Auslandschef Aufs Herzlichste willkommen

Peter Knoll ist General Manager des Falkensteiner Spa Resorts Marienbad.
Peter Knoll ist General Manager des Falkensteiner Spa Resorts Marienbad. © Falkensteiner

In unserer Serie berichten Hospitality-Profis von ihren Erfahrungen in der Ferne. Diesmal: Peter Knoll aus Tschechien.

Vor 45 Jahren begann Peter Knolls Berufsleben in einem Kurhotel. Mit seiner heutigen Position als General Manager des Falkensteiner Spa Resort Marienbad in Tschechien schließt sich für den 61-Jährigen somit ein Kreis. Aufgewachsen in einer Gastwirtsfamilie im Südschwarzwald, zog er nach seiner Kochausbildung in die Welt hinaus: zunächst nach England, später unter anderem nach China und Bahrain. Zudem absolvierte er ein MBA-Studium an der Reims Management School und arbeitete für große internationale Marken in Estland, Ungarn, Tschechien und Kroatien. „Im Wesentlichen spielte sich meine Karriere in Mitteleuropa ab“, erklärt er.

Ein offener Empfang und ein starkes Team

Zur Falkensteiner Michaeler Gruppe kam Knoll 2025 als Interimsmanager für das Haus am Kronplatz in Südtirol. Nach Abschluss dieser Aufgabe wechselte er nach Marienbad. „Meistens wird eine neue Führungskraft vom Team zuerst einmal gescannt. Hier war das anders. Ich wurde unwahrscheinlich offen aufgenommen“, freut er sich.

Besonders schätzt er den Zusammenhalt unter den Mitarbeitenden und die Herzlichkeit, mit der sie den Gästen begegnen. Dies erleichtere auch die gemeinsame Weiterentwicklung des Resorts. Jeder könne Ideen einbringen, über deren Umsetzbarkeit anschließend im Team beraten werde. Einen Fachkräftemangel, wie ihn viele Betriebe der Branche kennen, gebe es in Marienbad nicht. Rund 20 Prozent der Mitarbeitenden stammen aus der Ukraine. „Die Kommunikation zwischen ihnen und den Tschechen ist leicht, die Sprachen haben Ähnlichkeit“, so Knoll.

Das Falkensteiner Spa Resort ­Marienbad verfügt über vier Themenpools und eine ­eigene Quelle für ­Balneotherapie und Trinkkuren.
Das Falkensteiner Spa Resort ­Marienbad verfügt über vier Themenpools und eine ­eigene Quelle für ­Balneotherapie und Trinkkuren. - © Jochen Arndt

Marienbad als vielseitige Urlaubsdestination

Bei seiner Arbeit hat der Hotelmanager nicht nur das eigene Haus, sondern auch die Entwicklung der Destination im Blick. Marienbad möchte er über den klassischen Kurbetrieb hinaus stärker mit Kultur- und Sportangeboten wie Golf und Wandern positionieren. Die klassizistisch geprägte Stadt mit ihren Parks und Wäldern gehört als eine der Great Spa Towns of Europe zum Unesco-Welterbe.

Im Resort setzt Knoll unter anderem auf die Weiterentwicklung des Wellness- und ­Gesundheitsangebots. Zugleich möchte er eine jüngere Zielgruppe ansprechen. An den Wochenenden liegt das Durchschnittsalter der Gäste bereits bei etwa 40 Jahren, unter der Woche zwischen 55 und 60 Jahren. Rund 70 Prozent der Gäste kommen aus Deutschland, etwa 25 Prozent aus Tschechien. Damit bleibt auch der Austausch zwischen unterschiedlichen Nationalitäten Teil seines ­Arbeitsalltags. „Mein Ziel ist es, unser Haus und den Standort als führende Destination für Gesundheit, Erholung und nachhaltigen Urlaub weiter zu stärken“, sagt Knoll.