Die beste Halbjahresbilanz der Unternehmensgeschichte: Mit mehr als 100 Millionen Euro übertrifft die Berliner Hostelkette den Umsatz von 2022 um 47 Prozent.
Zu den starken Monaten Mai und Juni mit Zimmerauslastungen von über 80 Prozent kam "ein außergewöhnlicher Jahresauftakt", bestätigt A&O-CEO Oliver Winter. Gründe für die "durchgängige Dynamik von Beginn des Jahres an" und das Umsatzergebnis sieht der Gründer vor allem im anhaltenden Reise-Nachholbedarf von Gruppen und Schulklassen: Gruppen würden flexibler reisen und belegten im Frühjahr auch außerhalb der üblichen Sommermonate die Zimmer. Außerdem macht Winter eine zunehmend budgetorientierte Nachfrage von Familien und jungen, auch internationalen Gästen aus.
Weitere Halbjahreszahlen auf einen Blick:
- 72 Prozent Zimmerauslastung (2022: 60 Prozent)
- 38 Prozent Besucheranstieg auf der Website aohostels.com in den Monaten Mai/Juni
- Durchschnittliche Zimmerauslastung rund 80 Prozent im Mai und 85 Prozent im Juni
- Sommerauslastung von bis zu 90 Prozent erwartet
A&O investiert 20 Millionen Euro in nachhaltige Sanierungen
Mit rund 3,73 Kg CO2 pro Übernachtung unterbietet a&o den Wettbewerb nach eigenen Angaben um bis zu 75 Prozent. "Das reicht uns noch nicht. Wenn wir nachhaltiges Reisen ermöglichen und damit eine zukunftsorientierte Branche sein wollen, müssen wir unser Denken und Handeln weiter verändern und unter anderem Verbräuche und Emissionen noch drastischer senken", so Winter.
CO2-Neutralität bis 2025 heißt deshalb das nächste große Etappenziel der Hostelkette. Bis zu 20 Millionen Euro wird das Unternehmen im kommenden Jahr allein in energetische Sanierungsmaßnahmen investieren. 90 Prozent der A&O-Standorte sind Bestandsimmobilien: "Erhalt statt Neubau ist für uns ein zentrales Nachhaltigkeits-Motto und damit zugleich auch Wachstums-Strategie", sagt der CEO. sar