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StartCoronakrise"Gebt uns eine Chance!": Hotelgruppen veröffentlichen Hilferuf per Zeitungsanzeige

"Gebt uns eine Chance!"Hotelgruppen veröffentlichen Hilferuf per Zeitungsanzeige

Mit zwei ganzseitigen Zeitungsanzeigen wollen mehrere Hotel- und Gastronomieunternehmen, Dehoga und IHA auf die weiterhin dramatische Lage in der Branche aufmerksam machen. Sie weisen auf das „Sonderopfer für die Allgemeinheit“ hin und bitten die Politik um die dringend notwendigen Entschädigun­gen.

Nach der Pressekonferenz in der vergangenen Woche, in der Vertreter der großen deutschen Hotelgesellschaften ihre Kritik an der Corona-Strategie der Politik dargelegt haben (wir berichteten), haben sich nun auf Initiative des Dorint Aufsichtsratsvorsitzenden Dirk Iserlohe 26 Unternehmen des Gastgewerbes zusammengeschlossen und zwei ganzseitige Zeitungsanzeigen in „Welt“ und „FAZ“ veröffentlicht. Iserlohe habe das Anzeigenmotiv selbst entwickelt, sich um die Finanzierung der beiden Seiten gekümmert und die Hotel- und Gastronomieunternehmen akquiriert, heißt es von Seiten des Unternehmens.

Abgebildet sind die Gesichter von den drei bekannten Köchen Mario Kotaska (links), Johannes King (mitte) und Nelson Müller (rechts), der Text richtet sich an die Bundeskanzlerin sowie die Ministerpräsidenten. Hier können Sie die komplette Anzeige herunterladen.

Hospitality-Branche „am härtesten betroffen“

Unter anderem heißt es dort, dass die von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier erhoffte Erholung der Wirtschaft zwar deutschland- wie weltweit Fahrt aufgenommen habe, dennoch sei die Pandemie im vollen Gange und treffe weiterhin die Branchen „am härtesten, die zur Infektionsentwicklung na­hezu überhaupt nicht beitragen“, insbesondere die Hotellerie und Gastronomie. „Wir, die Gastgeber, sind Deutschlands Visitenkarte und prägen nach wie vor die Innenstädte – wie der Einzelhandel – maßgeblich mit. Doch unsere Branche leidet Not. Sie droht an dem seit dem 2. November 2020 verhängten und weiteren Lockdown zu zerbrechen.“

Unwiederbringliche Verluste

Auch die Finanzhilfen werden in der Anzeige thematisiert: „Selbstverständlich erkennen wir an, dass die Bundesregierung vielen Unternehmen mit wirksamen Unterstützungen geholfen hat. Allerdings müssen die finanziellen Hilfen dem Gleichbehandlungsgrundsatz unterliegen. Je größer das Unternehmen, desto größer die Verluste, aber umso kleiner die aktuellen Förderungen. Deshalb stehen sehr viele Familien- und Traditionsunter­nehmen dennoch vor unerhörten und unwiederbringlichen Verlusten, die als Sonderopfer angesehen und ausgeglichen werden müssen! Die im Grundgesetz verankerten Rechte, wie Gleichheit und das Recht zur Berufsausübung, sind auch in außergewöhnlichen Situationen zu schützen.“

Und weiter: „Wir, die dem Standort Deutschland stets treu verbun­den sind und ein Sonderopfer für die Allgemeinheit leisten, brauchen die gebotenen Entschädigun­gen und – sofern diese noch nicht ausgezahlt sind – einen Insolvenzschutz. Deshalb bitten wir Sie, über die notwendigen Maßnahmen zum Schutze der Gesundheit, unsere system­relevante Branche nicht zu vergessen! Wir wollen überleben!

Die beteiligten Unternehmen

An der Aktion beteiligt sind Victor’s Residenz Hotels, die Leonardo Hotels, der Öschberghof, die Halbersbacher-Hotels, die Achat Hotels, das Kameha Hotel in Bonn, die H-Hotels, der Europapark, die Althoff Hotels, die HRG Hotels, das Hotel Bareiss, die Trip Inn Hotels, das Hotel Weissenhäuser Strand, Bierwirth & Kluth, Essential by Dorint, Block House, der Dehoga Bundesverband, der Hotelverband Deutschland IHA, die Dorint Hotels & Resorts, die Novum Hotels, Fair Job Hotels, die Centro-Hotel-Group, die Ninenty-Nine-Hotels, die Lindner Hotels, die Georgeous Smiling Hotels sowie die Invite Group.

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