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Start Management Erstes Quartal 2021: Hotelinvestmentvolumen um rund die Hälfte zurückgegangen

Erstes Quartal 2021 Hotelinvestmentvolumen um rund die Hälfte zurückgegangen

Das Transaktionsvolumen bei Hotelimmobilien summierte sich nach Angaben von Colliers International im ersten Quartal 2021 auf rund 500 Millionen Euro. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von etwa 50 Prozent. Die mit Abstand größte Einzeltransaktion im bisherigen Jahresverlauf war der Verkauf der Villa Kennedy in Frankfurt am Main.

In den ersten drei Monaten im Jahr 2021 wurden nach Angaben von Colliers International Hotelimmobilien im Wert von 493 Millionen Euro gehandelt. Das Ergebnis liegt knapp 52 Prozent unter dem Wert aus dem Vorjahr, in dem Hotels im Wert von über einer Milliarde Euro verkauft wurden. Dies bestätigen auch das Immobilienberatungsunternehmen Cushman & Wakefield.

Verglichen mit den letzten drei Monaten des Vorjahres, konnte das Transaktionsvolumen aber um knapp 44 Prozent gesteigert werden, wie Colliers mitteilt. Der Anteil von Hotelimmobilien am gesamten gewerblichen Transaktionsvolumen lag, wie schon im ersten Quartal 2020, bei sechs Prozent. Circa 43 Prozent des Transaktionsvolumens entfielen auf Portfoliotransaktionen. Im Auftaktquartal des Vorjahres waren es noch 59 Prozent.

Hälfte des Transaktionsvolumens entfällt auf Viersternehotels

Die meistgehandelten Objekte waren nach Angaben von Colliers Viersternehotels, mit einem Marktanteil von etwas über 50 Prozent. Dahinter folgen mit rund 21 Prozent Hotels der Dreisterne-Kategorie, mit 19 Prozent Hotels der Fünfsterne-Kategorie. Hierzu merkt Colliers jedoch an, dass ausschließlich der Verkauf der Villa Kennedy (wir berichteten) dazu beigetragen habe, so dass der hohe Anteil nicht als zunehmende Attraktivität von Fünfsternehotels interpretiert werden sollte. Der Anteil von Boarding Houses beträgt sechs Prozent. Im Gesamtjahr 2020 lag der Anteil noch bei über acht Prozent.

“Die Assetklasse Hotel bleibt weiter eine herausfordernde. Zwar hat sich das Ergebnis gegenüber dem Schlussquartal des vergangenen Jahres gesteigert, aber der Hotelinvestmentmarkt ist immer noch weit von seinem Vorkrisenniveau entfernt”, sagt René Schappner, Head of Hotel bei Colliers. “Qualitativ hochwertige Objekte in sehr guten Lagen mit solventen Betreibern, optimalerweise mit guten Drittverwendungsmöglichkeiten, sind am Markt weiterhin sehr fungibel. Ansonsten beobachten wir Preisabschläge von bis zu 25 Prozent am Markt. Der Markt für Hotelinvestments im Allgemeinen war in den ersten drei Monaten des Jahres sehr ruhig. Nur 27 Objekte wurden gehandelt.”

Verkauf der Villa Kennedy

Die Villa Kennedy zählt zu den größten Transaktionen im ersten Quartal 2021. Sie wechselte für einen Preis im oberen zweistelligen Millionenbereich den Besitzer. (Bild: Rocco Forte Hotels )

Die größte Einzeltransaktion im bisherigen Jahresverlauf war der Verkauf der Villa Kennedy in Frankfurt am Main, die die DIC Asset AG an Conren Land verkauft hat (wir berichteten).

Nachfrage nach Core-Produkten steigt

Core-Produkte waren von Januar bis März mit einem Marktanteil von circa 38 Prozent die am meisten gehandelte Risikoklasse. Die in der jüngeren Vergangenheit seltener gehandelten Developments/Refurbishments nehmen mit etwas über 30 Prozent Marktanteil den zweiten Platz ein. Dahinter folgen mit 23 Prozent Objekte der Risikoklasse Core Plus. “In der beständigen Nachfrage nach Core-Hotelimmobilien spiegelt sich der Wunsch der Investoren nach möglichst sicheren Investments wider”, erklärt Schappner.

Markt von nationalen Investoren geprägt

Übereinstimmend kommen Colliers und Laut Cushman & Wakefield auch zu der Einschätzung, dass der Markt nationaler wird. Der Großteil der Investoren seinen deutsche Anleger mit einem Anteil von rund 80 Prozent des Transaktionsvolumens. Dies sei laut Colliers auch auf die anhaltenden Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie zurückzuführen. Institutionelle Anleger stellten mit 49 Prozent die führende Anlegerklasse dar, gefolgt von Privatinvestoren / Family Offices (28 Prozent), Immobiliengesellschaften (19 Prozent) und Hotelbetreibern (fünf Prozent). Die durchschnittliche Einzeltransaktionsgröße lag bei 29 Millionen Euro.

Ausblick für 2021

Colliers schätzt, dass angesichts der anhaltenden dritten Pandemiewelle, und den damit verbundenen Infektionsschutzmaßnahmen, das Geschäftsumfeld für die Hotellerie anhaltend schwierig bleibt. Dem schließt sich auch Setafn Giesemann, Head of Hospitality Germany & Austria bei Cushman & Wakefield, an: “Eine Prognose für die kommende Monate ist aufgrund der aktuellen Unsicherheiten nur schwer zu treffen. Produkte im Markt zum Kauf bleiben rar gesät und klassische Vermarktungsprozesse machen aufgrund der limitierten Anzahl an aktiven Investoren nur wenig Sinn. Es wird damit sehr wahrscheinlich bei Off-Market-Transaktionen bleiben.”

Und weiter sagt er: “Viele der kapitalstarken Eigentümer sind zudem nicht gewillt oder nicht gezwungen, ihre Hotelimmobilien in der jetzigen Zeit für einen Preisabschlag zu veräußern. Die Regierungshilfen zeigen auch langsam ihre Wirkung und einige Betreiber konnten ihre Liquiditätssituation erheblich verbessern.”

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