KI punktet bei Empfehlungen und Zeitersparnis, vollautomatische Buchungen stoßen dagegen noch auf Vorbehalte.
Die Hotelkette a&o sieht sich durch eine europaweite Umfrage in seiner KI-Strategie bestätigt. Wie das Unternehmen mitteilt, hat das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Yougov mehr als 14.000 Menschen in zwölf europäischen Ländern zum Buchungsverhalten und zur Nutzung von Künstlicher Intelligenz befragt.
Demnach bewerten 56 Prozent der Befragten KI positiv, wenn es um Empfehlungen und Vergleiche bei der Reisebuchung geht. 52 Prozent sehen Vorteile durch die Zeitersparnis. Vollständig KI-gesteuerte Buchungsprozesse werden jedoch bislang mehrheitlich abgelehnt. Laut Umfrage akzeptieren 59 Prozent der Befragten solche Prozesse derzeit nicht.
Für a&o bestätigt das Ergebnis den eigenen Ansatz, KI als Unterstützung und nicht als Ersatz für menschliche Interaktion einzusetzen. „Wir setzen auf Mensch-KI-Partnerschaft und damit den effizienten Support durch Technologie“, sagt Phillip Winter, Chief Marketing Officer (CMO).
Roboter reinigen stark frequentierte Bereiche
Das Unternehmen will die Erkenntnisse nutzen, um den Ausbau virtueller Sprachassistenten für Buchungs-Hotlines sowie die Optimierung von Webinhalten für große Sprachmodelle weiter voranzutreiben.
Bereits heute kommen bei a&o KI-gestützte Anwendungen in den Bereichen Suche, Content-Erstellung und Buchungsprozesse zum Einsatz. Dazu zählen unter anderem Chatbots, dialogbasierte Buchungshilfen sowie personalisierte Angebote. Auch in operativen Bereichen nutze die Hostelkette Künstliche Intelligenz. So übernehmen automatisierte Roboter die Reinigung stark frequentierter Bereiche.
„Die Ergebnisse unserer Umfrage bestätigen klar unseren Ansatz: Wir treiben den Einsatz von KI als Unterstützung konsequent voran. Unser Fokus liegt darauf, repetitive Aufgaben zu reduzieren und gleichzeitig mehr Raum für echten Gästeservice zu schaffen“, sagt Winter. KI sei für das Unternehmen ein Innovations- und Wachstumstreiber.
Die repräsentative Befragung wurde laut YouGov zwischen dem 23. und 25. Februar 2026 durchgeführt. Insgesamt nahmen 14.648 Personen aus Deutschland, Tschechien, Ungarn, Polen, Dänemark, Belgien, den Niederlanden, Österreich, Italien, Großbritannien, Frankreich und Spanien teil. red/nz