Boden und WändeDesign-Highlights im Lighthouse Hotel & Spa

Das Lighthouse Hotel & Spa liegt in Triple-A-Lage zwischen dem Büsumer Museumshafen und der Deichpromenade. (Bild: Jens O. Holthaus (www.dasholthaus.de))

Für das gewisse Etwas in seinem jüngsten Haus an der norddeutschen Küste setzte Investor und Hotelier Jens Sroka auf Feinsteinzeug aus italienischer Herstellung. Im Lighthouse Hotel & Spa Büsum ließ der Heimathafen-Gründer 21 unterschiedliche Fliesenmodelle verbauen.

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Auf einem Filetstück zwischen dem Büsumer Hafen und dem Nordseedeich hat Hotelier Jens Sroka im August sein Lighthouse Hotel eröffnet. Das Haus mit der markanten Fassade, die einer Hafenkante nachempfunden ist, soll nicht das letzte Büsum-Projekt des Investors und Gründers der Heimathafen Hotels sein, der bereits im nahegelegenen St. Peter-Ording mit dem Beach Motel für frischen Wind gesorgt hat.

Im Gegensatz zu den Beach Motels wollte Sroka sein neues Haus etwas erwachsener gestalten, das Design sichtbarer herausarbeiten. Der Werkstoff Feinsteinzeug interessierte ihn in diesem Zusammenhang sehr. Dafür ließ er sich von Tobias Binder und Patrick Baumann im Marazzi-Showroom Hamburg inspirieren. Das Ergebnis zeigt, dass Feinsteinzeug sich längst nicht mehr nur für Küchen und sekundäre Versorgungsbereiche eignet, sondern ein starkes gestalterisches Element in der Raumkonzeption moderner Hotels sein kann.

Auf Basis der erwachseneren Klientel und trotz – oder gerade wegen – des gediegenen Charmes der Hafenstadt hat Sroka in Büsum ein Hotelkonzept entwickelt, das Anmut, Herkunft, Heimat und Stil miteinander vereinen soll. Unmittelbar neben dem mehr als 100 Jahre alten Leuchtturm ist der neue Hotelkomplex entstanden. Zum Hafen hin wurden kleine Häuser mit unterschiedlichen Dachformen gestaltet, in denen unter anderem Geschäfte, eine Kneipe sowie das neue Gastro-Konzept der „Hafenkantine“ untergebracht sind. Rückseitig zum Deich hin bilden mit Klinkern versehene Deichhäuser das Haupthaus des 111 Zimmer und Suiten umfassenden Hotelkomplexes.

Natursteinoptik unterstreicht organischen Charakter

Die bewusst geschaffene Kleinteiligkeit in der Gebäudehülle erzeugt einen organisch gewachsenen Charakter, der sich im Inneren nahtlos fortsetzt. Kein öffentlicher Raum gleicht dem anderen. Jedes der drei Restaurants hat seinen eigenen Stil und jede der 19 Suiten ein eigenes Erscheinungsbild, das gemeinsam mit unterschiedlichen Kooperationspartnern entwickelt wurde.

Die Individualität der 19 Suiten sowie die bewusst fragmentierte Gestaltungsweise des Lighthouse durch die Innenarchitekten von Cosman-Interieur wurde mit 21 unterschiedlichen Produkten von Marazzi unterstrichen.Wichtige Teile des Lighthouse-Konzepts sind der Wellnessbereich und das Spa. Rund um die Saunen, das Liegebecken sowie innerhalb der Spa-Suite entschieden sich die Gestalter von Cosman Interior aus Hamburg für ein Feinsteinzeug im 75-mal-75-Zentimeter-Format in Natursteinoptik. Das Material „MystoneArdesia“ in der Farbe „Cenere“ (italienisch für „Asche“) wurde sowohl für Wände und Böden eingesetzt und verfügt über eine im Nassbereich erforderliche Rutschhemmung. Das Modell „Mystone Ardesia“ ist eine Nachahmung des Natursteins Schiefer, das an das kompakte Erscheinungsbild, die Strukturen und die Farbverläufe von Sedimentgestein in dunklen, eleganten Nuancen anknüpft. „Die taktile Wahrnehmung der Haut, insbesondere mit nackten Füßen, ist bei dieser Fliese besonders sicher und angenehm“, betont Tobias Binder von Marazzi.

Knapp 600 Quadratmeter dieses Materials wurden im Lighthouse verbaut und wurden zum Teil mit „Mystone Lavagna Mosaico 3D“ in der Ausführung 30 mal 30 Zentimeter in Schieferoptik in 3D-Design kombiniert. „Gerade im Kontext indirekter Beleuchtungskonzepte eignen sich die dreidimensionalen Wandfliesen besonders gut“, sagt Patrick Baumann von Marazzi, der das Projekt in der Planungs- und Umsetzungsphase betreute.

Der Spa- und Wellnessbereich wurde mit rutschhemmenden Fliesen sowie 3D-Wandfliesen in Szene gesetzt.

Die Bäder der Hotelzimmer wirken insbesondere durch den Materialmix wertig und wohnlich. Eine schwere Schieferplatte auf einem gusseisernen Gestell bildet den Waschtisch, der durch seine eingesetzten Altholz-Schubladen wirkt wie aus einer längst vergangenen Zeit. Passend dazu inszeniert die sechseckige, ebenfalls rutschhemmende Fliese „Clays Lava“ den Boden. Sie vereint die Ästhetik von Beton mit Cotto-Optik zu einem ausdrucksstarken Materialmix. Die Fliese verfügt wie alle verbauten Produkte über eine Greenguard-Zertifizierung.

In den Hotelbädern ist die sechseckige Fliese „Clays“ in Cotto-Optik verlegt.

Starke Belastbarkeit im hochfrequentierten Bereich

Das Lighthouse in Büsum hat eine besonders hohe Auslastung von teils mehr als 90 Prozent. Bereits in den ersten Wochen nach der Eröffnung freute sich Hotelier Jens Sroka über mehr als 70 Prozent Bettenbelegung. Damit einhergehend sind die Frequenz und die Belastung in den Gastro-Bereichen sowohl während des Frühstücks als auch am Abend extrem hoch. 200 Gäste sowie das Servicepersonal sorgen dort für dauerhafte Belastungen, die elastische Bodenbeläge nur schwer kompensieren können. Keramische Fliesen und Feinsteinzeug, insbesondere solche mit hoher Belastbarkeit, wie die eingesetzten Modelle „D Segni“ verfügen über die Eigenschaften und Facetten eines dafür prädestinierten Bodenbelages.

m hochfrequentierten Restaurant und Frühstücksbereich kamen Modelle der
Serie „D Segni“ zum Einsatz.

Diese Modelle interpretieren den Charme handgefertigter Zementfliesen im Kleinformat 20 mal 20 Zentimeter und sind – floral, klassisch oder nostalgisch – kombinierbare Akzentprodukte. Umrandet werden sie im Restaurant „Landgang“ mit der „D Segni Midnight“ im Format 20 mal 20 Zentimeter. Um im Restaurant einen Used Look zu kreieren, kamen die Gestalter auf die Idee, die Wände und Stützen mit gebrochenen, weißen Keramiken des Modells „Hello White Lux“ in der Ausführung 7,5 mal 15 Zentimetern zu versehen. Dafür wurde die Fliese im frischen Kleberbett gebrochen und erst dann final verarbeitet.

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