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StartHotel+TechnikGebäudetechnikAufzugssicherheit::Wenn der Aufzug steckenbleibt

AufzugssicherheitWenn der Aufzug steckenbleibt

Kommt es zu einem Zwischenfall mit dem Hotel-Lift, heißt es für Hoteliers besonnen zu reagieren. Als Aufzugsbetreiber sollten sie zudem regelmäßig die Notbefreiungsanleitung aktualisieren. Wird das versäumt, kann es im Ernstfall lebensgefährlich werden. Besonders dann, wenn Laien Rettungsversuche unternehmen.

Für den Fall, dass Gäste mit dem Aufzug steckenbleiben, müssen Hoteliers als Aufzugsbetreiber laut Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) einen Notfallplan bei der ständig besetzten Stelle hinterlegen.

Notfallplan aktuell halten und gut sichtbar platzieren

Das Dokument enthält alle nötigen Angaben, um eine im Aufzug eingeschlossene Person in der vorgeschriebenen Zeit von maximal 30 Minuten befreien zu können: den Standort der Anlage, Personen, die die Notbefreiung durchführen, Ersthelfer, Zeitangaben sowie den Aufbewahrungsort der Notbefreiungsanleitung sowie technische Daten. Die Anleitung zur Notbefreiung muss im Triebwerksraum oder im Servicepaneel gut sichtbar sein.

Sie muss stets dem aktuellen Stand der Aufzugsanlage entsprechen, insbesondere nach Reparaturen, Modernisierungen oder Änderungen. Sie beschreibt, wie der jeweilige Aufzug ausgeschaltet und Eingeschlossene manuell befreit werden können. Für die Notbefreiung verantwortlich ist laut BetrSichV eine speziell beauftragte Person, früher Aufzugswärter genannt.

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Auf keinen Fall sollten Laien – Beschäftigte oder Gäste des Hotels – versuchen, selbst Personen zu befreien, wenn ein Aufzug steckenbleibt. Immer wieder bringen sich Menschen hier mit unbedachten Rettungsversuchen in Gefahr. Die Tür zwischen den Stockwerken aufzuschieben und zu versuchen jemanden zu befreien, ist lebensgefährlich. So kann sich der Aufzug beispielsweise nach einem Stromausfall plötzlich wieder in Bewegung setzen.

Im Aufzug eingeschlossene Personen beruhigen

Wer selbst mit dem Aufzug stecken bleibt, sollte ruhig bleiben und professionelle Hilfe abwarten. Dazu muss der Notrufknopf drei bis fünf Sekunden lang gedrückt werden. Die durchgehend besetzte Notrufzentrale meldet sich und veranlasst die Befreiung. Außenstehende können mit den Personen im Aufzug sprechen, sie beruhigen und, falls nicht schon geschehen, einen Notruf absetzen. Die Notrufnummer der Wartungsfirma befindet sich am Hauptzugang des Aufzugs.


Zum Autor:

Dirk Blettermann ist Sachverständiger sowie Leiter des Fachbereichs Aufzug- und Fördertechnik bei Dekra.


 

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