Strategie COTP Group: Komplexität beherrschbar machen

Erik Florvaag CEO Chocolate on the Pillow Group
„Wir dürfen wachsen, aber müssen nicht“: Erik Florvaag, CEO der Chocolate on the Pillow Group. © www.sroka-foto.de

In sechs Jahren hat die The Chocolate on the Pillow Group ihre Zimmerzahl verdreifacht. CEO Erik Florvaag spricht über Zentralisierung, Konversionen und die Grenzen des Franchisings.

Vor zehn Jahren hätte Erik Florvaag nicht gedacht, dass er einmal sehr intensiv über Zahnputzbecher diskutieren würde. Heute weiß der CEO der Chocolate on the Pillow Group (COTP): Genau diese Detailversessenheit gehört zum operativen Geschäft – „man hinterfragt alles bis ins Detail“. Und sie hat wesentlich dazu beigetragen, dass aus einem denkbar schlecht getimten Deal ein Wachstumsmotor wurde.

Denn ungünstiger hätte der Start kaum liegen können. Zum 1. März 2020 übernahm das Team der heutigen COTP die damalige Betriebsgesellschaft Ghotel Group von Aurelius. Siebzehn Tage später wurde der erste Corona-Lockdown angekündigt – und mit ihm verschwand das eigentliche Geschäftsmodell. „Es baute keiner mehr Hotels“, erinnert sich Florvaag. Der ursprüngliche Plan, primär über eigene Projektentwicklungen zu wachsen, war über Nacht obsolet.

Sechseinhalb Jahre später ist aus der Not eine Strategie geworden – und die Bilanz beeindruckt: Die Gruppe ist in Deutschland und der Schweiz von 17 auf 34 Hotels und von knapp 2.000 auf über 6.000 Zimmer gewachsen – inklusive der noch im Umbau befindlichen Projekte. „In Anbetracht der Gesamtsituation haben wir das Beste daraus gemacht“, sagt er. „Wir haben das Unternehmen reorganisiert, unsere Strategie erfolgreich an die Marktgegebenheiten angepasst, inklusive Rebranding neu positioniert – und sind parallel ­gewachsen.“

Hinter dem Erfolg steht die Kölner Art-Invest Real Estate, eine Tochter der Zech Group, die mit der Übernahme einen alten Eigentümergedanken umsetzte ...

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