Mehrwegpflicht Dehoga will einfachere Rückgaberegeln für Einwegverpackungen

Mehrwegverpackungen für Essen zum Mitnehmen sind für viele Restaurants in Deutschland seit 2023 Pflicht.
Mehrwegverpackungen für Essen zum Mitnehmen sind für viele Restaurants in Deutschland seit 2023 Pflicht. © Olaf Kunz-stock.adobe.com

Die Gastgeber bemängeln, dass es zu viele verschiedene Anbieter an zu wenigen Stellen für die Rückgabe des Mehrweggeschirrs gibt.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband fordert einfachere Rückgabemöglichkeiten bei der Mehrweg-Angebotspflicht für Speisen zum Mitnehmen. Der Dehoga unterstütze die Angebotspflicht und finde sie grundsätzlich gut, sagte der rheinland-pfälzische Dehoga-Präsident Gereon Haumann der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Es gebe jedoch zu wenige Rücknahmestellen für die verschiedenen Mehrweg-Systeme.

"Wenn die Mehrweg-Angebotspflicht dauerhaft Erfolg haben soll, dann muss die Rückgabe so einfach sein wie bei der Rückgabe eines leeren Sprudelkastens", forderte Haumann. "Den kann ich überall zurückgeben. So muss das auch beim Mehrweggeschirr sein." Es gebe jedoch zu viele verschiedene Anbieter an zu wenigen Stellen.

Restaurants, Bistros und Cafés, die Essen und Getränke zum Mitnehmen verkaufen, müssen seit Anfang 2023 außer Einweg- auch Mehrwegverpackungen anbieten - sofern sie Einweg-Verpackungen aus Kunststoff nutzen. Bei Getränken aller Art muss es eine Mehrweg-Alternative geben.

Ausnahmen gelten für kleinere Geschäfte, die nicht größer als 80 Quadratmeter sind und höchstens fünf Beschäftigte haben. Dort müssen Kunden aber die Möglichkeit bekommen, eigene Behälter befüllen zu lassen. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 10 000 Euro. dpa/sr