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StartHotel+TechnikGastrotechnikMinibar::Ein Service unter der Lupe

MinibarEin Service unter der Lupe

Welche Getränke gehören in die Minibar und wie viel darf eine Flasche Bier kosten? Um das herauszufinden, hat Top hotel eine Online-Umfrage durchgeführt, an der 140 Personen teilnahmen.

Mineralwasser, Softdrinks und Bier: Das sind die Getränke, die in einer Minibar keinesfalls fehlen dürfen, sind diese doch der Umfrage nach die Top-3-Bestseller. Dabei steht Mineralwasser als meistverkauftes Getränk bei 56,5 Prozent der Befragten auf Platz 1, gefolgt von Bier, das bei 36,5 Prozent auf Rang 2 liegt. Mit 30,3 Prozent nehmen Softdrinks den dritten Platz ein. Zusätzlich werden oft Wein, Sekt, Spirituosen und Energydrinks angeboten (sh. Grafik). Als Alternative zum konventionellen Angebot wird der Gast in einigen Hotels auch mit Cocktails, Champagner, Säften oder Eiskaffee in der Minibar überrascht. Auch Wellnessdrinks kommen zum Einsatz.

Neben den Standard-Snacks wie Schokolade (83,7 %), Chips (76,9 %) sowie ­Gummibärchen (34,6 %) werden verschiedene Nuss-Sorten – überwiegend Erdnüsse, Müsli- und Energy-Riegel oder Frucht- und Nuss-Mischungen angeboten. Auch Kekse oder Leckereien wie Giotto können das Snack-Angebot bereichern. Um zum einen die Minibar noch attraktiver zu gestalten und zum anderen dem Umwelt-Gedanken gerecht zu werden, bestücken Hoteliers ihre Minibars zunehmend mit regionalen beziehungsweise außergewöhnlichen Produkten. Dazu gehören selbstgebraute oder regional erzeugte Biere ebenso wie Regioweine, regionale Knabbereien und Spreewaldgurken bis hin zu Fair Trade-Produkten oder exotischen Leckereien.

Von den Gästen ausgetrickst

Viele Hoteliers hatten 2013 neben ­einem stagnierenden (54,5 %) beziehungsweise schlechteren (32,1 %) Umsatz im Vergleich zu 2012 zunehmend mit Betrug zu kämpfen. In den meisten Fällen tricksten die Gäste und gaben ihren tatsächlichen Verzehr nicht an. Bei 62,2 Prozent der Befragten blieb die Zahl dieser Fälle gleich. 24,3 Prozent sind dagegen vermehrt davon betroffen. Zwar bleiben 46,7 Prozent der Befragten vom Phänomen des Getränkeumfüllens verschont, doch stellen 41 Prozent eine Stagnation und 12,4 Prozent eine Zunahme der Fälle fest. Von anderweitigen Betrugsfällen sind laut Umfrage nur 12,4 Prozent vermehrt und 25,8 Prozent in gleichbleibendem Umfang betroffen. 61,8 Prozent hatten ehrliche Gäste.

Bei einem Großteil der Befragten (91,4 %) sind alle Zimmer des Hauses mit einer Minibar ausgestattet – in 53,6 Prozent der Fälle handelt es sich dabei um Geräte mit einem Fassungsvermögen von 30 Litern. Jeweils 4,3 Prozent der Teilnehmer bieten eine Minibar nur in 75 Prozent beziehungsweise nur in bis zu 50 Prozent ihrer Zimmer an.

Neue Wege gehen

Für viele ist die Minibar aus dem Hotelzimmer nicht wegzudenken, sie gehört zum Service eines guten Hauses. Einige Hotels gehen jedoch andere Wege wie das Frankfurter Marriott. »Hotelminibars werden aufgrund der Preisstruktur und des limitierten Angebots von unseren Gästen immer weniger genutzt. Daher haben wir uns für ein völlig neues Konzept entschieden: Statt einer Minibar gibt es in allen Zimmern unseres Hotels einen kleinen Kühlschrank mit nur zwei großen Flaschen Mineralwasser – mit und ohne Kohlensäure – zu günstigen Preisen«, erklärt General Manager Hansjörg Hefel. »Statt der limitierten Auswahl in der Minibar bieten wir im 24-Stunden-Shop direkt im Hotel ein großes Angebot an unterschiedlichsten Artikeln: Neben Getränken und Snacks können die Gäste hier auch Hygieneartikel, Krawatten und kleine Frankfurter Souvenirs erwerben – zu weitaus günstigeren Preisen.«

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