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StartHotel+TechnikGebäudetechnikDekra-Expertentipp::Sprinkleranlagen auf dem Prüfstand

Dekra-ExpertentippSprinkleranlagen auf dem Prüfstand

Die Vorschriften zum Betrieb von Sprinkleranlagen haben sich verschärft. Zugleich kennen viele Hotelbetreiber die vorgeschriebenen, teils langjährigen Prüffristen nicht. Gerade bei Altanlagen sorgt das für Unsicherheiten, denn Bauteile können sanierungsbedürftig und nur eingeschränkt funktionsfähig sein.

Sprink­ler­an­la­gen sorgen im Brandfall für flä­chen­de­cken­den Ge­bäu­de­schutz in einem Hotel. Generell zu beachten sind bei den Anlagen der baurechtlich vorgeschriebene Nachweis der Betriebssicherheit und Wirksamkeit durch Prüfsachverständige, die versicherungstechnische Bewertung und die Wartung durch Fachfirmen sowie Eigenkontrollen. Darüber hinaus sind aber weitere Untersuchungen notwendig, was von vielen Hotelbetreibern übersehen wird.


Autor

Frank Hoffmann ist Leiter des Fachbereichs Gebäudetechnik bei Dekra.


 

So müssen Sprinkler-Nassanlagen erstmalig nach 25 Jahren und danach alle 12,5 Jahre von Sachverständigen vor Ort überprüft werden, Sprinkler-Trockenanlagen generell alle 12,5 Jahre. Die Fristen können bei leichten Beanstandungen vor einer möglichen Sanierung auf alle 7,5 oder fünf Jahre verkürzt, für die labortechnischen Untersuchungen an Sprinklerköpfen in besonderen Fällen halbiert werden.

Es ist also schwierig, den Überblick zu behalten. Die Prüfung ist nicht nur an „VdS-Anlagen“ durchzuführen, also Anlagen, die von der Versicherung evaluiert werden. Vielmehr unterliegen alle Sprinkleranlagen, auch freiwillig installierte und solche nach DIN, FM Global oder NFPA, dieser Prüfverpflichtung.

Für Bestandsanlagen gelten höhere Anforderungen

Besonders nach Betreiberwechseln oder nach Umbauten stellen Sachverständige Informationsdefizite fest, denn die Vorschriften zum sicheren Betrieb von Sprinkleranlagen haben sich verschärft, und es gelten nun auch für Bestandsanlagen höhere Anforderungen als zum Zeitpunkt des Einbaus der Anlage.

Bei der Inspektion von Sprinkler-Altanlagen werden Rohrleitungen endoskopisch untersucht und die Wanddicken gemessen. Gegebenenfalls muss das Leitungssystem saniert werden. In Stichproben werden zudem Sprinklerköpfe entnommen, die im Labor auf ihre Funktionsfähigkeit geprüft werden. Bei einer zu hohen Ausfallrate muss der Betreiber entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Dekra führt die Überprüfungen zum Beispiel nach VdS 2091 in Zusammenarbeit mit dem akkreditierten Prüfstand für die labortechnische Prüfung von Sprinklerköpfen (nach DIN EN 12259 Teil 1) im Dekra-Labor für Werkstoffprüfung und Schadensanalytik in Saarbrücken durch.

Ebenso müssen Druckbehälter alle fünf Jahre und drucklose Sprinklerbehälter alle 15 Jahre auf Korrosion untersucht werden. Diese Prüfungen dienen dazu, die Wirksamkeit der Löschanlage zu gewährleisten und Wasserschäden durch Rohrbrüche und Leckagen zu vermeiden.


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