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StartBusiness & ManagementBusinessE-Mobilität::Atrium Hotel Amadeus setzt auf Solar-Carport

E-MobilitätAtrium Hotel Amadeus setzt auf Solar-Carport

Nachhaltig und kostensparend – das Landhotel aus Sachsen-Anhalt macht seine Hotelparkplätze zukunftsfit. Mit im Boot ist ein Münchner Startup.

Hotelgäste haben ganz unterschiedliche Ansprüche – und die beginnen heute schon bei der Mobilität: Die einen wünschen sich überdachte Stellplätze für ihren wertvollen Oldtimer, die anderen brauchen schnelle Ladestationen fürs E-Auto. „Gleichzeitig möchte ich als Hotelbetreiber in Sachen Nachhaltigkeit Zeichen setzen – und die steigenden Energiekosten im Griff behalten“, sagt Benjamin Bachar, Geschäftsführer im Atrium Hotel Amadeus in Osterfeld, Sachsen-Anhalt. Um nun allen Bedürfnissen und Anforderungen gerecht zu werden, hat er in einen Solar-Carport mit 41 Stellplätzen investiert – und spart so langfristig sogar Geld.

Das Atrium Hotel Amadeus im Burgenlandkreis ist ein beliebtes Landhotel. „Wir waren gut ausgelastet, bevor sich im Zuge der Pandemie die Buchungszahlen von jetzt auf gleich halbierten“, erzählt Bachar rückblickend. Das habe ihn gelehrt, kurzfristig flexibel zu planen, aber in längeren Zyklen zu denken. Auf die Wünsche seiner Gäste einzugehen, ist für ihn als Hotelier ohnehin selbstverständlich – und wichtig, um die schwierigen Corona-Jahre zu kompensieren.

E-Mobilität auf dem Vormarsch

Hat Nachhaltigkeit wie Energiekosten im Blick: Benjamin Bachar, Geschäftsführer des Atrium Hotel Amadeus. (Bild: Benjamin Bacher)

„Wir bekamen immer wieder Anfragen von Automobilclubs und Veranstaltern von Oldtimer-Rallyes – sie brauchten aber überdachte Stellplätze zum Schutz der wertvollen Fahrzeuge vor Wetterereignissen und starker Sonneneinstrahlung“, so Bachar. Diese Wünsche konnte er ebenso wenig bedienen wie die der immer zahlreicher werdenden Sommergäste aus Skandinavien, die überdurchschnittlich oft mit E-Autos anreisen. Bis zu sechs Stromer konkurrierten auf dem Parkplatz des Hotels zuletzt um nur drei Ladesäulen.

Um die Jahreswende 2021/2022 stieß Bachar im Internet auf das Münchner Startup Sopago, das modulare Komplettlösungen für Solar-Carport-Systeme entwickelt. Dem Geschäftsführer war schnell klar, dass er damit gleich mehrere seiner Probleme auf einmal lösen würde: Dank des modularen Systems können rasch überdachte Parkflächen geschaffen werden, die klimafreundlichen Solarstrom erzeugen, den flexiblen Ausbau von E-Ladestationen auf derzeit sechs Wallboxen ermöglichen, die Nachhaltigkeit des gesamten Hotelbetriebs erhöhen und rund 60 Prozent seines Strombedarfs aus selbst erzeugter, erneuerbarer Energie decken.

Nach kurzer Diskussion im Unternehmen fiel innerhalb von nur zwei Wochen die Entscheidung für einen Kauf der Anlage. Vom Auftrag an Sopago bis zum Projektstart vergingen nur wenige Tage, der Aufbau erfolgte dann nach Genehmigung des Bauantrags in kürzester Zeit.

Unterschätzt habe er allerdings die Anforderungen an die vorhandene Leitungsinfrastruktur, die für die auf den Carports erzeugten Strommengen aufgerüstet werden musste – und die notwendigen Abstimmungen mit dem örtlichen Netzbetreiber, so Benjamin Bachar. Der Anschluss ans regionale Stromnetz soll nun aber in Kürze erfolgen und der Carport damit den produktiven Betrieb aufnehmen können. Der Strom für die Ladestationen sowie ein großer Anteil am Eigenverbrauch des Hotels wird dann aus regenerativer Sonnenenergie gespeist.

Solar-Vorreiter am Heimatmarkt

Bereits jetzt gut angenommen werden die insgesamt 41 überdachten Stellplätze, von denen heute sechs mit integrierten Wallboxen zum Laden von Elektrofahrzeugen ausgerüstet sind. Weitere können jederzeit problemlos ergänzt werden.

Mit seinem Solar-Carport ist das Atrium Hotel Amadeus in Sachsen-Anhalt zum Vorreiter im Bereich der Stromerzeugung durch Sonnenenergie geworden: In der Region sind bisher vor allem Windräder verbreitet. „Deshalb sind wir stolz darauf, dass wir uns über dieses Projekt im Wettbewerb differenzieren können“, sagt Bachar.

Versorgungssicherheit und Preisstabilität

Sicherheit und Parkkomfort für Kunden oder Gäste sind nur ein Argument, das für eine Bedachung von Stellplätzen spricht“, sagt Harald Baumeister, Geschäftsführer und Mitbegründer von Sopago. „Versorgungssicherheit und Preisstabilität im Hinblick auf den Energiebedarf machen die Baumaßnahme inzwischen auch ökonomisch interessant.“ Die ebenso robusten wie flexiblen und preisgünstigen Holz-Stahl-Konstruktionen können auch große Parkflächen in verschiedenen Durchfahrtshöhen wie ein Carport überspannen, um eine leistungsfähige Photovoltaik-Anlage aufzunehmen. Das System ist im Kauf- oder Mietmodell zu haben – letzteres erwirtschaftet die anfallenden Kosten bereits ab dem ersten Jahr durch den damit erzeugten Strom.


Sopago

Die Sopago GmbH hat sich zum Ziel gesetzt, mit ihrem modularen Solar-Carport-System auf versiegelten Flächen umweltfreundlichen Strom zu erzeugen und damit einen wesentlichen Baustein zur Energiewende beizutragen. Die PV-Lösung richtet sich an Industrie, Handel, Städte und Kommunen mit Parkflächen über 35 Stellplätzen. Mit den Solar Carports erfüllt das süddeutsche Startup auch die Umsetzung anstehender gesetzlicher Forderungen nach erneuerbaren Energien auf Parkplätzen. Die Leistungen von Sopago umfassen die Planung, Entwicklung, Produktion, Vertrieb und die bauliche Umsetzung entsprechender Projekte im Markt.


 

„Die Nutzung großer Photovoltaikanlagen auf Parkplätzen ist inzwischen unverzichtbar, wenn wir unsere strategischen Klima- und Energieziele erreichen wollen“, betont Baumeister ferner. Das Realisierungskonzept der Projektentwickler schließt außer der technischen Expertise auch Bauthemen, Netzprüfung, Eigenverbrauchsoptimierung und die steuerliche Behandlung der Maßnahme ein – und ermöglicht mithilfe eines flächendeckenden Partnernetzwerks die schnelle Umsetzung.

red/brg


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