Das König Ludwig Wellness & Spa Resort im AllgäuZwei Wiedereröffnungen innerhalb von sieben Monaten

Erst im Dezember 2019 hat Florian Lingenfelder das König Ludwig Wellness & Spa Resort nach Umbauarbeiten wiedereröffnet. (Bild: Das König Ludwig Wellness & Spa Resort)

Im Dezember 2019 hat Geschäftsführer Florian Lingenfelder das König Ludwig Wellness & Spa Resort in Schwangau im Allgäu nach Umbauarbeiten wiedereröffnet. Im Interview erzählt er, wie er sich den Re-Start wünscht und welche Wellnessangebote die Gäste erwarten.

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Tophotel: Herr Lingenfelder, wie war das Feedback der Gäste zu den Umbauarbeiten am Hotel König Ludwig?

Florian Lingenfelder: Wir haben die Arbeiten am 19. Dezember 2019 planmäßig fertiggestellt. Hierbei wurden in 11,5 Wochen 30 Zimmer kernsaniert, eine neue Lobby und Eingangsbereich gebaut, alle Allgemeinflächen an den neuen Look angepasst, die Bar erweitert, ein neuer Außenpool und zwei Schwimmteiche errichtet. Wir haben schon ca. acht Monate im Voraus unser Vorhaben an unsere Gäste kommuniziert. Hier war die Vorfreude sehr groß! Es war außerdem für uns eine Bestätigung, dass wir mit unseren Baumaßnahmen auf dem richtigen Weg sind. Ab August 2019 haben wir unseren Entschluss sukzessive in den sozialen Netzwerken verbreitet. Auch hier war die Resonanz großartig. Zur Eröffnung am 20. Dezember kamen viele Stammgäste, die durchweg hellauf begeistert vom Ergebnis waren. Wir sind also sehr glücklich über das positive Feedback. Leider mussten wir das Haus Mitte März mit Bekanntgabe der Allgemeinverfügung schließen. Unsere Reservierung war aber weiter täglich mit einer Person besetzt. Wir haben die Zeit genutzt, um im Haus einige Arbeiten zu erledigen welche im laufenden Betrieb schwierig umzusetzen sind.


Alle Details zu den Umbauten lesen Sie in unserer Hotelreportage.


Schauen Sie eher skeptisch oder hoffnungsvoll in die nahe Zukunft?

Wir werden unser Haus am 30. Mai wiedereröffnen, allerdings mit Einschränkungen. Zum einen sind wir sehr froh dass es wieder weitergeht, zum anderen sehe ich die Einschränkungen für uns als Wellnesshotel als nicht ideal an.

Wie sieht für Sie ein optimaler Hotelbetrieb nach dem Lockdown aus?

Es steht außer Frage, dass wir noch einige Zeit mit Schutzmaßnahmen zu rechnen haben. Dies ist auch in Ordnung und wird den Urlaub auch nicht maßgeblich beinträchtigen. Allerdings ist es für die Ferienhotellerie extrem wichtig, dass die Chancengleichheit in Hinblick auf unsere Nachbarländer gewahrt bleibt. Konkret bedeutet dies, dass wir unsere Betriebe so schnell wie möglich wieder mit unserer vollen Leistung am Markt platzieren können, da ansonsten für uns ein nachhaltiger Schaden entsteht. Hier müsste die Politik einen fairen marktorientierten Weg aufzeigen, der langfristig gilt und somit Gäste und Betriebe konkret planen können.

Spas müssen vorerst geschlossen bleiben. Bieten Sie Ihren Gästen Wellness-Alternativen zum Beispiel draußen an?

Für uns als Wellnesshotel ist es natürlich schlecht, wenn wir unsere Kernleistung und Buchungsgrund nicht anbieten können. Allerdings bietet unser Haus auf dem gesamten Gelände vielerlei Möglichkeiten um unseren Gästen ein Alternativprogramm zubieten. Wir werden so viel es geht im Freien organisieren. Meditationen, Achtsamkeitstraining uvm. stehen hier auf dem Programm. Wir gehen auch davon aus, dass die Gäste aktiver werden. Daher wird unser Radverleih mit Sicherheit stark frequentiert werden.

Erhalten Sie derzeit viele Anfragen von Gästen?

Wir sind zufrieden mit der Anzahl der Anfragen. Allerdings sind die Menschen sehr verunsichert. Wir müssen viel Aufklärungsarbeit leisten, um schlussendlich eine Buchung zu realisieren.

Interview: Mareike Knewitz

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