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Allgäu Tophotels mit Appell"Politik muss Bundesnotbremse für touristische Reisen im Inland aussetzen"

Die Allgäu Tophotels kritisieren die neue Einreise-Regel des Bundeskabinetts und fordern gleiche Wettbewerbsrechte von der Politik: Geimpfte, genesene und getestete Menschen müssten auch im Inland inzidenzunabhängig, wie in Europa, reisen dürfen.

Urlaubsgebiete in Bayern dürfen zum Beginn der Pfingstferien öffnen, wenn sie eine stabile Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 vorweisen können (wir berichteten). Diese Marke sei für viele Urlaubsgebiete in Bayern und auch im Allgäu aktuell nicht erreichbar, wie die Allgäu Tophotels mitteilten. Außerdem drohe eine erneute Schließung der Betriebe, wenn die 100er Marke an drei Folgetagen wieder überschritten wird. Die Bundesnotbremse birge damit für Gäste und Unternehmer einen hohen Risikofaktor.

“Parallel beschließt der Bundestag jedoch, dass ab dem 13.05.2021 alle Urlaubsrückkehrer auch aus Risikogebieten mit einer Inzidenz zwischen 50 und 200 sich frei testen können und keine Quarantäne mehr erforderlich ist (wir berichteten)“, so die Geschäftsführerin Sybille Wiedenmann von den Allgäu Tophotels. “Wie soll ich das meinen Hoteliers erklären?”, fügt sie hinzu.

Forderung: Bundesnotbremse im Inland aussetzen 

Nach fast sieben Monaten Lockdown sei diese neue Verordnung für die 80 familiengeführten Hotels der Allgäu Tophotels und alle anderen 5.000 Gastgeber im Allgäu sowie den regionalen Lieferanten der absolute Tiefpunkt. “Schlimmer geht es nicht mehr. Jetzt können die deutschen Urlauber – unsere Gäste – ab heute in fast ganz Europa Urlaub machen, nur bei uns nicht. Das halten wir moralisch, physisch und psychisch nicht mehr länger aus. Wir Familienbetriebe können jetzt nicht mehr! Jetzt muss die Politik in Berlin sofort handeln und die Bundesnotbremse für touristische Reisen im Inland aussetzen“, fordert Dr. Anna-Maria Fäßler, Chefin der Sonnenalp und Beiratsvorsitzende der Allgäu Tophotels.

Die bayerische Staatsregierung müsse sich an die Spitze der Bewegung setzen, um dieses Schwungrad der Wirtschaft in den Urlaubsregionen in Bayern zu sichern. Es sei umgehend eine inzidenzunabhängige Regelung vergleichbar mit den Nachbarländern erforderlich.

Betriebe bangen um die Existenz und die Mitarbeiter

Die Existenz vieler Betriebe sei laut den Allgäu Tophotels heute schon sehr gefährdet. Die echten Verluste für einen mittelgroßen Hotelbetrieb mit acht bis 10 Mio. Investitionsvolumen beliefen sich in diesem zweiten Lockdown auf 600.000 bis 700.000 Euro – trotz der unterschiedlichen Hilfsprogramme. Für die großen Betriebe würde sich die Summe auf ein Vielfaches belaufen. Hinzu komme, dass viele Mitarbeiter bereits Arbeitsplätzen in Österreich und der Schweiz gefolgt sind.

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