbach feiert Richtfest: Wiedereröffnung im Frühjahr 2022 geplant

Traube Tonbach feiert RichtfestWiedereröffnung im Frühjahr 2022 geplant

Anfang 2020 brannte es in Tonbach. Binnen einer Nacht ging das historische Stammhaus der Traube Tonbach inklusive Dreisterne-Restaurant „Schwarzwaldstube“, dem Einsterne-Restaurant „Köhlerstube“ und der „Bauernstube“ in Flammen auf (wir berichteten). Nun läutete das Richtfest den Endspurt der Bauarbeiten ein. Im Frühjahr 2022 soll die Wiedereröffnung erfolgen.

„Als wir vor eineinhalb Jahren vor den Trümmern unseres historischen Stammhauses standen, entbehrte es sich jeglicher Vorstellung, wie und wann es weitergehen soll. Eines wussten wir aber sofort: Es würde ein großer Kraftakt werden“, sagt Heiner Finkbeiner in seiner Dankesrede zum Richtfest. „Dank des unermüdlichen Einsatzes so vieler Menschen, die den Weg in die Zukunft mit uns eingeschlagen haben, stehen wir nun hier – vor dem fast abgeschlossenen Rohbau. Voller Vorfreude und Zuversicht hier schon bald ein neues Zuhause für unsere Restaurants eröffnen zu können.“

Rohbauarbeiten starteten vor neun Monaten

Vor neun Monaten fiel der Startschuss für die Rohbauarbeiten des Dreigiebelbaus, wo einst das alte Stammhaus stand. Bis dahin sei es ein langer Weg gewesen, so Finkbeiner. Von den Abbruch- und Aufräumarbeiten nach dem Brand durch eine Spezialfirma, über die Ideen- und Abstimmungsphase bis zur Baugenehmigung für den jetzigen Neubau. Den Zuschlag für den Entwurf des neuen Gebäudes erhielt die Architektenpartnerschaft ARP Stuttgart. Der Hotelier dankte stellvertretend den federführenden Architekten Egon Bermayer und Andrea Kaltwasser für „ihren kreativen Geist, ein neues Gebäude zu erschaffen, in dem noch viele Generationen Heimat finden sollen.“

Zahlen zum Bauprojekt

Für die Bauleitung ist nach Hotelangaben der Baiersbronner Architekt Rainer Günter, verantwortlich, seinerseits baulicher Berater der Traube Tonbach seit über 30 Jahren. Günter verdeutlichte in seiner Rede zum Festakt die Ausmaße des Großprojekts anhand einiger Zahlen und Fakten. Für die Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten werden demnach rund 40 Kubikmeter heimisches Bauholz und 36.000 Stück Biberschwanz-Tonziegel verbaut sowie acht Kilometer Elektroleitungen verlegt.

Entstehen würden über 420 Quadratmeter neue Restaurationsfläche, aufgeteilt auf drei Restaurants im Erdgeschoss sowie einen Veranstaltungsraum mit beidseitigem Ausblick auf den umliegenden Schwarzwald im Obergeschoss. In etwa ebenso viel Fläche werde den drei neuen Profiküchen inklusive Vorbereitungsküchen und Patisserie zugedacht. Zusätzlich seien diverse Empfangs- und Aufenthaltsbereiche, Personal- und Büroräume, Kühl- und Trockenlager sowie über 200 Quadratmeter Sonnenterrassen geplant.

Dorfplatz in Planung

Auf Wunsch von Renate Finkbeiner sei auch ein Dorfplatz vorgesehen. „Unser Anspruch ist, ein neues Haus für alle zu schaffen – für unsere Stammgäste ebenso wie für neue Gäste, die uns erst entdecken. Der Neubau soll einladen und viel Einblick gewähren, aber die angestammte Aufteilung vom alten Stammhaus wird im Inneren einen hohen Wiedererkennungswert schaffen“, sagte die Seniorchefin. „Wichtig ist uns, dass das Gebäude authentisch wirkt und sich möglichst nahtlos in die bestehende Wohnbebauung einfügt. Kein Kunstobjekt, sondern etwas von hier. Dafür nutzen wir für die schwarzwaldtypische Verkleidung der Fassade rund 900 Quadratmeter Holzschindeln aus Lärche, die vorpatiniert sind, um angegraut und nicht neu auszusehen.“

Richtfest

Im Mittelpunkt des Festakts stand der Richtspruch durch den ersten Zimmermann sowie  das Anbringen eines geschmückten Bäumchens auf dem Dachfirst des Neubaus. Heiner Finkbeiner bedankte sich bei den Handwerkern, Ingenieuren und Planern der rund 20 am Bau beteiligten Fachbetriebe für das „bisherige großartige Gelingen“. Als Berater und Wegbegleiter waren Vertreter der Gemeinde Baiersbronn, des Landratsamts, des Bauamts und Ordnungsamts sowie der zuständigen Freiwilligen Feuerwehren und alle Anwohner geladen.

„Das alles während einer Pandemie umzusetzen war Fluch und Segen zugleich“, sagte Finkbeiner. Einerseits mussten strenge Hygieneauflagen berücksichtigt werden, andererseits sei die zeitliche Flexibilität durch die zeitweilige Schließung des Hotels etwas größer gewesen, erklärt er weiter. Besonderen Dank richtete der Hotelier abschließend an seine Mitarbeiter sowie die Anwohner in Tonbach für das entgegengebrachte Verständnis für das Großbauprojekt mitten im Ort. „Wir als Familie erbringen nur einen kleinen Teil des großen Ganzen. Wir sind dankbar für die Loyalität und bedingungslose Mithilfe aller Beteiligten“, so der Bauherr.

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